Ruth Gogoll: Wie Honig so süß

Ein Fortsetzungsroman in 250-Wörter-Abschnitten (Warum?)

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»Oh ja, Francie, ja . . .«, stieß sie abgerissen hervor, weil ihr die Luft fehlte.

»Komm«, murmelte Francie. Das Wort war kaum zu verstehen, aber ihr Drängen in Emmas Schoß war unmissverständlich. Sie öffnete Emmas Schamlippen mit ihrer Zunge und schob sie wie eine warme Schlange hinein.

Emma presste ihre Lippen schmerzhaft aufeinander, weil sie nicht schreien wollte, aber innerlich löste sich ein Schrei, so laut, dass er selbst so stumm durch die Wände dringen musste, so kam es ihr vor. Ihr Stöhnen klang wie unendliche Qual, bis sie es endlich herausließ, nicht mehr daran dachte, wo sie war, was passieren konnte, sondern es einfach geschehen ließ.

»Oh Francie, Francie, Francie . . .« Ihre Finger suchten nach Francies Haar, das sich über ihre Schenkel ergoss, sie drängte ihren Schoß in Francies Mund, wollte, dass sie ihn ganz in sich aufnahm.

Francie erforschte mit ihrer Zunge Emmas Inneres, so weit sie konnte, und ihr Daumen beschäftigte sich mit der harten Perle vor der Eingangstür, bis Emma dachte, der Reiz würde sie explodieren lassen. Tausend Nadeln, heiß und süß, bohrten sich in ihre Mitte, sandten immer quälendere Strahlen aus, denen sie auszuweichen versuchte, indem sie sich in die Luft hob, wo sie endlich ganz von ihnen überwältigt wurde.

Ihr Atem blieb stehen, sie hörte ihr Herz in ihren Ohren pochen wie dumpfe Schläge an der Tür, dann brach sie zusammen und keuchte wie ein Jagdhund, der zu lange ein Kaninchen gehetzt hat, ohne es zu erwischen.

Warme, fließende Wellen überschwemmten sie, als läge sie an einem herrlichen Sommertag im Ozean und ließe sich von ihm mit immer wieder neuem Streicheln seiner sanften Wogen, die nur noch plätschernd ans Ufer schlugen, verwöhnen.

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People in this conversation

  • Ruth Gogoll
  • Sima
  • Sima

    Permalink

    Wo nimmst Du nur immer die herrlich bildhaften Beschreibungen für sexuelle Empfindungen her, Ruth? Das finde ich immer wieder beeindruckend. Darauf muss Frau erst mal kommen ;). Toll!

    Dienstag, 7. Februar 2017 17:44
  • Ruth Gogoll

    Sima Permalink

    Vielen Dank. :) Ich denke, die Beschreibungen kommen ganz von selbst, wenn man einmal ganz tief in sich hineinhorcht, was man fühlt. Nach einem Vergleich sucht, wo noch in der Natur oder sonstwo es ähnliche Gefühle oder Erfahrungen gibt. Ich möchte mich nicht immer wiederholen, nicht immer dasselbe schreiben, und so überlege ich mir jedes Mal, wie ich es anders beschreiben könnte.

    Donnerstag, 9. Februar 2017 8:38

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