Abnehmen ohne Diät

Das größte Problem des 21. Jahrhunderts wird das Übergewicht sein, las ich kürzlich in einem Bericht über das Metabolische Syndrom, das die vier Symptome zusammenfasst, die meistens zu einem frühen Tod führen. Auf jeden Fall aber zu einem oft sehr beschwerlichen Leben, im wahrsten Sinne des Wortes, da eines der vier Symptome massives Übergewicht ist. Die anderen drei sind Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Insulinresistenz.

Wenn alle vier Phänomene zusammen auftreten, wird oft auch vom »Tödlichen Quartett« gesprochen. In den Industriestaaten ist dieses Quartett sehr verbreitet, wird fast schon als Normalfall betrachtet. Und nur selten unternimmt eine ganze Stadt den Versuch abzunehmen, wie in Oklahoma: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/oklahoma-eine-stadt-speckt-ab-das-gewicht-ist-bei-uns-kein-tabu-mehr-13054706.html

Dafür unternehmen jedoch viele einzelne Menschen den Versuch abzunehmen, stets und ständig. Am meisten freut sich darüber die Diätindustrie, die gut am Übergewicht verdient. Vor allem verdient die Diätindustrie daran sehr gut, dass Diäten nicht funktionieren. Es werden zwar immer wieder neue Diäten angepriesen, aber wenn Diäten wirken würden, gäbe es keine Diätindustrie mehr.

 

Ich gehöre ja auch zu den Betroffenen, ich war schon seit meiner Einschulung übergewichtig, weil das drahtige kleine Mädchen, das ich vorher gewesen war, leider plötzlich viel zu viel saß und las und dadurch ein Pfund ums andere ansammelte. Ich wäre sehr gern in einen Sportverein gegangen, aber meine Familie war dagegen, weil das Transportprobleme aufgeworfen hätte. Sie wollten mich nur schützen, ich sollte nicht nach Dunkelheit allein durch die Gegend laufen, aber zum Schluss hat das dann leider mein Übergewicht befördert.

Ich habe immer mal wieder versucht abzunehmen, wie alle Übergewichtigen, aber der Erfolg war leider nie von langer Dauer. Ich esse eben einfach zu gern. Außerdem hat Essen für mich auch die Bedeutung von Wohlfühlen, und wie so viele übergewichtige Menschen esse ich deshalb vor allem auch dann, wenn ich mich unwohl fühle und etwas an diesem Zustand ändern will. Außerdem stört es mich, wenn ich nicht essen kann, was ich will, und da die meisten Diäten darauf beruhen, dass man auf vieles, was gut schmeckt, verzichten muss, waren Diäten nie etwas für mich.

Aber endlos zunehmen will man ja auch nicht, nur noch schnaufend die Treppe raufkommen, bei jeder Anstrengung zusammenbrechen. Also was kann man da tun? Weniger essen und Sport machen, ist immer so die Devise, und da gibt es jetzt neue Erkenntnisse, die besagen, dass man auf keinen Fall gleichzeitig mit Diät und Sport anfangen sollte: http://microsoft.netdoktor.de/fitness/erst-kommt-der-sport-dann-die-diat/

Interessant, da es bisher ja immer hieß, dass man das gleichzeitig machen sollte. Aber die Argumente sind auch logisch, dass man erst Sport machen und Muskeln aufbauen sollte – wobei man meistens schon einiges an Gewicht verliert, ohne Diät zu halten – und dann erst sein Augenmerk auf das Essen lenken.

 

Ich habe es umgekehrt gemacht, ich habe mich auf meine Essgewohnheiten konzentriert, ohne mich groß um Sport zu kümmern. Aber sich auf seine Essgewohnheiten zu konzentrieren ist nicht dasselbe wie Diät. Diät bedeutet Beschränkung und ist deshalb nichts für mich, wie ich schon sagte, aber kann man überhaupt abnehmen ohne Diät?

Ich bin eines der Beispiele dafür, dass es geht. Ich hatte schon mal vor Jahren darüber geschrieben, und ich will es gern noch mal tun, denn ich denke, es kann gar nicht oft genug gesagt werden: Niemand muss Diät machen, um abzunehmen.

Im Prinzip geht Abnehmen ganz von selbst, aber da wir immer gern Regeln haben, kann man sich dabei nach diesen Regeln richten:

1. Iss nur, wenn du Hunger hast

2. Iss genau das, worauf du Appetit hast

3. Iss langsam, bewusst und mit Genuss

4. Hör auf, wenn du satt bist

 

Klingt das nicht einfach? Ist es auch. Und trotzdem kommen bei den meisten Leuten dann gleich so Reaktionen wie: „Das kann ja wohl nicht wahr sein! Wenn ich immer essen würde, worauf ich Appetit habe, würde ich bald platzen. Ich liebe Sahnetorte!“

Das Schöne an dieser Art des Abnehmens ist: Nichts ist verboten, noch nicht einmal Sahnetorte. cool

Also wer es einmal ausprobieren möchte, ich kann es nur empfehlen. Ich habe abgenommen, ohne es zu merken, und ich denke, wenn man sich nicht mit Diäten quälen will, ist dies der Weg.

Overall Rating (1)

4.5 out of 5 stars
Add comment

People in this conversation

  • Britta
  • Juli
  • Die Kettenbetörerin :)
  • Marischka
  • Nanni
  • Barbara
  • Ruth Gogoll
  • Ellen ESS.
  • Juli

    Permalink

    Ich persönlich finde ja Punkt 3 sehr interessant. Ich war 6 Wochen zur Kur. Dort gab es u.a. Genusstraining. Und was für mich sehr wichtig war: Achtsamkeitstraining. Denn wie oft in unserem alltäglichen Leben nehmen wir alles für selbstverständlich an?
    ich bin in allen ziemlich allen Lebensbereichen achtsamer geworden. Jetzt schmeckt das Müsli zum Frühstück viel besser. Oder die Kiwi am Abend.

    Punkt 4: Das Sättigkeitsgefühl ist so eine Sache. Auch hier muss man sehr achtsam mit seinem Körper sein. Ich hatte 10 Jahre das Problem das ich sehr viel gegessen habe und auch nicht aufgehört habe wenn mir eigentlich schon schlecht war.
    Mittlerweile verstehe ich meinen Körper durchaus besser.
    Mit ein wenig Bewegung sind mittlerweile 8 Kilo in 8 Wochen gepurzelt. Eine direkte Diät mache ich dabei auch nicht. Einfach nur Achtsam.^^

    Sonntag, 21. September 2014 15:41
  • Ruth Gogoll

    Juli Permalink

    Es ist ganz unterschiedlich, welche der vier Regeln zum Schluss am meisten Bedeutung erlangt. Für sehr viele Leute ist Regel 2, genau das zu essen, worauf man Appetit hat, am schwierigsten umzusetzen, denn sie denken jedes Mal, wenn sie entscheiden, was sie essen wollen: „Ist das jetzt gesund? Hat das genug Eiweiß? Wie viele Punkte hat das, wie viele Kalorien? Passt das noch in mein Budget? Darf ich so was überhaupt essen?“ Und schon ist die Regel ad absurdum geführt.

    Jede Regel stellt so ihre eigenen Anforderungen. Die erste Regel und die vierte gehören da in gewisser Weise zusammen. Denn wie fühlt sich Hunger oder Sattsein an? Das muss man erst mal herausfinden, wenn man lange Jahre immer ohne Hunger und weit über das Sättigungsgefühl hinaus gegessen hat.

    „Wie weiß ich, dass ich Hunger habe?“ und „Woher weiß ich, dass ich satt bin?“ sind sehr oft gestellte Fragen. Manche Leute fallen dann in Ohnmacht, weil sie ewig lang auf das Hungergefühl warten, eben weil sie nicht wissen, wie sich das anfühlt. Beim Sattgefühl dasselbe. Dort fallen die Leute nicht in Ohnmacht, sondern hören erst auf zu essen, wenn sie schon fast platzen, weil sie nur dann wissen, dass sie satt sind. Beziehungsweise einfach nichts mehr reingeht. Dass Sattsein und fast Platzen nicht dasselbe sind muss man erst lernen.

    Und ja, es stimmt: Alles schmeckt viel besser, das habe ich auch festgestellt. :) Wie gesagt, eigentlich lässt sich das alles sehr einfach über die Gehirnfunktionen erklären, die zuvor gestört waren. Dazu gehören viele Signale wie eben Hunger, Sattsein, Geschmack. Wenn man sein Gehirn umtrainiert, sich wieder normal zu verhalten, ist man erstaunt, was für Auswirkungen das auf alle möglichen Gebiete hat, nicht nur auf das Essen.

    Sonntag, 21. September 2014 16:04
  • Allerdings sollte auch der Darm seine Erwähnung finden. Dieser ist es immerhin, der die Heißhungerattacken/ das Insulin steuert. Daher ist eine ausgewogene Ernährung dennoch wichtig.
    Nur sollte man sich eben auch nichts versagen. Ich esse auch noch ein Stück Kuchen, oder einen Eisbecher, aber eben nicht mehr in Massen wie früher.:D

    Sonntag, 21. September 2014 16:14
  • Ruth Gogoll

    Juli Permalink

    Das Gehirn kann auch die Signale des Darms manchmal nicht mehr interpretieren, wenn wir sehr gegen unsere Natur gegessen haben. Und somit kann der Darm machen, was er will, er wird einfach nicht vom Gehirn unterstützt.

    Das ist ein Wechselspiel zwischen Körper und Gehirn, das einfach funktionieren muss. Das geht schon beim Verdauen los, das eigentlich schon im Mund beginnt. Wenn wir sehr schnell essen und große Brocken herunterschlucken, zu viel essen und das zu wenig gekaut haben, kommt der Magen nicht mehr nach und schiebt teils noch unverdaute Nahrung in den Darm.

    Der gerät dann auch in Panik, weil er dafür gar nicht die richtigen Enzyme und Bakterien hat, und oftmals vermehren sich dann die schädlichen Bakterien massenhaft. Daraufhin sendet der Darm Paniksignale ans Gehirn, dass er das nicht mehr schafft, und wenn die ankommen, hören wir auf zu essen. Aber wenn die nicht ankommen, essen wir immer weiter, und alles bricht zusammen. Sodbrennen, Verdauungsstörungen, Diabetes, Übergewicht ... und noch eine Menge mehr sind die Folge.

    Sogar Depressionen können durch die falschen Darmbakterien ausgelöst werden. Darüber denkt kaum jemand nach. Der Darm ist unser größtes Organ, und deshalb sollten wir ihn immer fit halten. Was wir am besten tun, indem wir so essen, wie es unser Körper braucht.

    Sonntag, 21. September 2014 17:39
  • Britta

    Permalink

    Hm, hört sich ja wirklich einfach an, nur wenn es tatsächlich so einfach klappen würde, hätten wir dann nicht Millionen Menschen mit genau diesem Problem .Ich glaube leider, das wir in unsere schnelllebigen Zeit das Problem haben. Frühstück unterwegs vom Bäcker. Mittags eine Kleinigkeit zwischendurch .Abends Fertiggericht oder mit Hilfe von .... Fix Produkten etwas auf den Tisch gebracht. Den meisten Berufstätigen geht es doch so oder so ähnlich. Noch dazu kommt die Veränderung in der Arbeitswelt, weniger Bewegung weil alles über den PC läuft. MFG

    Freitag, 19. September 2014 13:05
  • Britta

    Britta Permalink

    Nun, einigen Argumenten kann ich gut folgen.

    Die Entscheidung morgens den Bäcker aufzusuchen anstatt sich Obst mitzunehmen trifft jeder Mensch für sich allein, ist klar .Das wir alle selbst bestimmen wann, wir was Essen, wobei das wann natürlich schon durch den die Pausen (Arbeit, Schule, etc) vorbestimmt wird ist eigentlich auch klar. Nur was halten sie von den Argumenten der Zuckersucht, im Sinne von Untersuchungen, dass Zucker ein Suchtstoff ist, sprich das viele Menschen unbewußt dieses aufnehmen . Es ist doch, wenn jemand sich die Mühe macht, erschreckend wo überall Zucker als Zusatz enthalten ist. Da von klein auf dieses, ich sag jetzt einfach "Suchtstoff" mit der Nahrung aufgenommen wird, ist es später auch nicht einfach umzustellen. Da in den letzten Jahrzehnten das Übergewicht in den "reichen" Ländern gestiegen ist, scheint dies doch ein weltweites Problem zu sein, welches zur Zeit eher ansteigt als weniger wird.

    Ich denke immer noch das abnehmen möglich ist, auf jeden Fall sogar, aber das Gewicht ständig zu halten ein echter Kampf ist. Und da wir alle ja so froh sind das wir Autos, Fahrstühle und andere Annehmlichkeiten, wie den Parkplatz vor der Türe haben, bleibt noch nicht einmal das tägliche kleine Bewegen. Wenn das abnehmen mir so wenigen Umstellungen so einfach ist, frage ich mich warum die Lebensmittel Industrie mit ständig neuen "Super Diäten" als auch die Fitness Studios so boomen. Wobei ich ihnen Recht gebe, das abnehmen einfach ist, wenn die Regeln eingehalten werden.

    Aber genau so denke ich, das wir Menschen Regeln nicht mögen, vor allem nicht wenn es bedeutet sich einem Problem ständig zu stellen, sich bewußt zu entscheiden und den anderen gegenüber auch standhaft zu bleiben. ;)

    Noch einen schönen Sonntag

    Sonntag, 21. September 2014 9:56
  • Marischka

    Britta Permalink

    Wenn man sich natürlich schlank ernährt, dann kämpft man nicht gegen irgendwas an. Dann hat man nur Lust auf die "guten" Sachen. Beispiel: Ich stehe vorm Bäcker und schaue mir die ganzen Leckereien an, die da ausliegen. Aber ich verspüre keine Lust darauf, denn ich denke unwillkürlich: Ach, das sieht zwar alles toll aus, aber das ist doch alles viel zu süß und schmeckt nicht. Also drehe ich mich um und gehe weiter. Ganz ohne Kampf. Ich muss mich nicht losreißen. Ich mag das einfach nicht essen. Wohingegen selbstgebackener Rührkuchen schon mal recht schnell verputzt ist, weil ich den so backe, dass sich der Zuckergehalt in Grenzen hält. Oder Eis. So ein selbstgemachtes italienisches Eis ... lecker. Mövenpick-Eis aus dem Supermarkt? Nee.
    Ich esse gern Süßes, aber ich mag keine Sachen, die "widerlich süß" sind, weil industriell hergestellt und mit Zucker & Co. überfrachtet.
    Bei natürlich schlank hat man einfach keinen Appetit drauf. Und das kann man durchaus (wieder) lernen, wie Frau Gogoll hier verzweifelt versucht zu erklären. :)

    Sonntag, 21. September 2014 11:22
  • Ruth Gogoll

    Marischka Permalink

    Ich bin nicht verzweifelt. ;) Aber ja, Du hast Recht: Zuckersucht entsteht meines Erachtens deshalb, weil man sich immer wieder zu viel Zucker zugeführt hat, und das eventuell schon von frühester Jugend an, eventuell schon als kleines Kind. Mütter, die ihren Kindern süße Getränke geben, sollten sich wirklich überlegen, was sie ihrem Kind damit antun.

    Wenn man nun aber als Erwachsener vor den Resultaten dieser falschen Ernährung steht, nützt es auch nichts mehr, der Mutter die Schuld zu geben. Vermutlich wusste sie es nicht besser. Wir stehen aber da mit Übergewicht und der ständigen Lust auf Süßes. Das Übergewicht wird man sehr leicht mit natürlich schlank los, und die Lust auf Süßes eigentlich auch.

    Ich habe aber schon von Fällen gehört, wo die Lust auf Süßes so tief im Innersten eingeprägt war, dass es nicht so leicht war sie loszuwerden. In solchen Fällen empfehle ich, einige Tage zu fasten, also mal eine Woche gar nichts zu essen. Es gibt sehr gute Anleitungen dazu im Internet oder auch Bücher, ebooks. Ich habe früher auch hin und wieder gefastet, und es hat mir sehr gut getan, nicht nur dem Gewicht, sondern dem ganzen Körper, der Gesundheit. Meine Haut sah aus wie die von einem neugeborenen Baby. :)

    Wenn man diese Woche dann hinter sich hat, hat sich der Körper von der Zuckersucht gelöst, denn er musste seinen Stoffwechsel von Kohlenhydratstoffwechsel auf Fettstoffwechsel umstellen. Sobald der Fettstoffwechsel aktiv ist, baut er unser Fett ab und verlangt nicht mehr nach Kohlenhydraten. Ich habe das Gefühl, bei natürlich schlank passiert so etwas Ähnliches. Auch wenn man nicht zum Einstieg fastet. Aber in Härtefällen von Zuckersucht würde ich Fasten als Einstieg wärmstens empfehlen.

    Sonntag, 21. September 2014 12:13
  • Ruth Gogoll

    Britta Permalink

    Das ist alles Diätdenken, Britta. ;) Wer so argumentiert, hat den Unterschied zwischen natürlich schlank und einer Diät noch nicht begriffen. Weder Abnehmen noch das Gewicht zu halten ist mit natürlich schlank ein Kampf. Es kommt ganz von selbst. Aber das kann man nicht theoretisch diskutieren. Probieren Sie es aus, und Sie werden sehen, es funktioniert und ist ganz einfach. :)

    Warten Sie auf Ihren Hunger und sehen Sie, was passiert. Diese eine kleine Entscheidung muss man treffen, das ist richtig, aber wenn Sie übergewichtig sind und nicht einmal diese eine kleine Entscheidung treffen, wie wollen Sie dann schlank werden?

    Wir müssen uns jeden Tag entscheiden, und auch, wenn wir uns nicht entscheiden, ist es eine Entscheidung. Wer sich also dafür entscheidet, sich nicht an die Regeln von natürlich schlank zu halten, trifft damit die Entscheidung, dick zu bleiben. Das ist absolut in Ordnung, aber dann sollte man sich auch nicht über sein Übergewicht beschweren.

    Die Geschichte mit der Zuckersucht höre ich immer wieder, aber ich höre auch, dass Leute, die sich an die Regeln von natürlich schlank halten, keine Gelüste auf Süßes mehr haben. Jedenfalls nicht übermäßig. Ich esse auch mal ein Stück Kuchen oder ein Stück Schokolade, das ist kein Problem.

    Ich beschränke mich da aber nicht bewusst. Ich esse so viel Schokolade, bis ich keine mehr will. Früher konnte das auch gern mal eine ganze Tafel sein, jetzt sind das ein, zwei Stückchen, dann bin ich satt und brauche keine Schokolade mehr.

    Das ist kein Kampf und man muss da auch nicht standhaft bleiben. Man richtet sich einfach nur nach seinem Körper. Mittlerweile kann ich auf jede Party gehen, wo Schüsseln mit Chips und Süßigkeiten herumstehen und habe keinerlei Bedürfnis, das zu essen. Es ist, als ob es gar nicht da wäre. Es interessiert mich nicht.

    Außer ich habe gerade Lust darauf. Dann esse ich es natürlich. Aber da reicht ein Chip oder eine kleine Portion von etwas Süßem, ein Teelöffel Pudding vielleicht. Dann wird es mir schon zu viel. Denn ehrlich gesagt: Das Zeug schmeckt doch alles nicht. Sowohl Chips und Co., Burger von McDonalds, Fritten oder auch Süßkram: im Grunde ist das alles nur eklig.

    Unser Körper weiß das, und deshalb hat er keine Lust darauf, wenn wir ihn fragen. Wir fragen ihn nur meistens nicht, sondern stopfen alles in uns hinein.

    Sonntag, 21. September 2014 10:36
  • Guten Morgen an alle,
    ich weiß, dass ich gerne den Advocatos Diaboli spiele, anscheinend tue ich dies hier auch gerade:) . Ich kann und werde mich den positiven Gedanken hier, was das abnehmen betrifft sicherlich nicht verschließen. Nur mal anbemerkt, auch ich habe reichlich Kilos drauf und auch wieder runter bekommen (was nicht wirklich einfach war und noch ist) Aber das tut eigentlich nichts zur Sache. Nämlich, dass diese vier "Regeln" einfach so einfach sein könnten, verblüfft mich, und genau da setze ich auch weiterhin an.

    Es hat und es wird nicht nur weiterhin übergewichtige Menschen als auch die angeblichen "Wunderdiäten", damit meine ich keineswegs die hier vorgeschlagene Methode, welche für mich nicht zu einer Diät im klassischen Sinne zählt, geben .Weil und hier setze ich auch bei all ihren Argumenten und der der Mitschreiberinnen an, die Argumentation ist logisch und schlüssig, keine Frage, aber der Mensch ist nun einmal genusssüchtig und auch in gewissem Maße bequem. Die Anmerkung einer Mitschreiberin ich sollte nicht etwas beurteilen was ich nicht ausprobiert habe, kann ich gut verstehen, weil aus ihrer Sicht der Dinge hat sie ja recht. Sie hat es ausprobiert und dabei abgenommen. Nur wie viele Menschen haben auch mit anderen "Diäten", ich benutze jetzt mal wieder dieses Unwort:), abgenommen (und wahrscheinlich wieder zugenommen).

    Wenn ich mir jetzt diese vier einfachen Sätze vor Augen halte stolpere ich persönlich über "Iss wenn du Hunger hast" dabei ist nicht der Inhalt dieses Satzes mein Problem sondern das umsetzten in den täglichen Ablauf .Es gibt in meinen Augen zu viele Menschen die Aufgrund der Durchstrukturierung und engen Arbeitstaktung dazu nie den Chance hätten. Bei diesem Satz stelle ich mir eine Frau am Fließband vor die um elf Uhr morgens Hunger bekommt, aber Die Mittagspause erst um eins ist .Sorry, wenn dies hier respektlos rüber kommen sollte, aber ich sehe für viele das Umsetzen recht schwierig. Die Grundidee ist klasse, nur sie ins tägliche Leben zu bringen, da dürfte es schwieriger werden. Wie geschrieben ich verkörpere gerad den Advocatos Diaboli, ergo gehöre ich nicht der Gegenseite an

    Leider fehlt mir grad die Zeit für weitere Sätze, auf weitere Antworten bin ich aber trotzdem gespannt
    Noch einen weiteren schönen Tag;)

    Dienstag, 23. September 2014 11:16
  • Barbara

    Britta Permalink

    Hallo Britta. Gerne gehe ich auf deinen Kommentar ein und natürlich darf und soll man ruhig alles in Frage stellen. Schön, dass bei dir die Kilos runter gehen – wie du selbst schreibst. Respekt!

    Zu dieser 4-Punkte Methode hier kann ich dir einfach meine Erfahrungen weitergeben. Für mich ist diese Methode Lebensinhalt geworden, und ich habe keine Probleme, mich an die Regeln zu halten. Eigentlich sind das doch gar keine Regeln, sondern es ist Freiheit pur. (Ich kann essen, wonach mir ist. Bei welcher Diät gibt's das denn? und habe ich mir nicht früher vielleicht gewisse Dinge verboten, obwohl mein Körper sie gewünscht hat? Das gehört alles der Vergangenheit an). Ich muss mich nicht zu einem Gemüseteller zwingen, wenn mir nach Schokolade ist. Aber mit der Zeit nimmt die Lust auf Übermengen an Süssigkeiten ab (nicht von heute auf morgen. Ein paar Tage Zeit muss man dem Körper schon geben). Aber eben: Das ist bei mir jetzt einfach ganz normal... und eben auch keine Diät.

    Ich bin auch Genussmensch. Ich liebe das Zusammensein mit netten Menschen und ein gutes Essen. Ich habe in einem früheren Kommentar geschrieben, dass ich diese Methode zu ca. 80 % anwende. Und trotz den fehlenden 20 % (wenn man es genau nehmen will) funktioniert sie. Ich geniesse bewusst und wenn ich irgendwo eingeladen bin, und das Essen lecker ist – was es ja meist ist -, dann esse ich auch schon mal ein bisschen mehr. Ich bin ja kein Übermensch und habe da schon meine Schwächen… übrigens mehr als mir lieb sind;) Aber so viel mehr geht da eben gar nicht mehr, weil mein Magenvolumen kleiner geworden ist. Bei mir ist es auch so, dass ich trotz Umstellung fast immer zu den gleichen Zeiten hungrig bin. Kleine Abweichungen sind möglich. Aber ich muss auch eingestehen – habe ich schon geschrieben -, dass der Wandel nicht von heute auf morgen stattgefunden hat. Mein Körper musste sich während mehreren Tage daran gewöhnen, zuerst erfahren, was da jetzt passiert. Ich habe meistens nach 18h keinen Hunger mehr. Der kommt meist auch nicht vor 08.00 Uhr zurück. Wenn er aber zwischendurch kommen sollte, dann gebe ich ihm, was er möchte. Ich kann natürlich nur für mich sprechen.

    Für mich ist deine geschilderte Problematik (Fliessband) nachvollziehbar. Das ist wirklich eine knifflige Situation. Ich gebe dir Recht, dass vielleicht der Punkt 'Iss nur, wenn du Hunger hast' da nicht ganz eingehalten werden kann. Wenn man isst und wenigstens aufhört, wenn man satt ist, dann hat alleine schon das einen positiven Effekt. (3 Punkte können also auch hier immer eingehalten werden). Aber ja, dein Argument ist hier wirklich berechtigt. Ich kann dir nur sagen, was ich in der Fliessband-Situation machen würde. Mir ein paar Tage Zeit geben, bis das mit den Zeiten in etwa hin haut… (wie gesagt, ich habe meist so um die gleichen Zeiten Hunger). Vielleicht hat Ruth Gogoll da andere Erfahrungen gemacht, aber ich habe nach ein paar Wochen Umstellung wirklich fast immer zu den gleichen Zeiten Hunger. Und ganz sicher würde ich die anderen 3 Punkte einhalten. Die kann ich nämlich einhalten. Und wenn du es irgendwie versuchst mit dieser Methode, auch wenn du sie nicht zu 100 % einhältst oder einhalten kannst (aber doch zum grössten Teil – das wäre dann schon noch wichtig), so wirst du wahrscheinlich damit abnehmen können.

    Dazu möchte ich dir noch sagen, dass ich auf keine Waage stehe. Ich muss nicht wissen, wie viele Kilos runter gehen. Ich sehe das anhand meiner Hose, den Kleidern und dem Gürtelloch… und ich möchte mich auch einfach nur wohl fühlen. Und ich fühle mich definitiv besser. Das Gehirn darf auch die schöne Erfahrung machen, dass ihm beim Essen nichts mehr verboten wird. Mein Kopf hat da die ersten Tage ganz schön auf stur gestellt. Der hat mir so ungefähr das gesendet: Spinnst du? Was soll das denn? Wieso etwas Neues? Ich bin jetzt programmiert und das passt. Ich will von Neuerungen nichts wissen…. Such dir ein anderes Hobby. Und dann haben noch Engelchen und Teufelchen im Bauch gegen einander gekämpft. Teufelchen sagte: Ach lass doch. Bringt eh nichts. Mach dir bloss nicht die Mühe, den Quatsch auszuprobieren. Iss lieber. Es ist doch alles gut. Der Mist wird eh nicht funktionieren. Dir geht’s doch wunderbar… Und Engelchen meinte: Komm, versuch es einfach mal. Du wirst sehen, Essen und Geniessen wird viel schöner werden. Du musst kein schlechtes Gewissen mehr haben, und das Leben wird einfacher. Zu verlieren hast du doch eigentlich nichts… Engelchen hatte Recht… ;) und Engelchen wird auch Recht behalten:)

    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag:)

    Dienstag, 23. September 2014 15:28
  • Ruth Gogoll

    Barbara Permalink

    Ja, ich muss auch noch mal ein paar neue Löcher in einen Gürtel machen lassen, der jetzt schon seit einiger Zeit rumliegt, weil die Löcher nicht mehr reichen. ;) Zu Anfang hat der Gürtel dafür gesorgt, dass die Hosen, die schon bald zu groß waren, nicht gleich von den Hüften rutschen. Nun rutschen sie allerdings sogar mit Gürtel.

    Das mit den Zeiten stimmt bei mir auch. Ich bekomme morgens kaum je vor 10 Uhr Hunger, und nach 17 Uhr habe ich auch meistens keinen mehr. Darauf kann man sich schon einstellen. Wir sind Gewohnheitstiere, und speziell unser Körper ist ein Gewohnheitstier. Deshalb kann man ihn ja auch auf feste Essenszeiten trainieren, selbst wenn man gar keinen Hunger hat.

    Ich denke, bei den meisten Leuten wird es so sein, dass sie immer zu ähnlichen Zeiten essen, auch wenn sie auf natürlich schlank umstellen. Man muss das alles nicht so eng sehen. Wichtig ist einfach, dass wir den Weg umkehren von uns Vorschriften machen zu lassen (von Diäten) zu "Ich entscheide selbst".

    Dienstag, 23. September 2014 18:13
  • Guten Morgen. Ja, die letzten drei Worte sind der Schlüssel dazu. Wie wahr! Und deshalb ist die Methode für mich eben Freiheit pur, weil ich die Wahl habe, weil ich selber entscheiden darf. Entweder man gibt dieser Methode eine Chance oder nicht. Und für andere kann ich eh nicht sprechen. Meine Erfahrungen gebe ich aber gerne weiter und auch nur mit dem Gedanken, dass sie vielleicht jemandem helfen, der abnehmen und es versuchen möchte. Das ist alles. Dein Geschriebenes ist wunderbare Zukunftsmusik für mich. Und: Gratulation!:) Tolle Leistung. Ich freue mich auf die zusätzlichen Löcher in meinem Gürtel. Allen einen schönen Tag!:)

    Mittwoch, 24. September 2014 8:19
  • Ruth Gogoll

    Barbara Permalink

    Ich finde es auch interessant, dass ich durch natürlich schlank automatisch eine längere Zeit nichts esse, weil ich keinen Hunger habe. Insbesondere nachts. Du sagst, Du isst das letzte Mal so gegen 18 Uhr und dann erst so gegen 8 Uhr wieder. Das bedeutet, Du hast eine Art „Fastenperiode“ von 14 Stunden, in der Dein Körper Fett abbauen kann. Bei mir ist es meistens sogar länger, nämlich 16-18 Stunden, in denen ich nichts esse (worin natürlich die Schlafenszeit enthalten ist, in der man ja auch normalerweise nichts isst).

    Man zwingt sich aber nicht dazu wie bei der Methode „Schlank im Schlaf“ (wo die Leute immer über Hunger klagen, insbesondere abends, weil man da abends keine Kohlenhydrate essen darf), sondern anscheinend hat unser Körper ganz von selbst das Bedürfnis, längere Zeit nichts zu sich zu nehmen, weil er uns keine Hungersignale sendet. Und über Kohlenhydrate abends mache ich mir keine Gedanken. Wenn ich Bratkartoffeln essen will zum Abendessen, esse ich Bratkartoffeln. Oder auch ein leckeres Brot.

    Das ist eben der Unterschied zwischen allen Diäten und der Methode, sich einfach normal zu ernähren, so wie man es braucht, natürlich schlank. :) Natürlich schlanke Menschen denken ja auch nicht darüber nach, ob sie abends noch Kohlenhydrate essen „dürfen“ oder nicht. Also warum sollten wir es tun? Wir werden wirklich „schlank im Schlaf“, aber ohne uns zu quälen.

    Mittwoch, 24. September 2014 9:09
  • Hallo. Was mir bei dieser 4 Punkte-Methode (natürlich schlank) auch auffällt – nebst dem Gewichtsverlust – ist, dass sie auch für die Psyche wunderbar ist. Ich weiss nur von früher, wenn ich mal irgendeine Diät mitgemacht habe, war meine Laune als erstes nach ein paar Tagen im Keller… und kurz darauf habe ich mit der Diät aufgehört, weil es sich einfach nicht gut angefühlt hat. Alles in mir hat sich dagegen gewehrt… und oft ging’s mir nach so einer Episode schlechter, als zuvor.

    Und das ist auch das, was ich auf Arbeit feststelle. Wehe, eine Arbeitskollegin macht so einen letzten Diät-Schrei mit… dann ist es besser, man nimmt Urlaub oder macht zumindest einen grossen Bogen um solche Damen.

    Geht’s dem Körper nicht gut, weil man ihn bestraft, indem man ihm etwas verweigert, was er möchte, so geht es doch früher oder später der Psyche auch schlecht. Jedenfalls empfinde ich es so.

    Diese 4 Punkte-Methode bringt Körper, Geist und Seele in Einklang. Was gibt es Schöneres? Ich finde, das ist vielleicht noch ein netter Anstoss für diejenigen, die gerne abnehmen möchten, aber (noch) nicht glauben können, dass es so – natürlich schlank – funktionieren kann. Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

    Freitag, 26. September 2014 15:12
  • Ruth Gogoll

    Barbara Permalink

    Schon allein an dieser unserer normalen Reaktion auf Diät sieht man, dass Diäten Unsinn sind, oder? Wie kann etwas gut sein, das uns so stresst? Klar, es gibt auch so etwas wie positiven Stress, aber das ist es nicht. Das ist eindeutig negativer Stress. Stress, der uns krank macht.

    Es gibt Dinge, zu denen muss man sich überwinden, auch wenn sie einem nicht gefallen. Die Notwendigkeiten des Lebens sozusagen. Aber sich mit Diäten zu quälen gehört eindeutig nicht dazu. Ein normales Gewicht erleichtert vieles, deshalb sollte man weder übergewichtig noch untergewichtig sein. Den Körper mit allem versorgen, was er braucht, weder zu viel noch zu wenig, nicht zu dick und nicht zu dünn.

    Als wir noch durch die Natur bzw. eher die Wildnis streiften auf der Suche nach Nahrung, war das alles kein Problem. Wir mussten so viel Zeit und Energie für die Nahrungssuche aufwenden, dass wir gar nicht dick werden konnten. Aber heutzutage verdienen die meisten von uns ihr Geld im Sitzen. Absolut widernatürlich, doch wir können nicht mehr zurück. Was auch immer irgendwelche Aussteiger uns ohne Geld und Zivilisation vorleben, das ist für die meisten von uns nicht das, was wir uns wünschen. Wir sind nun einmal keine Steinzeitmenschen mehr.

    Dennoch gibt es Unterschiede, wie man auch mit all den zivilisatorischen Errungenschaften leben kann. Man kann dick werden oder schlank bleiben. Wenn man sich weiterhin wie ein Steinzeitmensch verhält – nämlich sich alles an Nahrung einverleibt, was man findet – wird man dick werden. Eigentlich ist es ganz normal, sich so zu verhalten, denn unser Gehirn hat sich seit der Steinzeit (die historisch betrachtet noch nicht sehr lange her ist) kaum verändert. Dennoch herrschen heutzutage andere Rahmenbedingungen. Die haben sich für unseren Körper bzw. unser Gehirn jedoch viel zu schnell entwickelt. Vielleicht brauchen wir noch einmal 50.000 oder 100.000 Jahre, bis wir uns an diese Entwicklung angepasst haben. Dann werden wir eventuell ganz automatisch so essen, wie es unserer zivilisierten Lebensweise entspricht.

    Das nützt uns im Hier und Jetzt nur leider gar nichts. Wir leiden unter Übergewicht und metabolischem Syndrom, alles Ausdruck eines Lebens, das nicht im Einklang ist. Da unsere Essgewohnheiten nicht im Einklang mit unserer Lebensweise sind, kann man die Auswirkungen überall sehen. Es ist kein individuelles Problem, die ganze Menschheit wird dicker. Sogar in Ländern, die früher eher als Hungergebiete galten, sind viele Menschen heute übergewichtig, egal ob in Afrika oder China. Weil heute praktisch überall so gut wie ständig Nahrung zur Verfügung steht. Noch vor einigen Jahrzehnten war das unvorstellbar.

    Also müssen wir uns an die Gegebenheiten anpassen. Aber nicht, indem wir Diäten zu unserem Lebensinhalt machen und uns damit die Laune verderben. :) Denn eines funktioniert trotz aller zivilisatorischen Entwicklung immer noch: unser Hunger- und Sattgefühl. Sich anpassen heißt in diesem Fall: zurück zu etwas sehr Ursprünglichem, das in jedem und jeder von uns vorhanden ist. Wieder auf das hören, was uns Zehntausende von Jahren das Überleben gesichert hat: unsere Instinkte.

    Nahrungssuche ist immer noch ein Urinstinkt. Seinen Instinkten zu folgen ist immer einfacher als sich an irgendwelche aufgezwungenen Regeln zu halten, wie sie Diäten darstellen. Regeln, die uns das Leben sauer machen. Statt also in einem Plan nachzulesen, was ich essen sollte, esse ich doch lieber das, was ich essen möchte. Die Regeln, die es hier einzuhalten gilt, sind nicht aufgezwungen, sie entsprechen unseren innersten Bedürfnissen. Deshalb fühlen wir uns so gut, wenn wir sie wiederentdecken.

    Sonntag, 28. September 2014 8:02
  • Guten Morgen. Ist es nicht verrückt, wie der Mensch so manches aus dem Gleichgewicht und dem Einklang gebracht hat und immer noch bringt? Aber das ist ein Thema, das man auf X Bereiche ausdehnen könnte.

    Ich kann deinen Ausführungen nur zustimmen. Aber man kann halt auch eine Menge Geld mit dieser Problematik verdienen. Man muss nur die Werbungen im Fernsehen und manche Sendungen anschauen. Da haben wir die Schlank-Drinks und Pillen usw. für die Übergewichtigen. Die Gesund-Präparate und Zusatzstoffe für die wahrscheinlich auch Übergewichtigen, aber gleichzeitig stark Untergewichtigen. Die ganzen Fettabsauge- und Korrekturmöglichkeiten. Dann die Model-Sendungen mit teils stark Untergewichtigen und die Abnehm-Szenarien mit den stark Übergewichtigen. Alles dreht sich um das Thema und macht einen völlig irre.

    Deshalb einfach nochmals ein Dankeschön für deinen Artikel. Für mich persönlich hat er extrem viel bewirkt betreffend Abnehmen, aber vor allem auch – und das finde ich besonders schön – die Balance in sich selbst wieder entdecken zu dürfen. Allen einen guten Wochenstart!

    Montag, 29. September 2014 7:54
  • Ruth Gogoll

    Britta Permalink

    Das ist doch völlig richtig, solchen Dingen erst einmal kritisch gegenüberzustehen. Gerade, was das Abnehmen betrifft, steht in jeder Frauenzeitschrift jeden Tag eine neue Methode, wie man „7 Kilos in 7 Tagen“ verliert. Und im Prinzip kann man wirklich mit fast jeder Diät abnehmen, wenn man sich daran hält.

    Die Frage ist: Was passiert bei Diäten? Auf welcher Grundlage beruhen sie? Und da trennt sich die Spreu vom Weizen. Denn wenn eine Abnehmmethode auf Zwang beruht, auf Verzicht, auf Verhaltensweisen, die gegen das eigene Körpergefühl dem Körper mit Gewalt aufgezwungen werden, wird dem Gewichtsverlust bald wieder eine noch größere Gewichtszunahme folgen, der JoJo-Effekt, sobald man mit der Diät aufhört.

    Die logische Folge ist also: Man muss eine Methode finden, die mit dem Körper arbeitet, nicht gegen ihn. Eine Methode, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, statt sie zu unterdrücken, oder genau das Gegenteil von dem tun zu müssen, was man im Augenblick tun möchte.

    Worin kann eine solche Methode nur bestehen? Sich nach den eigenen Körpersignalen zu richten. Denn nur sie zeigen zuverlässig an, was unser Körper braucht. Will mein Körper Eiweiß, bekomme ich Lust auf Käse, Joghurt, Quark. Will er Kohlenhydrate, bekomme ich Lust auf Brot, vielleicht eine Banane, vielleicht auch ein Stück Schokolade.

    Ich weiß nicht, wie viele Leute es mittlerweile noch gibt, die an Fließbändern arbeiten, aber das ist kein gutes Beispiel, denn die meisten Leute arbeiten sicherlich im Büro oder in Jobs, wo man nicht ganz so beschränkt ist wie an einem Fließband. Je nachdem, wo man arbeitet, muss man natürlich eventuell flexible Lösungen finden, aber das kann man, wenn man wirklich will. Offenbar findet man ja auch genügend Zeit und Gelegenheit, um sich einen dicken Bauch anzufressen. ;)

    Wenn man nicht nur stur geradeaus blickt, sondern auch mal nach links und nach rechts – und wenn einem wirklich etwas daran liegt, abzunehmen und auf Dauer schlank zu sein – wird man die Methode so für sich anpassen, dass es funktioniert.

    Das Interessante ist ja: Übergewicht hat nicht nur negative Auswirkungen. Es hat auch positive Effekte. Und viele Leute, die behaupten, abnehmen zu wollen, wollen in Wirklichkeit gar nicht abnehmen, weil sie diese positiven Effekte nicht verlieren wollen. Sie sagen also gern mal, dass sie abnehmen wollen, aber in ihrem Innersten sind sie nicht davon überzeugt. Sie wollen ihr Übergewicht lieber behalten. Oftmals ist ihnen das gar nicht bewusst, sondern läuft auf einer unbewussten Ebene ab.

    Es gibt also viele verschiedene Dinge, die Einfluss darauf nehmen, ob wir abnehmen oder nicht, ob wir dann dauerhaft schlank sind oder nicht. Wer sich an diese vier Regeln hält, wird abnehmen und schlank bleiben. Aber will das überhaupt jeder? Wollen wir nicht vielleicht doch lieber das Gegenteil?

    Die Gesellschaft zwingt uns ein absurdes Schönheitsideal von nicht nur Schlankheit, sondern Überschlankheit auf. Das ist es garantiert nicht, was unser Körper will. Er will einen gewissen Puffer haben für schlechte Zeiten. Dessen sollten wir uns auch bewusst sein.

    Mein Ziel war es nie, irgendwelchen gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Ich möchte mich einfach nur in meinem Körper wohlfühlen. Das heißt, ich richte mich nicht nach irgendwelchen absurden Tabellen, was ich in meinem Alter, mit meinem Geschlecht, bei meiner Körpergröße wiegen sollte, sondern ich horche in meinen Körper hinein, was er wiegen möchte. So sind mein Körper und ich uns einig, dass wir keine Modelmaße brauchen, sondern nur ein normales Gewicht, und das funktioniert sehr gut. :)

    Dienstag, 23. September 2014 12:05
  • Hallo zusammen. Ich kann vielleicht noch kurz das anfügen: Ich hab’s ja ausprobiert… und man muss so etwas einfach zuerst ausprobieren, um es überhaupt beurteilen zu können. Darüber reden, darüber philosophieren bringt nichts. Man muss es tun, man muss es wollen. Oder man lässt es. Ganz einfach.

    Deshalb habe ich auch erst nach einigen Wochen Praxis darüber berichtet. Wie schon geschrieben, war der Anfang – die Umstellung im Kopf – nicht ganz einfach für mich, weil ich eben anders programmiert war. Möchte man es aber, befasst sich damit und gibt sich für die Umstellung halt einfach auch die Zeit, die der Kopf und der Körper benötigt, funktioniert diese Methode, welche inzwischen für mich ganz normal ist.

    Fehler Nummer 1 ist für mich der, wenn man die Methode von einem Tag auf die andere – unter Zwang – anwenden will. Auch die Umstellung kann – muss nicht – fliessend kommen. Vielleicht gibt es Menschen, die das Knall auf Fall schaffen. Bei mir war es anders. Ich habe das ausprobiert, als mein Körper mit Cortison und anderen Medikamenten voll gepumpt worden ist und ich mich kaum bewegen konnte.

    Deshalb: Bewegung, Zucker, nicht Zucker, der ganze Essenskram und und und… Darüber kann man endlos diskutieren. Für mich zählt nur die Erfahrung, die ich für mich gemacht habe: Man nimmt mit dieser Methode ab, selbst dann, wenn alle Ratschläge, wie man leben sollte, nichts bringen, weil man sie in bestimmten Situationen im Leben nicht beherzigen kann, weil man dazu nicht in der Lage ist.

    Abnehmen mit dieser Methode ist somit für mich klar bewiesen, nämlich an mir selbst. Und es ist so. Ich habe nur noch selten Lust auf Süsses. Man entwickelt ein neues, gesünderes Bewussstein. Aber man muss die Erfahrung selbst machen.

    Und weil es mir so unglaublich gut getan hat, sehe ich keinen Grund mehr, je wieder einmal anders zu essen. Mein Magenvolumen wurde automatisch kleiner. Es mag gar nicht mehr so viel rein, wie früher… So zu essen, gehört für mich seit ein paar Wochen einfach ganz normal zum Leben.

    Ich wünsche euch allen noch einen schönen Sonntag.

    Sonntag, 21. September 2014 11:26
  • Ruth Gogoll

    Barbara Permalink

    Das zu hören, Barbara, freut mich sehr. Ich habe absolut keine Absicht, Leute von dieser Methode zu überzeugen, die das nicht wollen. Jeder Mensch kann das für sich selbst entscheiden.

    Aber mir ging es genauso wie Dir: Ich habe es versucht, und es hat funktioniert. Das mit dem Magenvolumen stimmt auch. Manchmal komme ich mir vor, als hätte ich ein Magenband, so wenig esse ich. ;) Aber ich tue es eben nicht, weil ich mich beschränke, sondern weil ich einfach aufhöre zu essen, wenn ich satt bin. Und um satt zu werden, muss man keine großen Mengen essen.

    Ich habe gerade eben ein Vollkornbrot mit Quark und Tomate gegessen, und ich weiß, dass das locker bis heute abend reicht. Wahrscheinlich werde ich in den nächsten 5, 6 Stunden keinen Hunger bekommen. Und wenn ja, dann esse ich. :D

    Sonntag, 21. September 2014 12:01
Load More

Weitere Artikel

  • 1
  • 2
  • 3

Suche