Wollen Sie länger leben? Gehen Sie shoppen!

Es gibt immer wieder so lustige Sachen, die man erfährt. In den letzten Tagen beispielsweise wurde die Meldung verbreitet, daß ein paar Wissenschaftler mal wieder Experimente gemacht haben, die zu dem Ergebnis führten, daß Einkaufen zu einer längeren Lebensdauer beiträgt.

Hört sich etwas merkwürdig an, aber in der Tat hat sich herausgestellt, daß Leute, die wenig einkaufen gehen – zum Vergnügen, weniger um sich die notwendigen Dinge wie Lebensmittel zu besorgen – nicht so lange leben wie Leute, die sich öfter mal das Vergnügen des Einkaufens gönnen.

Und da gingen dann die Spekulationen los, warum. Grundsätzlich ist mit Einkaufen zum Vergnügen natürlich ein gewisser Lustgewinn verbunden. Es gibt glaube ich sogar Frauen, die dieses Erlebnis mit einem Orgasmus vergleichen – oder es sogar besser finden.

Also Einkaufen ist Aufregung, Spannung, Erwartung, Erlösung – und dann eventuell wieder dasselbe von vorn. Somit in der Tat vergleichbar mit mehreren aufeinanderfolgenden Orgasmen, das ist nicht zu bestreiten.

Und wenn man die vielen Rentner betrachtet, die den ganzen Tag Zeit haben, aber immer genau zu der Zeit einkaufen gehen müssen, in der die gesamte arbeitende Bevölkerung sich in den Geschäften drängelt, dann sieht man auch den zweiten positiven Nebeneffekt des Einkaufens: es wirkt der Vereinsamung entgegen, schafft soziale Kontakte – und wenn es nur derjenige ist, sich an der Kasse mit anderen zu streiten, die es eilig haben.

Noch schöner ist es selbstverständlich, wenn man jemand trifft, den man kennt und mit dem man sich unterhalten kann. Auch das Aussuchen eines Lippenstiftes und die Unterhaltung mit der Verkäuferin oder anderen Frauen über die richtige Farbe und Kußechtheit kann für Stunden Vergnügen bedeutet – was vielleicht erklärt, warum viele Frauen sich bei solchen Themen so schwer entscheiden können und eine solche Aktivität so lange wie möglich ausdehnen. Die Entscheidung zu treffen würde bedeuten, das Vergnügen zu beenden.

Soziale Beziehungen sind ungeheuer wichtig für uns Menschen, und Einkaufen verhilft uns dazu. Ebenso ist es schön, Dinge anzuschauen, einen weichen Stoff durch die Finger gleiten zu lassen oder verschiedene Farben zu genießen.

Und das alles wirkt sogar – das haben die Forscher herausgefunden – dann, wenn Sie gar nichts kaufen, also gar kein Geld ausgeben. Ein leerer Geldbeutel ist also kein Grund, sich dieses Vergnügen nicht zu gönnen und als Ergebnis ein paar Jahre länger zu leben.

 

Overall Rating (0)

0 out of 5 stars
Add comment

People in this conversation

  • Ruth Gogoll
  • Nanni
  • Nanni

    Permalink

    So schlimm ist der Stress ja auch gar nicht. Ich habe nur mit den Smileys gespart! Aber, ich kaufe dennoch nicht gerne ein.
    Sehen Sie, und mir passen die Hosen nicht, weil sie immer irgendwo nicht sitzen! Und Röcke und Kleider, sind mir im Winter zu kalt. %)

    Dienstag, 3. Mai 2011 0:48
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Was ich bei Hosen am meisten hasse, wenn ich die kaufen muß, ist, daß es die immer nur in Kindergrößen gibt, in die eine erwachsene Frau nicht reinpaßt. ;) Das finde ich dann auch ärgerlich, wenn mir etwas gefällt, es das aber nur in Größen gibt, die für mich nicht in Frage kommen. Ansonsten kaufe ich schon gern ein. Ich mag es, mir verschiedene Dinge anzuschauen, selbst wenn ich sie nicht kaufe.

    Außer ich muß ewig lang nach irgend etwas suchen, was ich dringend brauche, was es aber nirgendwo zu geben scheint. Dann ist Einkaufen auch Stress.

    Montag, 2. Mai 2011 14:42
  • Nanni

    Permalink

    Das mit den Älteren ist mir auch aufgefallen! Sie meinen auch immer, ich dürfte vor gehen, da sie ja genug Zeit hätten! Was ich wiederum nicht verstehe. Im Grunde haben die sogar weniger Zeit als ich. Wenn man mal das Alter betrachtet, von einer 75igen Omi und mir! Da habe ich doch eindeutig länger Zeit. ;)

    Ich gehe äußerst ungern shoppen! Wenn ich mich nicht gleich für eine Hose entscheiden kann, und dann vielleicht die zweite gerade anprobiere, draußen steht schon jemand mit der nächsten Hose in der Hand, die ich doch auch noch versuchen sollte, ich dann hinter dem Vorhang hervorkomme und mir wird vorne, wie hinten an der Hose gezogen, und...ja, doch, sieht sehr gut an ihnen aus. Möchte ich eigentlich nur flüchten. Und ob ich das auf Dauer aushalte, diesen Stress, weiß ich ja nicht! Jünger macht er mich jedenfalls nicht! :-8

    Aber es stimmt tatsächlich! Ich lerne immer wieder fremde Leute beim Einkaufen kennen. Und um so mehr man sich zufällig mal wieder sieht, um so freundlicher die Begrüßung. Witzig! Manchmal unterhalte ich mich sogar mit Fremden. Schock! Erzähle ihnen etwas, was sie im Grunde nichts angeht. Dann blicke ich zu Seite, da keine Reaktion kommt, oder zumindest nicht eine solche, wie ich es mir erhofft hatte, und sehe, dass ich mit einem Menschen erzähle, den ich so mal gerade gar nicht kenne. Ich ja auch in der Annahme war, das meine Freundin gerade noch neben mir stand. Dann werde ich rot und flüchte! Wieder Stress!

    Am schlimmsten finde ich jedoch, kleine Kinder. Ich laufe den Gang entlang, schaue mich so ein wenig um, und schon habe ich so ein, kleines, verklebtes, lautes Kind an der Hand, das mir unbedingt kreischend etwas dringendes zeigen möchte.
    Dann blicken wir uns in die Augen.
    Das Kind erschrickt, bekommt noch größere Augen als die meinen, und entzieht mir schlagartig ihre Hand, guckt auch noch total erschrocken, wie auch schüchtern. (Da könnte man jetzt meinen, es wäre Meines) Falsch gedacht! Irgend so ein fremdes Kind, hatte mich in dem Moment für seine Mama gehalten. Somit hatte nicht ich nur Stress, nein auch das kleine Wesen, welches total hilflos vor mir stand. Fragende und verzweifelte Augen sehen mich an und wollen nichts weiter, als zu ihrer Mama. Also Stress, Stress, Stress. Und dieses Mal, nicht nur für mich alleine.

    Also, mit Vergnügen hat das bei mir nichts zu tun. Und die Orgasmen, sind da auch weit entfernt! :D

    Montag, 2. Mai 2011 12:48

Weitere Artikel

  • 1
  • 2
  • 3

Suche