Finanzierungskonzept

Im Rahmen des LiteraturPreises kam die Frage auf, wie es möglich gemacht werden könnte, Bücher, die nicht so ganz ins el!es-Konzept passen, aber trotzdem gut sind, zu veröffentlichen.

Und dies war mein Vorschlag: Wir können es doch in Zukunft einfach so machen: Wenn es Bücher gibt, die nicht so ganz ins Konzept passen, aber sich genügend Leserinnen finden, die Geld spenden, damit es gedruckt werden kann, machen wir das. Oder wenn die Autorin selbst den Druck bezahlt, was ich aber eigentlich nicht so gern machen würde. Denn als Autorin sollte man Geld bekommen, nicht Geld zahlen müssen.

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People in this conversation

  • Juli
  • Andrea Eitner
  • Nanni
  • Verena
  • Ruth Gogoll
  • Ursula
  • Juli

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    Um das Thema nochmal aufzugreifen (keine Ahnung, ob es denn mittlerweile schon eine Lösung dafür gab? ;) )

    Mittlerweile ist die Technik ja recht weit.
    Nun weiß ich nicht, wie die Kosten zwischen eBook und normalem Buch, bzw der entsprechende Aufwand sich unterscheiden.
    Aber man könnte doch die genannten Bücher als eBooks veröffentlichen?
    War jetzt nur mein erster Gedanke zu dem Thema. Ist sicher auch schon anderen gekommen ;)

    Montag, 29. Juli 2013 12:55
  • Ja, der ist auch schon anderen gekommen. :) Wir haben ja nun auch schon einige ebooks veröffentlicht, die es nicht in gedruckter Form gibt.
    Allerdings beschweren sich darüber dann oft die Leserinnen, die lieber ein gedrucktes Buch in Händen halten, also ist das nicht für alle eine Lösung.

    Montag, 29. Juli 2013 13:06
  • Hab ichs mir doch gedacht. :) Aber lieber so, als wenn man seine Gedanken für sich behält und am Ende vielleicht wirklich noch niemand dran gedacht hatte *lach*
    Eventuell (zweiter Gedanke ;) ) könnte man die Bücher (natürlich immer mit Einverständnis) ja auch als Fortsetzungsroman auf der Homepage einsetzen.
    Beim LLP bekommt frau ja nur einen recht geringen Einblick in das ganze Werk.
    Ich hatte es schon oft, dass mich beispielsweise ein Anfang weniger interessiert hat, das Buch aber noch richtig gut wurde.
    Eventuell lässt sich so ja schauen (Kommentarfunktion etc) ob es nicht doch noch mehr Interessentinnen für das Buch gibt, so dass sich eine vollständige Veröffentlichung für Verlag und Autorin lohnen würde.
    Aber das ist euch sicher auch schon in den Sinn gekommen.;)

    Montag, 29. Juli 2013 13:13
  • Ruth Gogoll

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    Die 10 war die Geschichte, bei der die Protagonistin nicht mitbekommen hatte, daß Olympiade in London ist. 8)

    Samstag, 16. April 2011 14:28
  • Nanni

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    Die 10 was das Amy?

    Also “Galgenmännchen”, so der Titel des Vampirromans der letztes Jahr auch dabei war, kann man kaufen. In Blindenschrift; darf ich vorweggreifen. Wie es allerdings ist, kann ich nicht sagen, ich habe es nicht gelesen. Aber schön ist anders! (Buchgestaltung) ;)

    Sicherheitscode >:(

    Samstag, 16. April 2011 14:21
  • Ruth Gogoll

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    ... ist es denn doch wieder nicht. Zumindest muß die Autorin ja damit einverstanden sein. ;) So, wie die Autorin von Geschichte 10 sich im letzten Wettbewerb aufgeführt hat, wird sie das wohl nicht sein. ;)

    Aber ich denke auch, das Buch gibt es schon längst. Sie hatte ja angekündigt, sie würde das Buch wieder bei dem Bezahlverlag drucken lassen, bei dem sie auch ihr erstes Buch hatte drucken lassen. Das Buch ist sicherlich längst auf dem Markt.

    Samstag, 16. April 2011 12:08
  • Andrea Eitner

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    Gerade lese ich, daß man auf Wunsch sein Lieblingsbuch drucken lassen kann. Das hätte es schon viel eher geben sollen.
    Ich hätte da auch schon einen speziellen Spezialwunsch: Ich würde mir für mich aus dem letzten Wettbewerb die Geschichte Nr. 10 zum Lesen wünschen. Lassen Sie mich einfach wissen welchen Betrag ich auf welches Konto überweisen soll, und ich bin der glücklichste Mensch auf Erden !!!

    Samstag, 16. April 2011 11:51
  • Nanni

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    Ja, das dachte ich mir schon, dass Rücklagen vorhanden sein müssen. Ein Hobby soll ja auch Spaß machen, und einen nicht in die Schuldenfalle locken. ;)

    Freitag, 15. April 2011 22:47
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ja, viele stellen sich das so einfach vor – und sind deshalb auch schon pleite gegangen. Gerade, als ich meinen Verlag gründete, wurden auch viele andere kleine Frauen-/Lesbenverlage gegründet. Von denen gibt es heute keinen mehr. Die haben ein paar Bücher gemacht, dann war ihr Geld alle, und das war's dann. Damit das el!es nicht auch passiert, habe ich mein Konzept entwickelt. Glücklicherweise war es das richtige Konzept.

    Wenn man einen Verlag als Hobby betreibt, sollte man einen festen, gutbezahlten Job haben, damit man sich den Verlag als Hobby leisten kann. ;)

    Es gibt mehr als einen Verlag, bei dem das so ist. Bei einem beispielsweise ist die Verlegerin Professorin an der Uni, und als Hobby gibt sie mit ihrer Frau zusammen lesbische Bücher heraus. Die Verluste, die der Verlag erwirtschaftet, setzt sie dann bei ihrem Professorinnengehalt von der Steuer ab. So kann man es natürlich auch machen. 8)

    Freitag, 15. April 2011 18:25
  • Nanni

    Permalink

    Ich habe “versucht”, mich etwas schlau zu machen. Wie gesagt nur etwas! Ich habe zum Beispiel bei Wikipedia mal unter “Verlagserstellung” nachgelesen. Puh, alles nicht so einfach. Aber zumindest, kann ich mir jetzt ein wenig mehr, ein Bild machen, über die Arbeit eines Verlages. Ich hatte ja gar keine Ahnung!

    “Gestaltung, Vorbereitung des Manuskriptes für den Satz, Satz u. Korrektur, Druckvorschau, Druck, Buchbinden, Planung, Koordination, Kontrolle.”

    Eine Menge Arbeit, und "selbstverständlich" auch Kosten die nicht von der Hand zuweisen sind.

    Ein Konzept müsste halt erstmal her! Damit wir Frauen hier, eine kleine Ahnung bekommen. Es sollte schon gescheit gemacht werden. Sonst kann man es gleich vergessen. Ich glaube die meisten, und damit schließe ich mich nicht aus, haben keinen Plan was auf diejenigen Frauen/Frau, die sich eventuell finden, um, ich sag mal: zu spenden, zu helfen, eventuell als Hobby einen kleinen Verlag führen zu wollen.

    Freitag, 15. April 2011 16:10
  • Verena

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    So, nochmal ich.

    Hab' mal im Internet rumgeschaut und eine Kickstarter entsprechende Seite in Deutschland gefunden: www.startnext.de

    Scheint auf dem selben Konzept zu beruhen. Wie das funktioniert etc. steht in den FAQ's. Vielleicht hilft es ja irgend jemandem weiter. Wobei ich mich noch zu wenig damit beschäftigt habe, um zu sehen, ob das seriös ist oder nicht. Sieht aber seriös aus.:)

    Donnerstag, 14. April 2011 23:21
  • Verena

    Permalink

    Ich habe mich noch nicht im Detail damit beschäftigt. Aber soviel ich gesehen habe, bezahlt man so viel man will über PayPal oder Kreditkarte. Erst wenn das Projekt zustande kommt, wird abgebucht. Wieviel noch fehlt, um die Endsumme zu erreichen, kann man dann jeweils auf der Projektseite sehen. Für jede Spende (pledge) erhält man vom 'Erfinder' irgend etwas (z.B. bei Kat eine persönliche Dankesmail)

    Ich habe auf der Kickstarter-Seite gesehen, dass da jemand ein Comicbuch versucht zu finanzieren. Deshalb kam ich auf die Idee...:)

    Donnerstag, 14. April 2011 22:36
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Glaube ich eher nicht, aber ist sicherlich eine interessante Idee. Aber wie geht das denn, wenn die Leute nicht zahlen müssen, wenn das Projekt nicht zustande kommt? Woher weiß man dann, daß man die $50000 auch tatsächlich hat bzw. bekommt, wenn man sie braucht?

    Donnerstag, 14. April 2011 21:42
  • Verena

    Permalink

    Hallo!

    Ich verfolge gerade Eure Diskussion über Bücher, die nicht ins Konzept passen, bei denen es aber trotzdem toll wäre, wenn sie gedruckt würden. Dazu fällt mir etwas ein: Ich bin ein Fan von Katherine Brooks, einer amerikanischen Regisseurin. Sie will eine Reportage drehen und braucht ebenfalls dafür Geld.

    Sie hat ihr Projekt bei www.kickstarter.com angemeldet. Dort kann jeder Geld für das Projekt geben. Man muss nur zahlen, wenn das Projekt auch wirklich gemacht wird. In ihrem Fall, wenn sie 50 000 Dollar zusammen bekommt. Gibt es das Projekt nicht, muss man nicht zahlen.

    Ich kenne mich da nicht aus, aber vielleicht gibt es so etwas ja auch im deutschsprachigen Raum/Internet und könnte auch für Bücher angewendet werden.

    Grüße,
    Verena

    Donnerstag, 14. April 2011 21:37
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ja, das geht natürlich, aber es kann ein Jahr oder zwei dauern, bis das Buch dann kommt. Denn unsere Kapazitäten für die Bücherproduktion sind ja weiterhin beschränkt. Die Lektorinnen, die Setzerin, die Graphikerin ... die sind alle eigentlich schon mit den normalen el!es-Büchern ausgelastet. So viele Leute habe ich ja nicht. Ehrlich gesagt möchte ich das den Leserinnen nicht zumuten, so weit im voraus zu zahlen. Aber wenn eine Autorin genügend Leserinnen fasziniert und die das machen wollen, daß sie so weit im voraus bezahlen, dann würde ich das Know-how des Verlages zur Verfügung stellen.

    Donnerstag, 14. April 2011 21:33
  • Ursula

    Permalink

    Also soviel ich weiß, ist eine Bestellung ja verbindlich. Und zahlen muss man doch bei Ihnen ohnehin im Voraus. Es müsste doch eigentlich ausreichen, diejenigen, die das Buch bestellt haben, dann zur Kasse zu bitten, wenn die Anzahl der Bestellungen die Deckungsauflage erreicht hat. Dann würde aber schon feststehen, dass das Buch gedruckt wird und so könnte man den Druck dann auch finanzieren. Ich als Leserin hätte dagegen eigentlich wenig einzuwenden, das einzige Manko wäre, dass es etwas länger dauern würde, bis die Bücher ausgeliefert werden könnten.

    Donnerstag, 14. April 2011 21:01
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ja, dagegen hätte ich überhaupt nichts, nur müßten die Leserinnen das Buch auch im voraus bezahlen, und das würde ich als Leserin ehrlich gesagt nicht machen, wenn ich noch nicht einmal wüßte, ob das Buch hinterher auch gedruckt wird. Die Bestellungen allein sind es ja nicht, es geht ja ganz profan ums Geld. Sprich, wir müssen das Geld in der Kasse haben, um die Bücher drucken zu können, nicht nur Vorbestellungen.

    Donnerstag, 14. April 2011 20:38
  • Ursula

    Permalink

    Sehr geehrte Frau Gogoll,

    ich weiß ja nicht, wie es da mit den rechtlichen Voraussetzungen aussieht und ob diese Möglichkeit hier bereits angesprochen wurde.
    Aber falls Sie wirklich daran interessiert sind, auch solche Bücher heraus zu geben, bei denen Sie sich der Akzeptanz durch die Leserschaft nicht ganz sicher sind – warum machen Sie das nicht einfach auf dem Wege der Vorbestellung?
    Wenn Sie solche Werke z. B. auf die gleiche Weise vorstellen, wie die Geschichten hier im Schreibwettbewerb, könnten Sie ja dazu eine Option für die Leserinnen einrichten, das Buch vorzubestellen, für den Fall, dass es verlegt wird. Sobald die Anzahl der Vorbestellungen die Deckungsauflage erreicht hat, wird es gedruckt und wenn nicht, dann eben nicht. Damit hätte Ihr Verlag kein Verlustrisiko und sie könnten trotzdem auch solchen Autorinnen (und auch Leserinnen) eine Chance geben, die eigentlich nicht in Ihr Konzept passen.

    Donnerstag, 14. April 2011 20:32

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