Über das Schreiben

Alles rund ums Schreiben: Sorgen und Ängste von Schriftstellern, Gedanken anderer Autoren über die Schreiberei, Zitate, Gedichte . . .

Schreibe ohne Angst. Überarbeite ohne Gnade.

Nicht nur im NaNoWriMo – aber dort natürlich sehr massiv, weil dort viele Leute gleichzeitig viele Wörter am Tag schreiben und sich austauschen – hört man immer wieder: „Ich komme einfach nicht weiter, weil ich gleich immer alles überarbeite und nie damit zufrieden bin.“

Ich glaube, das Problem ist sehr nachvollziehbar, oder? Wenn ich diesen Artikel jetzt schreiben würde und würde sofort immer wieder lesen, was ich geschrieben habe, Wörter ersetzen, Sätze umstellen, etwas streichen oder neu schreiben, eventuell das ganze Thema ändern … Dann würde ich vermutlich nie fertig. Und wenn man das so liest, dann denkt man sich eigentlich auch: Warum sollte irgendwer das überhaupt tun?

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Schreiben ist einfach. Öffne eine Vene und blute.

Harter Spruch, oder? Er stammt – obwohl er oft Ernest Hemingway zugeschrieben wird – von dem damals in Amerika sehr berühmten Sportjournalisten Red Smith, und es war seine Antwort auf die Frage eines Interviewers, wie er es schaffen würde, jeden Tag eine Sportkolumne zu schreiben, die die Leser mitreißt, ob das nicht sehr lästig und sehr schwierig wäre. Daraufhin meinte Smith: »Aber nein. Schreiben ist sehr einfach. Man setzt sich nur an seine Schreibmaschine, öffnet eine Vene und blutet.«

Obwohl Journalisten nicht unbedingt Schriftsteller sind (einige ja, die meisten nein), wird von ihnen oftmals eine ständige Produktion verlangt. Anders als Schriftstellerinnen haben sie keine Wochen, Monate oder gar Jahre Zeit, eine Geschichte zu schreiben, sie müssen es praktisch jeden Tag tun. Das erfordert eine andere Herangehensweise als die oft eher zögerliche Art, wie Romane geschrieben werden.

Einige professionelle Liebesromanschriftstellerinnen wie beispielsweise die berühmte Barbara Cartland setzten sich ebenfalls jeden Tag hin und »bluteten«, indem sie mehrere tausend Wörter pro Tag produzierten, einen Roman alle zwei Wochen. Auch Stephen King ist bekannt dafür, dass er sich für jeden Tag ein Ziel von 2.000 Wörtern setzt und das strikt einhält, und wenn man vom Schreiben leben will, kann man nicht lange zögern. Es sei denn, man schreibt den einen Millionenbestseller, von dem man dann sein Leben lang zehrt. Das gelingt jedoch nur den wenigsten.

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Schreibhandwerk – Was ist das überhaupt?

Nicht umsonst bin ich gestern so intensiv auf das Thema Lektorat eingegangen. Ein Lektorat ist natürlich immer erforderlich, bei jedem Text. Selbst als erfahrene Autorin ist man dankbar dafür, wenn man eine erfahrene Lektorin hat, die noch einmal über das Manuskript geht und vielleicht logische Fehler findet.

Denn niemand ist davor gefeit, Fehler zu machen. Und manchmal gerät man beim Schreiben regelrecht in eine Art Rausch. Da achtet man dann nicht mehr so auf Tippfehler oder Grammatikfehler (ja, auch erfahrene Autorinnen machen die 😉) oder sogar auf die Logik der Geschichte. Oder man schreibt selbst etwas um, und plötzlich stimmt irgendetwas nicht mehr.

Das ist mir gestern so bei meinem Roman Von der Lust geblendet gegangen, der im Januar 2019 erscheinen soll und an dem ich jetzt die letzten Anpassungen für den Druck gemacht habe. Da hatte ich etwas umgeschrieben und eingefügt und dachte, ich wäre fertig, und plötzlich – habe ich mir vor den Kopf geschlagen und ausgerufen: „Mist! Jetzt passt das andere ja nicht mehr!“

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Was passiert bei einem Lektorat?

Der eine oder die andere hat sich das vielleicht schon einmal gefragt. Gerade im Zusammenhang mit Selfpublishing ist immer wieder von Lektorat die Rede – beziehungsweise vom schmerzhaft zu fühlenden Fehlen eines solchen. Was man meistens an Rechtschreib- und Grammatikfehlern festmacht, von denen viele Bücher, die kein Lektorat durchlaufen haben, übersät sind.

Das jedoch wäre eher ein fehlendes Korrektorat. Ein Korrektorat korrigiert – wie schon das Wort sagt – Fehler. Tippfehler, Rechtschreibfehler, Kommafehler (das sind auch Rechtschreibfehler, aber die meisten wissen das wahrscheinlich nicht), auch weitere Interpunktionsfehler wie z.B. die oftmals falsche Interpunktion bei Dialogen (erklärt einem ja auch keiner in der Schule, wie das richtig geht) und weitere Fehler, die nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun haben, nur mit der richtigen Form, der richtigen Schreibweise oder auch der korrekten Zeitenfolge innerhalb eines Satzes.

Ein Lektorat hingegen geht weiter. Da geht es sozusagen ans Eingemachte. Dort wird der Inhalt angeschaut, die Logik, die Charaktergestaltung, der Spannungsbogen, der Stil und vieles andere mehr.

Annika Bühnemann macht des Öfteren Beispiellektorate, und da habe ich mal eins ausgesucht, weil sie das sehr schön vorführt:

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Das innere Leben der Charaktere

Wovon lebt ein Buch? Auch der Erfolg eines Buches? Was erwarten die Leserinnen, wenn sie ein Buch kaufen? Was möchten sie lesen?

Der Schlüssel zum Erfolg eines Buches sind lebendige Charaktere, mit denen die Leserin sich identifizieren kann, alles andere kommt erst danach. Aber wie kann man solche Charaktere, solche Figuren gestalten, damit sie spannend und interessant sind und die Erwartungen der Leserin erfüllen?

Von außen kam eine Anfrage, die lautete:

Ich habe jetzt gerade wieder die ganzen Schreibtipps auf der el!es-Webseite gefunden und bin begeistert! Ich schreibe selbst, und ich frage mich, ob Ihr vielleicht einen Ratschlag für Leute wie mich habt, die gute Ideen haben, auch plotten können und Dialoge schreiben können, aber die Probleme damit haben, sich in die Köpfe ihrer Charaktere hineinzuversetzen?

Ich wäre sehr dankbar für Hinweise!

Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch, dass Du das, was Du da erwähnst, alles schon kannst! 😀Das ist eine Menge gutes Handwerk, und damit kann man schon sehr viel erreichen. 👍

Das Kernstück einer guten Geschichte sind jedoch, wie gesagt, gut ausgearbeitete Charaktere.  Figuren, in die Du ganz tief eintauchst, die wie Freunde und Familie sind, fast wie ein Stück von Dir selbst. (In der Tat sind sie das ja auch. Du kannst keine Figur entwickeln, die nicht wenigstens zum Teil auch ein Teil von Dir ist, die nicht auch Charakterzüge hat, die Du selbst nachvollziehen kannst oder an Dir kennst. Die Du an Dir selbst magst oder eventuell auch nicht magst.)

Das Wichtigste an diesen Figuren ist, dass Du sie in- und auswendig kennst, dass Du zu jedem Zeitpunkt ganz genau weißt, was sie tun würden, wie sie auf eine gegebene Situation reagieren würden. Was würden sie tun, und – manchmal sogar noch wichtiger – was würden sie auf keinen Fall tun?

Um sie besser kennenzulernen, damit Du das in jeder Situation entscheiden kannst, ist es meistens von Vorteil, Deinen Figuren ein paar Fragen zu stellen.

  1. Was will sie (die Figur)? Was ist ihr nach außen hin sichtbares Ziel?
  2. WARUM will sie das? (Was ist ihre innere Motivation, nicht die äußerliche? Was treibt die Figur innerlich an?)
  3. Was versteckt die Figur vor anderen? (Wofür schämt sie sich? Wovor hat sie Angst? Was will sie auf keinen Fall zugeben? Wofür würde sie Leute bewusst irreführen, um es zu verstecken? Welches Geheimnis will sie auf keinen Fall enthüllen oder enthüllt sehen?)
  4. Was versteckt die Figur vor sich selbst? (Was würde sie über sich selbst erkennen, wenn sie mal den Mut hätte, sich gehenzulassen, die Person, die sie nach außen hin darstellt, loszulassen, die Identität, die sie für sich aufgebaut hat und die sie schützt?)
  5. Und die wichtigste Frage von allen, die der direkte Weg dazu ist, einer Figur Tiefe, Wirkung und eine Charakterentwicklung zu verleihen:
    Was versetzt Deine Figur gefühlsmäßig absolut in Furcht? Was ist der größte Horror für sie?
    Welche (innerlichen) Wunden hat sie erlitten?
    An welche Dinge glaubt sie, will nicht davon lassen, um sich selbst sicher zu fühlen?
    Wie halten sie diese Glaubenssätze davon ab, das zu bekommen, was sie in Frage 1 bekommen wollte?
    Oder wie führen diese Ängste sie zu einem falschen, nicht erfüllenden Verlangen in Frage 2, statt sie ihre wahre Identität erkennen und leben zu lassen?

Das sind schon mal eine ganze Menge Dinge, mit denen man arbeiten kann. Glaubenssätze bestimmen unser Leben. Glaubenssätze wie „Ich bin schön“ oder „Ich bin hässlich“, „Ich kann nicht lieben“, „Niemand kann mich lieben“ und ähnliche.

Wenn eine Figur glaubt, dass sie hässlich ist, verhält sie sich anders als eine Figur, die glaubt, dass sie schön ist. Und das hängt absolut nicht von der tatsächlichen Schönheit dieser Figur ab. Es kann sein, dass die Figur, die sich für hässlich hält, viel schöner ist als die Figur, die sich für schön hält. Trotzdem werden die meisten Leute die Figur, die sich für schön hält, auch als schön oder zumindest attraktiv wahrnehmen. Das ist einfach ihre Ausstrahlung.

Umgekehrt, wenn eine Figur sich für hässlich hält, macht sie oft auch nichts aus sich, zieht sich eher unauffällig an, eventuell sogar schlampig, weil sie denkt, es lohnt sich sowieso nicht, läuft vielleicht ständig mit hängenden Schultern herum. Und genau diese Ausstrahlung hat sie dann auch. Wenn man ihre Umgebung fragt, wird wahrscheinlich kaum jemand sie als schön oder attraktiv bezeichnen, eben weil sie das selbst so steuert. Da kann sie so schön sein, wie sie will, niemand wird es sehen.

Solche Glaubenssätze haben im wahren Leben große Auswirkungen auf das Leben, das man lebt, und solche Glaubenssätze haben auch in einem Buch Auswirkungen auf das Leben der Figur, auf das, was sie im Buch darstellt und unternimmt. Oder nicht unternimmt.

Wenn ich also als Autorin eine Figur in den Mittelpunkt stelle, sollte ich genau solche Dinge über sie wissen, wie sie oben in den fünf Fragen gefragt wurden.

Dasselbe gilt jedoch für alle Figuren. Jede Figur in einem Roman hat ein eigenes Leben, und das muss der Roman widerspiegeln. Deshalb reicht es nicht aus, nur die Hauptfigur genauestens zu charakterisieren, man muss auch die anderen Figuren (in einem Liebesroman natürlich vor allem die zweite Hauptfigur) genauestens kennen und charakterisieren.

Nehmen wir als Beispiel noch einmal Tiffany und Harper.

Hält Harper sich für schön? Wahrscheinlich.

Hält Tiffany sich für schön? Wahrscheinlich nicht. Oder sie hat noch nie darüber nachgedacht.

Denkt Harper, sie kann alles erreichen, was sie will? Wahrscheinlich. Auch wenn sie das noch nie versucht hat.

Denkt Tiffany, sie kann alles erreichen, was sie will? Wahrscheinlich nicht. Auch wenn sie es ständig versucht und damit kämpft zu überleben. Aber gerade deshalb hat sie auch schon oft die Erfahrung gemacht, dass das, was sie sich wünscht, für sie unerreichbar ist. Dass alle ihre Versuche, es zu erreichen, zunichte gemacht werden.

Wovor hat Harper Angst? Vor nichts wahrscheinlich. Sie hat ja alles, was man sich nur wünschen kann.

Wovor hat Tiffany Angst? Das ist jetzt die Frage. Ich könnte mir vorstellen, dass Tiffany vor allem Existenzängste hat – die Harper völlig unbekannt sind – und damit auch Angst, ihren Job zu verlieren, ihre Wohnung, ihre Katze. Das kleine Leben, das sie sich aufgebaut hat. Obwohl das eigentlich nicht viel wert ist, ist es dennoch alles, was sie hat. Was die Angst, es zu verlieren, sicher schürt.

Tiffanys größte Angst könnte aber auch sein, sich zu blamieren. Ihre Eltern haben ihr eine gute Schulausbildung vorenthalten. Sie denkt, alle anderen Leute sind schlauer als sie, intelligenter, gebildeter, haben bessere Umgangsformen und werden dadurch ernster genommen. Sie ist durchaus intelligent, aber sie durfte das nie beweisen. Sie hält sich für kleiner, als sie ist.

Was würde also passieren, wenn sie sich irgendwo als etwas ausgeben müsste, was sie nicht ist – Universitätsprofessorin zum Beispiel –, und dann käme das heraus?

Sicherlich wäre jetzt erst einmal die Frage, warum sollte sie sich als Professorin ausgeben, aber darum geht es gar nicht. Es geht darum, sich vorzustellen, wie Tiffany in dieser Situation reagieren würde, denn das sagt sehr viel über ihren Charakter aus. Darüber, wie sie wirklich ist. Wer sie wirklich ist.

Wenn man nämlich mit seiner größten Angst konfrontiert wird und die dann überwindet, geht man als ein völlig anderer Mensch aus dieser Konfrontation hervor. Als ein größerer, an der Herausforderung gewachsener, selbstbewussterer Mensch.

Wenn man in derselben Situation jedoch versagt, wird man noch mehr von seinen Ängsten eingeholt. Der Mensch, der man ist und den man auch die ganze Zeit nach außen hin dargestellt hat, wird zementiert und ist das nächste Mal vielleicht überhaupt nicht mehr zu einer Konfrontation mit seiner Angst bereit. Er weicht ihr von vornherein aus.

Was dazu führt, dass dieser Mensch immer mehr in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Ein solcher Mensch wäre keine gute Hauptfigur für ein Buch.

Wenn Tiffany ihre Angst aber überwindet und sich souverän behauptet, dann … ja, dann muss Harper sich warm anziehen. 😎

Zielgerichtetes Schreiben – Nicht nur im NaNoWriMo 🙂

Das NaNoWriMo-Fieber ist voll ausgebrochen, und Annika Bühnemann sagt viele Sachen, die ich auch sagen könnte. 😎 Deshalb verlinke ich ihr Video hier gern noch einmal. Für alle, die nicht nur den NaNoWriMo gewinnen wollen, sondern auch die Freude am zielgerichteten Schreiben.

Zielgerichtetes Schreiben? Was ist das eigentlich? fragen sich jetzt bestimmt viele. Oder zumindest einige, die immer so einfach drauflosschreiben und dabei nicht wirklich ein Ziel vor Augen haben.

»Aber das sind doch einfach nur Bauchschreiberinnen!«, rufen da jetzt vielleicht die einen oder anderen aus. »Und du hast doch gesagt, egal ob Bauchschreiberin oder Kopfschreiberin, das Ergebnis ist gleich gut.«

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Der NaNoWriMo und die (überflüssigen) Social Media

Der Startschuss für den NaNoWriMo – den Monat, in dem Hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt versuchen, einen ganzen Roman in gerade einmal einem Monat zu schreiben – ist um Mitternacht gefallen. Wer daran teilnehmen will, kann jetzt noch schnell auf den Zug aufspringen, aber diejenigen, die das wollen, habe das bestimmt ohnehin schon getan.

Im Oktober hatte ich ja bereits über den NaNoWriMo 2019 – Preptober berichtet, wie die Leute, die am NaNoWriMo teilnehmen, diesen Monat nun schon seit einigen Jahren nennen. Bei diesem Namen sollte man meinen, dass es kein Problem mehr bei der Vorbereitung auf den NaNoWriMo gibt, denn schließlich hat man einen ganzen Monat dafür. Und dann noch einen ganzen Monat zum Schreiben. Zwei Monate also eigentlich insgesamt.

Aus 1667 Wörtern am Tag werden auf diese Art und Weise 833 Wörter, die man jeden Tag schreiben muss, um sein Ziel zu erreichen, ein Klacks also, der sich gut in den normalen Tagesablauf einbauen lässt.

Sollte man meinen.

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NaNoWriMo-Planung leicht gemacht 😉

Annika Bühnemann ist eine sehr rührige junge Frau, die schon seit einiger Zeit immer wieder interessante Videos zum Schreiben veröffentlicht, auch Kurse anbietet und einen sehr informativen Blog auf ihrer Webseite führt. Sie hat auch ein Video zur NaNoWriMo-Vorbereitung gedreht, das ich nur empfehlen kann, ebenso wie die Links und Hinweise auf ihrer Seite.

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Schlechtes Self-Publishing – Gute Rezensionen

Self-Publishing ist grundsätzlich eine gute Sache. Früher haben die Verlage allein die Macht darüber gehabt, wer veröffentlichen darf und wer nicht. Das war einerseits gut, weil dadurch unfertige Texte, Texte mit vielen Fehlern, Texte, die irgendwelche Beleidigungen enthielten usw., gar nicht erst zur Veröffentlichung kamen. Andererseits war es aber auch schlecht, weil allein der Geschmack des Lektors oder der Lektorin, des Verlegers oder der Verlegerin darüber entschied, was veröffentlicht wurde, und Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Vor allem unterscheidet sich der Geschmack des Publikums oft vom Geschmack derer, die Bücher machen.

Und dann gibt es eben auch noch die Nischenmärkte – wozu beispielsweise auch lesbische Literatur gehört –, die gar nicht bedient wurden, weil sie nicht groß genug waren, nicht genug Profit versprachen oder genug Leserinnen, um die Kosten, die ein Buch bei der Produktion verursacht, wieder hereinzubekommen. (Ganz zu schweigen davon, dass es viele Leute anstößig fanden, homosexuell zu sein, und das als „Perversion“ betrachteten.)

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Ist »Von der Lust geblendet« ein Krimi oder ein Liebesroman?

Als die ersten Lesbenkrimis nach Deutschland kamen, in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, war das etwas ganz Besonderes für uns Lesben. In den 70er Jahren gab es nämlich so etwas überhaupt noch nicht, sondern da begann erst einmal die sogenannte „Frauenliteratur“ – zuvor hatte es auch das nicht gegeben –, und die bestand eigentlich nur aus Heterofrauen, die darüber jammerten, dass die Männer sie nicht verstehen. Schon damals dachte ich: Ja, mein Gott, was ist das Problem? Wenn die Männer euch nicht verstehen oder ihr nicht glücklich mit ihnen seid, warum sucht ihr euch dann nicht einfach eine Frau? Aber sag das mal einer Heterofrau. 😂

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