Schlechtes Self-Publishing – Gute Rezensionen

Self-Publishing ist grundsätzlich eine gute Sache. Früher haben die Verlage allein die Macht darüber gehabt, wer veröffentlichen darf und wer nicht. Das war einerseits gut, weil dadurch unfertige Texte, Texte mit vielen Fehlern, Texte, die irgendwelche Beleidigungen enthielten usw., gar nicht erst zur Veröffentlichung kamen. Andererseits war es aber auch schlecht, weil allein der Geschmack des Lektors oder der Lektorin, des Verlegers oder der Verlegerin darüber entschied, was veröffentlicht wurde, und Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Vor allem unterscheidet sich der Geschmack des Publikums oft vom Geschmack derer, die Bücher machen.

Und dann gibt es eben auch noch die Nischenmärkte – wozu beispielsweise auch lesbische Literatur gehört –, die gar nicht bedient wurden, weil sie nicht groß genug waren, nicht genug Profit versprachen oder genug Leserinnen, um die Kosten, die ein Buch bei der Produktion verursacht, wieder hereinzubekommen. (Ganz zu schweigen davon, dass es viele Leute anstößig fanden, homosexuell zu sein, und das als „Perversion“ betrachteten.)

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Ist »Von der Lust geblendet« ein Krimi oder ein Liebesroman?

Als die ersten Lesbenkrimis nach Deutschland kamen, in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, war das etwas ganz Besonderes für uns Lesben. In den 70er Jahren gab es nämlich so etwas überhaupt noch nicht, sondern da begann erst einmal die sogenannte „Frauenliteratur“ – zuvor hatte es auch das nicht gegeben –, und die bestand eigentlich nur aus Heterofrauen, die darüber jammerten, dass die Männer sie nicht verstehen. Schon damals dachte ich: Ja, mein Gott, was ist das Problem? Wenn die Männer euch nicht verstehen oder ihr nicht glücklich mit ihnen seid, warum sucht ihr euch dann nicht einfach eine Frau? Aber sag das mal einer Heterofrau. 😂

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Was wir von Hedwig Courths-Mahler lernen können

Liebesromane sind eine uralte Gattung, denn Liebe ist so universell wichtig, dass kaum eine Kultur auf ihre Beschreibung verzichten kann. Doch obwohl dieses Gefühl doch eigentlich jedem bekannt sein müsste, wird sich über seine Beschreibung immer wieder lustiggemacht. Ist es den Menschen, die sich darüber lustigmachen, vielleicht peinlich, weil sie auch schon einmal so etwas empfunden haben, wie es in Liebesromanen beschrieben wird? Wollen sie es lieber nicht wahrhaben, dass sie ebenfalls liebesfähig sind und sich vielleicht schon einmal genauso „kitschig“ gefühlt haben, wie sie es an den Romanen bemängeln? Bilden sie sich so viel auf ihre Vernunft ein, dass sie sich sogar einbilden, sie stände über allem, selbst über dem Gefühl, das so tief aus unserem Inneren kommt?

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Weltliteratur in 10 Minuten 👩‍💻

Gerade kürzlich erst habe ich etwas ganz Tolles entdeckt, nämlich die kurzen und ausgesprochen witzigen Zusammenfassungen der großen Werke der Weltliteratur von Michael Sommer:  

Das ist nur ein Beispiel, es gibt noch viel, viel mehr. Aber da Stolz und Vorurteil auch ein Liebesroman ist (wenn auch in erster Linie ein Gesellschaftsroman mit satirischer Kritik an eben dieser Gesellschaft, insbesondere der Stellung der Frau im Regency, der nur in England so bezeichneten Epoche rund um das Jahr 1800 herum, in der Jane Austen gelebt und geschrieben hat und die sie somit auch kritisiert hat), liegt das natürlich auf meiner Linie. 🙂

Und was mich ebenso begeistert hat, war seine Erklärung, wie man eine Inhaltsangabe schreibt beziehungsweise was darin alles enthalten sein muss und warum. So auf den Punkt gebracht habe ich das noch nirgendwo gehört. 😎 Also besonders ein Tipp für Autorinnen, die Probleme damit haben, Inhaltsangaben für den Lesbischen LiteraturPreis zu schreiben. 🧐 

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Sind historische Romane bei Lesben gefragt?

Wie Honig so süß war bisher der einzige historische Roman, den ich geschrieben habe. Er spielt in den 1860er Jahren in Amerika, kurz vor und während des Bürgerkrieges, der beispielsweise in dem berühmtesten Liebesroman aller Zeiten, »Vom Winde verweht«, die Kulisse bildet.

Ehrlich gesagt hatten wir hier bei el!es immer den Eindruck, dass historische Romane bei Lesben nicht sehr gefragt sind. Es gibt ja auch kaum welche, in denen Lesben eine Rolle spielen. In historischen Romanen spielt normalerweise vor allen Dingen die Zeit eine Rolle, in der sie spielen, die Epoche. Was in Deutschland meistens eher das Mittelalter ist, wenn man sich die erfolgreichsten historischen Romane so anschaut.

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Damit alle alles lesen können ...

Sie haben einen Sony Reader, können unsere PDFs nicht lesen und Kindles auch nicht? Dann schauen Sie doch mal nach den el!es-ePubs im Sony Reader Store.

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Gratis-Lesesoftware für Kindles

Immer noch scheinen viele Leute zu glauben, um ein Kindle lesen zu können, müssten sie einen Kindle-Reader als Gerät kaufen. Nein, niemand muss einen Kindle kaufen, um ein Kindle ebook zu lesen, es gibt für jedes Gerät, das Sie benutzen (PC, Smartphone, was auch immer) völlig kostenlos und gratis die Software zum Lesen bei Amazon zum Download. Also scheuen Sie sich nicht, geizig zu sein und sich den Reader, ganz ohne etwas zu bezahlen, einfach herunterzuladen. Danach können Sie jedes Kindle Ihrer Wahl kaufen und sofort lesen.

Sima G. Sturm – Aus dem Leben einer Autorin

Es war einmal . . .

1974 erblickte ich das Licht der Welt. Ich war ein aufgewecktes und doch auch verträumtes Mädchen. Aufgewachsen bin ich auf dem Lande im schönen Sachsen. Ich liebte die Wälder und Seen, die mich umgaben. Schon seit meiner frühesten Jugend hatte ich mich aber zwei Dingen verschrieben, dem Sport und der Literatur.

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Johanna Folk

Ich lebe mit Frau und Katzen am Rande des Schwarzwaldes (manchmal auch am Rande des Wahnsinns . . .)

Geboren bin ich in Südwestdeutschland. 1981 habe ich dort das Licht der Welt erblickt und bin im ländlichen Bereich (einem kleinen Kaff) aufgewachsen. Wie Ihr Euch denken könnt, hat es da eine Ewigkeit gedauert, bis ich mal auf eine andere Lesbe gestoßen bin. Geschweige denn, bis ich mal ein Buch in die Hand bekommen habe, das etwas mit lesbischer Literatur zu tun hatte.

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Claudia Lütje

Wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mich einmal in die Reihe der Autorinnen hier einordnen darf, dann hätte ich nur müde gelächelt. Heute bin ich einfach nur stolz und happy, und dankbar.

Aber, der Reihe nach . . .

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