Die Geschichte vom Eichhörnchen im Taxi

Es gibt Dinge, die geben einem den Glauben an die Menschheit wieder. Wie das hier zum Beispiel: http://cheezburger.com/6962246656

Die Seite Cheezburger sammelt Bilder, die kurios sind oder Tiere in unerwarteten Situationen zeigen, alles Mögliche. Viele der Bilder sind mit lustigen Bildunterschriften versehen. Meine Frau ist ein großer Fan der Seite, und während sie die Seite anschaut, höre ich sie immer laut lachen. Manchmal schickt sie mir auch etwas, wie zum Beispiel diese zu Herzen gehende Geschichte eines weißrussischen Soldaten, der während seines Dienstes in der Armee ein Eichhörnchen gerettet hat. Nach Beendigung seines Dienstes nahm er das kleine Tierchen mit nach Hause, und nun trägt er es immer in seiner Tasche herum, oder es liegt auf dem Armaturenbrett seines Taxis in der Sonne, alle Viere von sich gestreckt.

Es ist unglaublich, wie eine so enge Beziehung zwischen Mensch und einem Tier, das in der Wildnis aufgewachsen ist, entstehen kann. Offenbar ist das Hörnchen genauso glücklich wie sein Herrchen. Cheezburger hat eine Kategorie namens »Restoring Faith in Humanity«, also übersetzt so ungefähr »Den Glauben an die Menschlichkeit wiederherstellen«, eingeführt, auf der solche Bilder und Geschichten veröffentlicht werden. Es ist sicherlich gut und tröstlich, sich immer mal wieder daran zu erinnern, dass es auch noch Menschen gibt, die nicht nur an sich selbst denken, die für andere – ob Mensch oder Tier – da sind, die selbst so ein kleines Eichhörnchen nicht seinem Schicksal überlassen.

Es muss nicht immer gleich die große Weltrettung sein. Wir können die Probleme der Welt als einzelne Menschen ohnehin nicht lösen. Was aber jeder einzelne tun kann, das ist, sich bei allem, was geschieht, zu überlegen: Was könnte ich persönlich besser machen? Wo könnte ich persönlich helfen? Manchmal hilft auch schon ein Lächeln, um jemand anderem den Tag zu versüßen. Das tut die Cheezburger-Seite, denn wie schlecht gelaunt man auch immer sein mag, wenn man die Bilder dort anschaut, kann man sich irgendwann einfach nicht mehr dagegen wehren, zu lachen, zumindest zu schmunzeln. Und schon ist der Tag gerettet.

Wenn wir nicht wollen, dass alles immer nur abwärts geht, ist es gut zu wissen, dass man nicht allein ist in dem Bestreben, etwas Gutes zu tun.

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