Wir sind das Fett! – Wir bleiben!

Kämpfen Sie auch ab und zu einmal mit Ihren Fettzellen? Oder vielleicht sogar immer schon seit Ihrer Kindheit?

Um Übergewicht zu erforschen und geeignete Mittel dagegen zu finden, werden manchmal interessante Untersuchungen gemacht, und dabei ist jetzt herausgekommen, daß die Anzahl der Fettzellen im Körper immer gleichbleibt, bei Schlanken wie bei Übergewichtigen. Es werden also durch Diät keine Fettzellen vernichtet, sie schrumpfen nur (und können dementsprechend schnell wieder gefüllt werden).

Ich muß ehrlich sagen, daß ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht habe, aber daß mich das Resultat, daß schlanke Menschen genauso viele Fettzellen haben wie übergewichtige, doch überrascht.

Erwachsene schleppen ihr ganzes Leben lang die gleiche Anzahl an Fettzellen mit sich herum. Das hat eine Studie schwedischer Wissenschaftler gezeigt, die damit eine immer wieder geäußerte Vermutung bestätigen konnten. Festgelegt wird die persönliche Fettzellmenge demnach in der Kindheit, wobei der Aufbau der Zellen bei Übergewichtigen früher beginnt und schneller fortschreitet. (Quelle: wissenschaft.de)

Ein Wunder unseres Körpers ist es, daß er absterbende Zellen immer wieder ersetzt, bis zu einem gewissen Punkt zumindest. Dadurch heilen Wunden, bildet sich neue Haut, sogar Knochen können sich neu bilden.

Was sich die meisten von uns aber sicherlich nicht wünschen, ist, daß dasselbe auch mit den Fettzellen geschieht.

Etwa zehn Prozent der Fettzellen sterben jedes Jahr ab und werden durch neue ersetzt, ­ egal ob jemand schlank oder übergewichtig ist. Diese bisher unbekannte Neubildung zu blockieren, wäre möglicherweise ein attraktiver Ansatz gegen Übergewicht, schreiben die Forscher. (Quelle: wissenschaft.de)

Oder vielleicht weniger essen, die richtigen Dinge essen (Gemüse hat so gut wie keine Kalorien), sich überhaupt gesünder ernähren.

Ganz sicher wäre die Möglichkeit, die Neubildung dieser Zellen zu verhindern, für viele ein Traum. Allerdings frage ich mich, was dann nach dem zehnten Jahr geschieht. Zehn Prozent der Fettzellen sterben ab, das sind in zehn Jahren also hundert Prozent (ich weiß, das ist mathematisch nicht korrekt, da es ja dann im zweiten Jahr nur noch zehn Prozent von den neunzig Prozent Restfettgewebe sind, usw., aber der Einfachheit halber nehmen wir mal die zehn Jahre, es ist nur ein Gedankenexperiment), das heißt, es wären keine Fettzellen mehr übrig. Oder nur sehr wenige, wenn man die mathematisch genaue Methode verwendet.

Was macht man dann? Ist es nicht so, daß Fettgewebe für unseren Körper notwendig ist? Im Übermaß natürlich nicht, aber so für gewisse Grundfunktionen braucht man einfach Fett. Manche Dinge können ohne die Zugabe von Fett im Körper nicht verarbeitet werden, es würden also sicherlich viele Körperfunktionen leiden oder müßten sogar eingestellt werden.

Aber soweit sind wir noch lange nicht. Das ist noch weit entfernte Zukunftsmusik, dennoch sehe ich bereits die Fettzellenopfer vor mir, wie jetzt die Botox-Opfer, deren Gesicht starr wie eine Maske ist durch eingespritztes Nervengift – aber ist es nicht schön, keine Falten zu haben? – oder noch schlimmer, die aussehen wie ein Skelett, weil sie sich schon zu oft haben liften lassen.

Nun ja, es muß jeder Mensch selbst wissen, was er mit seinem Körper tut, aber vernünftig essen, jeden Tag genügend Bewegung, kein Alkohol, keine Zigaretten und vielleicht eine nette Freundin, mit der man am Wochenende im Bett ein paar Kalorien abtrainiert , wäre das nicht die bessere Lösung?

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Wer hat hier bereits Kommentare abgegeben?

  • angie brand
  • Heike
  • Ruth Gogoll
  • Julia
  • angie brand

    Permalink

    Also ich finde auch, dass die Eltern in der Hinsicht mehr Verantwortung tragen müssen, ihren Kindern richtige Ernährung beizubringen. Bin selbst als Kind kräftig gewesen und hatte Probleme in der Schule im Sport, wurde gehänselt und ausgelacht.

    Mag sein, dass man mit selbst schuld ist, im Erwachsenenalter noch dick zu sein, aber wie bei allen Suchterkrankungen muß da mehr Aufklärung stattfinden. In der Schwangerschaftsberatung, bei den ersten Untersuchungen für Babys, im Kindergarten und dann in der Schule. Naschen ist ja erlaubt, halt nur in Maßen und nicht als Trostspender oder Lobmittel, da gibt’s anderes, zum Beispiel Ausflüge, Spielsachen, eine Umarmung, macht nicht dick und ist schöner.

    Bin zur Zeit dran an einer Ernährungsumstellung, die anhand meiner Blutwerte im Labor errechnet wurde. Welche Lebensmittel meinen Körper schlank halten und welche ich vermeiden muß, weil sie dick machen. Das Ganze nennt sich »metabolische Balance«, kostet zirka 200 Euro für die Laborwerte (kann der Hausarzt machen) und ist im Internet zu finden. Sollte ein Leben lang einen begleiten, braucht Mut zum Durchhalten, aber bringt wieder Lebensfreude, und Bewegungen werden einfacher und machen mehr Spaß, wenn die Kilos fliegen. :) ;) ;D
    Ausprobieren und staunen.

    Angie

    Dienstag, 6. Mai 2008 14:56
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ja, das gibt es öfter, als Kind dünn, als Erwachsene dick. Aber umgekehrt funktioniert es glaube ich nicht. Ein dickes Kind wird im Erwachsenenalter kaum je an Untergewicht leiden (außer es bekommt eine Krankheit, die das verursacht). Also ist die Chance, als Erwachsene normalgewichtig zu sein, vielleicht einen Tick größer, wenn man es als Kind auch schon war. Allerdings ist es leider keine Garantie, das ist wahr.

    Und was den Ausgleich betrifft ... ich denke, das kommt darauf an, wie hart man »trainiert«. ;) Ein Orgasmus verbraucht glaube ich 150 Kalorien, also bei zehn wären das dann 1500, dann kann man sich wieder ein Eis gönnen. :D

    Montag, 5. Mai 2008 19:38
  • Heike

    Permalink

    Na, wenn das so einfach wäre, dann wäre ich jetzt sicherlich schlank.*grins*
    Als Kind war ich 3 mal wegen Untergewicht zur Kur, und heute dürfte ich wegen..... 8) zur Kur.
    Also ich glaube nicht, daß es nur damit zu tun hat, ob man als Kind gemästet wurde oder auf die Linie achtete.

    Nun ja, eine nette Freundin, mit der man im Bett ein wenige Kalorien abtrainieren kann, wäre sicherlich gut. Aber so ganz auf alles verzichten, ich weiß nicht. Vielleicht von jedem ein wenig und von der Freundin ganz viel. Das würde das Gleichgewicht doch ausgleichen oder? :D

    Montag, 5. Mai 2008 19:07
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    die Anzahl wird erst einmal festgelegt und dann bleibt sie gleich. Das habe ich irgendwie falsch interpretiert. Ich sehe heutzutage viele Kinder, die so dick sind, wie es früher nicht einmal Erwachsene waren, und frage mich, wie Eltern das zulassen können. Auch ohne solche Untersuchungen weiß doch heute jeder, daß zu viel Fett schädlich ist, und gerade im Kindesalter haben die Eltern doch den Daumen drauf, was sie ihrem Kind zu essen geben.

    Montag, 5. Mai 2008 16:38
  • Julia

    Permalink

    Ich muß ehrlich sagen, daß ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht habe, aber daß mich das Resultat, daß schlanke Menschen genauso viele Fettzellen haben wie übergewichtige, doch überrascht.

    Hm, ich würde das eher so verstehen, dass die Anzahl der Fettzellen in der Kindheit festgelgt wird und sich dann im Erwachsenenalter nicht mehr verändert, aber dass schlanke (schon immer schlanke) weniger Fettzellen insgesamt haben als dicke (oder schlanke, die ehemals übergewichtig waren...).

    Wir sollten also darauf achten, dass besonders Kinder sich gesund ernähren und erst gar kein Übergewicht bekommen und dann als Erwachsene auch weniger mit ihrem Gewicht zu kämpfen haben. :)

    Montag, 5. Mai 2008 16:18

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