Wie werde ich AutorIn?

Viele Leute schreiben, aber nur die wenigsten werden Autorinnen oder Autoren. Woran liegt das?

Nun, zuerst einmal liegt es bei vielen daran, dass sie die deutsche Sprache nicht beherrschen. Und nicht nur das: Sie lassen noch nicht einmal die Rechtschreibprüfung ihrer Textverarbeitung über das Dokument laufen, um die gröbsten Fehler zu beseitigen.

Das ist – abgesehen von den fehlenden Deutschkenntnissen, die man aber auch im Nachhinein noch erwerben kann – ein Zeichen dafür, dass der Autorin das, was sie schreibt, nicht wichtig ist.

Und wenn es ihr nicht wichtig ist, dann wird auch nie etwas daraus werden. Wenn man etwas erreichen will, sollte man sich schon ein bisschen mehr anstrengen, als einfach irgendetwas mit Fehlern Vollgestopftes in die Tastatur (oder vielleicht sogar ins Handy) zu hauen und es dann unkorrigiert abzuschicken.

Aber gehen wir einmal davon aus, dass die Autorin die deutsche Sprache und Rechtschreibung beherrscht, weiß, wo ein Komma hingehört, und auch die Grammatik in Ordnung ist. Trotzdem klappt es nicht mit dem Autorinnendasein.

Das kann viele Gründe haben. Zuerst einmal sitzen in Verlagen auch nur Menschen. Menschen, die verschiedene Geschmäcker haben. Das heißt, wenn eine Lektorin für Liebesromane eine Horrorgeschichte zugeschickt bekommt, wird sie die wahrscheinlich schaudernd weglegen. Umgekehrt kann dasselbe mit dem Lektor passieren, der für Fantasy, Horror, Science-Fiction und Co. zuständig ist und eine Liebesgeschichte zugeschickt bekommt. Eine Ablehnung muss also nicht bedeuten, dass mein Text schlecht ist, er ist vielleicht einfach nur im falschen Genre geschrieben.

Im falschen Genre für diesen speziellen Verlag oder das spezielle Publikum dieses Verlages. Bei uns kann ein Manuskript nur angenommen werden, wenn es eine lesbische Liebesgeschichte enthält. Bekommen wir Manuskripte mit Mann-Frau-Liebesgeschichten, können die noch so gut sein, wir werden sie nicht veröffentlichen. Ebenso veröffentlichen wir keine Bücher ohne Happy End. Und wir veröffentlichen keine Horrorgeschichten. Somit wäre eine Autorin, die Horror schreibt, bei uns falsch, selbst wenn sie eine hervorragende Schriftstellerin ist. Auch für Psychothriller mit Schlitzer-Serienmördern sind wir die falsche Adresse.

Das ist jedoch etwas, das jede AutorIn beachten muss, bei jedem Verlag, und wenn man Erfolg als AutorIn haben will, beschreibt der Autor Kai Meyer hier in diesem Video, dass nur Qualität plus Hartnäckigkeit plus Freundlichkeit plus Flexibiliät zum Ziel führt.

 

Overall Rating (0)

0 out of 5 stars
Add comment
  • No comments found

Weitere Artikel

  • 1
  • 2
  • 3

Suche