Gedanken
Ruth Gogoll und andere Autorinnen schreiben ĂŒber Themen, die sie bewegen.

Ich bin sehr gespannt auf Dein Buch, Anne. 🙂 Klingt sehr außergewöhnlich. Ein richtiger Abenteuerroman. Wann hat man so etwas im lesbischen Bereich schon einmal? Mit der Blauäugigen Pantherin hatte ich so etwas zu Anfang zwar auch im Sinn, aber es ist dann doch anders geworden.

Du hast jetzt also nicht an der Umarbeitung Deines LLP-Kurzromans zu einem langen Roman weitergearbeitet, wie Du es im Forum angefangen hattest, sondern etwas Neues geschrieben? Kommt dann der andere Roman auch noch? Oder hast Du Dich jetzt ganz dagegen entschieden?

Das fände ich schade, denn ich hatte den Eindruck, da hatte sich beim Brainstorming doch schon sehr viel Interessantes ergeben. Außerdem mochte ich Deine Milena von Anfang an. Sie ist mir sehr sympathisch. Eine Frau, die sich von der Welt zurückgezogen hat und viel nachdenkt. Darüber aber andere ihrer ureigensten Bedürfnisse vergisst. Auf die sie dann wieder aufmerksam gemacht wird, als diese junge Frau vorbeikommt. 😉 Tut mir leid, ich habe den Namen jetzt vergessen.

Auf jeden Fall kann ich es kaum erwarten, bis »Diamantenküste« erscheint. Ich weiß, Du kannst toll schreiben und besonders die dramatischen Szenen aus Deinen Büchern mit Buschbränden und galoppierenden Elefanten werde ich nie vergessen. 😃 Wo liest man so etwas schon sonst noch? Du bist da als Autorin einmalig. Ich wünschte, ich könnte das. 👍

So eine Geschichte bringt mich auch gleich wieder zum Nachdenken darüber, wie mein nächster Roman aussehen könnte. In gewisser Weise hatte ich da ja auch so eine Art Road Movie im Sinn, eine Art Flucht. Was waren da die größten Probleme für Dich, als Du das geschrieben hast?

Ständige Ortswechsel bringen ja immer eine gewisse Unruhe in die Geschichte, und ich frage mich, ob die Spannung darunter leiden könnte. Weil man sich mehr auf die Action konzentriert als beispielsweise auf das Innenleben der Figuren, auf ihre Gefühle. Hattest Du damit Probleme? Ich muss zugeben, ich habe da welche.

Ich bin keine Action-Schreiberin, das fällt mir ausgesprochen schwer. Ich möchte aber auch nicht, dass mein Buch langweilig ist. Ich glaube zwar, dass »Spiel der Liebe« in der Beziehung ganz gut gelungen ist, bin aber auch sehr gespannt darauf, was die Leserinnen sagen werden. Beim Schreiben habe ich manchmal schon sehr mit den Figuren mitgefiebert, aber als Autorin empfindet man das ja immer anders.

Wie ging es Dir da bei »Diamantenküste«? Das würde mich jetzt mal persönlich interessieren, denn schon allein der Klappentext hat mich extrem neugierig gemacht, was da alles passieren könnte. Die Herausforderungen, die allein die Zeitperiode an die Figuren stellt. Das hatte ich bisher noch nie.

Ich glaube nicht, dass ich einen Roman schreiben könnte, der nicht im Hier und Jetzt spielt, aber lesen tue ich so etwas durchaus gern. Vor allem, wenn ich dadurch dann etwas über die Zeit, in der das spielt, lernen kann. Über die Umstände, über die Schwierigkeiten.

Geschichte war auch eines meiner Lieblingsfächer in der Schule, weil es manchmal doch unverständlich ist, wie sich unsere Welt in ihren heutigen Zustand entwickelt hat, wenn man nicht weiß, wie es früher war. Aber das nur nebenbei.

Nachdem ich mich gerade sehr gefreut habe, dass heute die Vorstellung von »Spiel der Liebe« auf der el!es-Webseite angefangen hat, bin ich nun einfach sehr gespannt auf die nächsten Bücher, die im 2. Halbjahr kommen. 😎