Gedanken
Ruth Gogoll und andere Autorinnen schreiben über Themen, die sie bewegen.

Ich habe mich mal mit Hanna unterhalten, und sie hat mir so einiges über den LLP erzählt (an dem ich ja nie teilgenommen habe). Deshalb frage ich jetzt mal ganz frech: Könntest Du Dir vorstellen, Ruth, noch einmal so etwas zu machen? 🙂 Ich würde nämlich wahnsinnig gern mal an einem teilnehmen. Und vielleicht gibt es ja auch noch andere Autorinnen, die noch nie teilgenommen haben und das gern tun würden. Oder Autorinnen, die schon einmal am LLP teilgenommen haben und das gern noch einmal tun würden.

Um zuerst einmal Deine Frage zu beantworten, Laura: Ja, es gibt Studien dazu, warum man sich nicht nur so energiegeladen, sondern geistig frisch und arbeitsfähig fühlt, warum man so viel kreativer ist, wenn man nichts isst oder zumindest keine Kohlenhydrate, vor allem keinen weißen Zucker und kein weißes Mehl oder Fertiggerichte, überhaupt hoch verarbeitete Industrieprodukte. Alles Abgepackte und in Tüten Verkaufte zum Beispiel.

Ja, das hat schon was mit den Intervallen, ob nun beim Schreiben oder beim Essen. Ob das vielleicht auch etwas mit unserem Biorhythmus zu tun hat? Da geht es ja auch oft auf und ab, und während man sich an einem Tag fragt, wie man alles schaffen soll, sich nur herumschleppt, merkt man an anderen Tagen die Anstrengung überhaupt nicht, schafft mit Leichtigkeit das Doppelte.

Du bist echt witzig, Hanna. Da überwinde ich mich mit großer Anstrengung seit vielen Jahren zum Sport, und dann stellst du das ganze Prinzip in Frage. 😁 Aber in gewisser Weise hast Du natürlich durchaus recht. Sport ist tatsächlich nicht für Menschen gemacht, genauso wenig wie für Tiere, oder hat irgendjemand schon mal eine Kuh joggen sehen? Wenn Tiere sich an die Stirn fassen könnten, würden sie das bei jedem Jogger im Wald sicherlich tun, weil sie das unnatürlich finden.

Sport ist eine ziemlich neuzeitliche Erfindung. Noch in der Mitte des letzten Jahrhunderts hätten die meisten Leute wahrscheinlich über all die Anstrengungen, die wir heute unternehmen, über Fitnessstudios und Onlinekurse und Personal Trainer und Ähnliches gelacht. So was machten nur einige Verrückte. Durchschnittsbürger fanden das albern und überflüssig.

Ich folge Deiner Seite Natürlich schlank schon seit ihrer Entstehung, liebe Ruth, denn mein Gewicht ist auch nicht immer in dem Bereich, in dem ich es gern hätte. Mit dem Fasten, über das du ja auch früher schon gesprochen hattest, konnte ich mich jedoch nie anfreunden. Nur essen, wenn man Hunger hat – damit konnte ich leben. 🙂

Seit ich coronabedingt im Home-Office arbeite, habe ich jedoch leider zugenommen. Der Kühlschrank ist jetzt einfach zu nah an meinem Arbeitsplatz. 😉 Zwar hätte ich mich auch jetzt noch nach meinem Hunger richten können, und das habe ich auch versucht, aber so ein kleiner Snack zwischendurch kann doch nicht schaden, oder?

Danke, Kay. 🙂 Ja, es hat jetzt geklappt. Ich bin fertig. Es war die übliche Quälerei am Schluss, weil ich so ungern Schlüsse schreibe, aber ich hoffe, es ist gut geworden und die Leserinnen werden es mögen.

Dadurch habe ich jetzt wieder mehr Zeit für meine Natürlich-schlank-Seite, und wer es noch nicht gesehen hat, heute habe ich dort einen ellenlangen Artikel geschrieben. Das Thema: Abnehmen kann jeder. Und das meine ich auch so. Das ist kein leeres Versprechen.

Ach ja, an das Zebra erinnere ich mich noch. 😉 Stand da nicht irgendsowas wie Huch? drauf auf dem Bild? Ich dachte mir zuerst, was das soll, aber dann wurde es ja erklärt. Das muss schon mindestens zehn Jahre her sein, oder?

Es ist nicht einfach, ein Buch zu schreiben, deshalb verstehe ich, wenn man das dann nicht schafft. Schließlich habe ich es viele, viele Jahre lang auch nicht geschafft. Allerdings habe ich auch nicht versprochen, dass ich es schaffen würde. Das weiß man doch nie, wenn man noch viele andere Sachen zu tun hat im eigenen Brotberuf oder auch privat. Ich weiß erst, dass ich es geschafft habe, wenn das Buch fertig ist.

Ich verstehe Dich sehr gut, dass Du keine Manuskripte mehr annimmst, die noch nicht fertig sind. Auch wenn Du der Autorin eine Chance geben willst, wie Du es ja auch bei mir getan hast. Wofür ich Dir sehr dankbar bin.

Es ist aber auch für Leute, die nicht im Verlagsgeschäft tätig sind, manchmal schwierig, sich die Abläufe vorzustellen. Dass da schon so lange vorausgeplant wird und dann nichts mehr geht. Zwar ist das aus dem Berufsleben den meisten wohl bekannt, aber für uns ist Schreiben ja nicht unser Beruf. Es ist unser Hobby, in dem man natürlich nicht so eingezwängt sein möchte. Aber dann sollte man auch nichts versprechen, was man nicht halten kann.

Nun ja, aus solchen Erfahrungen lernt man und macht es dann eben nie mehr wieder. Die Basis für so etwas ist ja Vertrauen, und auch wenn man ein vertrauensvoller Mensch ist, muss man da auch einmal die Vernunft einschalten, den eigenen Realitätssinn. Manchmal geht es eben einfach nicht so, wie man sich das vorgestellt hat. Und manchmal kann man das im Voraus nicht abschätzen. Als ich noch sehr jung war, habe ich mich da auch oft verschätzt beziehungsweise überschätzt. Es ist oft auch eine Frage der Lebenserfahrung, ob man solche Dinge richtig einschätzen kann oder nicht.

Du musst Dich aber wirklich nicht schämen, nur weil Du noch nicht mit Myriams Geheimnis fertig bist. Wir wissen doch alle, wie viel Du zu tun hast. Wir Autorinnen profitieren von Dir, weil Du uns so gut berätst, aber das kostet eben auch viel Zeit, die Du dann für Deine eigenen Bücher nicht hast. Deshalb werde ich mich mit Fragen da jetzt zurückhalten. 😊 Schreib Du erstmal Myriam fertig, dann melde ich mich wieder.

Viel Erfolg! (Aber dass es klappen wird, daran zweifle ich ich nicht.) 👍

Der Titel bezieht sich auf das Lied Schlösser, die im Monde liegen . . . aus der Operette Frau Luna von Paul Lincke. Ich weiß, kennt kein Mensch mehr, aber ich bin eben ein Operettenfan, und ich kenne so was. 😋

Da wir hier ja ein bisschen Ersatzforum machen wollten, dachte ich, ich beantworte mal ein paar Fragen, die verschiedene Autorinnen mir so gestellt haben. Die erste Frage ist meistens, woran ich gerade arbeite, ob ich etwas Neues in Arbeit habe. Etwas, das ich im Forum noch nicht angefangen hatte.

Ich habe natürlich irgendwie immer etwas Neues in Arbeit, es schlummern noch so um die 600 Ideen auf meiner Festplatte. Um die alle noch in Bücher zu verwandeln, müsste ich wohl noch so ungefähr 100 Jahre länger leben, als es von der Natur vorgesehen ist. 😉 Für alle wird es demgemäß nichts mehr, aber aus ein paar werde ich in den nächsten Jahren sicherlich noch das eine oder andere Buch machen. Ich weiß aber noch nicht genau, welche Ideen ich dafür verwenden werde. Das entscheide ich dann, wenn ich sie mir noch einmal ansehe, was ich immer wieder tue.