Empathisch oder narzisstisch?

Wir leben in einer narzisstischen Welt, das kann man wohl mit Fug und Recht so sagen. Narziss, nach dem der Narzissmus benannt ist, war laut griechischer Mythologie ein Jüngling, der in sein eigenes Spiegelbild verliebt war. Heute nennt man das Selfie. 😊

Narzissten sind eine ziemlich üble Sorte von Mensch. Zumindest wenn der Narzissmus bei ihnen so stark ausgeprägt ist, dass sie neben sich selbst nichts anderes mehr sehen (können). Denn wenn wir ganz ehrlich sind, haben die meisten von uns narzisstische Anteile. Wenn man sich selbst nicht lieben kann, fällt das Leben auch oft schwer.

Also ist es durchaus gut, narzisstische Anteile zu haben. Dadurch verfolgen wir unsere eigenen Ziele, dadurch versuchen wir, etwas aus unserem Leben zu machen, dadurch sind wir keine schlechten Menschen. Im Gegenteil: Das ist positiv.

Negativ wird es erst dadurch, dass wir die Liebe anderer zurückweisen, dass wir sie sogar in den Boden stampfen, wenn sie sich in uns verlieben, sie dafür leiden lassen und immer uns an die erste Stelle setzen. Dass wir die Liebe anderer nicht schätzen können, sogar eifersüchtig darauf sind, wenn sie einmal sich selbst wichtiger nehmen als uns – oder auch nur ebenso wichtig. Dann nennt sich das Ganze »Narzisstische Persönlichkeitsstörung« und ist ein Fall für die psychotherapeutische Praxis.

Weiterlesen ...

Weitere Artikel, zufällig ausgewählt

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Suche

Kontaktformular
Diese Webseite verwendet Cookies, um vollständig zu funktionieren. Es gibt keine Tracker und keine Weitergabe Ihrer Nutzungsdaten an Dritte.