Joggen Sie barfuß?

Erst einmal herzlichen Dank dafür, daß sich einige Leute nach meiner Gesundheit erkundigt haben, weil ich hier auf der Seite schon relativ lang nichts mehr geschrieben habe. Es geht mir gut.

Ich hatte einfach nur sehr wenig Zeit. Geht es Ihnen auch manchmal so, daß Ihnen die Zeit einfach davonläuft? Man hat das Gefühl, der Tag ist rum, ohne daß man zu irgend etwas gekommen ist, obwohl man ständig auf den Beinen und unterwegs war. Aber es sind natürlich die vielen kleinen Dinge, die den Tag füllen und die man auch nicht einfach so vernachlässigen kann.

Und bei mir ist es auch der Sport. Da ich älter werde und gesund alt werden will, mache ich sehr viel Sport seit einiger Zeit. In diesem Zusammenhang bin ich heute auf einen Artikel gestoßen, den ich sehr interessant fand.

Wenn man joggen geht, kauft man sich ja oft sauteure Schuhe und denkt dann, man tut sich etwas Gutes. Tut man auch . . . zum Teil. Die meisten modernen Joggingschuhe stützen sehr gut die Knöchel.

Leider hat das den negativen Nebeneffekt, daß dadurch die Knie- und Hüftgelenke mehr belastet werden. Das haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden.

Sie sollen vorm Umknicken schützen, die Gelenke schonen und insgesamt ein angenehmes Laufgefühl vermitteln: Soweit die Versprechungen der Hersteller spezieller Laufschuhe. Allerdings gibt es nach Angaben von Geoffrey Keenan und seiner Kollegen keine klinischen Studien, die den langfristigen Nutzen dieser Schuhe tatsächlich belegen. Ihre Vermutung: Durch die Stabilisierung des Fußes wird der Bewegungsablauf im Gegensatz zum Barfußlaufen derart verändert, dass andere Gelenke dadurch deutlich mehr belastet werden. (Quelle: wissenschaft.de)

Das ist natürlich keine gute Nachricht, denn was nützt es einem, wenn man zwar nicht umknickt, aber hinterher Knie und Hüften kaputt sind?

Die Wissenschaftler ließen erfahrene Jogger einmal mit modernen Laufschuhen und einmal barfuß eine lange Strecke auf einem Laufband joggen. Dabei ergab sich, daß das Barfußlaufen ohne jegliche Stütze des Fußes durch Schuhe wesentlich schonender für die Gelenke war.

Und das allerschlimmste: Die Belastungswerte mit Joggingschuhen waren sogar höher als Werte, die in früheren Studien für das Gehen mit Stöckelschuhen festgestellt worden waren.

Wer hätte das gedacht? Daß das Laufen auf Stöckelschuhen das Gegenteil von gesund ist, weiß wohl jeder, aber das Laufen auf Joggingschuhen?

Gut, Jogging ist grundsätzlich nicht besonders gesund für die Gelenke, mit oder ohne Schuhe, weil die Belastung beim Aufkommen auf die Dauer einfach schädlich ist (deshalb walke ich lieber, das ist wirklich gesund), aber daß speziell entwickelte Schuhe sogar noch schlechter sind als wenn man barfuß läuft, das ist doch erstaunlich.

Also laufen Sie barfuß oder walken Sie, wenn Sie etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, und lassen Sie das Joggen.

Übrigens ist Walken außerordentlich anstrengend und hat nichts mit Spazierengehen zu tun, wie manche meinen. Ich gehe außer Walken auch Schwimmen, und zudem mache ich Pilates, um die Muskeln zu stärken, das scheint mir eine gute Kombination zu sein.

Ich wünsche viel Erfolg beim Sporteln im gerade noch fast Neuen Jahr!

 

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  • Paladar
  • Jenny
  • Paladar

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    Beim Aufstehen merkte ich, der Morgen heute würde anders werden. Manchmal erwacht man und weiß irgendetwas liegt in der Luft. Ich wollte wie immer an den Wochenenden, meinen Lauf durch den Wald machen.

    Ich zog überall die Rollladen hoch, öffnete die Fenster und streichelte die Katzen. Ich erfreute mich über das wundervolle Weiß, dass sich über Nacht wieder auf die Erde gelegt hatte. Es sah unglaublich friedvoll aus. Ich sah eine Katzenspur im Schnee, die durch den Garten in schwungvollen Bögen verlief. Ich konnte die Vögel beobachten die sich langsam auf das Vogelhäuschen niederließen um sich an dem Vogelfutter zu erfreuen.

    Ich ging ins Bad und zog meine Laufsachen an. Ging kurz in die Küche um den Kaffee vorzubereiten, der später, während ich duschte, durchlaufen konnte. Ich ging zurück in den Flur, schnappte mir Wollmütze, Schal und Handschuhe die ich auf dem Weg nach draußen anzog.

    Ich lief los. Kein Mensch war zu sehen. Ich bog in den Wald ein und freute mich wie ein Kind als ich sah, dass ich die ersten Abdrücke heute Morgen hier hinterlassen würde. Nach einer halben Stunde hielt ich das erste Mal an und sah mich um. Und atmete tief, die klare und frische Luft ein. Es war ein tolles Gefühl am frühen Morgen ein Teil der Natur zu sein. Wo ich auch hinsah, war alles von einer weißen, glitzernden Schicht bezogen.

    Ich hielt für einen Moment inne. Der Wind tat einen Hauch von oben, und von den Bäumen kamen Unmengen von Schneeflocken auf mich niedergerieselt. Ich fühlte mich, als befände ich mich in meiner mir eigens vorurteilslosen Schneekugel. Es war einer der perfekten Momente die einen selten überkommen, einfach herrlich.

    …wie viele Menschen in der kurzen Weile wohl auch einen perfekten Moment hatten? In genau dem selbigen Augenblick? Ich wünsche es waren einige, aber ich hoffe, dass dieser Augenblick nur für mich gemacht war. Alles stand für einen kurzen Zeitschlag still.

    Ich hörte dann wie ein Vogel seinen Ruf verlauten ließ und mein Freund der Fuchs, dass hatte ich gar nicht erwähnt, er lief vorhin ein Stück an meiner Seite mit mir, meinen Weg noch einmal kreuzte um dann, im Unterholz zu verschwinden.

    Ich erzähle diese Momente im Grunde sonst nicht, behalte sie für mich, aber heute war mir einfach danach es weiterzugeben. Heute war einfach nur einer von diesen wundervollen schönen Morgen an denen man Kraft tanken kann. Man fühlt, und weiß, es ist doch schön zu sein.

    Gerade genieße ich in aller Ruhe meinen Kaffee und warte dass das Leben hier erwacht. Und ich glaube auch schon, die erste müde Stimme zu hören.
    Ich wünsche allen einen schönen verschneiten, auf der Couch rumfläzenden, Kakao (Kaffee, Tee) trinkenden Tag. ;)

    Sonntag, 21. Februar 2010 11:12
  • Paladar

    Permalink

    Barfußlaufen mag ja gesund für die Gelenke sein, aber die Fußballen erzählen dafür von einem anderen Leid.

    Ich dachte so bei mir, „gehe mal Barfuß laufen, schadet ja nichts, was soll schon groß passieren.“ Tja, falsch gedacht. Drei Tage war ich so tapfer, von wegen ein Indianer kennt keinen Schmerz. Ich kenne den Schmerz und das gerade sehr gut. Mag vielleicht auch daran liegen dass ich kein Indianer bin.
    Heute bin ich wieder mit meinen Laufschuhen gelaufen und kam auf 6km. (Hier möchte ich nochmals auf meine Blasen hinweisen die ich vom Barfußlaufen bekommen habe in den letzten drei Tagen.)
    Ich hatte in den letzten Wochen leichte bis mittel starke Probleme mit meinem linken Knie, das hatte sich gelegt nachdem ich Barfuß lief. Ich voll Happy, „scheint ja echt etwas dran zu sein mit dem ohne Schuhe laufen.“
    Ach ja was soll ich sagen, ich habe an meinem linken Knie tatsächlich keine Probleme mehr. Jetzt könnte man loker denken, „he klasse, Barfußlaufen macht Sinn und tut den Gelenken tatsächlich gut.“ Mmh…ob das mein rechtes Knie beeindruckt, dass nun an Stelle des Linken etwas weh tut? Ich weiß es nicht.
    Und habe ich schon die Blasen erwähnt die ich an meinen beiden Fußballen habe?
    Ich werde aber dran bleiben und es nochmal versuchen, wenn meine ach so AUA-Wunden verheilt sind.

    Und nein, ich bin nicht draußen ohne Schuhe bei Minusgaraden gelaufen, wie ein Kollege so lieb angemerkt und gedacht hatte. (Manche dürften gar nicht nachdenken)

    Samstag, 13. Februar 2010 22:18
  • Jenny

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    Guten Morgen, Frau Gogoll!
    Schön, dass es Ihnen gut geht.
    Das Problem 'der Zeit' ist leider überall präsent. Es heißt nur noch "mach mal schnell" oder "geh mal schnell". Wenn ich dann so an meinen Chef denke? Puh! Sein Hauptwort: SCHNELL... zu Weilen nervt mich das enorm, weil ich mich schnell (da haben wir es wieder) mit reinreissen lasse. Aber in diese schnellen Aktionen können sich Fehler einschleichen - größere wie kleinere. Was aber bei diesem Tempo auf der Strecke bleibt, sind die Kleinigkeiten des Lebens. Die, an denen man sich erfreuen würde, würde man sie wahrnehmen; würde man sich Zeit nehmen. Jemand hatte mir für dieses neue Jahr etwas gewünscht: Ich solle mehr geniessen. Es ist schwer, aber das Jahr hat ja bekanntlich erst begonnen ;)
    Barfuß laufen wäre da vielleicht ein guter Anfang. Es hilft den Überfliegern, die Bodenhaftung zu bewahren.
    Ich wünsche ein genußreiches Jahr!
    Liebe Grüße!

    Mittwoch, 6. Januar 2010 12:12

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