Geschichte Nr. 4

Anonymer Auszug aus Geschichte Nr. 4 für die Abstimmung zum 11. Lesbischen LiteraturPreis

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Inhalt

Milenas einsames und karges Leben in der Wüste Arizonas wird von einem unerwarteten Gast unterbrochen. Sie findet die junge Niki fast verdurstet in der Wüste und nimmt sie mit zu sich nach Hause in ihr Farmhaus, um sie zu versorgen. Nachdem sie Nikis Auto wiedergefunden haben, das im Sand steckengeblieben war, will Niki sich noch ein wenig auf Milenas Farm erholen, und dabei kommen Niki und Milena sich näher. Doch Niki kann nicht in der Einsamkeit leben, und Milena kann sich nicht vorstellen, sich noch einmal auf einen Menschen einzulassen. Da Niki Milena nicht überzeugen kann mitzukommen, fährt sie wieder ab, und als sie merkt, dass Milena darüber ebenso traurig wie erleichtert ist, sagt Niki: „Fühl dich nicht so sicher, ich komme wieder.“ Dann schaut Milena in den Himmel und sieht, dass Niki den langersehnten Regen gebracht hat.

Die Zeit der Dürre ist vorbei.

 

Auszug

Es war ein heißer Sommer dieses Jahr. Der August ließ die Felder endgültig verdorren, die schon der Juli mit seinen glühenden Strahlen gefoltert hatte.

Milena legte sich die Hand über die Augen, um in der flimmernden Hitze über die Weite des Landes in die Ferne blicken zu können. Kein Wölkchen in Sicht. Kein noch so angedeuteter Windhauch. Sie seufzte. Nichts würde übrigbleiben von ihrer Ernte. Gerade mal ein bisschen Gemüse in ihrem Garten. Den konnte sie einigermaßen regelmäßig gießen. Aber auf den Feldern war sie machtlos. So viel Wasser hätte sie nie heranschaffen können.

Sie drehte sich um und ging ins Haus zurück. Es gab keine Spiegel bis auf den einen im Bad, und wenn es mehr gegeben hätte, hätte Milena nicht hineingeschaut. Selbst wenn sie hineinschaute, hätte sie nicht das gesehen, was andere gesehen hätten – wäre denn jemand anwesend gewesen.

Ein Fremder hätte vielleicht festgestellt, dass Milena eine attraktive Frau war. Nicht im eigentlichen Sinne schön – nichtssagend und unerträglich symmetrisch, wie es auf den Plakatwänden in Mode war. Nein, sie war schön, weil sie eine Ausstrahlung besaß, weil sie etwas Besonderes war. Aber wer sollte das erkennen in dieser Einöde?

Dennoch hatte sie sich die Einöde selbst ausgesucht und litt auch nicht darunter. Es war ihr recht, dass niemand hier lebte, dass kaum jemand vorbeikam. Genau das hatte sie sich gewünscht.

Sie war die Welt leid gewesen, die Welt der Städte, die Welt der Hektik, die Welt des Hasses und des Selbstmitleids. Und so hatte sie sich zurückgezogen in die Einsamkeit und lebte hier glücklich und zufrieden. Jedenfalls meistens.

„Na, hast du schon wieder Hunger?“, sprach sie lächelnd mit einem Blick auf ihre Füße. Eine Katze strich darum herum und maunzte. Milena nahm sie hoch. „Wo bist du denn schon wieder gewesen? Du siehst aus wie ein Wüstenmonster!“

Sie lachte liebevoll. Überall im Fell der Katze hatten sich kleine Disteln verfangen. Sie würde Stunden brauchen, um sie von allen zu befreien.

Aber sie hatte ja Zeit.

Solange es nicht regnete, hatte sie mehr Zeit, als ihr lieb war.

 

Wie jeden Tag fuhr Milena am Nachmittag die Grenzen ihrer Farm ab. In diesem Teil Arizonas waren die Farmen größer als im ganzen restlichen Amerika, weil es so trocken war. Man brauchte eine Menge Land, um auch nur das Geringste hervorzubringen. Milenas Farm gehörte jedoch zu den kleinsten, die es gab, da sie keine Rinder züchtete wie viele der anderen Farmer, sie baute nur Zitrusfrüchte und Gemüse an.

Ihr Hund Bogus – eine wilde Mischung aus verschiedensten Rassen, so dass man ihn keiner einzelnen zuordnen konnte – saß neben ihr auf dem Beifahrersitz des Jeeps, mit dem Milena ihre Runden zog, und beobachtete wie immer aufmerksam die Umgebung. Ihm entging nichts.

Auf einmal spitzte er die Ohren und streckte seinen Kopf noch weiter zum offenen Seitenfenster hinaus. Der ganze Jeep war offen, Fensterscheiben brauchte er nicht.

„Hast du etwas gehört?“ Milena wandte ihm den Kopf zu. „Wieder ein paar Mexikaner, die über die Grenze wollen?“

Es kamen immer mehr Mexikaner, bald würde ganz Arizona Spanisch sprechen, aber das störte Milena nicht. Was sie höchstens störte, war, wenn die hungrigen Einwanderer ihre Früchte stahlen. Deshalb passte sie auf, denn sie musste davon leben.

Sie hielt an, und Bogus sprang einfach über die tiefliegende Beifahrertür hinaus. Er reckte seinen Kopf weit in die Luft, um irgendeinen Geruch aufzunehmen. Wahrscheinlich war es der, der ihm schon während der Fahrt in die Nase gestiegen war.

„Menschen oder Tiere?“, fragte Milena ihn. Sie nahm ihr Gewehr vom Sitz und stieg aus. Zwar war es unwahrscheinlich, dass hier ein Puma herumschlich, aber man konnte nie wissen.

Bogus hatte die Herkunft des Geruchs anscheinend herausgefunden, denn er lief ziemlich gezielt in eine Richtung los.

Milena folgte ihm, immer aufmerksam um sich blickend, denn in dieser einsamen Gegend war sie auf sich allein gestellt. Niemand würde sie hier finden, wenn ein Raubtier sie verletzte.

Ein ganzes Stück vom Jeep entfernt begann Bogus auf einmal laut zu bellen. Er hatte etwas gefunden.

Milena brachte das Gewehr in Anschlag, überprüfte noch einmal, ob es auch geladen war, spannte das Schloss. Nun war sie schussbereit.

Langsam ging sie auf Bogus zu, der aufgehört hatte zu bellen und ihr nur wedelnd entgegensah. Als sie näherkam, bemerkte sie eine Erhebung am Boden, eine dunkle, undefinierbare Masse. Es konnte ein Rind sein, dass sich hier in der Wüste verlaufen hatte und verdurstet war, denn hier gab es weit und breit kein Wasser.

Ein paar Schritte weiter erkannte sie jedoch, dass es kein Tier war. Es war ein Mensch.

Sie ließ das Gewehr sinken und ging schneller. Wieder ein Mexikaner, der es allein versucht hatte? Meistens kamen sie in Gruppen, wurden dafür von Menschenschmugglern ausgenommen wie die Weihnachtsgänse, aber einige versuchten es allein oder trennten sich von der Gruppe, wenn sie merkten, dass sie nur als Sklavenarbeiter verschachert werden sollten.

Endlich hatte sie die auf dem Boden zusammengesunkene Gestalt erreicht, stieß sie vorsichtig an. Sie rührte sich nicht.

Milena ließ sich auf ein Knie herunter und versuchte einen Blick in das in den Sand gedrückte Gesicht zu erhaschen. Schon der blonde Haarschopf deutete darauf hin, dass es sich wahrscheinlich nicht um einen Mexikaner handelte.

Sie kniete sich ganz nieder und beugte sich über die Gestalt, legte ihr Ohr auf die Seite. Sie atmete. Flach, aber sie atmete. Vorsichtig drehte sie den Oberkörper herum. Nein, das war definitiv kein Mexikaner, es war eine junge blonde Frau, die sich jedoch einen gewaltigen Sonnenbrand eingefangen hatte. Sie musste eine ganze Weile hier in der Wüste unterwegs gewesen sein.

Wo kam sie her? fragte Milena sich. Sie schaute sich um. Kein Fahrzeug, noch nicht einmal ein zusammengebrochenes. Und auch keine Wasserflasche.

Sie schüttelte den Kopf. Die junge Frau sah wie eine Touristin aus. Touristen gab es viele, denn der Grand Canyon war in der Nähe. Was sie dann aber hier suchte, so ganz allein, war ein Rätsel.

„Okay, Bogus, bleib da“, befahl sie dem Hund. „Pass auf sie auf. Ich hole den Jeep.“

 

„Wo bin ich?“ Ein Stöhnen kam von aufgerissenen Lippen.

Milena drehte sich um. „Bei mir“, sagte sie. „Sie haben sich wohl in der Wüste verlaufen.“ Sie trat auf das Bett zu. „Ihr Gesicht und Ihre Arme sind ziemlich verbrannt. Das wird noch eine Weile wehtun.“

„Oh ja …“, bestätigte die junge Frau erneut stöhnend. „Das tut es.“

„Was haben Sie so allein in der Wüste gemacht?“, fragte Milena. „Haben Sie Ihre Reisegruppe verloren?“

„Gruppe? Nein.“ Wieder stöhnte die Frau. „Ich war allein unterwegs.“

„Zu Fuß? In der Wüste?“ Milena schüttelte den Kopf. „Und ohne Wasser?“

„Wasser …“ Die Frau wiederholte das Wort wie ein Gebet.

„Sie müssen aufpassen. Nicht zu viel auf einmal“, sagte Milena, nahm ein Glas vom Tisch, hielt es fest und drehte den Strohhalm, der darin steckte, in Richtung der Lippen der jungen Frau. „So können Sie wahrscheinlich trinken. Mit dem Glas geht es wohl nicht.“

Dankbar nickte die Patientin und nahm einen Schluck. „Wer … wer sind Sie?“, flüsterte sie heiser.

„Milena“, sagte Milena. „Und Sie?“

„Niki.“ Die verbrannten Augenlider schlossen sich gequält.

„Es ist wohl das Beste, wenn Sie sich gesundschlafen.“ Milena lächelte. Jetzt sah Niki wie ein kleines Kind aus, das süß entschlummert war. „Hier verpassen Sie nichts.“ Sie ging hinaus.

 

Es dauerte ein paar Tage, bis Niki aufstehen konnte. Ihre verbrannte Haut regenerierte sich und fiel in toten Schichten von ihr ab. Darunter war ihre Haut so weiß, dass sie fast grell strahlte.

Da sie die meiste Zeit geschlafen hatte, wenn Milena sie nicht fütterte – Nikis Hände waren dick in Verbände eingepackt – oder ihr Wasser gab, hatten sie sich kaum unterhalten. Das fand Milena angenehm. Einen Gast zu haben war nicht ihr Wunsch gewesen, aber ein die meiste Zeit stummer Gast war nicht so schlimm.

Nun saßen sie das erste Mal beim Frühstück miteinander am Tisch.

„Sie haben mir wohl das Leben gerettet.“ Niki verzog das Gesicht, was es zu einer Grimasse werden ließ, da sich verbrannte Stellen mit der noch unberührten weißen Haut zu einem merkwürdig verzerrten Kaleidoskopbild vereinigten.

„Wenn überhaupt, dann Bogus“, erwiderte Milena lächelnd. „Er hat Sie gefunden. Ich hätte Sie wahrscheinlich niemals gesehen, aber sein Geruchssinn wusste, dass da etwas war.“

„Ein Lob der Hundenase“, erwiderte Niki lächelnd. „Suchen Sie immer nach versprengten Touristen?“

„Nein.“ Milena schüttelte den Kopf. „Normalerweise sehe ich sie nicht. Ich weiß nur, dass sie da sind. Aber weit entfernt. In Phoenix oder im Grand Canyon. Hierher kommt selten jemand. Es gibt hier nichts zu sehen.“

„Sie wohnen hier ganz allein?“

„Ja“, bestätigte Milena und biss in ihr selbstgebackenes Brot. „Ganz allein.“

„Ist das nicht ein bisschen …“, Niki schaute sich um, „sehr einsam? Oder ist hier ein Ort in der Nähe?“

„Kommt darauf an, wie man Nähe definiert.“ Milena trank ihren Kaffee sehr langsam und gemessen. „Zu Fuß kann man nicht hinlaufen. Selbst mit dem Wagen ist es eine ganz schöne Fahrt. Ich tue das nur selten, wenn ich unbedingt etwas aus der Stadt brauche, und dann muss ich einen ganzen Tag einplanen.“

Sie kam sich vor, als hätte sie eine lange Rede gehalten. So viel hatte sie seit Jahren nicht gesprochen.

„Das ist ja heftig“, sagte Niki. „So könnte ich nicht leben.“

„Müssen Sie ja auch nicht.“ Milena lächelte leicht. „In Ihrem Alter braucht man mehr Abwechslung.“

„Was hat das mit dem Alter zu tun?“ Kopfschüttelnd griff Niki nach ihrer Kaffeetasse, die sie nun endlich selbst in den Händen halten konnte. „Jeder Mensch braucht andere Menschen.“

Wieder lächelte Milena, diesmal nachsichtig. „Nicht jeder Mensch.“ Sie wies mit einer Hand auf die Katzen und Bogus, die friedlich miteinander auf dem Kaminvorleger schnarchten. „Sie geben mir alles, was ich brauche.“

„Alles?“ Nikis Mundwinkel verzogen sich zweifelnd. „Wirklich alles? Für manche Dinge braucht man schon menschliche Partner.“

„Darauf kann ich verzichten. Und in jeder anderen Beziehung geben einem Tiere mehr als Menschen.“ Ein leichtes Schmunzeln überzog Milenas Gesicht. „Aber Sie müssen sich meiner Ansicht nicht anschließen. Das verstehe ich.“

Verwundert schüttelte Niki erneut den Kopf. „Ich verstehe das nicht. Es gibt doch so viele Dinge, über die man gern mit jemandem reden möchte.“

„Reden nützt nicht viel. Deshalb verstehen sich die Menschen doch nicht. Lieber beschimpfen und beleidigen sie sich, sind neidisch auf alles, was der andere hat. So etwas brauche ich nicht.“ Milena blickte durch die offene, nur von einem Fliegengitter geschützte Tür nach draußen. „Die Wüste ist Stille. Sie muss nicht reden, und mit ihr muss man sich auch nicht streiten.“

Weil sie in einer Hand noch nicht genügend Kraft hatte, stützte Niki ihre Kaffeetasse beim Trinken mit beiden Händen ab. Über den Rand beobachtete sie Milena aufmerksam. „Sie müssen schlimme Dinge erlebt haben, dass Sie so denken.“

Nachlässig zuckte Milena die Schultern. „Nicht schlimmere als andere Menschen. Nur bin ich nicht bereit, mir das noch länger anzutun.“

„Aber wenn man nichts dagegen tut, wird es bestimmt nicht besser“ erwiderte Niki.

Milena lächelte. „Ich habe keinen missionarischen Drang, die Welt zu verbessern. Sie ändert sich sowieso nicht.“

„Ich denke, doch.“ Niki stellte ihre Tasse ab. „Man kann Menschen verändern, und das verändert die Welt.“

Überrascht lachte Milena auf. „Sie sind noch sehr jung und idealistisch. Das war ich auch einmal, aber die Welt hat mich eines Besseren belehrt.“

Auch Niki lachte. „Sie reden, als wären Sie ein alter Eremit mit einem langen Bart.“

Etwas belustigt fasste Milena sich ans Kinn. „Mit dem Bart, das wird wohl nichts mehr. Eremit – das könnte schon stimmen. Ich finde nichts Schlimmes dabei. Im Gegenteil.“

„Aber Sie sind … so nett.“ Niki starrte sie verständnislos an. „Bestimmt hätten sie viele Freunde, wenn Sie nicht so zurückgezogen leben würden.“

„Wahre Freunde“, Milena schürzte die Lippen, „sind eine große Seltenheit. Ich hatte einmal –“ Sie brach ab und stand vom Tisch auf. „Ich muss meine Runde machen, damit mir nicht auch noch die letzten Zitronen vom Baum gepflückt werden. Komm, Bogus.“

Bogus, der gerade noch geschlafen hatte, sprang wie eine abgeschnellte Feder auf und lief zur Tür, wo er wedelnd auf Milena wartete.

„Darf ich mitkommen?“

Milena verhielt ihren Schritt. „Sie sind noch zu schwach. Es dauert eine ganze Weile, bis ich alles kontrolliert habe.“

„Sie fahren doch mit dem Auto.“ Niki stand auf. „Da kann ich einfach sitzenbleiben.“ Sie verzog das Gesicht. „Vielleicht finden wir sogar mein Auto.“

Fragend zog Milena die Augenbrauen hoch. „Ihr Auto?“

„Ja, das war der Grund, warum ich in der Wüste fast verdurstet wäre. Mein Wagen hat plötzlich den Geist aufgegeben, und ich hatte kein Wasser dabei. Ich dachte, die nächste Stadt wäre nicht weit entfernt, aber da hatte ich mich wohl geirrt.“

„Offensichtlich.“ Milena überlegte. „Wenn Sie sich das zutrauen …“

„Das tue ich.“ Niki lächelte, und irgendwie brachte sie es fertig, dass es nicht wie eine Grimasse aussah.

Für einen Moment dachte Milena sogar, dass es ziemlich süß aussah. Diesen Gedanken verdrängte sie jedoch sofort wieder. Sie lächelte auch. „Das habe ich mir fast schon gedacht.“ Einladend wies sie auf ihre selbst gezimmerte Garderobe. „Sie brauchen einen Hut. Und ein langärmliges Hemd. Außerdem würde ich vorschlagen, Sie schmieren sich eine dicke Lage Creme ins Gesicht.“

„Mach ich!“ Fast hüpfend verschwand Niki im Schlafzimmer.

„Warum hast du jetzt nicht nein gesagt, Milena?“ Seufzend griff Milena nach ihrem eigenen Hut und schnappte sich das Gewehr, um es im Wagen zu verstauen.

 

„Dahinten!“ Niki wedelte heftig mit dem Arm. „Das muss es sein!“

Milena kniff die Augen zusammen, um im grellen Licht etwas erkennen zu können. „So weit sind Sie mit einem normalen Wagen mit Vorderradantrieb hineingefahren?“, fragte sie. „Kein Wunder, dass Sie steckengeblieben sind.“

Niki zuckte die Schultern. „Bisher bin ich mit dem Wagen überall hingekommen.“

„Auf geteerten Straßen vielleicht …“ Milena schüttelte den Kopf. „Im Sand braucht man 4x4. Und ein bisschen Erfahrung.“

„Tja, jetzt weiß ich das auch.“ Niki lächelte hinreißend unschuldig.

Gut, dass wir deinen Wagen gefunden haben, dachte Milena. Dann kannst du bald wieder abfahren. Nikis Lächeln machte sie langsam nervös.

„Wie kriegen wir den jetzt da raus?“ Skeptisch runzelte sich Nikis Stirn, wobei trockene Hautfetzen hervorstanden.

„Das ist kein Problem.“ Milena drehte das Lenkrad in Richtung des liegengebliebenen nicht mehr so mobilen Mobils und fuhr langsam los. „Ich habe eine Winde.“

An Nikis Auto angekommen machte sie den Haken an der Abschleppvorrichtung fest und zog den Wagen einfach heraus.

„Ob er wohl anspringt?“ Niki trat neben ihr von Sand bedecktes Gefährt.

„Wenn Sie nicht alles Benzin bei dem Versuch, hier herauszukommen, verbraucht haben …“

Schuldbewusst verzog Niki das Gesicht. „Das könnte sein. Ich habe wie eine Verrückte aufs Gas getreten.“

„Das tun die meisten Leute, die sich nicht mit Sand auskennen.“ Milena nickte. „Probieren Sie’s einfach aus.“

Niki fegte etwas Sand vom Sitz und setzte sich hinein. „Der Schlüssel ist noch da.“

„Wer sollte den hier stehlen?“, lächelte Milena.

Vorsichtig drehte Niki den Schlüssel um, aber der Vergaser hustete nur.

„Sand im Getriebe.“ Milena lachte wissend. „Ich fürchte, ich muss Sie doch bis nach Hause abschleppen.“

Niki versuchte es noch einmal, aber das Ergebnis war dasselbe. Etwas enttäuscht stieg sie aus. „Da ist wohl nichts zu machen.“

„Wir kriegen das schon wieder hin“, versicherte Milena ihr zuversichtlich. „Wenn man den Vergaser durchpustet, ist wahrscheinlich alles in Ordnung.“

„Sie kennen sich wohl mit allem aus.“ Nikis Stimme klang fast etwas bewundernd.

„Das muss man hier draußen.“ Milena setzte sich wieder in den Jeep und pfiff nach Bogus. „Fahren wir zurück.“

 

Eine Stunde später forderte Milena Niki auf, den Wagen erneut zu starten. Diesmal sprang er an.

„Sie haben magische Hände!“, rief Niki begeistert. „Er summt wie ein Bienenschwarm. So gut hat er noch nie geklungen.“

Milena lächelte. „Als er neu war bestimmt.“

„Tja, da kannte ich ihn noch nicht. Ich habe ihn gebraucht gekauft. War ein Sonderangebot.“ Niki stieg wieder aus. „Danke!“, warf sie wie einen Kuss in Milenas Richtung. „Dann kann ich ja weiterfahren.“

„Ja.“ Milena nickte. „Aber zuerst einmal sollten Sie sich so weit erholen, dass Sie die Fahrt überstehen können. Überschätzen Sie sich nicht.“

Ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit war Niki für einen Augenblick still. „Ich wollte Sie nicht länger als nötig stören“, bemerkte sie dann.

„Sie stören mich nicht.“ Kaum dass sie es aussprach, stellte Milena fest, dass das stimmte. Und das verwunderte sie. „Dass Sie fahren, bevor Sie richtig gesund sind, kann ich nicht verantworten.“

„Ich habe nichts dagegen, noch ein bisschen hierzubleiben. Deshalb bin ich ja hergekommen: um die Gegend kennenzulernen.“ Niki lächelte wieder auf diese Art, die Milena nervös blinzeln ließ.

Nun wünschte sie sich, sie hätte das Angebot nicht gemacht, aber sie konnte es nicht mehr zurücknehmen. „Eigentlich ist hier nicht viel kennenzulernen.“ Milena zuckte die Achseln. „Es sei denn, Sie wollten lernen, wie man in der Wüste Gemüse und Zitronen anbaut. Sonst gibt es hier nichts Interessantes.“

Langsam kam Niki auf sie zu und lächelte wieder. „Das würde ich nicht so sagen.“

Milenas Herz begann heftiger zu schlagen. Diesen Blick kannte sie, auch wenn sie ihn schon lange nicht mehr gesehen hatte. „Niki …“ Sie wich einen Schritt zurück.

„Ich wollte dir schon lange sagen, dass Milena ein wunderschöner Name ist“, erwiderte Niki leise, als sie vor ihr stand.

„Das ist keine gute Idee, Niki.“ Milena atmete tief durch.

Vorsichtig streckte Niki eine Hand aus. „Warum nicht?“

Milena stand wie erstarrt da, und obwohl sie eigentlich weglaufen wollte, ließ sie Niki ihr Gesicht berühren. Sie konnte sich nicht bewegen.

„Warum bist du so allein?“, fragte Niki sanft. „Du bist schön und du bist nett. Du müsstest nicht allein sein.“

„Ich habe alles, was ich brauche“, behauptete Milena abwehrend. „Ich bin nicht allein. Ich habe Bogus und die Katzen. Und manchmal kommt ein Wüstenfuchs vorbei.“ Sie lachte leicht, und es klang genauso nervös, wie sie sich fühlte. „Er besucht allerdings eher die Hühner als mich.“

„Das sind doch alles nur Ausflüchte.“ Nikis Hand war noch etwas rau vom Sonnenbrand, aber trotzdem empfand Milena die Berührung an ihrer Wange als ein sanftes Streicheln. „Wir Menschen sind nicht fürs Alleinsein gemacht.“ Sie trat noch einen Schritt näher auf Milena zu.

„Nicht, Niki …“ Milena fühlte Panik in sich aufsteigen. „Tu das nicht.“

„Warum nicht?“, fragte Niki wieder. „Einen Vorteil hat die Einsamkeit hier draußen wenigstens: Hier wird uns niemand stören.“

 

Overall Rating (2)

4 out of 5 stars
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  • Carola
  • Alex
  • Sam - Geschichte 8
  • Gabi
  • Goldy
  • Catherine Fox
  • Ina
  • Claudia
  • Alexa
  • Julia
  • Carola

    Permalink

    Auch ich würde mich freuen wenn ich die Geschichte zuEnde lesen könnte.
    Sehr mitreißend geschrieben :)

    Montag, 14. August 2017 18:14
  • Autorin von Geschichte 4

    Permalink

    Das mit dem Treibsand gefällt mir auch. ;) Was kann sich eine Autorin mehr wünschen, als dass ihre Geschichte die Leserinnen so in ihren Bann zieht? Es freut mich sehr, dass Ihr die Geschichte zu Ende lesen wollt, und ich hoffe, dass mir el!es die Möglichkeit gibt, die Geschichte vollständig zur Verfügung zu stellen.

    Samstag, 12. August 2017 20:36
  • Alex

    Permalink

    Der Treibsandvergleich gefällt mir. Mir geht es nämlich ähnlich.
    Ich kann mir die Umgebung dank der Beschreibungen gut vorstellen und fühle mich wie mitten in der Geschichte.
    Wenn ich sie zu Ende lesen kann freut mich das sehr.

    Samstag, 12. August 2017 11:19
  • Sam - Geschichte 8

    Permalink

    Diese Geschichte ist für mich ein bisschen so wie Treibsand. Einmal drin gefangen, komme ich nicht mehr von los. Ich habe mich selten einem Charakter von Anfang an so nahe gefühlt wie Milena. Mir gefällt diese Geschichte bisher ausgesprochen gut und ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Ein Happy End wünsche ich mir natürlich auch. Allerdings bin ich da bis nicht festgelegt, ob es unbedingt Niki sein sollte an Milenas Seite. Vielleicht hilft Niki ihr ja wirklich nur aus ihrer Einsamkeit und Milena lernt dank Nikis Hilfe die Frau ihrer Träume später noch kennen. Möglich ist ja alles. Aber egal, wie du dich entscheidest, lesen möchte ich deine Geschichte auf jeden Fall!

    Mittwoch, 9. August 2017 15:48
  • Gabi

    Permalink

    Auch hier bin ich gespannt wie es mit den beiden weitergeht. Die Idee finde ich schön und ich würde die Geschichte in jedem Fall lesen.

    Mittwoch, 9. August 2017 13:42
  • Goldy

    Permalink
    Rated 3 out of 5 stars

    Die Idee der Geschichte an sich finde ich gut: Einsame Wüste, Frau rettet Frau....jedoch kam es mir für eine Kurzgeschichte nicht schnell genug auf den Punkt und es waren mir zu viele Dialoge drin.
    Es wäre bei einigen Stellen schön gewesen, wenn die Autorin etwas mehr noch auf das Innenleben, die Gefühle der Charaktere eingegangen wäre.
    Allerdings gefällt mir das Ende wo Niki zur Verführein wird :P
    Deswegen: 3 Sterne

    Montag, 7. August 2017 19:22
  • Autorin von Geschichte 4

    Goldy Permalink

    Nur zum besseren Verständnis: Es ist keine Kurzgeschichte, es ist ein Kurzroman. Das heißt, die Geschichte ist schon etwas länger. Und nach den vielen Hinweisen hier überlege ich jetzt sogar, ob ich nicht einen langen Roman daraus mache. Was die Gefühle betrifft, da bin ich jetzt etwas baff. ;) Denn die sprechen ja eigentlich aus jeder Zeile. ;) Ebenso wie die Charakterdarstellung zumindest Milenas. Nikis noch nicht so. Aber ich nehme die Kritik trotzdem an, denn wenn Du es so empfindest, ist es so.

    Montag, 7. August 2017 19:37
  • Catherine Fox

    Permalink

    Eine sehr schöne Geschichte, gefühlvoll und nicht aufdringlich. Die sanfte Annäherung zwischen Milena und Niki und obwohl sehr viel Dialog zwischen beiden ist, stört dieser Aspekt nicht im mindesten. Milena ist mir sehr sympathisch, ich mag die Atmosphäre drumherum, ihre Einstellung zum Leben. Könnte mich mit ihr identifizeren. Absolut zu Ende lesenswert!

    Montag, 7. August 2017 17:26
  • Ina

    Permalink

    Liebe Autorin,
    in meiner "Traumwelt" sind Happy Endings Pflicht ;) Also kann ich mich nur anschließen.
    Da sich auch Deine Geschichte langsam entwickelt, trifft sie grundsätzlich meinen persönlichen Geschmack und ich freue mich auf mehr.
    Danke auf jeden Fall schon Mal.

    Montag, 7. August 2017 10:18
  • Claudia

    Permalink

    Auch hier wurde schon sehr ausführlich kommentiert und ich kann mich nur anschliessen. Eine gut geschriebene Geschichte, die ein Happy end braucht :)
    Danke fürs Einstellen und lieben Gruß
    Claudia

    Sonntag, 6. August 2017 20:09
  • Alexa

    Permalink

    Eine schöne Geschichte, die gut anfängt. Gut, am Anfang könnte man etwas kürzen und sofort mit dem Auffinden von Niki anfangen, aber so passt es auch. Denn die Beschreibung dieses Einsiedlerlebens machen neugierig auf die Figur und lassen einen weiterlesen. Es ist gut geschrieben, liest sich flüssig und macht Spaß. Den Rest würde ich sehr gerne lesen wollen. Ein Happy End kann ich mir gut vorstellen zwischen beiden, denn im Moment habe ich das Gefühl, dass beide Figuren sich gegenseitig positiv beeinflussen können.
    Vielen Dank für den Beitrag!

    Sonntag, 6. August 2017 17:11
  • Julia

    Permalink

    Auch hier kann ich mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen. Eine schöne Geschichte, gut erzählt. Für meinen Geschmack könnte es etwas „rasanter“ losgehen, also direkt mit der Fahrt und die ersten Absätze streichen. Aber das ist ja auch immer etwas Geschmacksache.
    Allerdings würde ich mir auch unbedingt ein Happy End wünschen (nicht nur in Form von Regen für die Felder)

    Sonntag, 6. August 2017 14:42
  • Autorin von Geschichte 4

    Permalink

    Vielen Dank, Jessika, Pia und Sima, für das positive Feedback! :) Ich sehe, die einhellige Meinung ist, dass Milena und Niki zusammenkommen sollen. ;) Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, wie das gehen soll, da ich von Anfang an dachte, Niki ist nur der Anstoß, damit Milena sich nicht mehr so verkriecht.
    Danach trennen sie sich aber wieder, weil ein gemeinsames Leben nicht möglich ist. Milena kann und will nicht mehr in der Stadt leben, und für Niki wäre ein Leben auf dem Land unvorstellbar. Sie könnte höchstens mal ab und zu zu Milena zu Besuch kommen.
    Ich denke aber weiter darüber nach, ob mir noch eine andere Lösung einfällt. Vielen Dank für die netten Kommentare! :)

    Sonntag, 6. August 2017 12:27
  • Oh ja, bitte eine andere Lösung. ;) Ein glückliches Ende muss einfach sein. Sich ab und an mal zu besuchen, wäre da nicht sehr befriedigend.
    Warum machst Du es Dir so schwer? Das ist eine Liebesgeschichte (eine sehr gute), in der man seiner Phantasie freien Lauf lassen kann. Milena und Niki könnten sich beide Schritt für Schritt aufeinander zu bewegen, um sich dann irgendwo in der Mitte zu treffen. Dann wäre es auch nicht zu utopisch. Und außerdem spielt es keine Rolle, ob die beiden Frauen im wahren Leben wirklich zueinander finden könnten. Hier darfst Du es einfach geschehen lassen, also tu es.:)

    Sonntag, 6. August 2017 13:47
  • Sima

    Permalink

    Ich mache es kurz, denn ich habe nichts hinzuzufügen und stimme Pia voll und ganz zu. Diese Geschichte ist einfach wunderschön, sehr gefühlvoll geschrieben. Die Figuren sind sympathisch, interessant und authentisch. Eine tolle Idee, meiner Meinung nach perfekt umgesetzt. Es war ein wahres Vergnügen, diesen Auszug zu lesen. Ich bin sehr auf die Fortsetzung gespannt. Einfach mal super! Ein ganz großes Dankeschön an die Autorin.

    Sonntag, 6. August 2017 10:59
  • Pia

    Permalink

    Was für ein Unterschied zu der Geschichte, die ich eben kommentiert habe! :) Hier gibt es all das, was dort fehlt: Gefühle vor allem. Eine sympathische Hauptfigur. Eine interessante Umgebung. Eine spannende Ausgangssituation. Und glücklicherweise keine kichernden Mädchen. ;)

    Die Autorin kann schreiben, sie kann erzählen. Das hier ist kein Tagebuch oder ein Aufsatz, sondern eine richtige Geschichte.

    Jessika hat recht: Es fängt langsam an. Es gibt keinen rasanten Einstieg. Das könnte man bemängeln, aber obwohl hier am Anfang eigentlich nichts passiert, habe ich mich trotzdem in die Geschichte hineingezogen gefühlt. Und ich wollte die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht.

    Milena ist die Welt leid und hat sich deshalb zurückgezogen. Und dann taucht ganz plötzlich Niki in dieser Welt auf und bringt sie aus der Ruhe. Ein großer Gegensatz zwischen diesen beiden Figuren. Es ist kaum vorstellbar, dass sie eine Lebensart finden können, die für sie beide passt, und doch wünscht man es sich.

    Man kann vermuten, dass Milena sehr verletzt worden ist, und man hofft, dass Niki die Wunde heilen kann, damit Milena sich der Welt wieder zuwendet, denn offensichtlich ist sie noch nicht alt. Das in der Inhaltsangabe beschriebene Ende könnte vielleicht noch etwas positiver gestaltet werden, denn ich würde Milena wünschen, dass sie nicht dort in der Wüste zurückbleibt, sondern dass sie mit Niki zusammen wieder Freude an dem findet, was außerhalb dieser Wüste ist.

    Eine spannende, wenn auch bis zum Ende dieses Auszugs geruhsame Geschichte, die ich unbedingt zu Ende lesen möchte! Und, liebe Autorin, könnte die Geschichte vielleicht anders enden? :) Was spricht dagegen, dass Milena und Niki miteinander glücklich werden?

    Sonntag, 6. August 2017 10:01
  • jessika

    Permalink
    Rated 5 out of 5 stars

    Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und bin eher eine Freundin von sich langsam entwickelnden Geschichten. Das Gefühl hatte ich auch bei dieser Geschichte.

    Sonntag, 6. August 2017 9:16
  • Babs

    Permalink

    Liebe Autorin :)

    Die Inhaltsangabe gefällt mir gut. Sie endet sogar richtig süss, fast ein bisschen wie ein Märchen, aber einfach nur schön :)

    Toller Schreibstil. Ich kann da nicht viel kritisieren. Die Beschreibungen und Hintergrundinformationen halten sich anfangs (zum Glück) in Grenzen. Wären sie ausführlicher, wären sie mir persönlich bald mal zu viel. Aber so finde ich sie okay und man fühlt sich sofort am Ort des Geschehens.

    Die Geschichte legt ein zügiges Tempo an den Tag, aber in Anbetracht dessen, dass es sich hier ja nicht um einen langen Roman handelt, finde ich das völlig in Ordnung.

    Dieser Auszug hat mir sehr gut gefallen, und ich möchte die vollständige Geschichte unbedingt lesen dürfen. Vielen Dank! :D

    Freitag, 4. August 2017 8:28
  • Autorin von Geschichte 4

    Babs Permalink

    Vielen Dank, liebe Babs, für Deinen netten Kommentar. :) Ich war mir nicht ganz sicher, ob es als Happy End gilt, was ich da geschrieben habe, aber da es Dir gefällt, habe ich das Gefühl, ich habe es vielleicht doch richtig gemacht. In dieser Geschichte konnte ich mir einfach kein so glattes Happy End vorstellen, dass die beiden dann glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben. Der Titel der Geschichte ist "Die Zeit der Dürre ist vorbei", deshalb habe ich das auch so an das Ende der Inhaltsangabe geschrieben. Und darum ging es mir in erster Linie. Dass sich Milena dem Leben wieder öffnet, mit oder ohne Niki.

    Freitag, 4. August 2017 9:29
  • Liebe Autorin :)
    Das, was Du Dir jetzt vielleicht noch nicht vorstellen kannst, kann ja eventuell noch werden ;)
    Ich finde ja, dass die Geschichte durchaus mit einem richtigen Happy End enden könnte. Aber mich persönlich stört Dein Ende nicht.
    Wichtig finde ich nur, dass Du offen bist und bleibst, auch gerade, was Änderungen und Anpassungen betrifft. Es muss halt dann definitiv auch ins Verlagskonzept passen :)

    Den Titel würde ich persönlich nochmals überdenken. Er ist okay, aber einen positiveren Titel würde ich als schöner empfinden, gerade, wenn jemand wieder in eine hoffnungsvollere Zukunft blicken möchte und kann ...
    Ich würde den Titel nicht auf die Vergangenheit, sondern auf die Zukunft beziehen.
    Liebe Grüsse
    Babs

    Freitag, 4. August 2017 10:12

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