Das Paradies für Leserinnen und Autorinnen lesbischer Liebesromane mit Happy End

Was das lesbische Herz begehrt . . .

  • Sina Kani: Herz aus Glas +

    Sina Kani: Herz aus Glas

    Als Kristin Cordas kleiner Verlag mit Druckerei pleite ist, erhofft sie sich Hilfe von Larissa, ihrer ersten großen Liebe, jetzt reiche Investmentbankerin. Doch Larissa lässt sie erst einmal abblitzen . . .
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Auszüge aus der umfangreichen Schreibwerkstatt

  • Die verfluchte erste Zeile! – Teil 1 +

    Ich weiß ja schon, worüber ich schreiben will. Ich weiß es ganz genau. Aber die erste Zeile, die fällt mir einfach nicht ein.

    Na, da wissen wir doch Abhilfe.

    Nehmen Sie einfach eine beliebige erste Zeile aus unserem Angebot.

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  • Der Eröffnungssatz muß das Versprechen einer Wahrheit sein, die lesenswert ist +

    Ist nicht von mir, klingt aber gut, oder? 

    Wir sind im el!es-Schreibforum jetzt bei Kapitel 34 des Schreibkurses »Ein Jahr – Ein Roman« angekommen, und hier ein Auszug aus dem 34. Kapitel, wie ich es im Schreibforum geschrieben habe:

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  • 5 Wörter – Teil 2 +

    So, hier sind sie, die nächsten fünf Wörter, aus denen Sie die Story Ihres Lebens machen können.

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  • 5 Wörter – Teil 3 +

    Es ist wieder einmal Samstag, und das bedeutet neue Schreibübungen für diejenigen, die an ihrem Stil feilen wollen.

    Hier die Wörter von heute:

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  • Der Anglizismen-INDEX +

    Wenn ein Buch auf den »Index« kommt, heißt das, es wird verboten, darf nicht mehr verkauft oder gelesen werden – jedenfalls nicht öffentlich. Bei Anglizismen ist es nicht ganz so schlimm.

    Der Anglizismen-INDEX des Vereins Deutsche Sprache e.V. enthält 6800 Anglizismen und ihre deutsche Entsprechung – das heißt, Vorschläge des Vereins für

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NaNoWriMo 2017 - 29. Tag

Der 29. Tag. Vorletzter Tag, und der rettende Hafen ist schon zu sehen. cool

Heute kam noch einmal ein Pep-Talk von der deutschen NaNoWriMo-Betreuerin, in dem sie sagte, gerade jetzt am Schluss sollte man nicht aufgeben. Einige der TeilnehmerInnen haben bereits gewonnen – sprich die 50.000 Wörter erreicht –, aber viele sind auch im Rückstand. Sie selbst sei sogar mit 40.000 Wörtern im Rückstand, habe aber auch noch nicht aufgegeben.

Sicherlich, wenn man die Wahnsinnigen der ersten Tage als Maßstab nimmt, könnte man jetzt auch noch 20.000 Wörter pro Tag schaffen und damit gewinnen, aber wenn man das bis jetzt nicht geschafft hat, ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr gering. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Wenn man jetzt jedoch nur tausend oder zweitausend Wörter im Rückstand liegt, sollte es tatsächlich kein Problem sein, das in den letzten beiden Tagen noch aufzuholen.

Bei meinem ersten NaNoWriMo vor einem Jahr war ich bereits am 17. November mit den 50.000 Wörtern fertig. Diesmal liege ich gerade so im Limit. Gewonnen ist gewonnen, ob man die 50.000 Wörter am 17. November oder am 30. November erreicht, aber es zeigt auch, dass der NaNoWriMo nicht immer gleich abläuft. Es kommt auf die Umstände an. Manchmal hat man einfach zu viel zu tun, um 50.000 Wörter in einem Monat schreiben zu können, und manchmal schafft man es nur knapp. Das sind eben die normalen Widrigkeiten des Lebens.

Der NaNoWriMo ist nichts Lebenswichtiges, und deshalb muss er oft hinter anderen, wichtigeren oder vielleicht auch nur dringenderen Aufgaben und Arbeiten zurückstehen. Es gibt ja dann die Camps im April und im Juli und den nächsten NaNoWriMo im November, jedes Jahr. Obwohl es mir – wie ich schon einmal sagte – schleierhaft ist, warum man das dann macht. Zwei Tage vor Schluss mit 40.000 Wörtern zurückzuliegen ist ja nur eine beschönigende Umschreibung, denn das kann man schon gar nicht mehr als Rückstand bezeichnen. Es bedeutet, dass man gar nicht richtig angefangen hat. Nur 10.000 Wörter in einem NaNoWriMo-Monat ist so gut wie gar nichts.

Das gilt jedoch nur für genau diesen Monat oder diese Monate, in denen man sich so viel vornimmt. Denn wenn man sich überlegt, dass man zwölf Monate im Jahr hat und in jedem dieser Monate 10.000 Wörter schreiben würde, wären das im ganzen Jahr 120.000 Wörter – ein wirklich dicker Roman oder sogar zwei Romane, wenn man nach der üblichen Länge der el!es-Romane geht, die zwischen 60.000 und 75.000 Wörtern liegt. Sogar mit gut der Hälfte, also 5000 Wörtern oder etwas mehr im Monat, läge man da noch gut im Rennen. 5000 Wörter durch 30 Tage sind 167 Wörter am Tag. Logisch. Ein Zehntel der Menge, die man beim NaNoWriMo schaffen muss. Und das liegt doch auch schon ziemlich nah an unseren »magischen« 250 Wörtern am Tag, die hier schon oft empfohlen wurden.wink

167 Wörter. Nicht wirklich viel. Wenn man mehrere SMS-Nachrichten am Tag schreibt (geschweige denn E-Mails), kommt man sicher locker auf so eine kleine Zahl, vielleicht sogar auf mehr. Genauso gut könnte man natürlich 167 Wörter für einen Roman in sein Handy tippen.

Eine faszinierende Idee. Das fand ich schon, als ich von den ersten Handyromanen hörte, die in Japan geschrieben wurden. Von Teenagern, die sowieso den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als auf ihrem Handy herumzudaddeln. So kann man einen Roman schreiben, während man im Bus oder in der Bahn sitzt, auf dem Weg von und zur Schule oder Uni oder Arbeit.

Ich stelle immer wieder fest, dass eine Umgebung, die nicht völlig ruhig ist (beispielsweise eben in Bus und Bahn oder an Haltestellen), wo Leute sich unterhalten, wo Geräusche der verschiedensten Art um mich herum sind, sehr unterstützend beim Schreiben sein kann. Das wussten schon viele Schriftsteller und Schriftstellerinnen vor mir, denn Schreiben in Cafés ist fast schon zu einem Klischee geworden.

Früher war das für viele Schriftsteller sogar das Normale, denn die meisten von ihnen waren arm und konnten sich deshalb keine Wohnung leisten, jedenfalls keine, die man beheizen konnte oder in der es fließendes Wasser gab. Also war den ganzen Tag über in einem Café zu sitzen der pure Luxus, weil es dort warm war und es eine Toilette gab, für die man nicht bei Eis und Schnee das Haus verlassen musste, um in den Hof zu gehen, wo das Herzhäuschen stand.

Heutzutage natürlich unvorstellbar für die meisten von uns, weil wir den Luxus von fließendem Wasser, Elektrizität und Wärme auch zu Hause haben. Und viel mehr als das. Wer von uns könnte sich ein Leben, wie es früher Schriftsteller, Maler, Bildhauer oder sonstige Künstler führen mussten, überhaupt noch vorstellen? Das ist schon recht schwierig. Wir empfinden ein warmes Zuhause, ein regelmäßiges Bad in einer gemütlichen Badewanne, das Licht, das wir mit dem Umlegen eines Schalters anknipsen können, oder die Heizung, die sich durch ein einfaches Drehen eines Knopfes regulieren lässt, schon gar nicht mehr als Luxus.

Vielleicht suchen wir uns deshalb Herausforderungen wie den NaNoWriMo, weil wir im täglichen Leben solche Herausforderungen kaum mehr haben. Dafür gibt es andere, die nicht weniger anstrengend sind. Aber die Definition von Luxus hat sich mittlerweile doch sehr geändert.

Auch die Vorstellung von Künstlertum hat sich offensichtlich sehr geändert, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass Dichter und Maler in früheren Zeiten Wettbewerbe veranstaltet hätten, wer am schnellsten am meisten produzieren kann. Es gab vielleicht eine Notwendigkeit, viel zu produzieren, um davon leben zu können, aber so etwas wie der NaNoWriMo ist absolut keine Notwendigkeit, denn wie ich schon einmal feststellte: Die meisten der dort produzierten Wörter verlassen nie das Umfeld ihrer Produzentin oder ihres Produzenten, also leben die Schreibenden wohl kaum davon.

Die Notwendigkeit besteht offensichtlich in etwas anderem. Es geht nicht um die existentiellen Bedürfnisse wie Essen oder ein Dach über dem Kopf. Unsere Bedürfnisse heutzutage sind anderer Art. Wir suchen Bestätigung, Herausforderungen, die uns das Leben vorenthält. Was insbesondere für jüngere Leute gilt, die von ihren Eltern nach Strich und Faden verwöhnt werden, zu Hause ein eigenes Zimmer haben, einen eigenen Fernseher oder heute wohl eher einen eigenen Computer, der auch die Funktion eines Fernsehers erfüllt, bis zum Überquellen gefüllte Kleiderschränke mit Designer-Outfits oder ein Problem mit ihrem Übergewicht, weil sie zu viel zu essen bekommen statt wie früher zu wenig.

Die meisten TeilnehmerInnen am NaNoWriMo sind jung bis sehr jung. Oftmals wird den Kindern und Jugendlichen vorgeworfen, dass sie so verwöhnt wären, dass sie gar nicht mehr wüssten, was Herausforderungen sind, aber das stimmt nicht. Sie wünschen sich offensichtlich Herausforderungen, die über den Alltag hinausgehen. Denn niemand wird gezwungen, am NaNoWriMo teilzunehmen, das ist alles freiwillig, und doch tun diese jungen Menschen sich das an. Weil sie Herausforderung und Bestätigung wollen. Und sie haben eine hohe Frustrationstoleranz – was ihnen auch oft abgesprochen wird –, denn sie kommen jedes Jahr wieder, auch wenn sie nicht gewonnen haben. Vielleicht sogar, weil sie nicht gewonnen haben. Sie wollen es schaffen. Und wenn sie es geschafft haben, wollen sie es wieder schaffen.

Ich finde, das hat etwas sehr Bezeichnendes. Unsere Welt bietet durchaus Herausforderungen, aber anderer Art, und diese Art reicht nicht. Junge Leute haben viel Energie, und die wollen sie auch nutzen. Offenbar ist unsere Welt zu bequem für sie geworden.

Früher gab es große körperliche Ansprüche an praktisch alle Menschen. Man musste oft schon von klein auf auf dem Feld arbeiten oder in der Fabrik, während man nicht zur Schule gehen konnte, weil das für arme Leute unerreichbar war. So wurde der Körper gefordert, aber nicht der Geist. Heute gehen alle Kinder zur Schule, manchmal ist es schon fast zu viel, was ihrem Geist dort abverlangt wird, aber körperlich haben sie nichts zu tun. Den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen benötigt so gut wie keine Muskeln. Man braucht aber beides: Körper und Geist.

Der NaNoWriMo erfordert auch wieder nur Sitzfleisch, sonst keine große Muskelkraft, aber er ist trotzdem eine Herausforderung, weil man dabei an seine Grenzen gehen muss. Andere Menschen machen Bungee-Jumping oder powern sich mit Joggen aus oder mit Fitness-Training, um die fehlende körperliche Anstrengung in unserem Alltag zu ersetzen, beim NaNoWriMo powert man sich mit Wörtern aus. Der Vorteil ist: Der Erfolg ist leicht messbar, denn den kann man in Zahlen ablesen.

Oftmals gab es Diskussionen darüber, ob Kinder in der Schule überhaupt noch Noten bekommen sollten. Wenn ich mir den NaNoWriMo so anschaue, ist es genau das, wonach sich die Kinder und Jugendlichen sehnen: eine nachvollziehbare Leistung erbracht zu haben, für die sie dann auch belohnt werden. Sie wissen, dass sie nichts bekommen, wenn sie die 50.000 Wörter nicht schaffen, aber das hält sie nicht ab. Sie möchten gewinnen. Sie möchten am Ende des Monats sehen, was sie geleistet haben. In Zahlen. Und sie suchen sich das selbst so aus.

Was ich ausgesprochen positiv finde. Denn das, was der NaNoWriMo verlangt und fördert, ist das, was man im Leben auch braucht: ein Ziel, den Willen, dieses Ziel zu erreichen, Durchhaltevermögen und sich nicht von Misserfolgen frustrieren zu lassen, sich davon nicht abhalten zu lassen, es immer und immer wieder zu versuchen. Dann wird man sein Ziel auch erreichen.

Der NaNoWriMo als Schule des Lebens. Ein schönes Bild, wie ich finde. laughing

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  • Ruth Gogoll

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