Die Lesbische-Märchen-Herausforderung: Stimmen Sie jetzt ab!

Wir haben aufgerufen, holde Jungfrauen zu befreien, Prinzessinnen zu heiraten und böse Gestalten zu besiegen – und überraschend viele Ritterinnen Kunigunde haben unsere Herausforderung angenommen. ⚔

Die Streiterinnen haben sich in der Arena versammelt, die Rösser scharren mit den Hufen: Jetzt sind Sie, das Publikum, gefragt, wer siegreich aus dem Turnier hervorzugehen vermag. 🎪

Weil die eingesandten Märchen sehr unterschiedlich lang sind, haben wir uns entschieden, für den Auszug 50% der Geschichte zu veröffentlichen, aber nicht weniger als 1.500 und nicht mehr als 10.000 Wörter.

Und bitte kommentieren Sie für die einzelnen Märchen auf den jeweiligen Seiten, nicht auf dieser Seite, damit es übersichtlich bleibt.

Der letzte Tag des Wettbewerbs ist der 23. September 2018. Am 24. September um 0:00 Uhr wird die Zugbrücke hochgezogen und die Burg ist dicht. 🏰 Dann können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

Also dann, los geht’s!

  1. Märchen Nr. 1
  2. Märchen Nr. 2
  3. Märchen Nr. 3
  4. Märchen Nr. 4
  5. Märchen Nr. 5
  6. Märchen Nr. 6
  7. Märchen Nr. 7
  8. Märchen Nr. 8
  9. Märchen Nr. 9
  10. Märchen Nr. 10
  11. Märchen Nr. 11
  12. Märchen Nr. 12
  13. Märchen Nr. 13
  14. Märchen Nr. 14
  15. Märchen Nr. 15
  16. Märchen Nr. 16
  17. Märchen Nr. 17
  18. Märchen Nr. 18

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Wer hat hier bereits Kommentare abgegeben?

  • Lina
  • Milika
  • Charlie
  • Administratorin
  • Sima
  • Anja
  • Claudia
  • Ruth Gogoll
  • Sima

    Permalink

    Nachdem ich mit allen Märchen durch bin, werde ich meine ganz persönlichen Einschätzungen für einen besseren Überblick in Form einer "Rangliste" noch einmal zusammenfassen. Zuvor möchte ich mich noch mal bei allen Autorinnen, die hier teilgenommen haben, ganz herzlich bedanken. Durch Eure Ideen, Eure Kreativität und die zahlreiche Teilnahme wurden mir ein paar unterhaltsame Stunden beschert. Es ist auch schön zu sehen, dass sich immer wieder neue Autorinnen hier finden, die ihre Begeisterung fürs Schreiben mit uns teilen.

    Bei 18 Märchen kann ich freilich keine konkrete Einzelplatzierung vornehmen, weil es immer wieder Geschichten gab, die mir gleichermaßen gut gefallen haben und die sich auch vom schriftstellerischen Niveau her ähnlich sind. Ich möchte auch noch mal betonen, dass meine Bewertung sich nicht nur auf das Handwerkliche und die Umsetzung des Märchens bezieht, sondern natürlich auch meinen persönlichen Geschmack widerspiegelt. Dabei lasse ich jetzt auch mal außen vor, dass einige Autorinnen sich nicht mal auf die Kommentare hin gemeldet haben. Das finde ich sehr schade. Aber bei el!es-Wettbewerben geht es nicht nur darum, eine Geschichte einzureichen und dann abzuwarten, was am Ende dabei rauskommt. Nein, auch die rege Teilnahme an den Diskussionen ist ausdrücklich erwünscht. So kann man sich nicht nur als Kommentatorin auch ein Bild von der jeweiligen Autorin machen. Denn sich wenigstens zu bedanken und vielleicht mit ein, zwei Sätzen auf die Anmerkungen einzugehen, das dürfte nicht schwerfallen und ist auch eine Frage der Höflichkeit. ;)

    Rangliste:
    I (Platz 1): Märchen Nr. 7 (mein absoluter Favorit :))
    II (Plätze 2 bis 5): Märchen Nr. 2, 6, 17, 18
    III (Plätze 6 bis 10): Märchen Nr. 3, 5, 11, 15, 16
    IV (Plätze 11 bis 15): Märchen Nr. 8, 9, 12, 13, 14
    V (Platz 16): Märchen Nr. 4
    VI (Platz 17): Märchen Nr. 10
    VII (Platz 18): Märchen Nr. 1

    Sonntag, 16. September 2018 9:03
  • Wow!
    Nochmal vielen Dank!!! Obwohl Frau Gogoll mir ausgeredet hat, mich auf das ranking zu fixieren, hatte ich mir eine Einschätzung von euch ja gewünscht.
    Das Sima sich wirklich die Mühe gemacht hat, alle Märchen platzgenau zu ordnen finde ich mal wieder fantastisch. Das fällt sicher nicht leicht. Vielleicht
    werden ja sogar noch andere Autorinnen Ähnliches veröffentlichen. Dann hätte man sogar noch mehr als nur einen Geschmack und eine Meinung.
    Vielen Dank auch für meine eigene Platzierung : )

    Sonntag, 16. September 2018 9:28
  • Ruth Gogoll

    Lina Permalink

    Wir machen alle eine Rangliste, bisher allerdings nur im Forum. Die Ranglisten der Autorinnen-Jury aus dem Forum werden dann zu einer endgültigen Platzierung zusammengefasst und am Ende des Wettbewerbs hier auf der Webseite veröffentlicht. Dann gibt es eine Publikumsrangliste und eine Juryrangliste, und alle können vergleichen, wo sich das unterscheidet.

    Ich vermute jetzt aber mal ganz schwer, dass Sima hier schon in die richtige Richtung vorgelegt hat. 🙂

    Sonntag, 16. September 2018 9:37
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Am 23. September wird der Wettbewerb beendet sein. An dem Tag können bis eine Minute vor Mitternacht noch Kommentare abgegeben werden.

    Sonntag, 9. September 2018 15:55
  • Administratorin

    Permalink

    Für die Abstimmung dürfen drei Märchen ausgewählt werden. Durchschnittlich werden auch pro Leserin drei Stimmen abgegeben. Manchmal zwei. Dass jemand nur ein Märchen favorisiert, kommt auch vor, aber selten.
    Für Märchen Nr. 1 wurde pro Leserin in den meisten Fällen nur eine Stimme abgegeben.
    Das lasse ich hier nur mal so stehen.

    Freitag, 7. September 2018 14:29
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Das kürzeste Märchen, das wir bekommen haben, war gerade einmal gut 870 Wörter lang, das längste, das wir bekommen haben, jedoch so um die 35.000 Wörter. Eigentlich sind solche Einsendungen gar nicht zu vergleichen, aber ich habe so überlegt, ob wir das in die Bewertung irgendwie einfließen lassen sollen, denn 35.000 sind doch erheblich mehr Arbeit als 870. Was meint Ihr?

    Mittwoch, 5. September 2018 10:27
  • Hm. Dem kann ich so nicht zustimmen.
    Klar, 30000 Wörter aufzuschreiben ist in gewisser Weise mehr Aufwand als "nur" 1000-2000. Aber in kürzeren, prägnanten Texten steckt oft weit mehr Formulierungsarbeit als in solchen, in denen man 30000 Wörter lang Zeit hat, dann doch nicht auf den Punkt zu kommen...
    Sorry, das klingt jetzt vielleicht hart. Und bei den hier eingestellten Texten gibt es natürlich auch solche und solche. Aber ich finde, pauschalisieren sollte man das nicht. Mir machte zum Beispiel das Lesen einiger der kürzeren Texte deutlich mehr Spaß als das Lesen einiger längerer...
    Wobei ich persönlich ohnehin der Meinung bin, ein "Märchen", auch wenn es für elles ist, sollte kurz und knackig lesbar sein und nicht gefühlt 20 oder noch mehr Druckseiten lang... Das nimmt ihm meines Erachtens nach den Charakter eines Märchens. Märchen sind zum Erzählen, als Gute-Nacht-Geschichte oder für zwischendurch. Die sollten, finde ich, nicht ganze Stunden dauern beim Erzählen, sondern fünf bis vielleicht zwanzig Minuten oder so... (Meine Meinung)
    Einige Wünsche / Idealvorstellungen in den Kommentaren unter den einzelnen Märchen würde ich eher als "lesbische Liebesgeschichte" denn als Märchen klassifizieren. :) Das hat zweifellos auch seinen Reiz, wäre aber ein anderer Wettbewerb. ;)

    Freitag, 7. September 2018 21:39
  • Charlie

    Milika Permalink

    Dazu würde ich jetzt gern doch meinen Senf abgeben. ;) Die Idee des Märchengeschichtenbandes ist im Grunde aus den längeren Geschichten entstanden, wo vor allem eine lesbische Liebesgeschichte und eine Moral im Vordergrund stehen sollte, basierend auf einem Originalmärchen oder eben selbst erdachte.

    Uns allen ist klar, dass die Hausmärchen deutlich kürzer sind und sehr viel weniger Worte umfassen. Man kann es auch so schreiben, spricht ja nichts dagegen. ;) Aber ich würde stark davon Abstand nehmen, dass 30.000 Wörter eben mal einfacher hingeschrieben sind als 1.000! In 1.000 Wörtern kann man nur sehr schwer Emotionen, Gefühle, Gedanken der Protagonistinnen transportieren, oder gar eine Figurenentwicklung darstellen, wie es für el!es typisch ist. Und ich denke, darum ging es beim Aufruf zum Wettbewerb: um typische el!es-Märchen.

    In den Märchen geht es im Grunde oft darum, dass ein Prinz seine Prinzessin rettet und sie dann glücklich zusammen bis ans Ende ihrer Tage leben. Bei diesem Wettbewerb kann es also nur darum gehen, dass zwei Frauen miteinander glücklich werden, wie auch ihr Weg zuvor aussehen mag. Jetzt kann man das einfach als Erzählerin berichten, wie bei einem Hausmärchen, oder man kann die Figuren zum Leben erwecken und mit ihnen die Reise antreten bis zum Happy End.

    Ich finde es sehr schön, dass eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Märchen entstanden und eingereicht worden sind. Dass jede Autorin den Wettbewerb für sich interpretiert hat und ihr eigenes Märchen geschrieben hat. Da ist jede ja anders gestrickt. Dennoch bevorzuge ich ganz klar die Reise mit den Protagonistinnen durch die Geschichte und nicht den kurzen Bericht darüber. ;)

    Und im übrigen spiegeln alle Kommentare ja nur die Meinung und Geschmäcker der jeweiligen Leserin wieder. Wenn Du eine andere Meinung hast, ist das völlig okay und Du darfst sie auch sehr gern unter jedem Märchen hinterlassen. ;) Niemand hält Dich davon ab.

    Freitag, 7. September 2018 22:10
  • Du sprichst mir aus der Seele, Charlie. Dem habe ich nichts hinzuzufügen. :) Ich merke, dass es einigen Autorinnen hier einfach an Schreiberfahrung mangelt. Aber das ist ja nicht schlimm, denn gerade so ein Wettbewerb, wie auch viele andere Schreibübungen, die man in der Schreibwerkstatt von el!es machen kann, dienen ja dazu, unerfahrenen Autorinnen die Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren.

    Es geht nicht darum, ob bei einem Märchen nun die kürzere oder längere Version besser ist. Es geht um das Handwerk und darum, dass hier eine bestimmte Zielgruppe angesprochen werden soll. Und das sind nun mal die el!es-Leserinnen. Und ohne Gefühle oder die Möglichkeit, sich mit den Protagonistinnen identifizieren zu können, um mit ihnen gemeinsam den steinigen Weg bis zum Happyend gehen zu können, kann ich mir nicht vorstellen, dass das sehr viele Leserinnen ansprechen würde. Und wer es trotzdem schafft, das alles zu beachten und dann in einer Geschichte mit 1000 Wörtern unterzubringen, vor dem "Profi" ziehe ich meinen Hut. :)

    Und dann immer dieser Vergleich, ob das dann mehr in die Kategorie Liebesgeschichte passen würde. Geht es in einem Märchen etwa nicht um die Liebe?

    Freitag, 7. September 2018 22:55
  • Ruth Gogoll

    Charlie Permalink

    Richtig. 😉 Und was die Kommentare betrifft, ja, da erwarte ich dann in den nächsten Tagen einen detaillierten Kommentar zu allen Märchen, die Dir gefallen haben, Milika. 😎 Würde mich jetzt wirklich interessieren. 1.000 Wörter sind schon sehr wenig, wenn man eine Geschichte entwickeln will, deshalb würde ich gern lesen, wie Du das dann bei den kurzen Märchen siehst, wo das wirklich in dieser Kürze gelungen ist. Diese Art Kommentare sind auch sehr wichtig für die Entscheidung, welche Märchen dann zum Schluss ins Buch aufgenommen werden, also das ist nicht einfach nur so. Märchen, die sehr gut sind, egal ob kurz oder lang, werden sicherlich aufgenommen. Märchen, die noch viel Arbeit erfordern, ebenfalls egal ob das Märchen jetzt kurz oder lang ist, müssen eventuell aussortiert werden, weil wir nicht so viele Lektorinnen haben, die diese Arbeit leisten können.

    Freitag, 7. September 2018 22:21
  • Ist gut. Sobald ich dazu komme, werde ich zu den Märchen auch einzelne Kommentare schreiben. Die letzten Abende war ich leider mit Lesen beschäftigt. ;-) Also, was heißt leider. War ja schön und hat Spaß gemacht. Ich kam nur darum noch nicht zum Kommentieren.

    Sorry! Dass die Idee aus den längeren Märchen geboren war, konnte ich ja nicht wissen. So explizit steht das hier nicht... Ist ja auch okay, wenn das eben ein Kriterium der Bewertung ist. Ist ja vermutlich eins unter mehreren und nicht das einzige. ;)

    Natürlich kann man in 1000 Wörtern viel weniger explizit ausgeschriebene und beschriebene Emotionen und Gefühle unterbringen als in 30000. Das ist ja klar. Aber das meinte ich ja gerade mit "mehr Formulierungsaufwand". Wenn man es dann trotzdem schafft, dass bei den Lesern ein Bild ankommt, oder ein Gefühl, oder eine Sehnsucht, auch ohne, dass es "da steht", dann ist das ja manchmal ganz schön schwierig. Mir persönlich fällt es oftmals gar nicht so leicht, Dinge auch mal "zusammenzustauchen" und wirklich explizit auf den Punkt zu formulieren. Zu oft tendiere ich eher dazu, zu viel "drumrumzuerklären", anstatt es einfach so eindeutig zu formulieren, dass ich es dann gar nicht mehr erklären brauche. Führt manchmal, wenn es klappt, zu "zack, ein ganzer Absatz weniger, dafür ein schöner Satz mehr"... Dann freue ich mich immer. :)

    Und, nur, damit wir uns nicht missverstehen: wenn ein Text gut geschrieben ist, dann sind auch 30000 Wörter oder auch mehr in Nullkommanix verschlungen, und es macht Spaß beim Lesen. Ich hab nichts gegen längere Texte. Für mich sind halt nur "Märchen" einfach kurz. Aber ich lasse auch gerne mein Weltbild erweitern. Wie gesagt, dass das die Grundlage der gesamten Ausschreibung war, konnte ich ja nicht wissen. ;)

    Freitag, 7. September 2018 22:48
  • @Milika: Aber das meinte ich ja gerade mit "mehr Formulierungsaufwand". Wenn man es dann trotzdem schafft, dass bei den Lesern ein Bild ankommt, oder ein Gefühl, oder eine Sehnsucht, auch ohne, dass es "da steht", dann ist das ja manchmal ganz schön schwierig. Mir persönlich fällt es oftmals gar nicht so leicht, Dinge auch mal "zusammenzustauchen" und wirklich explizit auf den Punkt zu formulieren. Zu oft tendiere ich eher dazu, zu viel "drumrumzuerklären", anstatt es einfach so eindeutig zu formulieren, dass ich es dann gar nicht mehr erklären brauche.

    Ich kann gut verstehen, was Du damit meinst, und was das betrifft, stimme ich Dir auch zu. So einigen von uns Hobbyautorinnen geht es da wahrscheinlich wie Dir, dass eine große Blase um eine bestimmte Szene gebaut wird und es viel zu lange dauert, um auf den Punkt zu kommen und den Kern der Aussage möglichst knackig zu treffen. Genauso ist es richtig, bestimmte Gefühle oder die Sehnsucht nach etwas manchmal einfach im Raum stehen zu lassen. Aber Du musst immer bedenken, dass Du für die Leserin schreibst, die nicht weiß, was Du Dir beim Schreiben gerade denkst oder wie Du Deine Figur fühlst, wenn Du das in Deinem Text nicht zum Ausdruck brinst (in welcher Form auch immer). Das heißt, Du musst sie darstellen, ihren Charakter der Leserin näherbringen, damit sie sich ein konkretes Bild von der Figur machen kann. Natürlich soll auch genug Raum bleiben, damit die Leserin sich die Figur nach ihre eigenen Vorstellungen "zurechtbasteln" kann. Deshalb sind übertriebene Beschreibungen, vor allem hinsichtlich Äußerlichkeiten, unangebracht. Das ist ein schmaler Grad, finde ich.

    Und auch wenn in einem Märchen der Fokus vielleicht etwas mehr auf andere Dinge wie z.b. die Moral, meinetwegen auch die Kürze (darin liegt die Würze ;)) gerichtet ist, so soll es hier immer noch eine el!es-Geschichte sein, die nun mal an bestimmte "Bedingungen" geknüpft ist. Und da geht es nun mal viel um Gefühle und den Aufbau hinsichtlich Spannungsbogen und Konflikt. Fällt das alles plötzlich weg, dann mag das zwar ein Märchen sein, aber nicht im Stile von el!es. Meistens ist das auch eine Frage, wie gut man das Schreibhandwerk beherrscht. Frühere Märchen sind mündlich überlieferte Erzählungen. Ist ja klar, dass diese daher eher kurz sind und auf die Gedanken und Gefühle der Protagonisten kein Wert gelegt wurde. Es ging einfach nicht darum. Es gab nur "gut oder böse", "dumm oder schlau", "schön oder hässlich", "mutig oder feige".

    Bei jenen Märchen, zu denen ich hier auch schon meinen Kommentar abgegeben habe, habe ich schon zum Teil deutliche Unterschiede feststellen können. Und bislang bleibt bei mir da eben der Eindruck, dass sehr kurze Geschichten sich zwangsläufig nur an der Oberfläche bewegt haben, weil sie einfach nur "erzählt" wurden. Klar, so als kleines Betthüpferle mag das ausreichend sein. Da kann ich darüber schmunzeln und mich freuen, dass die Liebe wieder einmal gesiegt hat, und gut ist. :) Aber ich persönlich habe mittlerweile eben einen anderen Anspruch, weil ich in den letzten Jahren bei el!es sehr viel lernen und erfahren durfte, worauf es in einer lesbischen Geschichte ankommt. Zu meinen Anfangszeiten war ich ebenfalls eine Kandidatin dafür, von einem ins nächste zu "hopsen", ohne mich eingehend mit den Charakteren zu beschäftigen, weil ich geglaubt habe, dass nur die Handlung spannend sein muss, damit eine gute Geschichte dabei herauskommt. Inzwischen weiß ich es besser. Hoffe ich doch mal. ;)

    Aber wie dem auch sei, einiges ist tatsächlich auch Ansichts- und Geschmacksache und welche Vorstellung die Autorin von einem Märchen bei diesem Wettbewerb hatte. Das ist auch vollkommen in Ordnung, macht es doch diesen Wettbewerb erst zu einer schönen, bunten Mischung. Ich hatte da aber mehr daran gedacht, dass die Art des Märchens gern verschieden sein darf (modern oder altertümlich, mit menschlichen Wesen oder eben mit echten Märchen- und Fabelfiguren etc.) Bei handwerklichen Dingen und im Sinne von el!es zu schreiben, da halte ich aber an meiner Meinung fest. :)

    Das war jetzt mein Wort zum Wochenende. Sonntag haben wir ja noch nicht. :)

    Samstag, 8. September 2018 11:59
  • Ruth Gogoll

    Milika Permalink

    Die Idee ist halt in unserem Schreibforum entstanden, wo wir täglich so einige Ideen wälzen. 😉 Am Anfang hätte ich auch nicht gedacht, dass das hier daraus werden würde, das ist eher unerwartet. Aber schön. 🙂

    Freitag, 7. September 2018 23:09
  • Na klar, da besteht ein erheblicher Unterschied. Einem ganz kurzen Märchen, bei dem ich dann noch den Eindruck habe, es wurde inhaltlich lediglich den el!es-Anforderungen ein wenig angepasst, kann ich ohnehin nicht dieselbe Beachtung schenken. Allein schon am Aufwand und an der Kreativität gemessen, liegen da Welten dazwischen.
    Aber wie willst Du das in die Bewertung mit einfließen lassen, Ruth??

    Mittwoch, 5. September 2018 11:04
  • Ruth Gogoll

    Sima Permalink

    Man könnte z.B. die Anzahl der abgegebenen Stimmen mit der Anzahl der Wörter ins Verhältnis setzen.
    Beispielsweise könnten wir die Durchnittslänge der Märchen ermitteln und dann die abgegebenen Stimmen pro Märchen durch den Faktor teilen, den das Märchen kürzer ist als der Durchschnitt, oder mit dem Faktor malnehmen, den das Märchen länger ist als der Durchschnitt.

    Allerdings ist die Wortanzahl allein auch kein Kriterium für Qualität, das wäre also auch nicht unbedingt gerecht. War nur so eine Idee von mir.

    Mittwoch, 5. September 2018 11:29
  • Spielt die Bewertung in diesem Wettbewerb denn eine große Rolle, wenn sowieso möglichst alle Märchen in einem Band untergebracht werden sollen? Oder wird vielleicht doch besser eine qualitätsorientierte Auswahl wie beim LLP getroffen?
    Unabhängig davon, wir wissen doch, wie das im allgemeinen hier mit der Stimmenvergabe läuft, Ruth. ;) Aussagekräftige Kommentare sind ohnehin viel wertvoller und sagen viel mehr über die Qualität einer Geschichte aus. Von daher finde ich das nicht so problematisch. Eine gute Geschichte erkennt man auch daran, wie sie beginnt und wie der Schreibstil ist, egal ob länger oder kürzer. Ist sie spannend bzw. interessant? Bietet sie ausreichend Konfliktpotential und erfüllt sie die Anforderungen? Nicht wahr? ;) Daher reichen mir persönlich die Auszüge und eine gute Inhaltsangabe (wenn das Märchen länger als der Auszug ist) aus, um mir ein Bild zu machen.

    Mittwoch, 5. September 2018 14:12
  • Vielleicht gibt es ja eine andere Möglichkeit die Märchen in Kategorien einzuteilen, mal abgesehen von der Anzahl der Worte. Weil ja, ich finde es auch sehr schwer ein Märchen das knapp 1'000 Wörter hat mit einem zu vergleichen dass mehr als 30'000 hat.
    Weil eigentlich jedes Märchen eine Moral hat, oder andere Eckpunkte, könnte man sie ja vielleicht in Kategorien einteilen, die nichts mit der Anzahl der Wörter zu tun hat. Vielleicht könnt Ihr ja Kategorien machen wie: Originalität, Idee, Konfliktpotential usw.

    Mittwoch, 5. September 2018 12:13
  • Claudia

    Permalink

    Wow, so viele tolle Einsendungen, da war ich jetzt auch überrascht :)
    Vielen Dank an alle, die ihre Geschichten eingesandt haben und vielen Dank an dich, Ruth, die du das hier erst möglich gemacht hast.
    Ich habe jetzt alle Geschichten einmal durchgelesen und schon mal die ersten Gedanken dazu geschrieben.
    Mich für einen Favoriten zu entscheiden, ist nicht einfach. Es sind viele tolle Ideen, spannend und lustig, aber auch eben Märchen, die in der Kürze die Moral präsentieren.
    Es gibt auch keinen wirklichen Ausreisser. Ich bin da wirklich begeistert.

    Sonntag, 2. September 2018 19:10
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Wir waren jetzt sehr überrascht, dass so viele Einsendungen gekommen sind. Für den LLP muss ich in letzter Zeit fast wie um Einsendungen betteln, und hier bei den Märchen haben sich so viele Autorinnen angesprochen gefühlt? Sollten wir den LLP vielleicht auch für Märchen ausschreiben? ;)

    Jedenfalls freuen wir uns natürlich über die vielen Einsendungen, kurze wie lange. Wie üblich haben wir alles so gelassen, wie die Autorinnen es uns geschickt haben. Wenn die Autorin keine Inhaltsangabe geschickt hat, gibt es eben keine. Es war ja hier auf dem Formular angegeben, dass eine Inhaltsangabe mitgeschickt werden sollte. Auch Rechtschreibfehler, Formatierungsfehler usw. haben wir nicht korrigiert. Das sollte jede Autorin tun, bevor sie uns den Text schickt.

    Aber das alles wird das Vergnügen sicherlich nicht groß mindern. Und deshalb: Viel Spaß und die Spiele mögen beginnen. :)

    Sonntag, 2. September 2018 12:29

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