5 Wörter – Teil 5

Da die ausgewählten Wörter anscheinend so anregend sind und so schöne Schreibübungen hervorgebracht haben, freue ich mich, die nächsten fünf vorstellen zu können.

Trommelwirbel.

Trara!

Hier sind sie:

Garten, U-Bahn, Flugzeug, Einkaufstasche, Geburtstag

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  • Ellen ESS.
  • Nanni
  • Carrie
  • Ute
  • Petra aus Sachsen-Anhalt
  • Pia
  • Petra
  • Juliette
  • Maren
  • Katrin L.
  • Ellen ESS.

    Permalink

    Die U-Bahn hatte leider Verspätung, deswegen musste es ohne gehen. ;)

    „Botschafter, komm' her, du kleiner Racker”, rief Benita in der Terrassentür stehend in den Garten hinaus. Als der Jack-Russell-Terrier die ihm vertraute Stimme vernahm, ließ er sofort sein Spielzeug fallen und sprintete los. Sein Tuffel schien auf einmal vollkommen unwichtig zu sein, hatte er doch etwas viel Besseres – Schmackhafteres – in Aussicht.
    Auf dem rutschigen Parkettfußboden fand Botschafter nur schlecht Halt, und somit bereitete ihm das rechtzeitige Abbremsen nach jedem Spurt große Schwierigkeiten. Er schlitterte mit seiner Nase direkt bis vor die Einkaufstasche, aus der grundsätzlich ein Leckerli hervorgezaubert wurde.
    Mit seinem Stummelschwänzchen wedelnd saß er da und himmelte die Tasche an. Als ob allein ein Blick bewirken konnte, dass seine Kaurolle zum Vorschein kam.
    Benita gab Botschafter das Objekt seiner Begierde und beobachtete ihn lächelnd dabei, wie er seine Errungenschaft stolz in sein Versteck unter der Treppe trug und genüsslich darauf zu kauen begann.
    Dann rief Benita nach ihrer Freundin. „Noel, bist du da?” Keine Antwort.
    Sie stellte sich an den Treppenaufgang und rief erneut, diesmal zum Schlafzimmer hinauf. „No-e-hel.”
    „Ja, Schatz, ich bin gleich bei dir. Einen Moment noch”, drang es von oben herunter. Ein paar Augenblicke später hörte sie die Schlafzimmertür ins Schloss fallen und eilige Schritte den Flur entlanghasten. Und dann …
    Leicht wie eine Feder schwebte Noel die hölzernen Stufen herab. Benita stand an der Treppe wie vom Donner gerührt. Was für ein Anblick. Mit leuchtenden Augen, ihre Arme weit ausgebreitet, sah sie voller Erwartung zu ihrer Geliebten. Ihr fehlen nur Flügel und ein Heiligenschein. Sie lächelte bei dieser Vorstellung.
    Und da war er auch schon ihr ganz privater Engel. Endlich konnte sie Noel wieder in ihre Arme schließen, spüren, wie sie sich zärtlich an sie, Benita, schmiegte.
    „Schön, dass du wieder zurück bist”, säuselte sie Noel ins Ohr. Sie zog sie fest an sich, fühlte deren heißen Atem an ihrem Hals, der ihr ein wohliges Kribbeln über die Haut jagte. Sie genoss die Wärme und das Gefühl der Geborgenheit, die von Noel ausgingen. Ein Gefühl, das schon seit ihrer ersten Begegnung vorhanden war und das sie gegen nichts auf der Welt eintauschen wollte.
    Kurz darauf schob sie Noel jedoch sanft von sich und strich mit einem Finger bedächtig über deren Wange. Sie war ganz hin und weg. Und dann noch diese faszinierenden, dunklen Augen – sie versank in ihnen wie in einem Strudel. Sie streichelte ihre samtweiche Haut, berührte sacht ihre Lippen. Und erst, als sie alles in sich aufgenommen hatte, küsste sie sie. Sie küsste sie lange, schmeckte ihre Süße, fühlte die Weichheit ihrer Lippen.
    „Mein Engel”, seufzte Benita und strich dabei liebevoll über Noels Rücken. „Du hast mir so sehr gefehlt. Ich wäre vor Sehnsucht fast wahnsinnig geworden.”
    „Aber ich war doch nur drei Tage weg”, erwiderte Noel lächelnd und ließ ihre Fingerkuppen zärtlich über Benitas Wange gleiten.
    Diese sanfte Berührung und Noras verführerischer Schlafzimmerblick reichten aus, um Benitas Herz schneller und härter schlagen zu lassen. Es pochte bis in ihre Schläfen. Sie fühlte sich so leicht … glaubte zu schweben, wie ein Luftballon … unaufhaltsam, höher und höher. Eine riesige rosarote Wolke umhüllte sie. Es war wie ein Traum … ein sehr lebendiger Traum.
    Mit einem aufgeregten Winseln holte Botschafter sie aus ihrer Phantasie zurück in die Realität. Entweder war er eifersüchtig auf die Streicheleinheiten oder hatte ein dringendes Bedürfnis. Sie löste sich nur äußerst ungern von Noel, aber was sein muss, musste sein.
    Sie ließ Botschafter hinaus und wendete sich wieder ihrer Geliebten zu.
    „Wann bist du denn gekommen?”, erkundigte sich Benita. Gleich darauf wurde sie sich der Zweideutigkeit ihrer Frage bewusst und schmunzelte ob ihrer Wortwahl. Nur kurz, aber unübersehbar. Auf eine Antwort wartend schaute sie in Noels funkelnde Augen.
    „In den letzten drei Tagen nicht ein Mal”, kam die schelmische Antwort. Dazu noch ein süßes Zwinkern und Benitas Herz schlug augenblicklich noch einen Tick schneller. „Du nun wieder.” Ihr Lachen wurde zu einem Grinsen, das fast vom einen bis zum anderen Ohr reichte. „So war das nicht gemeint.”
    „Nein? Nicht? Das ist aber schade”, wurde sie von Noel herausfordernd geneckt. Völlig überraschend bekam sie einen kurzen, aber dafür umso intensiveren Kuss. Ihn zu erwidern hatte Benita keine Gelegenheit, denn viel zu schnell waren ihr Noels Lippen wieder entwischt.
    Aber die Wirkung, die dieser Kuss hinterließ, war eine bleibende. Benita wurde warm … nein, heiß. Ihr Atem ging schneller, der Puls beschleunigte, ihre Knie wurden butterweich.
    Und Noel - als wäre nichts gewesen, fragte sie: „Und, was hast du nach Feierabend so gemacht? … Außer mich vermisst?”
    Sie warf einen Blick in die Küche und entdeckte Botschafter, der seine Nase erneut gegen die Tasche mit den Einkäufen drückte und sich durch nichts davon abbringen ließ.
    „Ach, ich seh' schon. Einkaufen.” beantwortete sie sich ihre Frage selbst und lachte.
    Das kann jetzt nicht dein Ernst sein. Mich hier am ausgestreckten Arm verhungern lassen?
    Mehr als ein Nicken und ein gebrummeltes „Hmm” ließ Benitas leicht vernebelter Verstand gerade nicht zu. Sie musste sich erst besinnen, und das war gar nicht so einfach, wie es sich anhörte. Noel machte sie selbst nach Jahren immer noch so wuschig wie am Tag ihres Kennenlernens.
    „Eigentlich wollte ich ein Geschenk für Moritz kaufen. Du weißt schon, mein Neffe – er wird nächste Woche dreizehn. Aber ich hab keinen Schimmer, was ich ihm schenken könnte. Du hast doch immer so gute Ideen, weißt du nicht etwas?”
    „Schon möglich.” Noel überlegte kurz. „Wofür interessiert er sich denn? Bücher, Computerspiele, Naturwissenschaften …”, zählte sie auf.
    „Er bastelt gern und ist hinter allem her, was Ähnlichkeit mit einem Flugzeug hat.” Benita lachte.
    „Tja, …” Noel kräuselte nachdenklich ihre Stirn. „Schenk' ihm doch etwas, das beide Interessen miteinander verbindet”, schlug sie schließlich vor.
    „Und das wäre was?” Gespannt hob Benita ihre Augenbrauen.
    „Ein Modell-Flugzeug, das er selbst zusammenbauen muss. Aus Streichhölzern. Die muss er erst auf die richtige Länge zurechtschneiden und dann nach einer Vorlage zusammenkleben.”
    „Ach, was es nicht alles gibt. Das ist wirklich 'ne gute Idee.” Benita war begeistert. „Wenn ich dich nicht hätte.”
    Liebevoll lächelnd hielt sie Noels Hand, führte sie an ihre Lippen und hauchte einen zärtlichen Kuss darauf. Diesen Augenblick würde sie am liebsten für immer festhalten. Es war so schön, Noel zu berühren und von ihr berührt zu werden. Sich gegenseitig zu streicheln, das leise Seufzen der jeweils anderen zu vernehmen, die sanften ruhigen Bewegungen zu spüren. Sie brauchten keine Worte. Sie ließen ihre Hände sprechen.
    Allerdings schien der kleine Vierbeiner etwas dagegen zu haben. Er stellte sich neben die beiden und kläffte wie ein ganz großer.

    Mittwoch, 27. November 2013 10:48
  • Ellen ESS.

    Permalink

    Die U-Bahn hatte Verspätung, deshalb musste es ohne gehen. ;)

    „Botschafter, komm' her, du kleiner Racker”, rief Benita in der Terrassentür stehend in den Garten hinaus. Als der Jack-Russell-Terrier die ihm vertraute Stimme vernahm, ließ er sofort sein Spielzeug fallen und sprintete los. Sein Tuffel schien auf einmal vollkommen unwichtig zu sein, hatte er doch etwas viel Besseres – Schmackhafteres – in Aussicht.
    Auf dem rutschigen Parkettfußboden fand Botschafter nur schlecht Halt, und somit bereitete ihm das rechtzeitige Abbremsen nach jedem Spurt große Schwierigkeiten. Er schlitterte mit seiner Nase direkt bis vor die Einkaufstasche, aus der grundsätzlich ein Leckerli hervorgezaubert wurde.
    Mit seinem Stummelschwänzchen wedelnd saß er da und himmelte die Tasche an. Als ob allein ein Blick bewirken konnte, dass seine Kaurolle zum Vorschein kam.
    Benita gab Botschafter das Objekt seiner Begierde und beobachtete ihn lächelnd dabei, wie er seine Errungenschaft stolz in sein Versteck unter der Treppe trug und genüsslich darauf zu kauen begann. Dann rief Benita nach ihrer Freundin.
    „Noel, bist du da?”
    Keine Antwort. Sie stellte sich an den Treppenaufgang und rief erneut, diesmal zum Schlafzimmer hinauf. „No-e-hel.”
    „Ja, Schatz, ich bin gleich bei dir. Einen Moment noch”, drang es von oben herunter. Ein paar Augenblicke später hörte sie die Schlafzimmertür ins Schloss fallen und eilige Schritte den Flur entlanghasten. Und dann …
    Leicht wie eine Feder schwebte Noel die hölzernen Stufen herab. Benita stand an der Treppe wie vom Donner gerührt. Was für ein Anblick. Mit leuchtenden Augen, ihre Arme weit ausgebreitet, sah sie voller Erwartung zu ihrer Geliebten. Ihr fehlen nur Flügel und ein Heiligenschein. Sie lächelte bei dieser Vorstellung.
    Und da war er auch schon ihr ganz privater Engel. Endlich konnte sie Noel wieder in ihre Arme schließen, spüren, wie sie sich zärtlich an sie, Benita, schmiegte.
    „Schön, dass du wieder zurück bist”, säuselte sie Noel ins Ohr. Sie zog sie fest an sich, fühlte deren heißen Atem an ihrem Hals, der ihr ein wohliges Kribbeln über die Haut jagte. Sie genoss die Wärme und das Gefühl der Geborgenheit, die von Noel ausgingen. Ein Gefühl, das schon seit ihrer ersten Begegnung vorhanden war und das sie gegen nichts auf der Welt eintauschen wollte.
    Kurz darauf schob sie Noel jedoch sanft von sich und strich mit einem Finger bedächtig über deren Wange. Sie war ganz hin und weg. Und dann noch diese faszinierenden, dunklen Augen – sie versank in ihnen wie in einem Strudel. Sie streichelte ihre samtweiche Haut, berührte sacht ihre Lippen. Und erst, als sie alles in sich aufgenommen hatte, küsste sie sie. Sie küsste sie lange, schmeckte ihre Süße, fühlte die Weichheit ihrer Lippen.
    „Mein Engel”, seufzte Benita und strich dabei liebevoll über Noels Rücken. „Du hast mir so sehr gefehlt. Ich wäre vor Sehnsucht fast wahnsinnig geworden.”
    „Aber ich war doch nur drei Tage weg”, erwiderte Noel lächelnd und ließ ihre Fingerkuppen zärtlich über Benitas Wange gleiten.
    Diese sanfte Berührung und Noras verführerischer Schlafzimmerblick reichten aus, um Benitas Herz schneller und härter schlagen zu lassen. Es pochte bis in ihre Schläfen. Sie fühlte sich so leicht … glaubte zu schweben, wie ein Luftballon … unaufhaltsam, höher und höher. Eine riesige rosarote Wolke umhüllte sie. Es war wie ein Traum … ein sehr lebendiger Traum.
    Mit einem aufgeregten Winseln holte Botschafter sie aus ihrer Phantasie zurück in die Realität.
    Entweder war er eifersüchtig auf die Streicheleinheiten oder hatte ein dringendes Bedürfnis.
    Sie löste sich nur äußerst ungern von Noel, aber was sein muss, musste sein.
    Sie ließ Botschafter hinaus und wendete sich wieder ihrer Geliebten zu.
    „Wann bist du denn gekommen?”, erkundigte sich Benita.
    Gleich darauf wurde sie sich der Zweideutigkeit ihrer Frage bewusst und schmunzelte ob ihrer Wortwahl. Nur kurz, aber unübersehbar. Auf eine Antwort wartend schaute sie in Noels funkelnde Augen.
    „In den letzten drei Tagen nicht ein Mal”, kam die schelmische Antwort. Dazu noch ein süßes Zwinkern und Benitas Herz schlug augenblicklich noch einen Tick schneller.
    „Du nun wieder.” Ihr Lachen wurde zu einem Grinsen, das fast vom einen bis zum anderen Ohr reichte.
    „So war das nicht gemeint.”
    „Nein? Nicht? Das ist aber schade”, wurde sie von Noel herausfordernd geneckt. Völlig überraschend bekam sie einen kurzen, aber dafür umso intensiveren Kuss. Ihn zu erwidern hatte Benita keine Gelegenheit, denn viel zu schnell waren ihr Noels Lippen wieder entwischt. Aber die Wirkung, die dieser Kuss hinterließ, war eine bleibende. Benita wurde warm … nein, heiß. Ihr Atem ging schneller, der Puls beschleunigte, ihre Knie wurden butterweich.
    Als wäre nichts gewesen, fragte Noel: „Und, was hast du nach Feierabend so gemacht? … Außer mich vermisst?”
    Sie warf einen Blick in die Küche und entdeckte Botschafter, der seine Nase erneut gegen die Tasche mit den Einkäufen drückte und sich durch nichts davon abbringen ließ.
    „Ach, ich seh' schon. Einkaufen.” beantwortete sie sich ihre Frage selbst und lachte.
    Das kann jetzt nicht dein Ernst sein. Mich hier am ausgestreckten Arm verhungern lassen?
    Mehr als ein Nicken und ein gebrummeltes „Hmm” ließ Benitas leicht vernebelter Verstand gerade nicht zu. Sie musste sich erst besinnen, und das war gar nicht so einfach, wie es sich anhörte. Noel machte sie selbst nach Jahren immer noch so wuschig wie am erstenTag.
    „Eigentlich wollte ich ein Geschenk für Moritz kaufen. Du weißt schon, mein Neffe – er wird nächste Woche dreizehn. Aber ich hab keinen Schimmer, was ich ihm schenken könnte. Du hast doch immer so gute Ideen, weißt du nicht etwas?”
    „Schon möglich.” Noel überlegte kurz. „Wofür interessiert er sich denn? Bücher, Computerspiele, Naturwissenschaften …”, zählte sie auf.
    „Er bastelt gern und ist hinter allem her, was Ähnlichkeit mit einem Flugzeug hat.” Benita lachte.
    „Tja, …” Noel kräuselte nachdenklich ihre Stirn.
    „Schenk' ihm doch etwas, das beide Interessen miteinander verbindet”, schlug sie schließlich vor.
    „Und das wäre was?” Neugierig hob Benita ihre Augenbrauen. „Ein Modell-Flugzeug, das er selbst zusammenbauen muss. Aus Streichhölzern. Die muss er erst auf die richtige Länge zurechtschneiden und dann nach einer Vorlage zusammenkleben.”
    „Ach, was es nicht alles gibt. Das ist wirklich 'ne gute Idee.” Benita war begeistert. „Wenn ich dich nicht hätte.”
    Liebevoll lächelnd hielt sie Noels Hand, führte sie an ihre Lippen und hauchte einen zärtlichen Kuss darauf. Diesen Augenblick würde sie am liebsten für immer festhalten. Es war so schön, Noel zu berühren und von ihr berührt zu werden. Sich gegenseitig zu streicheln, das leise Seufzen zu vernehmen, die sanften ruhigen Bewegungen zu spüren. Sie brauchten keine Worte. Sie ließen ihre Hände sprechen.
    Allerdings schien der kleine Vierbeiner etwas dagegen zu haben. Er stellte sich neben die beiden und kläffte wie ein ganz großer.[/img]

    Sonntag, 24. November 2013 11:08
  • Ellen ESS.

    Permalink

    „Botschafter, komm' her, du kleiner Racker”, rief Benita in der Terrassentür stehend in den Garten hinaus. Als der Jack-Russell-Terrier ihre Stimme vernahm, ließ er sofort sein Spielzeug fallen, das auf einmal vollkommen unwichtig zu sein schien, und sprintete los. Auf dem rutschigen Parkettfußboden fand Botschafter nur schlecht Halt, auch das rechtzeitige Abbremsen bereitete ihm Schwierigkeiten und so rutschte er mit seiner Nase direkt bis vor die Einkaufstasche, aus der Ben für ihn jedes Mal, wenn sie vom Einkaufen zurückkam, ein Leckerli zauberte.
    Mit seinem Stummelschwänzchen wedelnd saß Botschafter da, und himmelte die Tasche an, als ob allein sein Blick bewirken konnte, dass seine Kaurolle zum Vorschein kam. Sie tut es nicht. Warum eigentlich nicht?
    Benita gab ihrem Vierbeiner das Objekt seiner Begierde und rief nach ihrer Freundin.
    „Noel, bist du da?” Keine Antwort. Ben stellte sich an den Treppenaufgang und rief erneut, diesmal zum Schlafzimmer hinauf. „No-e-hel.”
    „Ja, Schatz, ich bin gleich bei dir. Einen Moment noch”, drang es den Treppenaufgang herunter. Wenig später hörte Ben die Schlafzimmertür zuklappen und Noels leichte Schritte auf den hölzernen Stufen.
    Rasch packte sie den restlichen Einkauf aus und ließ die leere Tasche in der Sitzbank verschwinden. Die Zeitung, auf der in großen schwarzen Lettern U-Bahn-Surfen – Der neue "Sport" der lebensmüden Adrenalinjunkies stand, ließ sie vorerst achtlos auf dem Tisch liegen. Jetzt galt es ihre Freundin, die wie immer umwerfend aussah, in Empfang zu nehmen. Mit weit ausgebreiteten Armen stand Ben an der Treppe und sah Noel sehnsüchtig entgegen, die engelsgleich und leicht wie eine Feder die Treppe herunter schwebte, in Ben ihre Arme sank und sich zärtlich an sie schmiegte. Sie spürte Bens heißen Atem an ihrem Hals und deren pochendes Herz an ihrer eigenen Brust.
    „Schön, dass du wieder zurück bist”, säuselte Ben ihrer Freundin ins Ohr und genoss seufzend die Wärme, das Gefühl der Geborgenheit, die von Noel ausgingen. Kurz darauf schob sie sie leicht von sich, um ihr in die Augen schauen zu können.
    „Du hast mir so gefehlt, mein Engel.”
    „Aber ich war doch nur drei Tage weg”, erwiderte Noel lächelnd und strich mit den Fingerspitzen zärtlich über Bens heiße Wange, woraufhin sich die Hitze in Noel ausbreitete wie ein Lauffeuer, immer weiter, bis in den entferntesten Winkel ihres Körpers. Diese zarte Berührung und der verführerische Blick reichten aus, um Noel in ein Spiel der Sinne eintauchen zu lassen, umhüllt von einer riesigen rosaroten Wolke. „Wann bist du gekommen?”, erkundigte sich Ben und wurde sich sofort der Zweideutigkeit ihrer Frage bewusst. Gespannt auf eine Reaktion wartend schaute sie in Noels blaue Augen, die funkelten wie Saphire. „In den letzten drei Tagen nicht ein Mal”, kam die schelmische Antwort, verbunden mit einem süßen Zwinkern, das Bens Herz augenblicklich höher schlagen ließ.
    Ben lachte. „Du nun wieder.” Das Lachen wurde zu einem Grinsen, das fast vom einen bis zum anderen Ohr reichte. „So war das nicht gemeint.”
    „Nein? Nicht? Das ist aber schade”, neckte Noel ihre Freundin und gab ihr einen flüchtigen Kuss auf ihre samtweichen Lippen.
    „Und wo warst du eben?” Noel warf einen Blick in die Küche und entdeckte Botschafter, der total gedankenversunken auf seinem Leckerli kaute und sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließ. „Einkaufen?”
    Noel hatte Mühe sich auf die etwas ins Stocken geratene Unterhaltung zu konzentrieren. Die körperliche Nähe nach drei Tagen Entzug vernebelte ihr den Verstand.
    „Ich hab nach einem Geschenk für Moritz, meinen Neffen, gesucht. Er hat in der nächsten Woche Geburtstag, wird 11 Jahre alt. Ich hab' nichts gefunden, was ich ihm schenken könnte. Hast du nicht eine Idee, Süße?"
    „Ich weiß nicht. Wofür interessiert er sich denn so? Bücher, Computerspiele …”, zählte Noel auf.
    „… er bastelt gern und ist hinter allem her, was aussieht wie ein Flugzeug.” Ben lachte auf.
    "Dann schenk' ihm doch etwas, das beide Interessen miteinander verbinden würde.” Noel überlegte kurz. „Wie wäre es mit einem Modell-Flugzeug, das er selbst zusammenbauen muss? Aus Streichhölzern.”
    „So etwas gibt es auch? Das ist eine gute Idee.” Ben war begeistert und erstaunt zugleich.
    „Ach, wenn ich dich nicht hätte.” Liebevoll lächelnd hielt sie die Hand von Noel und führte sie an ihren Mund, um einen Kuss darauf zu hauchen. Am liebsten würde sie sie nie wieder loslassen ...

    Montag, 19. August 2013 15:12
  • Pia

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    Wie schön und romantisch. :) Die zwei sind wirklich süß, und das kleine Mißverständnis klärt sich dann noch romantischer auf. Das ist eine wunderbar runde Geschichte, an der nichts auszusetzen ist. Die Idee mit dem Taschenmesser sollte man sich merken. Aber dann auch überprüfen, ob die Liebste das Taschenmesser überhaupt benutzt. 8)

    Sonntag, 23. Mai 2010 12:14
  • Pia

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    Es ist wieder das Problem mit dem „ihre“. Warum nimmst Du das Personalpronomen und nicht den Namen? „Ihre“ kannst Du nur sagen, wenn der Name im vorigen Satz genannt wurde oder wenn die Person zumindest vorher schon einmal erwähnt wurde. Sonst mußt Du den Namen nehmen. Oder eine Beschreibung wie „die langen Beine der schönen Frau in ihrem Bett“. 8)

    Samstag, 15. Mai 2010 18:32
  • Nanni

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    Ich dachte, dadurch dass ich einen Absatz setzte, würde man es nicht so lesen wie Du es jetzt doch getan hast.
    Ich dachte erst auch, wow hat Einauge lange Beine.

    Samstag, 15. Mai 2010 16:55
  • Pia

    Permalink

    Selbst Einauge konnte sich dazu aufraffen sich zu ihnen in den Garten zugesellen.
    Susanne konnte nicht anders als ihre Augen auf ihre endlos, langen Beinen zu richten.

    Ich werde den Rest noch genauer anschauen, aber als ich das hier oben las, mußte ich einfach lachen. Einauges endlos lange Beine?

    Samstag, 15. Mai 2010 10:58
  • Nanni

    Permalink

    Socke lief total stolz und sauber durch den Garten. Selbst Einauge konnte sich dazu aufraffen sich zu ihnen in den Garten zugesellen.

    Susanne konnte nicht anders als ihre Augen auf ihre endlos, langen Beinen zu richten. Von dort auf ihren vollen Po, der unglaublich in den kurzen Shorts zur Geltung kam, und dem tollen Dekolleté welches aus dem Bikinioberteil förmlich schrie, nimm mich.
    Rubi lächelte sie an als sie bemerkte, dass sie von Susanne beäugt wurde. Rubis Augen streicheln nun genauso Susannes Körper. Rubi war sich ziemlich sicher, dass Susannes T-shirt nicht aus Kamelhaar bestand, somit mussten die zwei Höcker, die sich klein und hart auf den Wölbungen unter Susannes Shirt gebildet hatten, von ihren Blicken herrühren. Nach dem ein Kribbeln ihren Körper überrannte, wusste sie was zu tun war.
    „Wie lange ist es jetzt her, dass wir und geliebt haben?“ Rubi sah sie frech an und stellte sich vor Susanne.
    „Zu lange glaube ich.“ Susanne sah sie verstehend an.
    „Und das wievielte Mal?
    „Mmh, warte. Das erste Mal bei Dir in Deiner Wohnung. Das zweite Mal in der U-Bahn, und das auch nur, weil niemand im Abteil saß und es 5 Minuten dauerte bis zum nächsten Haltepunkt.“
    Susanne sah sie begehrlich an. Sie hielt Rubi ihre Hand hin. Rubi nahm sie und setzte sich auf Susannes Schoß.
    „Das dritte und vierte bis zehnte Mal hier in meiner Wohnung.“ Susanne zog Rubis Kopf langsam zu sich hinunter und küsste sie federnd auf ihre Lippen.
    Socke die zu sah, versteckte ihr Gesicht unter ihrer Pfote und Einauge drehte ihnen den Rücken zu.
    „Weißt du wo ich es gerne mal machen würde?“ fragte Rubi die grün gesprenkelten Augen.
    „Mmh lass mich überlegen. Ja ich weiß, jedenfalls würde ich es gerne mal dort tun.“
    Rubi sah sie spielerisch mit hochgezogener und einem leicht abschätzenden Blick an. „Wo?“
    „Im Flugzeug.“
    „Im Flugzeug! Wo denn da? Die Toilette ist ja mal gerade unglaublich eng “
    „Ach, dagegen hätte ich nichts, es wäre mir egal wo, Hauptsache es ist ein Flugzeug.“ Susanne lächelte sie frech an.
    „Ja gut, Flugzeug ist nicht schlecht. Aber ich würde es viel lieber...“ Rubi biss sich auf ihre Lippen, rutschte auf Susannes Schoß lasziv hin und her und fuhr mit ihren Händen durch ihr Haar. „Gerne mal an der frischen Luft tun. Mit der Gefahr, dass uns jemand sehen könnte.“
    „Mit der Gefahr das uns jemand sehen könnte? So so. Der Hund und die Katze sehen uns.“
    „Nein, ich meine...“
    „Ja ich weiß was du meinst.“ Susanne streichelte Rubi an den Seiten.
    „Du hast tolle Muskeln, nicht zu viel, dass mag ich.“ Rubi fuhr nun mit ihren Fingern über die Arme von Susanne.
    „Das kommt vom Stahl biegen. Nur mal so nebenbei bemerkt.“
    „Von was?“
    „Stahl biegen, man nennt es auch Gewichte heben.“ Susanne lächelte.
    Rubi ließ ihre Finger weiter über die Schultern wandern.
    Socke, die von dem Geplänkel der Menschen genug hatte, machte sich über die Einkaufstasche her die nach Leckerlis roch. Einauge beäugte Socke dabei.
    Rubi ließ ihre Finger unter das T-Shirt von Susanne gleiten, strich über die weiche Haut und küsste Susanne fordernd. Ihre Zungen trafen aufeinander und Rubi fing an kreise auf Susannes Schoß zu ziehen. Dann zog Rubi Susanne das Shirt aus und ließ ihren Blick über die nackte Haut gleiten.
    „Woher kommt dein Name, Rubi?“ Susannes Augen glänzten als sie Rubis Bikinioberteil löste.
    Rubi küsste Susannes Hals entlang.
    An ihrem Ohr sagte sie: „Mein Mutter war schwanger als mein Dad sie an ihrem Geburtstag gefragt hatte, was sie sich wünschte. Darauf meinte meine Mutter, wenn sie ein Mädchen bekommen würden, sollte es Rubi heißen. Und somit war der Name Gesetz.“
    Susanne blickte ihr tief in die Augen. „Rubylove, sehr schön. Also dann, so wie dein Dad deiner Mutter nichts abschlagen konnte, kann ich dir nichts abschlagen. So dann holde Maid, auf das uns niemand sieht.“

    Freitag, 14. Mai 2010 21:47
  • Carrie

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    Schicksalhafte Zufälle 5:

    Nur noch wenige Schritte trennten sie von Inka, die so sehr mit ihrer Einkaufstasche beschäftigt war, dass sie sie noch nicht einmal bemerkt hatte.
    Amy spürte plötzlich ein heftiges Grummeln in ihrer Magengegend und eines ihrer Lieblingslieder schoss ihr durch den Kopf. Es war Grönemeyers „Flugzeuge im Bauch“. Offensichtlich startete in ihrem Magen gerade auch so ein Flugzeug zu einem Rundflug.
    Als Inka geradewegs an ihr vorbei lief, ohne sie zu bemerken, fühlte sie sich, als würde ihr kleines Flugzeug ein Looping nach dem anderen drehen.
    War das denn die Möglichkeit? Sie verzehrte sich jede Sekunde nach dieser Frau, und die bemerke noch nicht einmal ihre Anwesenheit, wenn sie nur wenige Zentimeter neben ihr stand? Einige Sekunden kämpfe sie mit ihrem Stolz, doch dann wandte sie sich um und hastete Inka hinterher.
    Amy stupste sie von hinten. Nicht besonders liebevoll, sondern ziemlich heftig. Inka drehte sich um. Das Erstaunen stand ihr ins Gesicht geschrieben: „Du?“
    „Ja ich, stell dir vor. Ich habe in meiner Mittagspause nichts Besseres zu tun, als dir hinterher zu rennen.“
    Der vorwurfsvolle Ton in Amys Stimme schien Inka noch mehr zu verblüffen: „Ich versteh nicht ganz? Ich freue mich, dich zu sehen, was für eine schöne Überraschung.“
    Doch Amy war noch nicht zufrieden: „Warum meldest du dich nicht bei mir? Ich sitze tagelang zu Hause und warte – was ist denn los?“
    Nun klang auch Inkas Stimme leicht gereizt, als sie sich verteidigte: „Ach, ich soll dich anrufen? Ohne Nummer? Hätte ich ja gerne gemacht, aber du stehst leider nicht im Telefonbuch, meine Gute und Hellsehen kann ich leider nicht.“
    „Wie? Hast du meine Botschaft nicht gefunden?“ Amy fühlte sich plötzlich gar nicht mehr so wohl in ihrer Haut.
    „Welche Botschaft? Kannst du mal Klartext mit mir sprechen?“
    Amy hakte sich bei Inka unter, denn ihr Gespräch mitten auf dem Fußweg schien andere Passanten allmählich zu stören. Langsam liefen sie Richtung Cafe.
    Amy war im Leben nicht auf die Idee gekommen, dass Inka ihre Telefonnummer vielleicht noch gar nicht entdeckt haben könnte. Für was bitte schleppte sie ein Taschenmesser mit sich herum, wenn sie es nie benutze?
    „Hast du deine Kellnerbörse dabei?“
    „Ja klar, wieso?“ Inkas fragender Blick bohrte sich in Amys Augen.
    „Bitte gib sie mir kurz. Ich muss dir etwas zeigen.“
    Inka kramte die Börse aus ihrer Handtasche und reichte sie Amy. Diese ließ das Taschenmesser aufschnappen und hielt Inka die einzelnen Werkzeuge unter die Nase.
    „Hier – siehst du?“
    Ungläubig starrte Inka die Edding-Lettern an. „Oh wie süß…“ Sie hatte es nur geflüstert, doch Amy hatte es dennoch gehört.
    „Du hast es wirklich noch nicht bemerkt? Und ich dachte schon, du hast keine Lust, mich noch einmal zu treffen.“
    Inka blieb abrupt stehen und hielt Amy am Arm fest: „Wie kommst du denn darauf? Das Taschenmesser benutze ich kaum. Es war ein Geschenk, ein Talisman. Nur deshalb trage ich es bei mir.“
    Inka schüttelte ungläubig den Kopf: „Dachtest du allen ernstes, ich will dich nicht mehr sehen?“
    Amy nickte. Jetzt kam sie sich selbst fürchterlich dumm vor. Inka fasste vorsichtig in ihre Einkaufstasche und zog einen kleinen Blumentopf in Herzform hervor. Sie hielt ihn Amy hin: „Den wollte ich heute mit „Vergissmeinnicht“ aus meinem Garten bepflanzen und ihn dir vor die Türe stellen. Als kleine Botschaft von mir, damit DU dich mal bei mir meldest.“
    „Oh nein.“ Amy hatte plötzlich mit den Tränen zu kämpfen, so sehr rührte sie diese Geste.
    Inka strich ihr zärtlich über die Wangen: „Was hältst du davon, wenn wir dieses Gespräch heute Abend fortsetzen – bei mir zu Hause?“
    „Das wäre wundervoll.“ Amys Stimme zitterte bedenklich.
    Inka lächelte sie liebevoll an: „Wie kommst du denn heute nach Hause?“
    Amy zuckte mit den Schultern und blinzelte ihre Tränen beiseite: „Bus oder U-Bahn. Ich hab mich noch nicht entschieden.“
    „Was hältst du von einer kostenlosen Fahrt in meiner Luxuskutsche?“
    Inka beugte sich vor, um Amy einen sanften Kuss auf die Lippen zu hauchen.
    Als Amy die Intensität dieser zarten Berührung spürte, war das für sie wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen.

    The End ;)

    Freitag, 14. Mai 2010 18:44
  • Petra aus Sachsen-Anhalt

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    Musste die Kritik zwar öfters lesen, aber ich habe sie nicht falsch aufgefasst. Muss mir eigentlich nur eines merken: keine Schulaufsätze mehr. Und die nächste Geschichte nicht als Kommentar reinsetzen.
    Noch eine Frage: Wie kriege ich das Smily (?) in den Kommentar? Habe einige Schwierigkeiten die entsprechende Seite zu finden.
    Danke.

    Donnerstag, 6. August 2009 17:06
  • Pia

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    Ich kann mich Ute nur anschließen. Meine Kritik sollte nur ein Verbesserungsvorschlag sein, auf keinen Fall sollte sie Dich entmutigen. Nur wenn man Fehler macht und die korrigiert, kann man auch lernen. Bei der "ersten Zeile" machst Du jetzt einfach alles richtig. :)
    (Und das Ausrufezeichen war in diesem Fall absolut angemessen.)

    Donnerstag, 6. August 2009 16:12
  • Petra aus Sachsen-Anhalt

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    Danke Ute! (ich entschuldige mich nicht für das Ausrufezeichen) War echt niedergeschlagen, aber Du hast natürlich vollkommen Recht. Werde also die Schulaufsätze vergessen - obwohl sie mich erst auf das Schreiben in meiner Freizeit gebracht haben. Werde ich mich also jetzt auf die verfluchte erste Zeilen stürzen und mein Bestes versuchen.

    Donnerstag, 6. August 2009 15:58
  • Ute

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    Jetzt laß Dich nicht entmutigen. Zwar ist das alles richtig, was Pia kritisiert hat, aber es ist nichts wirklich Schlimmes dabei. Grundsätzlich schreibst Du gut, aber Du mußt diesen "Schulaufsatz"-Stil ablegen. Viele von uns haben das so gelernt, viele Nebensätze, eingeschobene Nebensätze, Beschreibungen, möglichst lang und ausführlich. Für einen Schulaufsatz ist das in Ordnung, aber für einen Roman sollte man kürzere Sätze machen, auf Nebensätze verzichten, wenn es geht, oder nur einen in einem Satz.

    Das ist das, was bei Deinen Texten am meisten auffällt, daß Du immer versuchst, alles in einen Satz zu packen. Mach einfach öfter mal einen Punkt, dann klingt das schon viel besser. Du schaffst das! ;D

    Donnerstag, 6. August 2009 14:12
  • Petra aus Sachsen-Anhalt

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    Hallo Pia,
    zuerst einmal vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, alle Geschichten zu lesen. Und nun habe ich das Gefühl, dass tausend Entschuldigungen fällig sind. Kann ich alles meiner Aufregung anrechnen? Habe vier Wochen lang nur auf diesen Seiten gelesen und doch immer wieder etwas Neues entdeckt.. Und dann habe ich diese Geschichten geschrieben.
    Die Silbentrennung wird selbstverständlich weggelassen, denn mich stört es in Texten ebenfalls. Da ich alle am selben Tag reingesetzt habe, hatte ich nur Angst, die Reihenfolge durcheinander zu bringen. Da ich um Kritk gebeten habe, werde ich sie natürlich auch beherzigen. Nun mache ich mir jedoch Gedanken, dass ich bei der verfluchten ersten Zeile wieder alles verpatze. Doch ich werde sie gründlich überarbeiten, ehe ich sie zur Kritik anbiete.
    Das mit dem litlle war echt ein Flüchtigkeitsfehler und keineswegs dichterische Freiheit. Sah mir doch gleich so merkwürdig aus.
    Danke nochmals.
    LG
    Petra

    Donnerstag, 6. August 2009 2:52
  • Pia

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    litlle.poet

    Ist das eigentlich Absicht, daß Du „little“ immer falsch schreibst? Sozusagen poetische Freiheit? ;)
    Diesen Abend würde nicht im Restaurant verbringen, sondern Maja kam zu mir!

    Erster Teil Konjunktiv, zweiter Teil Indikativ? Eigentlich müßte es „Maja würde zu mir kommen“ heißen. Und es fehlt ein „ich“.
    Wieso streikte gerade heute mein Auto, sodass ich mit der U-Bahn fahren musste? Und meine Einkaufstasche war so voll und so schwer, als hätte ich heute Geburtstag und die ganze Straße eingeladen, ohne darauf vorbereitet zu sein! Aber ich wollte nur Maja verwöhnen! Mit einem kulinarischen Gericht – keine Ahnung, was sie dar-unter verstand, oder wie ich es zubereiten sollte!

    Und noch ein Ausrufezeichen ... und noch eins ... und noch eins. Da muß irgendwo ein Nest sein. ;)
    Mit Schmetterlingen im Bauch hätte ich inzwischen lernen müssen umzugehen, a-ber heute tobten Flugzeuge derart heftig in meinem Innern, als würden sich hunderte um eine einzige Landebahn streiten!

    Und noch ein Vergleich, und noch ein Vergleich, und noch eins drauf. Weniger ist mehr, das sagte ich glaube ich schon. ;)

    Es ist wirklich eine hübsche kleine Geschichte, aber die Entwicklung vom ersten zum fünften Teil ist noch etwas holprig. Das könntest Du alles noch etwas glätten.

    Dienstag, 4. August 2009 20:19
  • Petra

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    Hallo, Ihr Lieben,
    dies ist nun der letzte Teil der ersten Übungen. Die "verflixte erste Zeile" ist noch in Arbeit, doch ich hoffe, auch diese meine Übungen darf ich Euch dann zumuten.
    litlle.poet

    5 Wörter Teil5

    Hoffnung Teil 5
    Diesen Abend würde nicht im Restaurant verbringen, sondern Maja kam zu mir! Ich hatte sie tatsächlich eingeladen, und sie hatte zugesagt! Wir würden uns endlich un-gestört unterhalten können, und vielleicht würde ich sie schon in dieser Nacht lieben dürfen – nein, ich musste vorsichtig sein und nicht über das Ziel hinausschießen! Vielleicht würde ich sie an diesem Abend küssen dürfen …!
    Wieso streikte gerade heute mein Auto, sodass ich mit der U-Bahn fahren musste? Und meine Einkaufstasche war so voll und so schwer, als hätte ich heute Geburtstag und die ganze Straße eingeladen, ohne darauf vorbereitet zu sein! Aber ich wollte nur Maja verwöhnen! Mit einem kulinarischen Gericht – keine Ahnung, was sie dar-unter verstand, oder wie ich es zubereiten sollte! – mit einem besonderen Flair in meinen vier Wänden – obwohl meiner Meinung nach die neu erworbene Seidenwä-sche in meinem Bett völlig ausreichen würde …
    Mit Schmetterlingen im Bauch hätte ich inzwischen lernen müssen umzugehen, a-ber heute tobten Flugzeuge derart heftig in meinem Innern, als würden sich hunderte um eine einzige Landebahn streiten!
    Ich versuchte krampfhaft, mich auf meine Atmung zu konzentrieren und ruhig zu bleiben. Und beinahe hätte ich es geschafft, als mich eine Katastrophe ereilte. Blu-men! Ich hatte Blumen vergessen!!
    Wieso war ich kein so zielstrebiger Mensch, dass ich ein kleines Häuschen mein Eigen nennen konnte, damit ich jetzt nur in meinen kleinen Garten gehen musste, um Blumen zu pflücken? Warum besaß meine Wohnung nicht einmal einen Balkon, auf dem sich Blumenkästen befanden, die ich jetzt plündern konnte? Meine sich stei-gernde Panik ließ die Flugzeuge in einem Innern alle gleichzeitig explodieren, doch eine kleine graue Zelle half mir, zu überleben.
    Ich griff meine Tasche, raste hinunter auf die Straße und investierte meine letzte Barschaft in dem kleinen Blumenladen auf der anderen Seite. Gerade wieder in der Wohnung angekommen, verzweifelt überlegend, ob ich überhaupt genügend und wo ich diese Vasen dafür finden konnte, klingelte es an der Wohnungstür. Ohne zu ei-nem klaren Gedanken fähig, riss ich die Tür auf …
    Majas Lachen ließ meinen Herzschlag die Schallmauer durchbrechen. Wir standen uns gegenüber, beide die Arme voller Blumen, und ich stand kurz davor, in Tränen auszubrechen.
    Maja ging an mir vorüber und schloss die Wohnungstür, da ich noch zu keiner Be-wegung fähig war. Sie legte ihre Blumen auf das Schränkchen in der Diele und legte meine dazu. Dann nahm sie mich völlig unerwartet in die Arme, und erst als ihr noch unerwarteterer Kuss mir gänzlich die Luft zu nehmen drohte, kam ich zu mir.
    Wer immer für die Schöpfung der menschlichen Rasse zuständig war, ich dankte ihm in einem flüchtigen Moment dafür, dass er mich in diesem wichtigen Augenblick reagieren ließ …
    Als wir uns völlig atemlos voneinander trennten, schenkte mir Maja ein Lächeln, das mir die Knie weich werden und mich an sie klammern ließ.
    „Auf diesen Augenblick habe ich gewartet, seit du zum ersten Mal das Restaurant betreten hast“, gestand sie mir, bevor sie mich noch einmal küsste.
    Meine Hoffnung stand in voller Blütenpracht!

    Freitag, 24. Juli 2009 21:32
  • Maren

    Permalink

    Da werde ich ja ganz rot. Und freu mich riesig. :)
    Ganz herzlichen Dank.
    Ich gehe immer sehr gründlich durch bei meinen Texten, aber manches sehe ich dann einfach selbst doch nicht mehr.

    Freitag, 4. April 2008 21:09
  • Wenn eine Geschichte nur so wenige Fehler enthält, kann eine Autorin schon stolz auf sich sein. ;) Gefällt mir sehr gut, die Geschichte.

    Freitag, 4. April 2008 20:37
  • Maren

    Permalink

    Ganz lieben Dank, Juliette, besonders auch für Deine Hinweise. Hast natürlich recht, bis zum Abend klingt besser und das "mal" ist mir so reingerutscht, war so im Schreibfluß und hab es beim Überarbeiten leider übersehen.

    Freitag, 4. April 2008 11:50
  • Juliette

    Permalink

    Was für eine schöne Geschichte! Mit so einem süßen Ende!
    Toll geschrieben, Maren!
    Mir sind nur ein paar Kleinigkeiten aufgefallen:
    <blockquote>Die Tante war nahe der Hysterie, das stand mal fest. </blockquote>
    Hier würde ich das 'mal' rausnehmen. Klingt ein bisschen umgangssprachlich.
    <blockquote>Es dauerte bis abends, dann hatte sie alles beisammen,</blockquote>
    Es dauerte bis zum Abend.

    Donnerstag, 3. April 2008 23:33
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