Eine 250-Wörter-Geschichte wird zum Roman

Als wir hier auf der Webseite vor einiger Zeit die 250-Wörter-Geschichten starteten, wusste ich ehrlich gesagt selbst nicht so genau, wohin das führen würde. Aber ich bin immer für etwas Neues zu haben. wink Nun im Schreibforum sehen wir immer mehr, wie nützlich dieses tägliche Schreiben kurzer Abschnitte ist. Manchmal fällt auch ein Tag aus, man ist mal krank oder es geht aus beruflichen Gründen nicht, aber man hat immer im Hinterkopf, dass man morgen wieder 250 Wörter schreiben muss. Dann läuft es manchmal auch besser als geplant, und es werden weit mehr als 250 Wörter. Damit hat man dann in gewisser Weise schon mehrere Tage abgedeckt, aber trotzdem schreibt man auch nach so einem Tag am nächsten Tag weiter mit der Vorgabe: »Es müssen mindestens 250 Wörter zusammenkommen.«

Selbst ich als erfahrene Autorin habe nun festgestellt, dass das für einige meiner Geschichten, die schon lange ein Schattendasein entweder hier auf der Webseite oder auch in meinem Schreibjournal (in das ich alle Ideen, Anfänge, Szenen, Dialogfetzen notiere, die mir irgendwann am Tag so einfallen) führen, von Vorteil ist. Denn unter der Vorgabe »Nur 250 Wörter am Tag« wachsen und gedeihen sie nun auf einmal, wenn auch langsam, so doch aber stetig.

Die erste alte Geschichte, die ich ausgekramt hatte, war »Das Modell«, und dann nahm ich eine Geschichte hier von der Webseite, die ich einmal als Schreibübung eingestellt hatte. Damals hatte ich sie nach dem Namen der Protagonistin nur »Emma« genannt, nun heißt sie »Wie Honig so süß«. Ich liebe Emma smile, aber es scheint, dass das historische Umfeld (Amerika vor dem Sezessionskrieg) nicht so viele anspricht. Deshalb dachte ich, ich frage mal die Leserinnen und zeige gleichzeitig, dass aus 250 Wörtern am Tag tatsächlich ein Roman werden kann – hier auf der Webseite.

Es wird also ab jetzt jeden Tag ein kleiner Abschnitt mit 250 Wörtern hier auf der Webseite erscheinen. Die Geschichte baut sich langsam auf, und Sie können es live jeden Tag hier auf der Seite verfolgen. Heute gibt es die erste Folge, morgen die zweite, übermorgen die dritte usw.

Viel Spaß! laughing

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  • Ruth Gogoll
  • Ruth Gogoll

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    Live zu verfolgen, wie ein Roman entsteht, ist eine spannende Sache. Man kann sich Gedanken darüber machen, wie die Geschichte weitergehen könnte, man kann jeden Tag die Entwicklung der Figuren verfolgen. Wird Emma eine Kriminelle? Oder was wird aus ihr? Wird sie in Amerika das finden, was sie in Irland nie hatte? Oder wird sie enttäuscht sein, weil die Neue Welt im Prinzip genauso wie die Alte Welt ist?

    Diese Fragen stelle ich mir beim Schreiben auch. Eine Geschichte liegt nicht fertig vor mir, wenn ich anfange zu schreiben. Ich weiß nicht, was in der Geschichte passieren wird, und ich weiß nicht, wie sie enden wird. Das alles entwickelt sich, während ich schreibe. So bin ich selbst jeden Tag überascht, was in den 250 Wörtern steht. Was ich persönlich auch sehr spannend finde, denn es ist fast wie eine Geschichte zu lesen, die jemand anderer geschrieben hat.

    Das ist mit ein Grund, warum ich schreibe. Ich möchte spannende Geschichten lesen. Und ich möchte Geschichten lesen, die genauso sind, wie ich sie mir wünsche. Was wäre da besser, als sie selbst zu schreiben, so, wie ich sie gern hätte? :) Und das tue ich.

    Dienstag, 9. August 2016 9:39

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