Das Paradies für Leserinnen und Autorinnen lesbischer Liebesromane mit Happy End

Was das lesbische Herz begehrt . . .

  • Sina Kani: Herz aus Glas +

    Sina Kani: Herz aus Glas

    Als Kristin Cordas kleiner Verlag mit Druckerei pleite ist, erhofft sie sich Hilfe von Larissa, ihrer ersten großen Liebe, jetzt reiche Investmentbankerin. Doch Larissa lässt sie erst einmal abblitzen . . .
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Auszüge aus der umfangreichen Schreibwerkstatt

  • Die verfluchte erste Zeile! – Teil 2 +

    Und schon geht es weiter. Eine neue erste Zeile für den nächsten Roman oder die nächste Kurzgeschichte aus Ihrer Feder.

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  • Gegenwart oder Vergangenheit? +

    Unser Wettbewerb ist vorbei, also haben wir jetzt Zeit, uns wieder dem Tagesgeschäft zuzuwenden.

    Ich unterhielt mich letztens mit einer Kollegin, die sogenannte »freche Frauenromane« schreibt (ehrlich gesagt ein Genre, das mir nicht wirklich etwas gibt), und zwar schreibt sie sie alle im Präsens, in der Gegenwartsform.

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  • Die 48-Minuten-Herausforderung +

    Es gibt immer wieder neue Methoden, die beim Schreiben helfen sollen. Eine davon ist der Vorschlag, in Abschnitten von exakt 48 Minuten zu arbeiten und sich jeweils danach eine Pause von 12 Minuten zu gönnen, bevor man mit dem nächsten 48-Minuten-Abschnitt beginnt.

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  • Nimm nicht teil, beobachte +

    Kürzlich habe ich die »10 Schritte« hier veröffentlicht, die dabei helfen sollen, bessere Prosa zu schreiben. In erster Linie wollte ich darauf hinweisen, wie lustig maschinelle Übersetzungen sein können , aber natürlich ist auch der Inhalt dieser Anweisungen durchaus nicht uninteressant. Weiterlesen
  • Die Welt braucht deinen Roman +

    Das ist das Motto des NaNoWriMo – und es gibt viele vor allem junge Leute, die sich davon aufgerufen fühlen, endlich DEN Roman zu schreiben, den sie immer schon schreiben wollten.

    Das gefällt mir, denn das Romanschreiben wird oft in komische (sprich: merkwürdige) Dimensionen gehoben, als wäre es eine Aufgabe

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NaNoWriMo 2017 - 26. Tag

Der 26. Tag. 

Nun kann man bald 3-2-1 rückwärts zählen, und der NaNoWriMo ist vorbei. Ich wollte gestern eigentlich exakt auf die Wortanzahl kommen, die die ansteigende Linie im Diagramm vorgibt, aber dann hatte ich am Nachmittag doch keine Zeit mehr, den Rest der Wörter zu schreiben. Es ist oft so, dass ich meinen WordCount am Vormittag erreichen kann, wenn ich es da aber nicht schaffe, schaffe ich es am Nachmittag auch nicht mehr. Oder es kommt etwas dazwischen. 

Als ich jünger war, war ich eher ein Nachtmensch. Da hätte ich wahrscheinlich weniger tagsüber geschrieben als nachts. Aber jetzt brauche ich nachts meinen Schlaf wink, also muss ich die Wortanzahl, die ich mir vorgenommen habe, am Vormittag schaffen. Das ist auch etwas, das den NaNoWriMo bestimmt: die Jugend der TeilnehmerInnen. Deshalb auch diese Schreibmarathons, diese Hau-alles-in-die-Tasten-was-du-kannst-in-zehn-Minuten. Ich finde, das ist ein sehr jugendlicher Ansatz. Er beruht darauf, dass man genügend Kraft und Durchhaltevermögen hat und nach einer durchgetanzten Nacht nicht viel Erholung braucht, sondern einfach weitermacht. So war es jedenfalls in meiner Jugend. Ich bin einfach am Montagmorgen wieder zur Arbeit gegangen, auch wenn ich das ganze Wochenende Party gemacht hatte. Wer feiern kann, kann auch arbeiten, richtig? laughing

Da man sich, wenn man jung ist, eher auf seine Kraft verlässt und nicht daran denkt, dass man auch zusammenbrechen könnte, mutet man sich viel zu. Und wenn man etwas erreichen will, dann schafft man das auch. Mit dem Kopf durch die Wand. Das ist ein Ansatz, der auf Verschwendung beruht. Je jünger man ist, desto mehr Zeit hat man zu verschwenden, desto mehr Energie. Man denkt nicht, dass einem die Zeit ausgehen könnte, und die Energie erneuert sich wie von selbst, ohne dass man viel dafür tun muss. Unser Körper läuft eben auf Hochtouren in dem Alter.

Wenn man kein Teenager mehr ist oder nicht mehr in den Zwanzigern, wird das schwieriger. Unsere Lebenszeit verkürzt sich immer mehr, wir haben nicht mehr so viel davon, um sie zu verschwenden, und unser Energieniveau braucht länger und länger, um sich nach einer großen Anstrengung wieder aufzubauen. Wir können nicht mehr einfach so mit dem Kopf durch die Wand, selbst wenn wir wollen.

Deshalb muss man überlegen, wie man aus dem Prinzip der Verschwendung ein Prinzip der effizienten Nutzung macht, also möglichst wenig Aufwand für möglichst viel Erfolg. Das ergibt sich meistens daraus, dass man eher spazierengeht als schnelle Sprints einzulegen. Auch so kann man einen Marathon bewältigen.

Es gibt viele Leute, die fangen erst in höherem Alter an, Marathon zu laufen, nicht schon als Jugendliche. Beim Marathon geht es darum, sich seine Kraft und Energie gut einzuteilen. Zu viele Sprints würden es unmöglich machen, einen Marathon durchzuhalten, weil man dann zu früh zu erschöpft wäre. Ich rede hier jetzt nicht von der Olympiade oder einer Weltmeisterschaft, sondern von einem Volkslauf, von Läufen, bei denen Amateure sich miteinander messen. Dort gibt es immer ein paar, die gewinnen, aber für die meisten ist es vor allem wichtig, ins Ziel zu kommen. Beim NaNoWriMo wird jeder als Gewinner bezeichnet, der die 50.000 Wörter in den 30 Tagen schafft. Das ist schon einmal gut. Selbst wenn man das Zehnfache schafft, bekommt man nicht mehr als für 50.000 Wörter. Es geht nur darum, durchzuhalten und anzukommen. Nicht aufzugeben. Schon das allein ist leichter gesagt als getan.

Aber das Wichtigste ist, was nützt es einem, auf dem Weg zusammenzubrechen? Gar nichts. Wenn man die Ziellinie nicht überschreiten kann, hat man verloren. Das ist nun einmal so. In jedem Marathon und beim NaNoWriMo.

In den letzten Tagen jetzt sieht man die Ziellinie schon vor sich. Deshalb ist es nun besonders wichtig, sich auf den letzten Metern nicht mehr zu übernehmen. Langsam kommt man auch ans Ziel.

Langsam bedeutet beim NaNoWriMo immer noch 1.667 Wörter pro Tag, sofern man sich kein dickes Polster geschaffen hat. Das ist jeden Tag eine neue Herausforderung, aber es ist kein Problem, selbst wenn man spazierengeht. Das haben schon viele NaNoWriMos bewiesen.

Deshalb wäre der NaNoWriMo tatsächlich am ehesten etwas für Rentner, denn die haben den ganzen Tag Zeit. wink Aber je älter man wird, desto weniger findet man solche Wettbewerbe spannend. Wenn man jung ist, will man etwas beweisen, das hat man, wenn man älter ist, nicht mehr nötig.

Trotzdem möchte man immer noch etwas leisten. Die Art der Leistung ist nur etwas anders. Und ein Marathon ist immer zu schaffen, denn das hat mehr mit Überlegung zu tun, vielleicht auch mit Lebenserfahrung als mit purer Kraft.

Immer wieder frage ich mich, warum so viele Leute über Jahre am NaNoWriMo teilnehmen, ohne je etwas daraus zu machen. Viele nehmen sogar dann weiterhin teil, wenn sie niemals gewinnen, sprich niemals die 50.000 Wörter schaffen. Ist das nur jugendlicher Leichtsinn oder jugendliche Sturheit? Was hat man davon, am NaNoWriMo teilzunehmen?

Kürzlich las ich von einer Teilnehmerin, die das jetzt schon über zehn Jahre lang macht. Sie hat ihren ersten NaNoWriMo absolviert, als sie 16 Jahre alt war, und nun ist sie 27. Sie nimmt jedes Jahr teil, hat aber noch nie ein Buch veröffentlicht, obwohl sie in den ersten Jahren jedes Mal zwischen 150.000 und 200.000 Wörter geschrieben hat in dem einen Monat. Sie hat also eine Menge Wörter produziert, aber wozu?

Nun stellt sie fest, dass sie einen anspruchsvollen Job hat, viele Termine und nicht mehr so viele Stunden zur eigenen Verfügung, dass sie diese Zahlen kaum noch erreichen kann. In der Tat schafft sie kaum noch die 50.000 Wörter, gerät spätestens nach den ersten zehn Tagen in Verzug. Sprich: Sie wird erwachsen.

Deshalb war sie bei diesem NaNoWriMo schon ziemlich verzweifelt, denn sie war wohl davon ausgegangen, dass sie weiterhin genauso in die Tasten hauen könnte wie in den letzten Jahren. Dennoch und obwohl sie anscheinend nicht die Absicht hat, Schriftstellerin zu werden oder ein Buch zu veröffentlichen, nimmt sie weiterhin am NaNoWriMo teil.

Der Grund dafür erschließt sich mir nicht so recht. Wieso tut sie sich das an, sich einen Monat lang so zu quälen? Was will sie damit beweisen?

Sie spricht von sich selbst als einer Veteranin des NaNoWriMo und wundert sich ein wenig darüber, dass es TeilnehmerInnen gibt, die „erst“ ein oder zwei NaNoWriMos hinter sich haben und sie jetzt dabei unterstützen, ihre Wortanzahl doch noch zu schaffen, nachdem sie bereits ziemlich zurückgefallen ist. Dieses „erst“ hat mich regelrecht stutzig gemacht.

Es klingt so, als ob der NaNoWriMo etwas wäre, das mit jedem Jahr wertvoller würde und vor allen Dingen dann erst etwas zählt. Ein oder zwei NaNoWriMos sind gar nichts. Man muss möglichst viele davon absolvieren, genauso wie man möglichst viele Wörter schaffen muss.

Aber wo ist das Ziel? Wo ist der Sinn? Fehlt uns im täglichen Leben die Herausforderung, so dass wir sie uns einmal im Jahr in einem Monat suchen müssen? Um was zu beweisen? Dass wir etwas können?

Ich denke, das beweisen wir das ganze Jahr über. Gerade wenn man einen anspruchsvollen Job hat, sollte man jeden Tag Gelegenheit dazu haben, das zu beweisen.

Für mich ist der NaNoWriMo ein Werkzeug, mehr Bücher schreiben zu können. Die dann auch veröffentlicht werden. Er ist kein Selbstzweck, nur damit ich meine Wörter zählen kann. Denn das würde mir überhaupt nichts bringen. Es würde mir auch nichts bedeuten.

Vielleicht steige ich noch einmal dahinter, was dieser „Veteranenstatus“ soll, aber bisher stehe ich da wirklich wie der Ochs vorm Berg. wink

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