Ruth Gogoll: Die Schauspielerin

Eine Schauspielerin gefangen zwischen Ruhm, Untergang und Alkohol – kann Pia es schaffen, sie aus diesem Teufelskreis zu retten?
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Lesbische Unterhaltung

Wie wichtig ist es . . .
Journal - Gedanken
Geschrieben von: Ruth Gogoll   
Mittwoch, den 10. Februar 2010 um 18:31 Uhr

. . . anerkannt zu werden?

Gerade sah ich einen Krimi aus der Serie »Cold Case«, in der alte Mordfälle nach Jahren durch das Erscheinen neuer Umstände gelöst werden. Diese Folge hieß »Cheerleader«, und es ging darum, wie junge Mädchen auf der High School kein höheres Ziel haben, als ein ebensolcher Cheerleader zu sein. In diesem Fall begingen zwei Mädchen sogar einen Mord dafür.

Was in Amerika die Cheerleader sind, ist in Deutschland »Deutschland sucht den Superstar« oder ähnliches. Es gibt gewisse Gruppen im eigenen Umfeld, besonders in der Schule, bei denen man einfach »dazugehören« muß – um jeden Preis. Selbst um den eines Menschenlebens?

Menschen sind Herdentiere, deshalb wollen sie einem Leithammel hinterherlaufen und zu einer Herde gehören. Im Gegensatz zu wirklichen Herdentieren haben wir aber einen Verstand, mit dem wir ein solches Verhalten hinterfragen können. Warum tun das so viele nicht?

Sicherlich, in diesem Fernsehfilm ging es um Jugendliche, um Teenager . . . also Kinder. Diese Gruppe ist besonders anfällig für Gruppenwahn und Gruppendruck, denn sie wollen ihre Gruppe erst noch finden. Aber muß man sich deshalb bis zur Selbstverleugnung anpassen und verbiegen?

Das ist wirklich die Frage. Und verbiegt sich jemand, der in jugendlichem Alter jedem Trend und jedem neuen »Superstar« hinterherläuft, dann auch später als Erwachsene(r) noch? Oder lernt er/sie zu unterscheiden, was die Qualität eines Menschen und damit auch die Qualität des Lebens ausmacht?

Ich bin ja nun schon lange kein Teenager mehr, und ich habe feststellen müssen, daß die meisten Menschen auch in höherem Alter nicht viel dazulernen. Mit Erschrecken habe ich einige alte Schulfreundinnen wiedergesehen, die sich immer noch fast wie Teenager verhalten.

Bleibt da noch viel Hoffnung für die Welt?

Na ja, ganz so schlimm ist es auch wieder nicht. Aber ich frage mich, ob es nicht wirklich so ist, daß die Lernfähigkeit von uns Menschen überschätzt wird. Ich sehe jedenfalls viele gegenteilige Beispiele.

Wie ist das bei Ihnen? Wenn Sie Ihre Umwelt beobachten, alte Freunde und Bekannte, Nachbarinnen, ehemalige Schulfreundinnen? Haben sie sich verändert? Haben Sie selbst sich verändert?

 

 

 

Kommentare (13)


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Gegen den Strom schwimmen
geschrieben von Melanie am Samstag, 13. März 2010
Ich stimme der Aussage von Mona zu. Wenn man zu sich selber gefunden hat, ist es nicht unbedingt wichtig von anderen anerkannt zu werden, das kommt wirklich von alleine. Das letzte Jahr habe ich am eigenen Leib erfahren, wie es ist gegen den Strom zu schwimmen. Das war nicht immer leicht, dabei habe ich mir einige blaue Flecken zugezogen und ab und an ist auch mal eine Träne geflossen. Freundschaften von denen man glaubt sie haben Wert, sind zerbrochen, denn sie hatten eben keinen Wert. Jedoch Freundschaften, die eher unbedeutent erschienen, haben sich als sehr wertvoll herauskristalisiert.
Ich muss zugeben, der Anfang ist sehr schwierig. Man muss selbstkritisch sein und sich mit seinen eigenen Fehlern auseinendersetzen. Im ersten Moment fühlt es sich so an als würde man ales verlieren, aber wenn man am Ball bleibt, kann man nur gewinnen.
Ich denke, die meisten Menschen haben nicht den Mut dazu mal ehrlich zu sich selber zu sein und alles um sich herum zu reflektiere, vor allem nicht sich selbst. Es ist doch bequemer, den einfachen Weg zu gehen, den Weg des geringsten Widerstandes. Da frag ich mich doch ernsthaft, wie man so in der Lage sein kann dazuzulernen und sich weiterzuentwickeln...
Nur wer gegen den Strom schwimmt ... gewinnt !
geschrieben von Mona am Freitag, 19. Februar 2010
Ich möchte auf die Ausgangsfrage von Ruth Gogoll zurück kommen und sagen, wenn man zu sich selbst gefunden hat, ist es nicht sehr wichtig von anderen anerkannt zu werden, denn das kommt dann von ganz alleine ! Als Teenager ist man noch auf der Suche nach sich selbst und man weiß meits noch nicht, wo und ob man sich überhaupt finden wird. Wenn dann anfängt vorbehaltlos mit der einen oder anderen Welle einfach mitzuschwimmen und hofft in anderen Leuten die „in“ sind einen Halt zu finden, dann wird es auch später sehr schwer werden sich wieder von den vielen Wellen zu lösen die uns umgeben. Sich selbst zu finden bedeutet auch gegen eine Welle anzukämpfen, gegen den Strom zu schwimmen, und eine andere, eine eigene Richtung einzuschlagen ! Und da gebe ich Frau Gogoll vollkommen Recht, wenn sie sagt: dass die meisten Menschen auch in höherem Alter nicht viel dazulernen. Es geht wohl auch nicht darum, ob wir uns in unserem mehr oder weniger „hohen“ Alter albern wie Teenager verhalten oder ob wir endlich ernsthaft wie richtige Erwachsene geworden sind. Es geht vielmehr darum, dass nur sehr wenige Erwachsene, die früher einfach irgendwo „mitgeschwommen sind“, im späteren Leben noch etwas dazu lernen. Aber heutzutage scheint es kaum noch jemand zu interessieren dazuzulernen und zu sich selbst zu finden, wichtig ist heute doch nur, wie viel man in der Tasche hat ... Aber wer so denkt, der landet früher oder später im Sturzflug auf der Nase.

Schön, wer sich selbst kennt und mit all seinen Fehlern trotzdem liebt ... und das sind hier allem Anschein nach einige - es gibt also doch noch Hoffnung für die Welt ! smilies/rolleyes.gif smilies/rolleyes.gif smilies/rolleyes.gif
Faszination jüngerer Frauen an älteren Frauen
geschrieben von Kristin aus N. am T. am Mittwoch, 17. Februar 2010
Ich gestehe, dass ich ältere Frauen faszinierender finde als ihre Töchter. Das war irgendwie schon immer so.

Ich selbst habe dafür keine Erklärung. Aber Frauen in meinem Alter oder jünger waren für mich nie wirklich interessant. Nun gut, mit der Zeit, denn jetzt bin ich 34 Jahre alt, hat es sich etwas relativiert. Aber dennoch ist für mich die Frau ab 40 spannender als die jüngere Dame. Die reiferen Frauen haben eine ganz spezielle Ausstrahlung und Anziehung.

Also Ladies ab 40, was auch immer Ihr anders macht, bleibt dabei, denn es kommt an und wirkt!!!

Kristin aus N. am T.
Ich finde Frauen werden im Alter interessanter. Durch ihre Lebenserfahrungen und durch die Veränderung in ihrem Gesicht. Hört sich doof an, ist aber so! (Mein Empfinden)
geschrieben von Paladar am Dienstag, 16. Februar 2010
Erst heute ist mir wieder bewusst geworden wie interessant und anziehend Frauen sind die, die vierzig überschritten, die fünfzig fast erreicht oder erreicht haben. Jenes Bild welches sich noch, ich kann jetzt nur von mir sprechen, im Kopf festgesetzt hat, muss komplett überholt werden. Vielleicht liegt es auch an der eigenen Reife die ich erlebe. :-O

Wer heute vierzig und fünfzig ist gehört noch lange nicht zum alten und hässlichen Eisen, ganz im Gegenteil. Wenn man jung ist erscheint einem das Alter als alt. Ist man dann älter, erscheint einem das Alter der Älteren nicht mehr alt. Es zeigt einfach Reife und Schönheit. Das Bild einer Fünfzigjährigen ist, zum Glück heute ja ein ganz anderes wie noch vor zwanzig, dreißig Jahren.

Da war zum Beispiel für mich, die erst oder schon fast die Mitte des dritten Jahrzehnt erreicht hat, eine Fünfzigjährige einfach eine älter Dame, sorry sollte ich jetzt jemanden auf die Füße getreten haben, es soll nicht meine Absicht sein. Aber ich war damals ja auch noch…einfach jung und meine Weltanschauung einfach eine andere, wie verständlich. :-þ Doch die Frauen von heute kann und darf man nicht mit früher vergleichen, und hey, was für ein Glück für die Frauenwelt.

Hey, wer sagt das der Körper unbedingt aussehen muss wie mit zwanzig oder dreißig, ab einem gewissen Alter wissen wir doch das andere Qualitäten überwiegen. IMHO

Tja, so viel zu dem Thema wie haben sie sich verändert. Ich habe mich sehr verändert, und das gerade im letzten Jahr.
Somit, herzlich willkommen Heidi. smilies/laugh.gif
Bin neu hier - darf ich auch was sagen?
geschrieben von Heidi Schmidt am Dienstag, 16. Februar 2010
Ich finde, dass das Leben Schönes bietet, egal in welchem Alter. Ich möchte gar nicht mehr 20 oder 30 Jahre alt sein (Den Körper von damals hätte ich allerdings gern wieder! smilies/embarassed.gif ) Mittlerweile bin ich über 50 Jahre, habe aber festgestellt, dass man sich auch in meinem Alter noch verlieben kann wie ein Teenager. Ist es nicht herrlich, wenn man vieles gelassener sehen kann, wenn man auf eine gewisse Erfahrung zurückgreifen kann, wenn man viele schöne Erinnerungen hat und trotzdem froh in eine Zukunft blickt, wenn man den Augenblick genießen kann, ohne erhobene Zeigefinger von irgendwelchen "Erwachsenen" oder anders Denkenden?
Auch ich habe in meinem Leben einige Höhen und Tiefen durchschritten, möchte aber keinen Augenblick missen, weil sie mich zu dem gemacht haben, was ich bin. Nur nocheinmal erleben, will ich diese Dinge auch wieder nicht und ich glaube, ein wenig habe ich schon dazu gelernt!
Aber es gibt noch so viel Neues und Schönes zu erleben und zu entdecken, dass das Vergangene nur als Fundament für neue Erfahrungen gebraucht werden sollte. Das Heute ist, was wir leben müssen. Ob ein wenig albern oder zickig, ob weise oder gelassen, hängt doch von jedem einzelnen selbst ab. Ich finde, jeder muß nach seiner Fasson leben und glücklich werden. Manche sind ja als Teenager schon "altbacken" gewesen und manch eine ist mit 50 noch flippig. What shall´s? Solange mich alle leben lassen, wie es mir gefällt, lass ich die anderen auch in Ruhe!
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