Die Frauen in den 80ern (1 - Ulla Meinecke)

Gestern war’n die Männer dran, BAP, aber das schönste an den 80er Jahren waren – wie immer  – denn doch die Frauen. Die tollen Sängerinnen und tollen Lieder, die damals aufkamen.

Eins der ersten Lieder, das ich damals als „anders“ wahrnahm, war Die Tänzerin von Ulla Meinecke. Etwas ganz Neues für die damalige Zeit. Und ich wäre gern dabeigewesen in dieser Kneipe, die Ulla Meinecke beschreibt, mit dieser Frau mit dem John-Wayne-Gang, die sich mit der Lehne nach vorn auf einen Stuhl setzt und Ulla Meinecke anmacht.

 

Wir fliegen beide durch die Nächte, segeln durch den Tag
Am Anfang war ich sicher, daß ich sie nicht mag
Sie hat so breit gegrinst, doch ihr Blick war wie durch Glas
Ihre Sätze wie Torpedos, und jedes Lachen saß

Du bist die Tänzerin im Sturm
Du bist ein Kind auf dünnem Eis
Du wirfst mit Liebe nur so um dich
Und immer triffst du mich

Wie zum Duell seh’ ich sie durch den Laden gehen
Wo die Kokser still an den Wänden stehen
Die fröhliche Wüste, wo die Barfrau sticht wie ein Skorpion
Und die Mädels, wie in Zellophan, spielen alle Saxophon
Und da saß sie, rückwärts auf dem Stuhl, mit der Lehne nach vorn
Und fragt: „Ey, was haben wir beide hier verloren?“

Du bist die Tänzerin im Sturm
Du bist ein Kind auf dünnem Eis
Du wirfst mit Liebe nur so um dich
Und immer triffst du mich

Wir fliegen beide durch die Nächte, segeln durch den Tag
Inzwischen bin ich sicher, du weißt, daß ich dich mag
Jetzt sitze ich hier neben dir, wir fahren durch die nasse Stadt
Ey, komm, jetzt fahr’n wir deinen Tank leer!
Bis es ausgeregnet hat

Du bist die Tänzerin im Sturm
Du bist ein Kind auf dünnem Eis
Du wirfst mit Liebe nur so um dich
Und immer triffst du mich

 

Das einzige, was ich zum Schluß etwas enttäuschend fand, war, daß die beiden dann mit dem Auto wegfahren. Ich habe mir immer vorgestellt, diese John-Wayne-Frau führe Motorrad.

 

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