Camp NaNoWriMo April 2017

Seit ich im November 2016 den #NaNoWriMo (mit vielen anderen zusammen) gewonnen habe, halte ich das für ein gutes Konzept, einen Roman oder eine Geschichte zu Ende zu schreiben. Es gibt einen gewissen Druck, das Projekt innerhalb von vier Wochen zu beenden, eine gewisse Wortanzahl zu erreichen und damit einen Erfolg verbuchen zu können. Es ist wirklich ein gutes Gefühl, zu den Gewinnern und Gewinnerinnen zu gehören.

Da der April normalerweise für den LLP reserviert ist, hatte ich nicht vor, ausgerechnet diesen Monat für ein weiteres solches Projekt zu nutzen, aber da es sich ja nun überraschenderweise ergeben hat, dass der LLP ausfällt und ich also die eigentlich dafür verplante Zeit anderweitig zur Verfügung habe, habe ich mich spontan zum Camp NaNoWriMo angemeldet. 

Bis jetzt habe ich noch nichts geschrieben. Ich habe aber einmal spaßeshalber 10 Wörter in den Zähler eingegeben, und das Ergebnis, wenn man wieder 50.000 Wörter als Ziel zugrundelegt, ist, dass ich in diesem Tempo am 8. Dezember 2030 mit der Geschichte fertig wäre. wink Das würde sich wohl kaum lohnen (oder sehr langweilig werden, sich so viele Jahre lang immer mit derselben Geschichte zu beschäftigen), aber es zeigt, dass man mit Durchhaltevermögen selbst mit so wenigen Wörtern einen Roman fertigstellen kann.

Die ersten zehn Wörter     Dasselbe mit 15.000 Wörtern

Besser sieht es natürlich schon aus, wenn man die Wortanzahl heruntersetzt. Beim Camp kann man sich im Unterschied zum November-NaNoWriMo ganz beliebige Ziele setzen. Entweder eine geringere Wortanzahl für den Monat oder eine geringere Anzahl Wörter pro Tag oder auch eine Anzahl Tage pro Monat, die man überhaupt schreiben will. Das ist alles wesentlich flexibler. Will ich in 30 Tagen nur 15.000 Wörter schreiben, kommen dann gemütliche 500 Wörter pro Tag heraus, die ich schreiben müsste, oder ich schreibe sogar nur 250 Wörter am Tag und bin dann in zwei Monaten statt in einem Monat mit der 15.000-Wörter-Geschichte fertig (oder schreibe eine 7.500-Wörter-Geschichte, die dann mit 250 Wörtern am Tag in einem Monat fertig ist).

Gleichzeitig kann man sich auch mit anderen Schreibenden in einer Hütte (Cabin) treffen und sich dort zu einer Schreibgruppe zusammentun. Eine Schreibgruppe kann aus höchstens zwanzig Personen bestehen. Schreiben am virtuellen Lagerfeuer sozusagen. laughing Das hat schon was. Dazu gibt es natürlich auch das übliche Forum, in dem es keine Beschränkung bezüglich der Anzahl der Teilnehmenden gibt.

Das interessante Konzept, das NaNoWriMo darstellt, wird also auch hier weitergeführt, nur mit flexibleren Zielen und damit weniger Druck. Lediglich die Zeit wird vorgegeben, alles andere kann man selbst bestimmen. Auch eine Kurzgeschichte von 2.000 oder 5.000 Wörtern würde hier als Ziel passen oder das Ziel, in diesem Monat an zehn, fünfzehn oder zwanzig Tagen zu schreiben oder nur an den Wochenenden.

Das, was das Camp bietet, ist also so eine Art  virtuelles Zelt, unter dem sich sehr viel abspielen kann. Sich eigene Ziele setzen und die dann innerhalb von 30 Tagen erreichen ist die Idee.

Manche arbeiten am Rohentwurf ihres Romans aus dem November weiter, manche schreiben gleich einen neuen Roman oder fangen mit dem ersten Teil für das nächste Camp im Juli an, dann gibt es die zweite Gelegenheit in jedem Jahr, bevor es im November wieder beim großen NaNoWriMo zum 50.000-Wörter-Marathon kommt.

So kann man sich über das Jahr verteilt immer wieder einen Kick geben, um die eigenen Schreibprojekte zu Ende zu bringen.

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  • Ruth Gogoll
  • Ruth Gogoll

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    Die 20.000 beim #NaNoWriMo sind gefallen. :) Das zweite Ziel ist erreicht. Mal sehen, wie viele Wörter es noch bis zum 30. April werden, denn der NaNoWriMo ist ja noch nicht zu Ende.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170428.PNG

    Sich Ziele zu setzen und Ziele zu erreichen ist sehr befriedigend, motiviert und treibt einen bei der Arbeit voran. Sobald man ein Ziel erreicht hat, denkt man: „Was könnte ich mir als nächstes Ziel setzen?“ Wie ich schon einmal erwähnte, nehmen am NaNoWriMo viele junge und sehr junge Leute teil, und das ist etwas, was junge Leute dort fürs Leben lernen können. Früher einmal wurde uns gesagt: „Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir.“ Das könnte man abwandeln in „Nicht für den NaNoWriMo, für das Leben lernen wir.“ :)

    Es ist wirklich wahr. Wer sich nicht organisieren kann, wer kein Durchhaltevermögen hat, wer sich keine Ziele setzen und sie verfolgen kann, um sie zu erreichen, wer schnell aufgibt und alles hinwirft ... der wird beim NaNoWriMo nie gewinnen. Und auch im Leben nicht.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170428_Grafik.PNG

    Hier in der Grafik sieht man es noch einmal ganz deutlich. Die ersten Tage waren eine Katastrophe, die ganze erste Woche. Leute, die leicht aufgeben, werfen nach so einer Woche oft alles hin. „Das wird ja sowieso nichts.“ Aber das stimmt nicht. Es ist ein bisschen frustrierend, wenn man immer hinterherhinkt, sich bemüht, jeden Tag zu schreiben, und es klappt nicht so oder es werden nicht so viele Wörter, wie man haben müsste. Aber wenn man durchhält, wenn man es jeden Tag wieder versucht, kann man sich durch so einen Anfang durchbeißen. Und irgendwann fängt es dann meistens von selbst an zu laufen.

    Samstag, 29. April 2017 9:40
  • Ruth Gogoll

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    Ich wette, die meisten, die mich gerade im Camp #NaNoWriMo verfolgen, haben gedacht, ich schaffe die 20.000 gestern, stimmt's? ;) Ich bin aber nur bis knapp davor gekommen. Gerade noch 143 Wörter vom Ziel entfernt. Aber der 30. April ist ja auch erst übermorgen, also noch eine Menge Zeit für so ein paar kleine Wörter. :)

    http://www.elles.de/images/Stat_20170427.PNG

    Das letzte Stück des Berganstiegs sieht gleichmäßiger aus als einige Teile davor, weil die Geschichte in Fahrt kommt. Wenn man an Szenen herumkrebst, die nicht so einen Drive haben, weil man z.B. etwas beschreiben muss, das nicht direkt zur Liebesgeschichte gehört, ist es oft mühsamer, das Tagespensum zu schaffen. Man sollte sich also gut überlegen, was man während des NaNoWriMo schreibt. Hat man einen ausgefeilten Plot, muss man das nur noch hinschreiben, ist man eher eine Bauchschreiberin, muss man an manchen Tagen noch über den weiteren Verlauf der Geschichte nachdenken und kommt nicht voran. Im NaNoWriMo ist es definitiv einfacher für Plotter. :D

    http://www.elles.de/images/Stat_20170427_Grafik.PNG

    Freitag, 28. April 2017 9:53
  • Ruth Gogoll

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    Die 20.000 waren vielleicht doch keine so schlechte Idee. :) Wenn ich heute noch einmal so viel schreibe wie gestern, bin ich schon da. Da ich mich jetzt an einer entscheidenden Stelle in der Geschichte befinde, muss ich mir über das, was ich heute schreiben werde, jedoch noch einiges an Gedanken machen. Ich kann nicht einfach so losschreiben. Also könnte es auch sein, dass ich die 20.000 heute noch nicht erreiche, weil ich mehr denke als schreibe.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170426_Grafik.PNG

    Das Enddatum könnte sich also noch einmal verschieben, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170426.PNG

    Donnerstag, 27. April 2017 8:52
  • Ruth Gogoll

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    Einen Tag musste ich beim #NaNoWriMo wieder aussetzen, aber gestern habe ich dann nach einem kurzen Zwischentief bei den 17.000 die 18.000 Wörter übersprungen. Theoretisch könnte ich die 20.000 bis Ende des Monats schaffen, wenn mir nichts dazwischenkommt.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170425_Grafik.PNG

    Gut 1800 Wörter in jetzt noch vier Tagen müssten machbar sein. Aber das habe ich schon öfter gedacht, und dann war ich plötzlich krank, konnte nicht schreiben, oder etwas anderes kam dazwischen, was mich vom Schreiben abgehalten hat. Also man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170425.PNG

    Nur noch vier Tage sind jedoch auch eine so kurze Zeit, dass man da schon mal einen Endspurt einlegen kann. Man sieht das Ziel, das Licht am Ende des Tunnels. ;)

    Auch wenn man sich beim NaNoWriMo ein bisschen von Tag zu Tag hangelt, wird man am Ende des Monats dafür belohnt, dass man durchgehalten hat.

    Mittwoch, 26. April 2017 8:57
  • Ruth Gogoll

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    Nachdem ich am 22. April die 15.000 Wörter beim #NaNoWriMo erreicht hatte, habe ich mich wirklich gewundert, dass das überhaupt geklappt hat. In den ersten Tagen hätte ich das nicht gedacht. Da habe ich ja kaum ein paar Wörter geschafft.
    http://www.elles.de/images/Stat_20170422.PNG
    Gerade daran sieht man aber, dass man nie aufgeben soll. 30 Tage für einen ganzen Roman sind wenig, aber wenn man 30 Tage hat, um 10.000 oder 15.000 Wörter zu schreiben, kann man selbst einen wenig vielversprechenden Anfang oder einzelne Tage, an denen man nicht schreiben kann, immer noch aufholen. Hier habe ich ja nun mit über 3.000 Wörtern einen richtigen Spurt eingelegt. Theoretisch war das schon der Endspurt, denn es hat mich über die 15.000 gebracht.

    Da nun noch ein paar Tage übrig sind, habe ich das Ziel einmal versuchsweise auf 20.000 Wörter hochgesetzt. Dadurch hat sich die Statistik verändert. Am 22. April stand schon überall eine „0“ in den Feldern für den Rest der noch zu schreibenden Wörter oder des Ziels bis zum 30. April, nun sieht das natürlich wieder anders aus.
    http://www.elles.de/images/Stat_20170423_20000.PNG
    Beruhigend ist, dass ich das erste Ziel erreicht habe. Der Anstieg, der hinter mir liegt, sieht als Berg doch schon richtig gut aus. :) So könnten die über 3.000 Wörter zum Erreichen der 15.000 dann auch nur ein Zwischenspurt gewesen sein auf dem Weg zum endgültigen Ziel, aber das werde ich sehen.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170423_Grafik.PNG
    Man sollte sich wirklich überlegen, sich so eine Statistik anzulegen, denn Zahlen sind zwar schön, aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

    Dienstag, 25. April 2017 8:24
  • Ruth Gogoll

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    Gut, dass ich ein bisschen Puffer habe, denn am 18. bin ich wieder nicht zum Schreiben gekommen. Gestern ging es dann, wenn auch etwas mühsam, weiter. Aber der nächste Tausender beim #NaNoWriMo ist übersprungen, die 12.000. Nur noch weniger als 3.000 Wörter bis zum Ende des Monats.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170419_Grafik.PNG

    Ich habe mir im Excel das Feld mit der Wortanzahl für den aktuellen Tag mit einer bedingten Formatierung hinterlegt, so dass es erst grün wird, wenn die angestrebte 500 erreicht wird. So sehe ich sehr schnell, ob ich das Pensum geschafft habe oder nicht.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170419.PNG

    Es ist gut, dass mit den technischen Möglichkeiten, die es heutzutage gibt, so viele Erleichterungen auch für uns Schreibende einhergehen. Allerdings nimmt einem kein Word und kein Excel das Schreiben selbst ab. ;) Unsere Kreativität ist unser wertvollstes Gut, und die kann durch nichts ersetzt werden. Computer sind nicht kreativ.

    Donnerstag, 20. April 2017 10:59
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Der Berg beim #NaNoWriMo wächst langsam, aber stetig. Mit 500 Wörtern am Tag schaffe ich den Endtermin auf jeden Fall. Selbst mit 294. :)

    http://www.elles.de/images/Stat_20170417_Grafik.PNG

    11.180 Wörter waren es gestern insgesamt, am 17. Tag, das ergibt einen Durchschnitt von 658 Wörtern pro Tag. Nicht erheblich mehr als die angestrebten 500, aber hochgerechnet auf einen ganzen Monat macht das schon etwas aus. Kleinvieh macht auch Mist. ;) Das Enddatum ist vorübergehend wieder der 24. April, sechs Tage vor „Abgabeschluss“, könnte man sagen.

    So würde es bleiben, wenn ich nun jeden Tag ungefähr 500 Wörter schreibe. Schreibe ich weniger, bewegt sich das Enddatum auf den 30. April zu, schreibe ich sogar mehr, würde sich das Enddatum mehr nach vorn verschieben.

    http://www.elles.de/images//Stat_20170417.PNG

    Dienstag, 18. April 2017 9:53
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Gestern war ein normaler Tag beim #NaNoWriMo, ich habe nicht viel mehr als 500 Wörter geschrieben, aber die 10.000er Marke ist geknackt. :)

    http://www.elles.de/images/Stat_20170416_Grafik.PNG

    Da ich quasi im Plan bin, hat sich das Enddatum ein wenig nach hinten verschoben, aber es ist immer noch ein beruhigender Puffer.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170416.PNG

    Montag, 17. April 2017 9:16
  • Ruth Gogoll

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    Heute ist Bergfest beim #NaNoWriMo. 15 Tage von 30 Tagen sind um, und die Anzahl der geschriebenen Wörter sollte mindestens die Hälfte der Zielsumme betragen.

    Bei mir hat nun die Anzahl der geschriebenen Wörter die Anzahl der noch zu schreibenden Wörter überholt, was ein beruhigendes Gefühl ist. :) Je mehr Puffer man hat, desto besser. Nun sind es schon 6 Tage, die ich mich theoretisch ausruhen könnte.

    Wenn man die Grafik betrachtet, kann man den Berg richtig sehen, der schon hinter mir liegt.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170415_Grafik.PNG

    Es ist zwar der größere Teil, aber das heißt nicht, dass der Rest einfacher wird. Erledigt ist die Aufgabe erst, wenn 15.000 Wörter geschafft sind.

    Dennoch ist es schön zu sehen, dass der verbleibende Rest an Wörtern erheblich kleiner ist als der schon geschriebene Teil.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170415.PNG

    Zahlen sind manchmal schon sehr motivierend. Würde ich diese Statistik nicht ausfüllen, könnte ich mich nicht daran erfreuen, wie das Verhältnis der Wörter sich verschiebt, und der immer mehr anwachsende Berg in der Grafik lässt es sogar noch heroischer erscheinen. ;) Als ob man wirklich dabei wäre, einen Gipfel zu bezwingen. Der Mount Everest ist nichts dagegen. :)

    Ohne die Statistik würde es gar nicht auffallen, wenn man mal einen Tag versäumt, oder zwei ... oder drei ... und schon ist man aus dem Rennen. Eigentlich ist das wie bei vielen anderen Dingen auch. Logischerweise fällt mir da im Moment hauptsächlich das Klavierspielen ein. Man muss jeden Tag üben, selbst wenn es nur ein bisschen ist, um dabeibleiben zu können. Lässt man einen Tag aus, merkt man das vielleicht gar nicht, aber es wirkt sich aus, bei zwei oder mehr Tagen fällt einem mehr und mehr auf, dass man immer weniger kann, wenn man es dann nach dieser Zeit wieder versucht. Irgendwann kann man wieder von vorn anfangen, weil man ganz an den Anfang zurückgefallen ist.

    In meinem Fitness-Studio steht ein Spruch an der Wand, der lautet:

    Einen Tag nicht zu trainieren bedeutet nicht Stillstand, sondern Rückschritt - und das schnell.

    Leider stimmt das. So sehr ich mich oft zum Training überwinden muss, aber nicht zu trainieren würde bedeuten, dass ich irgendwann nicht mehr laufen kann, und das möchte ich vermeiden. So ist es mit allem: Stillstand bedeutet nicht, dass man auf dem Niveau bleibt, auf dem man ist, sondern dass man immer mehr davon verliert.

    Auch das regelmäßige Schreiben fällt unter diese Aussage, und deshalb kann ich allen, die es beim Schreiben zu etwas bringen wollen, nur empfehlen, so eine Statistik zu führen (manche schreiben auch ganz von selbst jeden Tag, die brauchen das natürlich nicht), um sich zu motivieren, dranzubleiben.

    Wenn man ernsthaft schreiben will, reicht es leider nicht, nur dann zu schreiben, wenn man gerade Lust dazu hat. Man muss es jeden Tag tun, ob man Lust hat oder nicht. 100 Wörter, 250 Wörter, 500 Wörter, 1.000 Wörter oder 2.000 Wörter - ganz egal, welches Ziel man sich setzt, man kann es nur erreichen, wenn man versucht, den Gipfel zu erklimmen.

    Samstag, 15. April 2017 18:39
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Wenn man dann erst einmal im Schwung ist, geht es meist besser. Sich eine gewisse Wortanzahl vorzunehmen reicht manchmal nicht aus. Aber es hilft. Man muss ein Ziel haben, sonst versandet der Vorsatz vielleicht. Nun wird sogar schon der 29. April als der letzte Tag angezeigt, weil ich mehr als 500 Wörter geschrieben habe gestern, 774.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170412.PNG

    Die Grafik macht sich auch ganz gut. Kein so steiler Anstieg wie zuvor, aber zufriedenstellend. 12 Tage sind vorbei, und bei 500 Wörtern am Tag wären das 6.000 Wörter. Es sind jetzt sogar ein paar mehr.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170412_Grafik.PNG

    Man kann sich richtig vorstellen, wie man den Berg hinaufgeklettert ist, mal mit mehr Anstrengung, mal mit weniger, mal war der Weg flacher, mal steiler. So sieht man auch, dass Schreiben kein Routinejob ist. Das Ergebnis hängt davon ab, wie man sich fühlt, wie kreativ man ist, ob sich eine tragfähige Idee zu einer spannenden Geschichte entwickelt oder ob man sich in die Ecke schreibt.

    Oftmals beklagen die Teilnehmerinnen am #NaNoWriMo, dass sie entweder schon eine ganze Menge geschrieben haben und dann feststecken oder dass sie gar nicht aus den Startlöchern kommen. Es nehmen überwiegend sehr junge Menschen am NaNoWriMo teil, die noch wenig Erfahrung im Schreiben haben. So können sie sich nicht helfen, wenn es einmal nicht so läuft, wie sie sich das vorstellen. Ihnen fehlt das Handwerk, um auch solche Stadien zu überstehen.

    Viele schreiben einfach drauflos, oft sind es Fantasy-Geschichten oder es ist FanFiction zu ihrem Lieblingsfilm oder ihrer Lieblingsserie. Das ist ein guter Anfang, aber die Geschichten bestehen dann oft nicht aus frischen, neuen Ideen, sondern einfach aus einer Kopie des Originals. Sie erfinden keine eigenständigen Figuren, die ihnen selbst gehören und aus ihnen selbst entspringen, sondern sie verwenden vorgegebene Figuren und Szenarien aus Twilight oder anderen populären Vorbildern, Klischees von Vampiren oder Fantasy-Kriegerinnen, ohne viel darüber zu wissen, wozu eine Figur da ist, welche Voraussetzungen sie erfüllen muss, was eine Geschichte spannend macht.

    Kopien sind selten besser als das Original, und so bleiben sie dann stecken, weil sie im Grunde nicht wissen, warum die Figuren so sind, wie sie sind, warum sie handeln, wie sie handeln.

    Man kann sich selbstverständlich von so einem Original inspirieren lassen, das ist schon tausendmal erfolgreich gemacht worden, aber dennoch sollte man versuchen, etwas von sich selbst einzubringen, das die Geschichte verändert. Figuren in Geschichten und auch die Geschichten selbst haben immer etwas mit der Autorin zu tun, sie entstehen nicht einfach so aus der Luft. Wenn eine Geschichte in mir gewachsen ist, wenn sie aus meinen Lebenserfahrungen geformt ist, wenn die Figuren Teile meiner Persönlichkeit widerspiegeln, dann werden sie lernen und weiterwachsen, und es wird eine gute Geschichte werden.

    Donnerstag, 13. April 2017 9:13
  • Ruth Gogoll

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    Der gestrige Tag war dann doch mit anderen wichtigen Terminen zu voll, um viel zu schreiben, so blieb es bei 60 Wörtern. Dafür habe ich die fehlenden Tage in einem kleinen Marathon heute ausgeglichen, so dass eine flache Treppenstufe entstanden ist, wo ich nicht viel geschrieben habe, und heute erneut eine Art Bergspitze.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170411_Grafik.PNG

    Endlich habe ich nun auch die zuvor noch fehlenden Wörter ausgeglichen, so dass die Statistik theoretisch einen Einstand anzeigt, also wird momentan der 30. April als Enddatum angenommen, wenn die Wortanzahl bei ca. 500 Wörtern am Tag im Durchschnitt bleibt.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170411.PNG

    Dienstag, 11. April 2017 17:49
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Das war gestern noch eine große Überraschung: Nachdem ich hier mein Leid über den #NaNoWriMo geklagt hatte, hat es mich plötzlich gepackt und ich habe noch eine ganze Menge geschrieben, somit insgesamt gestern über 2400 Wörter. Das gleicht einige Tage, an denen ich nicht viel zustandegebracht habe, wieder aus. Bei dieser Durchschnittsgeschwindigkeit erreiche ich das Ziel der 15.000 Wörter am 5. Mai. Also muss ich nur noch 5 Tage einholen, um das anvisierte Enddatum 30.4. in der Statistik zu sehen. :) Die Grafik zeigt nun nach einem leichten gemütlichen Anstieg in den ersten Tagen eine richtige Bergspitze, der Sturm auf den Gipfel hat begonnen. ;)

    http://www.elles.de/images/Stat_20170409_2.PNG http://www.elles.de/images/Stat_20170409_2_Grafik.PNG

    Wie sich die Zahlen doch schnell verändern ... Das ist das Schöne an diesen Statistiken, man bekommt sofort eine Belohnung, wenn man mehr schreibt. So etwas hat man im täglichen Leben, wenn man allein zu Hause sitzt und im einsamen Kämmerlein schreibt, nicht. Da ist das einzige Erfolgserlebnis das Blatt Papier auf dem Computerbildschirm, das sich füllt.

    Die 4.000-Wörter-Grenze habe ich gestern nur knapp verfehlt, jedoch sind gut 26% der angepeilten Wörteranzahl für den 30.4. erreicht, mehr als ein Viertel. Das ist doch schon mal was. Erreiche ich die 5.000, ist es schon ein Drittel. Heute sind ein Drittel der Tage verbraucht, aber es könnte noch klappen, es ist ja noch früh am Morgen.

    Montag, 10. April 2017 8:31
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ich muss zugeben, ich bin kein besonders gutes Vorbild im Moment. Ich schaffe es knapp, jeden Tag ungefähr 250 Wörter zu schreiben statt der 500, die ich mir vorgenommen hatte. Da ich vor dem 1. April etwas mehr geschrieben hatte, gab es noch einen Überhang, den ich aber für den #NaNoWriMo nicht eingetragen habe, so dass hier in der Statistik sogar nur 199 Wörter pro Tag angezeigt werden.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170409.PNG

    Ich bin ganz allein schuld, denn ich spiele einfach zu viel Klavier im Moment. Ich bin so darin vertieft, dass oft Stunden vergehen, bevor ich aufhöre, und diese Stunden fehlen mir dann beim Schreiben.

    Ich hatte gehofft, am Wochenende etwas aufzuholen, aber leider habe ich das nicht geschafft. Aber es sind ja noch 21 Tage übrig. Man soll nie aufgeben. :)

    Sonntag, 9. April 2017 16:39
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Im Gegensatz zum #NaNoWriMo im November starte ich im April-Camp etwas verzögert. Vielleicht habe ich mir zu sehr angewöhnt, jeden Tag nur 250 Wörter zu schreiben. ;) Oder es liegt daran, dass ich wieder angefangen habe, Klavier zu spielen (nach ca. 25 Jahren ...) und nun jeden Tag übe. Gerade wenn man schon etwas älter und leicht „eingerostet“ ist, nimmt es viel Zeit in Anspruch, auch nur kleine Stücke einigermaßen hörbar zustande zu bringen. Bei mir ist das momentan das Menuett in G-Dur aus dem „Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach“ – sicherlich jeder Klavierschülerin noch aus Kindertagen bekannt. :) Weshalb ich hier in dem Link auch mal ein fünfjähriges Kind ausgewählt habe, das das Stück spielt. Ich wünschte, ich hätte mit fünf Jahren Klavierunterricht gehabt ... Aber leider konnten wir uns weder ein Klavier noch den Unterricht leisten. Deshalb hole ich das jetzt im Erwachsenenalter nach.

    So einfach das Stück auch erscheint, ich übe es nun schon seit Wochen und klinge ungefähr so wie dieses Kind. Mit dem Klavierspielen (oder mit einem Instrument generell) ist es auch nicht anders als mit dem Schreiben: Übung macht die Meisterin. Und aller Anfang ist schwer. Deshalb finde ich solche Projekt wie das Camp NaNoWriMo oder auch den NaNoWriMo generell so nützlich und wichtig.

    Gerade in unserer informationsüberfluteten Welt wird es Kindern und Jugendlichen nicht gerade leicht gemacht, etwas Sinnvolles zu lernen oder zu tun. Wer den ganzen Tag vor dem Computer oder Smartphone hockt, sich auf irgendwelchen Webseiten herumtreibt oder auf Facebook „Freunde“ sammelt statt im eigenen Sandkasten, der wird sich kaum auf eine einzige Sache konzentrieren können. Es gibt zu viel Ablenkung.

    Manchmal werden Kinder in den Sommerferien in ein Feriencamp geschickt, um sich dort auf die Natur und auf andere Dinge als die tägliche Reizüberflutung konzentrieren zu können, eine langsamere Welt kennenzulernen. Ebenso könnte man das Camp NaNoWriMo als so eine Art Feriencamp betrachten. Es befindet sich zwar im Internet und nicht in der Natur, aber wenn man die Augen schließt, kann man einen Bach plätschern hören und die Vögel singen. In so einer Umgebung zu schreiben gibt Ruhe und Kraft.

    Für einen Monat konzentriere ich mich nun darauf, dort Ruhe und Kraft zu tanken, während ich schreibe. Ich habe mir keine hohen Ziele gesteckt, ich habe es bei den 15.000 Wörtern aus dem Bild belassen. Es muss nicht immer gleich ein ganzer Roman in einem Monat sein. Aber 15.000 Wörter – gerade einmal 500 Wörter am Tag – sind ohne viel Mühe zu schaffen.

    Vielleicht schließen sich mir ja ein paar andere Schreiberinnen bei diesem kleinen Projekt an, und wir können uns in unserer Cabin hier austauschen. :)

    Montag, 3. April 2017 8:53
  • Ruth Gogoll

    Ruth Gogoll Permalink

    Herzlich willkommen zum vierten Tag in der NaNoWriMo-Cabin bei el!es! :D

    Wenn wir den LLP-Einsendeschluss auf den 31. August verlegen, ist das hier die ideale Gelegenheit, bis dahin eine Geschichte fertigzustellen. Wer will, kann hier jeden Tag 250 Wörter einstellen. Oder ganz offiziell die eigene Statistik hier führen.

    Meine Statistik sieht momentan so aus:

    1. April - da bin ich nicht zum Schreiben gekommen vor lauter Diskussionen über den LLP
    2. April - 51 Wörter (ein magerer Anfang, aber immerhin ein Anfang)
    3. April - 751 Wörter (da hat sich eine Szene entwickelt, die ich nicht abbrechen konnte)
    4. April - 222 Wörter (bis jetzt. Vielleicht komme ich heute noch einmal zum Schreiben)

    Sind insgesamt vom 1.-4. April 1024 Wörter, das bedeutet 256 Wörter am Tag. Also genau im Plan. Obwohl ich am 1. April nichts geschrieben habe, habe ich das jetzt wieder aufgeholt.

    Es ist also gar nicht so schwer, mit 250 Wörtern am Tag eine Geschichte zu schreiben. Selbst wenn man einmal einen Tag verpasst.

    Normalerweise setze ich mich morgens gleich nach dem Aufstehen hin und schreibe eine Viertelstunde oder eine halbe Stunde. Das reicht für 250 Wörter. Nur eine Viertelstunde am Tag, und Ende August wäre eine Geschichte mit genau 38.250 Wörtern fertig. Denn es sind noch fast fünf Monate bis Ende August. April, Mai, Juni, Juli, August.

    Wie ich hier auf der Webseite schon seit einiger Zeit mit „Wie Honig so süß“ zu zeigen versuche, kommt es nicht darauf an, jeden Tag Tausende von Wörtern zu schreiben. Was ist schon eine Viertelstunde am Tag für 250 Wörter? Das merkt man doch überhaupt nicht. Wie schnell ist eine Viertelstunde rum, wenn wir gar nichts tun? Wie viele Viertelstunden am Tag vergeuden wir mit sinnlosen Tätigkeiten (Fernsehen zum Beispiel)? Was wäre, wenn man stattdessen nur mal eine Viertelstunde lang den Laptop hervorholen und tippen würde? Würde das überhaupt etwas am Tagesablauf ändern?

    Also einmal am Tag in das „virtuelle Zelt“ im Camp hier auf el!es kommen und 250 Wörter abliefern, und schon wächst die Geschichte ganz von selbst. :) Es reicht auch, wenn hier steht: „Heute habe ich 249 Wörter geschrieben“ oder „Heute habe ich 50 Wörter geschrieben“. Hauptsache, es kommen jeden Tag ein paar Wörter hinzu.

    Dienstag, 4. April 2017 11:17
  • Ruth Gogoll

    Ruth Gogoll Permalink

    Der fünfte Tag im Camp. Langsam wird es richtig gemütlich. :) Auch wenn man nicht im Camp angemeldet ist, kann man sich selbst eine kleine Tabelle anlegen. Die Formatierung der Statistik-Tabelle im Camp ist – wie man hier oben im Originalbeitrag sieht – leider nicht so schön wie die im November-NaNoWriMo. Deshalb habe ich mir eine leicht el!es-blaue eigene Tabelle gemacht.

    http://www.elles.de/images/Stat_20170405.PNG

    Ich hinke also immer noch hinterher, aber ich hatte heute so viel zu tun, dass ich kaum die Zeit gefunden habe, etwas zu schreiben.

    Beim Camp ist das ja aber auch kein Unglück, denn es geht nicht um 50.000 Wörter. Ich habe mir nur 15.000 bis Ende April als Ziel gesetzt, die normalerweise kein Problem sein sollten. Im Moment bin ich allerdings noch nicht ganz beim richtigen Tempo gelandet, das dafür nötig ist. Manchmal brauche auch ich eine gewisse Anlaufzeit. ;)

    Mittwoch, 5. April 2017 19:03

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