Das Paradies für Leserinnen und Autorinnen lesbischer Liebesromane mit Happy End

Was das lesbische Herz begehrt . . .

  • Sina Kani: Herz aus Glas +

    Sina Kani: Herz aus Glas

    Als Kristin Cordas kleiner Verlag mit Druckerei pleite ist, erhofft sie sich Hilfe von Larissa, ihrer ersten großen Liebe, jetzt reiche Investmentbankerin. Doch Larissa lässt sie erst einmal abblitzen . . .
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Auszüge aus der umfangreichen Schreibwerkstatt

  • Schriftstellertraining, 3. Übung +

    Gefühle. Gefühle zu beschreiben ist eine ganz spezielle Kunst. Die beiden ersten Übungen bezogen sich mehr auf Äußerlichkeiten, jedesmal wurde die Situation durch äußere Einflüsse bestimmt, den Löwen oder einen Überfall im Supermarkt. Beide Situationen haben zwar mit Gefühlen wie Angst beispielsweise zu tun, aber die Gefühle kamen nicht von

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  • Wie schreibt man einen Liebesroman? (Teil 1) +

    Da die Frage nach der Schreibwerkstatt in Buchform gestellt wurde, hier der Anfang dieses Buches. Das es noch nicht gibt, aber wahrscheinlich geben wird (wenn ich es schaffe, die Schreibwerkstatt hier unterzubringen wink ).

     

    Einleitung

    Zuerst einmal: Es gibt viele verschiedene Sub-Genres im Bereich des Liebesromans. Das ist für den Anfang

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  • Laura +

    Nie werde ich das Wochenende vergessen, an dem Laura starb. Eine silberne Sonne brannte vom Himmel wie durch ein gigantisches Vergrößerungsglas. Es war der heißeste Sonntag, an den ich mich erinnern konnte.

    Ich fühlte mich, als wäre ich das letzte menschliche Wesen, das in New York übriggeblieben war, denn nach

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  • 5 Wörter – Teil 4 +

    Neue Wörter für die Schreibinteressierten:

    Baum, Mauer, Blumenvase, Kaffeemaschine, Rolltreppe

    Ich bin schon gespannt auf die Geschichten.

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  • Wie lange braucht man für einen Roman? +

    Ich nehme noch einmal eine Frage aus dem ersten Kommentar zu » Gefühlvoll lesen (und schreiben) « auf.

    Tja, wie lange braucht man wohl für einen Roman? Es dauert so lang, wie es dauert, ist wohl die einzig zutreffende Antwort.

    Es kommt natürlich darauf an, was für einen Roman man schreibt und

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NaNoWriMo 2017 - 30. Tag

Der 30. Tag. Der letzte. laughing Nun bin ich wirklich froh, dass der NaNoWriMo vorbei ist, denn je länger er dauert, desto anstrengender wird er.

Ich frage mich manchmal, warum die Jungs (ich glaube, die ersten, die den NaNoWriMo begründet haben, waren ausschließlich junge Männer) in Amerika ausgerechnet den November als den Monat für den NaNoWriMo gewählt haben. Da das der Monat vor Weihnachten ist, ist gerade dann immer viel los. Arbeitstechnisch möchte man noch so einiges fertigmachen, damit man mit einem ruhigen Gewissen in die Weihnachtsferien gehen kann, eventuell sind auch noch Geschenke zu besorgen oder lange aufgeschobene Erledigungen warten darauf, nicht ins neue Jahr mitgenommen zu werden. Und dann nimmt man sich vor, jeden Tag 1.667 Wörter zu schreiben? Eigentlich schon merkwürdig.

Allerdings waren die Jungs damals glaube ich noch wirklich jung, das heißt, sie werden wohl eher noch zur Schule oder allenfalls zum College gegangen sein. Da gibt es zwar auch Examen und so etwas, aber das ist doch noch etwas anderes als wenn man dann einen Job hat, mit dem man Geld verdienen muss. Solange man noch in der Ausbildung ist, genießt man noch so eine Art Welpenschutz. wink Und hat einfach mehr Zeit.

Andererseits ist der Monat November meistens auch der Depressionsmonat, der Monat mit Regen und Kälte, die kaum mehr aufhören, der Monat, in dem der Himmel fast immer grau ist und man kaum einen Sonnenstrahl oder einen blauen Fetzen zwischen den dunklen Wolken sieht. Ich weiß zwar nicht, wo die Jungs damals herstammten in Amerika, aber ich würde mal vermuten, nicht aus Kalifornien, denn da scheint glaube ich sogar an Weihnachten die Sonne. smile Wenn man aber nicht in Kalifornien lebt, könnte das Schreiben natürlich dazu beitragen, dass man das schlechte Wetter ein wenig vergisst. Man kann ja auch sonnige Geschichten schreiben. wink Das ist dann schon ganz nett, statt sich über den ständigen Regen, die Kälte und den grauen Himmel zu ärgern.

Ich persönlich habe dieses Jahr gemerkt, dass sich gerade am Ende des Jahres meine musikalischen Aktivitäten stapeln, die ich vor einiger Zeit wiederaufgenommen habe. Vor fünf Jahren habe ich mit dem Saxophonspielen angefangen, und da spiele ich jetzt in einer Band, mit der wir vorletzten Freitag einen Auftritt hatten. Dafür haben wir das ganze Jahr geprobt, und zum Schluss wurde es dann noch mehr. Gleichzeitig möchte ich nun endlich einmal richtig Klavierspielen lernen, und gleichzeitig Saxophonunterricht und Klavierunterricht, Vorbereitung für Konzerte und ein Saxophonworkshop, zu dem ich demnächst für zwei Wochen fahren werde und auf den ich mich auch noch vorbereiten muss, das war dann manchmal doch sehr viel, und ich wusste oft kaum, wo ich die Zeit zum Schreiben hernehmen sollte. Neben meiner normalen Arbeit. Das Musikmachen kommt ja nur als Hobby dazu. smile

Aber dennoch habe ich die 50.000 Wörter geschafft, worauf ich schon ein bisschen stolz bin, denn es war nicht leicht. Diesmal musste ich bis zum letzten Tag warten, bis die Wortanzahl erreicht war, während ich sonst meistens schon eher den Griffel weglegen konnte.

Ich bin sehr froh, dass ich durch den NaNoWriMo jetzt meinen Roman Sommerhitze, der nächstes Jahr erscheinen wird, beenden konnte, denn vorher hatte ich da schon so meine Zweifel, da ich irgendwie steckengeblieben war. Deshalb dachte ich, ich nehme ihn mal in den NaNoWriMo, damit ich mich nicht mehr davon abhalten lasse weiterzuschreiben, weil ich an einer Stelle angekommen war, wo ich selbst nicht wusste, wie es weitergeht. Das Drama der Bauchschreiberin. cool

Und damit sage ich jetzt Adieu zu diesem NaNoWriMo, bei dem ich laut der Regeln erneut zu den Gewinnerinnen gehöre, denn jeder, der die 50.000 Wörter erreicht, ist ja dort per definitionem ein Gewinner.

Endstand

Aber einen Ratschlag für zukünftige NaNoWriMo-Teilnehmerinnen habe ich noch: Wenn man im November ohnehin viel zu tun hat, sollte man sich das gut überlegen mit dem NaNoWriMo. Denn dann könnte es zu viel werden.

Ansonsten wünsche ich allen weiterhin frohes Schreiben auch außerhalb des NaNoWriMo und mache nun Platz für den Adventskalender, der ab morgen hier auf der Seite täglich ein neues Türchen öffnen wird, um die Vorweihnachtszeit spannend und romantisch zu gestalten, wie das bei el!es üblich ist. smile

NaNoWriMo 2017 - 29. Tag

Der 29. Tag. Vorletzter Tag, und der rettende Hafen ist schon zu sehen. cool

Heute kam noch einmal ein Pep-Talk von der deutschen NaNoWriMo-Betreuerin, in dem sie sagte, gerade jetzt am Schluss sollte man nicht aufgeben. Einige der TeilnehmerInnen haben bereits gewonnen – sprich die 50.000 Wörter erreicht –, aber viele sind auch im Rückstand. Sie selbst sei sogar mit 40.000 Wörtern im Rückstand, habe aber auch noch nicht aufgegeben.

Sicherlich, wenn man die Wahnsinnigen der ersten Tage als Maßstab nimmt, könnte man jetzt auch noch 20.000 Wörter pro Tag schaffen und damit gewinnen, aber wenn man das bis jetzt nicht geschafft hat, ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr gering. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Wenn man jetzt jedoch nur tausend oder zweitausend Wörter im Rückstand liegt, sollte es tatsächlich kein Problem sein, das in den letzten beiden Tagen noch aufzuholen.

Bei meinem ersten NaNoWriMo vor einem Jahr war ich bereits am 17. November mit den 50.000 Wörtern fertig. Diesmal liege ich gerade so im Limit. Gewonnen ist gewonnen, ob man die 50.000 Wörter am 17. November oder am 30. November erreicht, aber es zeigt auch, dass der NaNoWriMo nicht immer gleich abläuft. Es kommt auf die Umstände an. Manchmal hat man einfach zu viel zu tun, um 50.000 Wörter in einem Monat schreiben zu können, und manchmal schafft man es nur knapp. Das sind eben die normalen Widrigkeiten des Lebens.

Der NaNoWriMo ist nichts Lebenswichtiges, und deshalb muss er oft hinter anderen, wichtigeren oder vielleicht auch nur dringenderen Aufgaben und Arbeiten zurückstehen. Es gibt ja dann die Camps im April und im Juli und den nächsten NaNoWriMo im November, jedes Jahr. Obwohl es mir – wie ich schon einmal sagte – schleierhaft ist, warum man das dann macht. Zwei Tage vor Schluss mit 40.000 Wörtern zurückzuliegen ist ja nur eine beschönigende Umschreibung, denn das kann man schon gar nicht mehr als Rückstand bezeichnen. Es bedeutet, dass man gar nicht richtig angefangen hat. Nur 10.000 Wörter in einem NaNoWriMo-Monat ist so gut wie gar nichts.

Das gilt jedoch nur für genau diesen Monat oder diese Monate, in denen man sich so viel vornimmt. Denn wenn man sich überlegt, dass man zwölf Monate im Jahr hat und in jedem dieser Monate 10.000 Wörter schreiben würde, wären das im ganzen Jahr 120.000 Wörter – ein wirklich dicker Roman oder sogar zwei Romane, wenn man nach der üblichen Länge der el!es-Romane geht, die zwischen 60.000 und 75.000 Wörtern liegt. Sogar mit gut der Hälfte, also 5000 Wörtern oder etwas mehr im Monat, läge man da noch gut im Rennen. 5000 Wörter durch 30 Tage sind 167 Wörter am Tag. Logisch. Ein Zehntel der Menge, die man beim NaNoWriMo schaffen muss. Und das liegt doch auch schon ziemlich nah an unseren »magischen« 250 Wörtern am Tag, die hier schon oft empfohlen wurden.wink

167 Wörter. Nicht wirklich viel. Wenn man mehrere SMS-Nachrichten am Tag schreibt (geschweige denn E-Mails), kommt man sicher locker auf so eine kleine Zahl, vielleicht sogar auf mehr. Genauso gut könnte man natürlich 167 Wörter für einen Roman in sein Handy tippen.

Eine faszinierende Idee. Das fand ich schon, als ich von den ersten Handyromanen hörte, die in Japan geschrieben wurden. Von Teenagern, die sowieso den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als auf ihrem Handy herumzudaddeln. So kann man einen Roman schreiben, während man im Bus oder in der Bahn sitzt, auf dem Weg von und zur Schule oder Uni oder Arbeit.

Ich stelle immer wieder fest, dass eine Umgebung, die nicht völlig ruhig ist (beispielsweise eben in Bus und Bahn oder an Haltestellen), wo Leute sich unterhalten, wo Geräusche der verschiedensten Art um mich herum sind, sehr unterstützend beim Schreiben sein kann. Das wussten schon viele Schriftsteller und Schriftstellerinnen vor mir, denn Schreiben in Cafés ist fast schon zu einem Klischee geworden.

Früher war das für viele Schriftsteller sogar das Normale, denn die meisten von ihnen waren arm und konnten sich deshalb keine Wohnung leisten, jedenfalls keine, die man beheizen konnte oder in der es fließendes Wasser gab. Also war den ganzen Tag über in einem Café zu sitzen der pure Luxus, weil es dort warm war und es eine Toilette gab, für die man nicht bei Eis und Schnee das Haus verlassen musste, um in den Hof zu gehen, wo das Herzhäuschen stand.

Heutzutage natürlich unvorstellbar für die meisten von uns, weil wir den Luxus von fließendem Wasser, Elektrizität und Wärme auch zu Hause haben. Und viel mehr als das. Wer von uns könnte sich ein Leben, wie es früher Schriftsteller, Maler, Bildhauer oder sonstige Künstler führen mussten, überhaupt noch vorstellen? Das ist schon recht schwierig. Wir empfinden ein warmes Zuhause, ein regelmäßiges Bad in einer gemütlichen Badewanne, das Licht, das wir mit dem Umlegen eines Schalters anknipsen können, oder die Heizung, die sich durch ein einfaches Drehen eines Knopfes regulieren lässt, schon gar nicht mehr als Luxus.

Vielleicht suchen wir uns deshalb Herausforderungen wie den NaNoWriMo, weil wir im täglichen Leben solche Herausforderungen kaum mehr haben. Dafür gibt es andere, die nicht weniger anstrengend sind. Aber die Definition von Luxus hat sich mittlerweile doch sehr geändert.

Auch die Vorstellung von Künstlertum hat sich offensichtlich sehr geändert, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass Dichter und Maler in früheren Zeiten Wettbewerbe veranstaltet hätten, wer am schnellsten am meisten produzieren kann. Es gab vielleicht eine Notwendigkeit, viel zu produzieren, um davon leben zu können, aber so etwas wie der NaNoWriMo ist absolut keine Notwendigkeit, denn wie ich schon einmal feststellte: Die meisten der dort produzierten Wörter verlassen nie das Umfeld ihrer Produzentin oder ihres Produzenten, also leben die Schreibenden wohl kaum davon.

Die Notwendigkeit besteht offensichtlich in etwas anderem. Es geht nicht um die existentiellen Bedürfnisse wie Essen oder ein Dach über dem Kopf. Unsere Bedürfnisse heutzutage sind anderer Art. Wir suchen Bestätigung, Herausforderungen, die uns das Leben vorenthält. Was insbesondere für jüngere Leute gilt, die von ihren Eltern nach Strich und Faden verwöhnt werden, zu Hause ein eigenes Zimmer haben, einen eigenen Fernseher oder heute wohl eher einen eigenen Computer, der auch die Funktion eines Fernsehers erfüllt, bis zum Überquellen gefüllte Kleiderschränke mit Designer-Outfits oder ein Problem mit ihrem Übergewicht, weil sie zu viel zu essen bekommen statt wie früher zu wenig.

Die meisten TeilnehmerInnen am NaNoWriMo sind jung bis sehr jung. Oftmals wird den Kindern und Jugendlichen vorgeworfen, dass sie so verwöhnt wären, dass sie gar nicht mehr wüssten, was Herausforderungen sind, aber das stimmt nicht. Sie wünschen sich offensichtlich Herausforderungen, die über den Alltag hinausgehen. Denn niemand wird gezwungen, am NaNoWriMo teilzunehmen, das ist alles freiwillig, und doch tun diese jungen Menschen sich das an. Weil sie Herausforderung und Bestätigung wollen. Und sie haben eine hohe Frustrationstoleranz – was ihnen auch oft abgesprochen wird –, denn sie kommen jedes Jahr wieder, auch wenn sie nicht gewonnen haben. Vielleicht sogar, weil sie nicht gewonnen haben. Sie wollen es schaffen. Und wenn sie es geschafft haben, wollen sie es wieder schaffen.

Ich finde, das hat etwas sehr Bezeichnendes. Unsere Welt bietet durchaus Herausforderungen, aber anderer Art, und diese Art reicht nicht. Junge Leute haben viel Energie, und die wollen sie auch nutzen. Offenbar ist unsere Welt zu bequem für sie geworden.

Früher gab es große körperliche Ansprüche an praktisch alle Menschen. Man musste oft schon von klein auf auf dem Feld arbeiten oder in der Fabrik, während man nicht zur Schule gehen konnte, weil das für arme Leute unerreichbar war. So wurde der Körper gefordert, aber nicht der Geist. Heute gehen alle Kinder zur Schule, manchmal ist es schon fast zu viel, was ihrem Geist dort abverlangt wird, aber körperlich haben sie nichts zu tun. Den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen benötigt so gut wie keine Muskeln. Man braucht aber beides: Körper und Geist.

Der NaNoWriMo erfordert auch wieder nur Sitzfleisch, sonst keine große Muskelkraft, aber er ist trotzdem eine Herausforderung, weil man dabei an seine Grenzen gehen muss. Andere Menschen machen Bungee-Jumping oder powern sich mit Joggen aus oder mit Fitness-Training, um die fehlende körperliche Anstrengung in unserem Alltag zu ersetzen, beim NaNoWriMo powert man sich mit Wörtern aus. Der Vorteil ist: Der Erfolg ist leicht messbar, denn den kann man in Zahlen ablesen.

Oftmals gab es Diskussionen darüber, ob Kinder in der Schule überhaupt noch Noten bekommen sollten. Wenn ich mir den NaNoWriMo so anschaue, ist es genau das, wonach sich die Kinder und Jugendlichen sehnen: eine nachvollziehbare Leistung erbracht zu haben, für die sie dann auch belohnt werden. Sie wissen, dass sie nichts bekommen, wenn sie die 50.000 Wörter nicht schaffen, aber das hält sie nicht ab. Sie möchten gewinnen. Sie möchten am Ende des Monats sehen, was sie geleistet haben. In Zahlen. Und sie suchen sich das selbst so aus.

Was ich ausgesprochen positiv finde. Denn das, was der NaNoWriMo verlangt und fördert, ist das, was man im Leben auch braucht: ein Ziel, den Willen, dieses Ziel zu erreichen, Durchhaltevermögen und sich nicht von Misserfolgen frustrieren zu lassen, sich davon nicht abhalten zu lassen, es immer und immer wieder zu versuchen. Dann wird man sein Ziel auch erreichen.

Der NaNoWriMo als Schule des Lebens. Ein schönes Bild, wie ich finde. laughing

NaNoWriMo 2017 - 28. Tag

Der 28. Tag.

Während des NaNoWriMo hat man manchmal das Gefühl, sonst passiert nichts auf der Welt. Man ist so absorbiert vom Schreiben und von der Wortanzahl, dass fast eine Bombe neben einem explodieren könnte, und man würde es nicht bemerken.

Innerhalb der Foren und der Chats, der Write-ins und der Wordsprints scheint man fast wie auf einem anderen Planeten zu sein. Nichts anderes ist mehr wichtig als die Zahlen, die man jeden Tag in seine Statistik einträgt. Es ist fast wie eine Art Sport. Ein Sport allerdings, der so gut wie keinerlei Bewegung verlangt. Außer der der Finger natürlich. wink

Und selbst die – das war ja gestern schon Thema – kann man entlasten.

Hier mal ein paar Einführungsvideos zu Dragon Naturally Speaking, dem einzigen Diktierprogramm, das die deutsche Sprache wirklich unterstützt.

Im ersten Teil wird erklärt, wie man Dragon installiert, wie man ihm die Erkennung der eigenen Stimme beibringt, indem man ihm etwas vorliest.

Das ist jetzt auch nicht mehr so ein schwieriges Thema in der aktuellen Version. In früheren Versionen hat es zeitweise sehr lange gedauert, bis Dragon die eigene Stimme zuverlässig erkannt hat bzw. das, was man gesprochen hat, in korrekte Wörter umsetzen konnte. Das geht aber jetzt aber schon sehr viel besser gleich von Anfang an.

Im zweiten Teil kommt es dann zum richtigen Schreiben und zu den Korrekturbefehlen in Dragon. Denn man kann im Prinzip alles mit dem Programm machen, was man in Word sonst mit der Tastatur und der Maus macht. Man muss nur die richtigen Befehle benutzen, dann kann man die Arme einfach vor der Brust verschränken, und Dragon tut alles, was man ihm sagt.

Leider ist der junge Mann (oder wahrscheinlich eher ein älterer wink), der diese Videos gemacht hat, etwas lahm, was bei längerem Zuhören etwas ermüdet, aber auf Deutsch gibt es nicht sehr viele Videos zu Dragon.

Grundsätzlich kann man mit Dragon nicht nur Text diktieren, sondern das gesamte Windows steuern, Word, Excel usw. natürlich auch. Man muss also eigentlich gar nichts anderes mehr benutzen als dieses Programm. Es ist aber manchmal etwas mühsam, alle Befehle zu kennen und sie Dragon in der richtigen Art mitzuteilen, damit es sie von diktiertem Text unterscheiden kann. Deshalb benutze ich Dragon praktisch ausschließlich in Word, um dort Text hineinzuschreiben.

Das geht allerdings wirklich sehr gut. Da ich Dragon schon sehr lange habe und es die Eigenarten meiner Stimme nun bereits seit Jahren sehr gut kennt, gibt es kaum einmal ein Wort, das Dragon falsch schreibt. Und selbst wenn, ist das schnell korrigiert, indem ich Dragon sage: „Korrigier das.“ Wörter, die Dragon nicht kennt, bringt man ihm bei, indem man das Wort trainiert, was bedeutet, man nimmt das Wort in Dragon auf und sagt Dragon, es soll es sich merken. Ein Wort wie NaNoWriMo beispielsweise kann Dragon gar nicht kennen, denn das ist kein Wort, das aus der normalen Sprache stammt, steht auch in keinem Lexikon. Also habe ich Dragon gesagt: „Trainier das“, habe das Wort aufgenommen, und jetzt wird es zuverlässig erkannt und hingeschrieben.

NaNoWriMo 2017 - 27. Tag

Der 27. Tag.

Eine Sache, die vielleicht eher an den Anfang dieser Serie gehört hätte, ist eine Bemerkung dazu, dass schnell zu tippen eine Voraussetzung für den NaNoWriMo ist. Das bedeutet, man sollte am besten das Zehn-Finger-System beherrschen. So war es zumindest früher. Mittlerweile gibt es jedoch Diktiersoftware.

Diktiersoftware ist eine feine Sache. Finger werden von Muskeln bewegt, und Muskeln, die man das ganze Jahr über nicht oder wenig benutzt, sind nicht gut trainiert. Wenn man dann also plötzlich, eine Minute nach Mitternacht am 1. November, anfängt, diese Muskeln exzessiv zu benutzen, kann das zu wenig erfreulichen Resultaten führen. Wie auch, wenn man plötzlich anfängt Sport zu treiben, und das vielleicht auch noch stundenlang, wird Muskelkater ein zu erwartendes, aber vielleicht sogar das geringste Problem sein.

Wenn man sich also keine Sehnenscheidenentzündung oder ein Karpaltunnessyndrom einhandeln will, sollte man entweder das ganze Jahr über eine ganze Menge Wörter pro Tag tippen, um in Form zu kommen und zu bleiben, oder man ist so ein gesunder Mensch, das einen nichts erschüttern kann, oder man benutzt Diktiersoftware statt die eigenen Finger. laughing

Für die deutsche Sprache gibt es keine große Auswahl, was Diktiersoftware betrifft. Wenn es Konkurrenz gibt, dann nur auf dem englischsprachigen Markt. Wenn man versucht, mit einer Diktiersoftware, die nur Englisch versteht, Deutsch zu diktieren, wird das sehr lustig. wink Einen ähnlich lustigen Effekt kann man erzielen, wenn man sich einen auf Deutsch geschriebenen Text von einer Stimme, die auf englische Wörter und Silben programmiert ist, vorlesen lässt. Kann man innerhalb von Word probieren, wenn man dort die Vorlesestimme auf Englisch einstellt.

Sich seinen eigenen Text vorlesen zu lassen, den man geschrieben hat, ist manchmal sehr hilfreich, insbesondere, um Tippfehler zu finden, ist beim NaNoWriMo jedoch ohne jede Bedeutung, denn Rechtschreibung ist im NaNoWriMo kein Thema. Das Gegenteil jedoch, zu diktieren, ist durchaus von Bedeutung oder kann hilfreich sein, wenn man die gewünschte Wortanzahl erreichen will.

Natürlich nicht nur beim NaNoWriMo, aber ich denke, dort wirkt es sich am sichtbarsten aus. Vor allem auch für sich selbst sichtbar, denn es ist schön, einfach so vor sich hinzuplappern und sich die Wörter auf dem Bildschirm aneinanderreihen zu sehen. Auch hier sind Muskeln involviert, aber die bekommen keinen Muskelkater und keine Sehnenscheidenentzündung. wink

NaNoWriMo 2017 - 26. Tag

Der 26. Tag. 

Nun kann man bald 3-2-1 rückwärts zählen, und der NaNoWriMo ist vorbei. Ich wollte gestern eigentlich exakt auf die Wortanzahl kommen, die die ansteigende Linie im Diagramm vorgibt, aber dann hatte ich am Nachmittag doch keine Zeit mehr, den Rest der Wörter zu schreiben. Es ist oft so, dass ich meinen WordCount am Vormittag erreichen kann, wenn ich es da aber nicht schaffe, schaffe ich es am Nachmittag auch nicht mehr. Oder es kommt etwas dazwischen. 

Als ich jünger war, war ich eher ein Nachtmensch. Da hätte ich wahrscheinlich weniger tagsüber geschrieben als nachts. Aber jetzt brauche ich nachts meinen Schlaf wink, also muss ich die Wortanzahl, die ich mir vorgenommen habe, am Vormittag schaffen. Das ist auch etwas, das den NaNoWriMo bestimmt: die Jugend der TeilnehmerInnen. Deshalb auch diese Schreibmarathons, diese Hau-alles-in-die-Tasten-was-du-kannst-in-zehn-Minuten. Ich finde, das ist ein sehr jugendlicher Ansatz. Er beruht darauf, dass man genügend Kraft und Durchhaltevermögen hat und nach einer durchgetanzten Nacht nicht viel Erholung braucht, sondern einfach weitermacht. So war es jedenfalls in meiner Jugend. Ich bin einfach am Montagmorgen wieder zur Arbeit gegangen, auch wenn ich das ganze Wochenende Party gemacht hatte. Wer feiern kann, kann auch arbeiten, richtig? laughing

Da man sich, wenn man jung ist, eher auf seine Kraft verlässt und nicht daran denkt, dass man auch zusammenbrechen könnte, mutet man sich viel zu. Und wenn man etwas erreichen will, dann schafft man das auch. Mit dem Kopf durch die Wand. Das ist ein Ansatz, der auf Verschwendung beruht. Je jünger man ist, desto mehr Zeit hat man zu verschwenden, desto mehr Energie. Man denkt nicht, dass einem die Zeit ausgehen könnte, und die Energie erneuert sich wie von selbst, ohne dass man viel dafür tun muss. Unser Körper läuft eben auf Hochtouren in dem Alter.

Wenn man kein Teenager mehr ist oder nicht mehr in den Zwanzigern, wird das schwieriger. Unsere Lebenszeit verkürzt sich immer mehr, wir haben nicht mehr so viel davon, um sie zu verschwenden, und unser Energieniveau braucht länger und länger, um sich nach einer großen Anstrengung wieder aufzubauen. Wir können nicht mehr einfach so mit dem Kopf durch die Wand, selbst wenn wir wollen.

Deshalb muss man überlegen, wie man aus dem Prinzip der Verschwendung ein Prinzip der effizienten Nutzung macht, also möglichst wenig Aufwand für möglichst viel Erfolg. Das ergibt sich meistens daraus, dass man eher spazierengeht als schnelle Sprints einzulegen. Auch so kann man einen Marathon bewältigen.

Es gibt viele Leute, die fangen erst in höherem Alter an, Marathon zu laufen, nicht schon als Jugendliche. Beim Marathon geht es darum, sich seine Kraft und Energie gut einzuteilen. Zu viele Sprints würden es unmöglich machen, einen Marathon durchzuhalten, weil man dann zu früh zu erschöpft wäre. Ich rede hier jetzt nicht von der Olympiade oder einer Weltmeisterschaft, sondern von einem Volkslauf, von Läufen, bei denen Amateure sich miteinander messen. Dort gibt es immer ein paar, die gewinnen, aber für die meisten ist es vor allem wichtig, ins Ziel zu kommen. Beim NaNoWriMo wird jeder als Gewinner bezeichnet, der die 50.000 Wörter in den 30 Tagen schafft. Das ist schon einmal gut. Selbst wenn man das Zehnfache schafft, bekommt man nicht mehr als für 50.000 Wörter. Es geht nur darum, durchzuhalten und anzukommen. Nicht aufzugeben. Schon das allein ist leichter gesagt als getan.

Aber das Wichtigste ist, was nützt es einem, auf dem Weg zusammenzubrechen? Gar nichts. Wenn man die Ziellinie nicht überschreiten kann, hat man verloren. Das ist nun einmal so. In jedem Marathon und beim NaNoWriMo.

In den letzten Tagen jetzt sieht man die Ziellinie schon vor sich. Deshalb ist es nun besonders wichtig, sich auf den letzten Metern nicht mehr zu übernehmen. Langsam kommt man auch ans Ziel.

Langsam bedeutet beim NaNoWriMo immer noch 1.667 Wörter pro Tag, sofern man sich kein dickes Polster geschaffen hat. Das ist jeden Tag eine neue Herausforderung, aber es ist kein Problem, selbst wenn man spazierengeht. Das haben schon viele NaNoWriMos bewiesen.

Deshalb wäre der NaNoWriMo tatsächlich am ehesten etwas für Rentner, denn die haben den ganzen Tag Zeit. wink Aber je älter man wird, desto weniger findet man solche Wettbewerbe spannend. Wenn man jung ist, will man etwas beweisen, das hat man, wenn man älter ist, nicht mehr nötig.

Trotzdem möchte man immer noch etwas leisten. Die Art der Leistung ist nur etwas anders. Und ein Marathon ist immer zu schaffen, denn das hat mehr mit Überlegung zu tun, vielleicht auch mit Lebenserfahrung als mit purer Kraft.

Immer wieder frage ich mich, warum so viele Leute über Jahre am NaNoWriMo teilnehmen, ohne je etwas daraus zu machen. Viele nehmen sogar dann weiterhin teil, wenn sie niemals gewinnen, sprich niemals die 50.000 Wörter schaffen. Ist das nur jugendlicher Leichtsinn oder jugendliche Sturheit? Was hat man davon, am NaNoWriMo teilzunehmen?

Kürzlich las ich von einer Teilnehmerin, die das jetzt schon über zehn Jahre lang macht. Sie hat ihren ersten NaNoWriMo absolviert, als sie 16 Jahre alt war, und nun ist sie 27. Sie nimmt jedes Jahr teil, hat aber noch nie ein Buch veröffentlicht, obwohl sie in den ersten Jahren jedes Mal zwischen 150.000 und 200.000 Wörter geschrieben hat in dem einen Monat. Sie hat also eine Menge Wörter produziert, aber wozu?

Nun stellt sie fest, dass sie einen anspruchsvollen Job hat, viele Termine und nicht mehr so viele Stunden zur eigenen Verfügung, dass sie diese Zahlen kaum noch erreichen kann. In der Tat schafft sie kaum noch die 50.000 Wörter, gerät spätestens nach den ersten zehn Tagen in Verzug. Sprich: Sie wird erwachsen.

Deshalb war sie bei diesem NaNoWriMo schon ziemlich verzweifelt, denn sie war wohl davon ausgegangen, dass sie weiterhin genauso in die Tasten hauen könnte wie in den letzten Jahren. Dennoch und obwohl sie anscheinend nicht die Absicht hat, Schriftstellerin zu werden oder ein Buch zu veröffentlichen, nimmt sie weiterhin am NaNoWriMo teil.

Der Grund dafür erschließt sich mir nicht so recht. Wieso tut sie sich das an, sich einen Monat lang so zu quälen? Was will sie damit beweisen?

Sie spricht von sich selbst als einer Veteranin des NaNoWriMo und wundert sich ein wenig darüber, dass es TeilnehmerInnen gibt, die „erst“ ein oder zwei NaNoWriMos hinter sich haben und sie jetzt dabei unterstützen, ihre Wortanzahl doch noch zu schaffen, nachdem sie bereits ziemlich zurückgefallen ist. Dieses „erst“ hat mich regelrecht stutzig gemacht.

Es klingt so, als ob der NaNoWriMo etwas wäre, das mit jedem Jahr wertvoller würde und vor allen Dingen dann erst etwas zählt. Ein oder zwei NaNoWriMos sind gar nichts. Man muss möglichst viele davon absolvieren, genauso wie man möglichst viele Wörter schaffen muss.

Aber wo ist das Ziel? Wo ist der Sinn? Fehlt uns im täglichen Leben die Herausforderung, so dass wir sie uns einmal im Jahr in einem Monat suchen müssen? Um was zu beweisen? Dass wir etwas können?

Ich denke, das beweisen wir das ganze Jahr über. Gerade wenn man einen anspruchsvollen Job hat, sollte man jeden Tag Gelegenheit dazu haben, das zu beweisen.

Für mich ist der NaNoWriMo ein Werkzeug, mehr Bücher schreiben zu können. Die dann auch veröffentlicht werden. Er ist kein Selbstzweck, nur damit ich meine Wörter zählen kann. Denn das würde mir überhaupt nichts bringen. Es würde mir auch nichts bedeuten.

Vielleicht steige ich noch einmal dahinter, was dieser „Veteranenstatus“ soll, aber bisher stehe ich da wirklich wie der Ochs vorm Berg. wink

NaNoWriMo 2017 - 25. Tag

Der 25. Tag. 

Eine ganz große Sache beim NaNoWriMo ist: Denk nicht zu viel darüber nach, was du schreibst. Während der 10 oder 15 Minuten, in denen man einfach so in die Tasten haut, um einen Sprint einzulegen, nicht korrigieren, keine Rechtschreibfehler oder komische Formulierungen beseitigen, nur schreiben, schreiben, schreiben. Wenn man über 600 Wörter in 10 Minuten schreibt, ist es fast unvermeidbar, dass da eine ganze Menge Fehler drin sind – es sei denn, man ist die absolut perfekte Sekretärin. Das darf eine aber nicht stören, wenn man da nicht perfekt ist. Das kann man immer noch später korrigieren, nach dem Sprint.

Für mich persönlich ist das sehr ungewohnt. Ich tippe schnell und oft auch relativ fehlerfrei, aber perfekt bin ich nicht, und wenn ich so schnell tippe, dass ich fast nicht mehr sehe, was ich schreibe, häufen die Fehler sich, insbesondere zum Ende hin. Da musste ich mir richtig auf die Zähne beißen, um da nicht schnell mal zwischendurch zu korrigieren, denn falsch geschriebene Wörter stechen mir sofort ins Auge und die beißen mich richtig. Ich kann es kaum ertragen, sie stehenzulassen. Aber in dem Fall musste ich das tun, um zu sehen, wie viel ich tatsächlich in 10 Minuten schaffen kann.

Gerade dann ist es wichtig, genau das zu schreiben, was man liebt. Also eine Geschichte, die sich im eigenen Kopf fast von selbst entwickelt. Es wäre absolut falsch, im NaNoWriMo das Genre zu wechseln oder eine Geschichte zu schreiben, wie man sie zuvor noch nie geschrieben hat. Auch sollte man nicht darüber nachdenken, ob man diese Geschichte, diesen Roman überhaupt beenden kann. Innerhalb oder außerhalb des NaNoWriMo. Das ist völlig egal. Wenn man mittendrin merkt, dass diese Geschichte nicht funktioniert, bricht man eben ab und fängt eine neue an. Vielleicht auch ein gutes Training für Leute, die meinen, sie könnten nur an einer Geschichte gleichzeitig schreiben. Oder sie müssten erst eine Geschichte beenden, bevor sie eine neue anfangen können.

Wenn man professionelle Schriftstellerin ist, muss man auch darüber nachdenken, was das Publikum lesen will und das schreiben. Im NaNoWriMo nicht. Dort geht es nur darum, was ich schreiben will. Es gibt kein Publikum, es gibt nur Wörter, es gibt nur Geschichten, die im Hintergrund entstehen. Niemand liest das außer mir selbst. Jedenfalls für den Moment. Es geht um die Geschichte, die mich selbst am meisten interessiert, die ich selbst vielleicht gern lesen würde, die ich selbst mir gern erzählen würde, um sonst nichts.

Auf diese Geschichte konzentriere ich mich. Und ich beschreibe jedes Detail ganz genau. Jede Überraschung, die ich mir selbst beim Schreiben bereite, jeden Schreck, der auch plötzlich auftauchen kann, jeden Gedanken, den die Hauptfigur hat. Wenn die Hauptfigur viel denkt, ist das gut. Gedanken ergeben sich oft leichter als Handlungen. Handlungen brauchen ein gewisses Setting, eventuell Voraussetzungen, die man erst einmal schaffen muss, um die Handlung überhaupt stattfinden lassen zu können. Gedanken nicht. Die können jederzeit und überall stattfinden und können auch ausufern. Wie gesagt, es ist nur für den Moment. Überarbeitet wird später, nach dem NaNoWriMo.

Einer meiner Writing Buddys meinte, sie würde sich als Ziel 3.000 Wörter pro Tag setzen, wenn sie in Verzug kommt. Sie rechnet sich dann genau aus, wie viel sie in 15 Minuten schreiben kann und wie viele 15-Minuten-Sprints sie dann pro Tag braucht, um wieder im Rennen zu sein. Also bei 3.000 Wörtern sind das ungefähr 5x15 Minuten am Tag. Diese 5 Sprints muss sie irgendwie in ihren Tag einplanen. Wenn man sich so einen genauen Plan macht, kann man selbst einen größeren Rückstand wieder aufholen.

Besser ist natürlich, man kommt gar nicht erst in Rückstand, aber das lässt sich manchmal nicht vermeiden. Es kommen Dinge dazwischen, die man nicht aufschieben kann, die eine vom Schreiben abhalten. Aber auch wenn man einen vergleichsweise großen Rückstand angesammelt hat, sollte man nicht gleich aufgeben. Möglicherweise kann ein einziges Wochenende, das man ausschließlich dem Schreiben widmet, das schon wieder beheben. Man muss es nur richtig einteilen. laughing

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