Geschichten strukturieren mit Scrivener

Nachdem ich nun schon etwas über Story Weaver geschrieben habe, ist vielleicht auch noch ein Wort über Scrivener angebracht. Scrivener ist schon ein recht altes und deshalb auch sehr bewährtes Programm, das ursprünglich für den MAC entwickelt wurde, mittlerweile aber auch für Windows zur Verfügung steht. Es wurde im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt und bietet eine Oberfläche, die einem Arbeitszimmer mit allen Schikanen gleicht.

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Geschichten weben mit Story Weaver

Geschichten fallen nicht einfach vom Himmel – jedenfalls nicht, wenn man sie niederschreiben will. Vielleicht ist da eine Idee im eigenen Kopf, aber sie zu Papier zu bringen ist gar nicht so leicht, insbesondere wenn es eine längere Geschichte werden soll, ein Roman zum Beispiel.

Habe ich alles erwähnt, was die Leserin wissen muss? Sind meine Figuren glaubhaft und sympathisch? Gibt es Löcher in meiner Geschichte? Das alles sind Fragen, die man sich stellen muss. Und es gibt noch viel mehr.

Das alles im Kopf zu behalten oder einfach so aus dem Ärmel zu schütteln – das kann wohl niemand. Aber muss man auch nicht. Es gibt eine kleine Software namens „Story Weaver“ – also auf deutsch „Geschichtenweber“ –, die einem dabei hilft, eine wirklich vollständige, gut strukturierte Geschichte zu schreiben. Die Idee muss man zwar noch selbst haben, aber dann hilft einem dieses unauffällige Tool, diese Idee zu einer Kurzgeschichte oder einem Roman auszubauen.

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Bevor man ein Buch schreiben kann, muss man erst einmal eine Geschichte haben

Daran scheitern viele AutorInnen, die Kurzgeschichten oder auch Romane schreiben. Sie schreiben einfach los, ohne eine Geschichte zu haben.

Für manche funktioniert das sogar (ehrlich gesagt hatte ich keine Geschichte, sondern nur eine Idee, als ich anfing, „Taxi nach Paris“ zu schreiben), aber die Krux ist: Selbst wenn man am Anfang keine Geschichte hat, muss man sie am Ende des Buches haben. Wenn das Buch zu Ende geschrieben ist, sollte es kein Problem sein, die Geschichte im Nachhinein in einer Art Inhaltsangabe oder Plot aufzuschreiben.

Wenn das ein Problem ist, hat man – obwohl man vielleicht 150.000 Wörter geschrieben hat – trotzdem keine Geschichte und kann die 150.000 Wörter wegwerfen.

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Für einen Schriftsteller ist die Krise das Interessanteste

Dieses Zitat stammt aus einem Interview mit dem bekannten Schriftsteller Martin Suter:

«Für einen Schriftsteller ist die Krise das Interessanteste»

Es ist vermutlich nicht schwer zu verstehen, dass gute Geschichten selten aus einem Leben entstehen, das völlig ohne Höhen und Tiefen und auch ohne Herausforderungen verläuft. Geschichten entstehen nicht dann, wenn man alles hat, was man sich wünscht, wenn man sich weder über Geld noch Job noch eine Liebesbeziehung Gedanken machen muss. Geschichten entstehen aus Träumen und oftmals aus den schlimmsten Dingen, die man nur erleben kann. Verlust, Tod, Gefahr, Angst - das sind die Zutaten, aus denen gute Geschichten gemacht sind. Wer will schon lesen: Eines Tages traf ich meine Traumfrau, wir verliebten uns sofort ineinander, und nun sind wir verheiratet, haben zwei Kinder, beide einen guten Job und leben glücklich bis ans Ende unserer Tage?

Das ist zwar ein Leben, wie man es jeder guten Freundin - und überhaupt jedem Menschen - wünschen würde, aber es enthält keinerlei Spannung, wie das für eine Geschichte oder einen Roman unerlässlich ist.

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Die Evil Queen von el!es

Ich würde so gern mal eine richtig böse Figur erschaffen. Gerade eben habe ich mal wieder Once Upon A Time geguckt, wo Regina zwar momentan leider überhaupt nicht böse ist, aber meine Frau und ich sitzen hoffnungsvoll vor jeder neuen Folge, dass sie doch mal wieder ihr »Ich werde euer Glück zerstören, und wenn es das letzte ist, was ich tue!« loslässt und ihre dunklen Augen vor Boshaftigkeit blitzen.

Böse Figuren sind viel interessanter als gute Figuren. Das sieht man bei Once Upon A Time deutlich. Alle guten Figuren sind eigentlich blass, nur die bösen Figuren bringen Farbe in die Geschichte – und wenn es, wie bei Regina, ein elegantes Schwarz ist.

Böse Figuren sind flexibler als gute Figuren. Gute Figuren können nur gut sein, böse Figuren sind zwar böse, aber sie können – aus den verschiedensten Gründen – gute Dinge tun, ganz überraschend. Und man weiß nie genau, wie sie reagieren. Sie sind unberechenbar.

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Schreiben mit Word und OneNote - bequem und einfach

Schreibsoftware – was ist das? Nachdem ich nun auf der neuen Google+-Seite von el!es (einfach mal draufklicken und vorbeikommen) Scrivener und Writer’s Café vorgestellt habe, wird es Zeit, einmal zu schauen, was man mit dem machen kann, was man ohnehin schon hat, ohne etwas Neues kaufen zu müssen. Nicht dass Scrivener oder Writer’s Café besonders teuer sind. Die sind beide sehr preiswert, aber hat man nicht ohnehin schon Word auf dem PC, eventuell das ganze Officepaket? Und ist das nicht die übliche Schreibsoftware?

Ja, genau, das ist sie. Die meisten nutzen Word ohnehin. Warum also nicht schauen, was man damit machen kann? Und das ist einiges. Im aktuellen Word gibt es beispielsweise links die Navigationsleiste. Wenn ich eine Geschichte schreibe, kann ich mit Hilfe dieser Leiste schon einiges machen, beispielsweise jedem Kapitel eine Überschrift geben, die den Inhalt des Kapitels beschreibt. Ich kann darunter dann noch Szenen anlegen und denen ebenfalls beschreibende Namen geben. So lege ich schon im Voraus fest, was in der Geschichte passieren soll. Oder ich benenne das Kapitel oder die Szene, nachdem ich sie geschrieben habe. Dann behalte ich auch beim 60. Kapitel noch den Überblick, was ich bisher geschrieben habe, ohne dass ich gleich alles noch einmal lesen muss.

Diese Funktion in Word hat mich sofort begeistert, aber es wird doch etwas unübersichtlich, wenn man mehr zu einem Kapitel oder einer Szene schreiben will, eine kleine Zusammenfassung zum Beispiel, oder auch Ideen, die man später noch verwenden möchte. Da kommt OneNote ins Spiel, das Programm, das jeder hat, aber kaum einer benutzt.

OneNote gehört bei einigen Officepaketen dazu, aber selbst, wenn es nicht dabei war, kann man es kostenlos herunterladen. In OneNote kann ich alles Mögliche sammeln, inklusive Fotos, Videos, Hintergrundrecherchematerial aus Wikipedia und Co., Rezepte, Ideen, Notizen, was auch immer. Es ist wie ein großes Album, das alles aufnimmt und sortiert, so dass ich bei all dem, was ich im Internet finde, was ich lese, in Filmen sehe oder mit Freunden bespreche, den Überblick behalte.

Beruflich kann man Projekte damit strukturieren, indem man einfach alles, was einem dazu einfällt, in einen Ordner wirft und dann sein Projekt daraus entwickelt. Auch für die Uni sehr nützlich, wenn man Seminararbeiten o.ä. schreiben muss. Da geht es oft darum, viel Material zu sammeln, von dem man erst einmal nicht weiß, ob man es später verwenden wird.

Ich kann auch Szenen in OneNote schreiben, von denen ich bis jetzt noch nicht weiß, wo im Roman sie hinkommen werden. Ich lege sie einfach erst einmal in dem Ordner mit dem Namen „Neuer Roman“ ab.

Das Interessante kommt dann zum Schluss: Ich kann all diese Dinge dann an Word „andocken“, wenn ich schreibe. Die Kapitelübersicht mit ausführlichen Inhaltsangaben zum Beispiel. Genau wie in Scrivener und Co. habe ich dann einen geteilten Bildschirm, auf dem ich zwischen den Kapiteln und Szenen hin und her springen kann, im angedockten OneNote nachlesen kann, was mir dazu eingefallen ist, und dann die Szene im Wordfenster schreiben kann. Ich kann auf alle Sachen, die ich zu diesem Buch in OneNote gesammelt habe, Zugriff nehmen, wenn ich sie brauche, ohne groß Programme öffnen und schließen oder zwischen verschiedenen Fenstern hin und her springen zu müssen.

Das ist so bequem, dass man es kaum glauben kann, wenn man es noch nicht ausprobiert hat. Es erleichtert die Arbeit sehr. Word habe ich ohnehin, und OneNote ist kostenlos – also ich kann nur empfehlen, es mal damit auszuprobieren. :)

Die Schreibwerkstatt lebt

Ich möchte gern einmal meinen besonderen Dank an diejenigen aussprechen, die sich hier so tapfer mit ihren Texten der Kritik stellen. Nur durch Texte, die in der Schreibwerkstatt eingestellt und beurteilt, bearbeitet, verbessert, kommentiert werden, kann die Schreibwerkstatt wachsen und immer wieder neue Fragen beantworten, helfen, immer bessere Texte zu schreiben.

Es gehört viel Mut und Kritikfähigkeit dazu, sich sagen zu lassen, dass das, was man meist ja mit dem eigenen Herzblut geschrieben hat, nicht gut genug ist, um veröffentlicht zu werden, oder dass daran noch sehr viel umgeschrieben, gestrichen, bearbeitet werden muss. Nur ein starker Charakter, eine starke Persönlichkeit erträgt das und hat dann immer noch die Kraft weiterzuschreiben. Deshalb ein ganz großes Lob an alle, die sich mit ihren Texten an der Schreibwerkstatt beteiligen und vielen, vielen anderen dadurch helfen.

Gibt es eine Ausbildung zum/r SchriftstellerIn?

Gibt es eine Ausbildung, die ich absolvieren kann, und hinterher bin ich Schriftstellerin und kann mich darauf berufen wie bei jedem anderen Berufsabschluss?

Diese Frage wurde kürzlich an uns herangetragen. Und es gibt tatsächlich Ausbildungen über die schon vorhandenen „Schreibschulen“ im Internet hinaus, die meist profitorientierte Unternehmen sind und versprechen, aus den LehrgangsteilnehmerInnen SchriftstellerInnen zu machen.

Bis vor einigen Jahren war die einzige Ausbildung anderer Art das Studium am „Deutschen Literaturinstitut Leipzig“, das heute entweder mit einem Bachelor- oder mit einem Magisterabschluss endet, früher mit dem Abschluss „Diplomschriftsteller“.

Mittlerweile gibt es zudem auch einen Bachelor-Studiengang „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ an der Uni Hildesheim.

Teilnehmen kann man an diesen Studiengängen aber nicht einfach so, sondern man muss eine „künstlerische Eignungsprüfung“ bestehen. Ähnlich wie man an einer Musikhochschule oder an einer Kunstakademie eine Aufnahmeprüfung machen muss, durch die festgestellt werden soll, ob man für diese künstlerischen Berufe überhaupt geeignet ist und die nötigen Voraussetzungen mitbringt.

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Einfach schreiben

Was immer du schreibst –
schreibe kurz, und sie werden es lesen,
schreibe klar, und sie werden es verstehen,
schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.
(Joseph Pulitzer)

Das ist der Herr, nach dem der berühmte Pulitzerpreis benannt ist, und wie man aus diesem Zitat entnehmen kann, zu Recht. Denn was er hier kurz zusammenfasst, ist die Essenz des erfolgreichen Schreibens. Die Kürze kann man etwas ausdehnen, denn Herr Pulitzer war Journalist, kein Romanautor. Der seit 1917 jährlich verliehene Pulitzerpreis ist demgemäß eine Auszeichnung, die nur an JournalistInnen geht, für besonders gut recherchierte und geschriebene Artikel und Reportagen.

Aber für jede Art von Schreiben gilt: gut recherchiert und gut geschrieben sollte es immer sein. Gerade hier beim LiteraturPreis kann man sehr gut beurteilen, ob eine Autorin das geschafft hat.

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