Wie viele Kontaktanzeigen . . .

. . . muß frau aufgeben, um die »Eine«, die »Richtige« zu finden?

Das ist der Anfang einer Kontaktanzeige, die heute hier auf unserer Webseite erschienen ist, und ich finde, das ist eine gute Frage.

Wie viele tatsächlich? Es gibt sicherlich kein Maß so in dem Stil: »Beim dritten Mal klappt es dann aber garantiert«. So etwas gibt es für niemanden, weder für Männer noch für Frauen, egal ob hetero, bi oder homo. Aber irgendwie hofft man doch, daß man so bald wie möglich Glück hat.

Wie hier schon berichtet wurde, haben sich tatsächlich schon Frauen über unsere Kontaktanzeigen gefunden. Und wenn nicht hier, dann auf anderen Seiten. Aber viele finden sich natürlich auch nicht.

Es ist schwierig, die Frau fürs Leben zu finden. Selbst eine Frau für mehr als eine Nacht zu finden, scheint schwierig zu sein, wenn ich mir die Diskussion zu den Internetflirts so anschaue.

Vor allem, wenn man älter wird, wird einem eine Beziehung jedoch immer wichtiger. Man möchte nicht allein einschlafen und aufwachen, man möchte seine Freizeit mit einem geliebten Menschen zusammen verbringen, man möchte sich darauf freuen, abends von der Arbeit nach Hause zu kommen und mit der geliebten Frau den Tag besprechen zu können. Man möchte das Gefühl haben, nicht allein zu sein.

Was kann man aber tun, um diese geliebte Frau zu finden? Kontaktanzeigen sind auf jeden Fall eine Möglichkeit. Mit den technischen Mitteln, die man heute hat, sollte es sogar einfacher sein als früher, als es entweder noch gar keine Kontaktanzeigen gab oder aber zumindest keine für Frauen, die eine Frau suchten.

Wenn man vor 40 Jahren oder 50 versucht hätte, zu einer Zeitung zu gehen und eine Anzeige »Frau sucht Frau« aufzugeben, hätten die eine wohl im besten Fall ausgelacht. So eine Rubrik gab es überhaupt nicht. Es war damals sehr schwierig für frauenliebende Frauen, überhaupt eine Frau zu finden, die genauso empfand wie sie.

Praktisch alle Frauen über 25 waren verheiratet, mit Männern natürlich, von der Homo-Ehe sprach damals noch niemand, und die, die nicht verheiratet waren, galten als häßliche alte Jungfern. Eine, die nicht gut genug war, daß ein Mann sich für sie interessiert hätte.

Und dann gab es natürlich diese »unverheirateten Lehrerinnen«, von denen ich denke, daß viele von ihnen lesbisch waren. Da sie sich selbst versorgen mußten, weil sie keinen Mann hatten, mußten sie einen Beruf ausüben. Das war nicht unbedingt eine Ehre für eine Frau. Die Selbstverständlichkeit, mit der heute davon ausgegangen wird, daß eine Frau einen Beruf hat, gab es damals auch noch nicht. Es war eher das Eingeständnis eines Versagens, des Versagens, nicht das »wahre Leben einer Frau« zu führen oder führen zu können, nämlich verheiratet zu sein und Kinder zu haben und einen Mann, der für das alles das Geld verdiente.

Heute ist das alles anders – denkt man. Aber immer noch ist es schwierig, eine Frau zu finden, mit der man sein Leben teilen möchte, die mehr als nur eine Nacht will, die sich auf eine Beziehung, auf Treue und Liebe einläßt.

Deshalb hoffe ich, daß unsere Kontaktanzeigen dazu beitragen, daß die eine oder andere die Frau findet, nach der sie sich immer gesehnt hat, die Frau, die sie glücklich macht.

Meine Frau und ich denken manchmal darüber nach, wie es wäre, wenn wir uns nicht hätten. Es ist für uns beide unvorstellbar. Wir sind nun schon so lange zusammen, daß unser beider Leben ineinander verwoben ist. Ich kann mir nicht vorstellen, ohne sie zu sein und sie nicht ohne mich.

Dieses Gefühl, dieses Ergebnis wünsche ich allen, die hier bei uns eine Kontaktanzeige aufgeben oder auf eine antworten.

Viel Glück!

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People in this conversation

  • Jenny
  • Heike Fremmer
  • Ruth Gogoll
  • A.
  • Jenny

    Permalink

    ... ja tatsächlich. Ich bin eine von denen, die Kontaktanzeigen geschaltet und Antworten erhalten hat. Zwar sind immer wieder Personen dabei gewesen, die weder lesen konnten ;) , noch weiblich waren %) , aber mein Durchhalten wurde belohnt. Auch habe ich immer wieder feststellen müssen, dass zwischen Internetkonversation und dem Gespräch von Angesicht zu Angesicht oft erhebliche Unterschiede bestehen. ABER ich habe meine Frau gefunden, mit der ich sehr sehr lange zusammenbleiben möchte - in guten wie in weniger guten Zeiten. :)

    Freitag, 31. Juli 2009 15:56
  • Heike Fremmer

    Permalink

    Kontaktanzeigen!
    Was wären wir in der heutigen Zeit ohne Kontaktanzeigen?
    Wieviel und wie oft wir eine aufgeben sagt ja nicht wirklich aus, wie viele Menschen uns begegnen.
    Aber es ist wirklich verdammt schwer, die Eine, die Richtige zu treffen.

    Jede die den Mut hat eine Kontaktanzeige aufzugeben und sich der Öffentlichkeit zu stellen, sollte bewundert werden. Bewundert dafür, daß sie nicht aufgegeben hat zu Glauben, an ihrer Fähigkeit zu lieben und geliebt zu werden, zu glauben.
    Und jeder Frau, die den Mut hat sich auf eine Kontaktanzeige zu melden, sollte man die Hand reichen, weil auch sie den Glauben an die Liebe nicht verloren hat.

    Denn was gibt es Schöneres als zu lieben und geliebt zu werden? Nur leider hat nicht jede dieses große Glück, der Glückseeligkeit. Und doch bin ich davon überzeugt, daß jede die Change auf dieses Gefühl bekommt. Frau sollte nur genau hinschauen.

    In diesem Sinne!

    Lieben Gruß

    Heike

    Dienstag, 14. Juli 2009 22:20
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Das Zitat paßt ja wirklich wie die Faust aufs Auge. ;D
    Ja, manchmal muß man etwas wagen, um die richtige Frau zu finden. Einfach ist es nicht. Aber die Belohnung ist es wert. 8)

    Dienstag, 14. Juli 2009 15:01
  • Gerade heute zeigt das Zitat des Tages:

    Der Erfolg bietet sich meist denen, die kühn handeln, nicht denen, die alles wägen und nichts wagen wollen. Herodot

    Passt doch! Es kann auch gar keine Anzeige genug sein ;-)

    Dienstag, 14. Juli 2009 14:40

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