Self-Publishing oder Verlag?

Was ich etwas merkwürdig finde: Für den diesjährigen LLP wäre es möglich gewesen, Romane einzureichen, die bereits erschienen sind, und zwar im Self-Publishing. Es wurde jedoch kein einziger Roman aus dem Self-Publishing für den LiteraturPreis vorgeschlagen. Sind die alle so schlecht? Das kann ich mir gar nicht vorstellen.

Nachdem ich diesen Kommentar geschrieben hatte, habe ich weiter darüber nachgedacht, was wohl der Grund ist. Self-Publishing hat bei Verlagen vom ersten Tag an immer ein schlechtes Image gehabt. Das ist auch sehr verständlich. Die klassischen Verlage betrachten sich als Torhüter für die Qualität von Manuskripten. Und wenn ein Manuskript nicht durch das Fegefeuer der Beurteilung durch einen Verlag gegangen ist, ist es nichts wert.

Jeder Schriftsteller und jede Schriftstellerin, die veröffentlicht werden wollte, musste sich dieser Tortur aussetzen – und oftmals war es umsonst, denn nur ein Bruchteil dessen, was Verlagen zugesandt wird, wird für eine Veröffentlichung angenommen. Es ist verständlich, dass Verlage nach Manuskripten suchen, von denen sie glauben, dass sich ein möglichst großes Lesepublikum dafür finden lässt, das durch den Kauf der Bücher die Kosten, die der Verlag bei der Herstellung hatte, wieder hereinbringt.

So war es jedenfalls lange Zeit. Dann jedoch wurden neue technische Möglichkeiten geschaffen, E-Books begannen den Markt zu erobern. Elektronische Bücher müssen nicht gedruckt werden, was einen großen Kostenfaktor wegfallen lässt. Auch muss man sie nicht in großen Lagerhallen lagern wie gedruckte Bücher. Ein weiterer Kostenfaktor weniger. Dadurch gab es immer mehr Leute, die meinten, dass sie keinen Verlag für ihr Buch brauchen. Einfach das aufschreiben, was man aufschreiben will, hochladen, fertig.

Leider ist es nicht ganz so einfach, wie viele feststellen müssen, wenn dann die schlechten Rezensionen auf sie niederhageln. Denn einige Leute – viele leider – die ihre eigenen „Werke“ so veröffentlichen, beherrschen noch nicht einmal die Grundregeln von Rechtschreibung und Grammatik. Geschweige denn, dass sie wüssten, wie man ein E-Book formatiert, damit es auch auf allen Geräten – egal, ob Handy, PC, Apple oder Kindle usw. – funktioniert. Das ist nämlich gar nicht so einfach.

Das sind aber nur die rein technischen Voraussetzungen, dazu kommt noch, dass man das Handwerk des Schreibens beherrschen sollte – und das hat nichts mit Rechtschreibung oder Grammatik zu tun. Man kann Wörter und Sätze ohne einen einzigen Fehler in Rechtschreibung oder Grammatik zu Papier (oder zu Kindle wink) bringen, und doch ist das, was man produziert, sagen wir mal … nicht gut. Weil man nämlich nicht weiß, wie man eine Geschichte erzählt.

Manche Autorinnen sind geborene Erzählerinnen, das merkt man sofort, selbst wenn Rechtschreibung und Grammatik nicht einwandfrei sein sollten, viele brauchen aber Anleitung. Denn eine Geschichte zu erzählen, egal, ob es eine Kurzgeschichte ist oder ein langer Roman, ist nicht dasselbe wie einfach nur zu chatten oder mit seinen Freundinnen im Gespräch zu plappern. Damit eine Geschichte richtig bei der Leserin ankommt, muss sie gewisse Regeln erfüllen.

Lektorinnen in Verlagen kennen diese Regeln und arbeiten mit den Autorinnen an ihren Geschichten, bis sie so gut sind, dass die Leserin sie richtig genießen kann. Wenn man keinen Verlag hat und auch kein Geld für eine gute Lektorin ausgeben will … ist das Ergebnis meist entsprechend. Abgesehen davon, dass gute Lektorinnen auch rar sind. Ich habe Jahre gebraucht, um gute Lektorinnen zu finden, denn viele, die sich so nennen, verstehen leider nichts davon, wie man Unterhaltungsromane schreibt. Dann hat man sogar noch Geld für eine Lektorin ausgegeben, und das Ergebnis ist doch nicht befriedigend.

Oftmals denken die Schreibenden, dass es die Aufgabe einer Lektorin ist, Rechtschreibung und Grammatik zu korrigieren, sonst nichts. Eine Lektorin macht jedoch viel mehr. Sie hilft der Autorin, ihr Buch zu überarbeiten, zu streichen, umzuschreiben, neu hinzuzuschreiben. Das Resultat eines Lektorats kann sich sehr vom Original unterscheiden. Das haben viele schon festgestellt, wenn sie hier im LLP einen eingereichten Roman gelesen haben und später dann das gedruckte Ergebnis damit vergleichen konnten. Das ist oft ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Deshalb sind Verlage immer noch wichtig. Ich bin nicht gegen Self-Publishing. Ich finde, das ist eine großartige Möglichkeit. Aber die Qualität dessen, was dort veröffentlicht wird, sollte der Qualität dessen entsprechen, was Verlage veröffentlichen.

Oder sogar besser sein.

Auf keinen Fall schlechter.

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  • Ruth Gogoll
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  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ich habe das mal aus den Kommentaren hier herübergenommen, weil es doch um etwas Generelles geht.

    Sima hat geschrieben:

    Ich habe als Teenager angefangen zu schreiben, aber erst mehr als 20 Jahre später habe ich dann den Schritt gewagt, auch mal eine Geschichte einzureichen. Ich hatte keine Ahnung von Perspektivwechseln, “show don't tell“, einem Plot oder worauf es überhaupt beim Romanschreiben ankommt. Ich habe einfach drauf los geschrieben. Das entsprach mehr einem Drehbuch, weil ich mir das Schreiben eines Romans wie einen Film vorgestellt habe. Gefühle zu beschreiben, innere Konflikte usw darzustellen, ich dachte, das habe ich doch gemacht. Also, ich fand meinen Roman ganz großartig. ;) Die Ernüchterung folgte dann beim LLP. :D Erst danach habe ich mich so richtig mit dem Handwerk beschäftigt, und das hat mich einiges an Nerven gekostet. Es ist halt harte Arbeit, kein romantisches Vorsichhinschreiben. Aber es musste sein. Talent allein reicht eben nicht aus. Es gibt immer Ausnahmen, natürlich. Letztendlich macht auch die Erfahrung einiges aus. Aber man lernt niemals aus, das ist wie im wahren Leben. ;)

    Alles, was Du außer Geduld, Leidenschaft und Ehrgeiz noch brauchst, findest Du hier bei el!es.

    Claudia hat geschrieben:
    Da stimme ich dir voll und ganz zu, Sima. Das Schreiben an sich ist Spaß. Doch wenn man eine Idee auch tatsächlich veröffentlichen möchte, dann kommt Arbeit dazu.
    Gerade hier auf der Elles- Seite, in der Schreibwerkstatt, gibt es ganz viele hilfreiche Artikel. Und auch wenn ich inzwischen das Meiste gelesen habe, mache ich manche Fehler immer wieder. :o
    Ohne die Hilfe von euch im Forum, oder von Ruth und Frau Schilling, hätte ich wohl nie eine meiner vielen Ideen umsetzen können.

    Das bedeutet aber auch, dass man Kritik zulassen muss und auch annehmen.

    Das machen viele hier und dafür an alle, die sich hier den Kommentaren stellen, meinen größten Respekt.

    Die Art und Weise, wie hier miteinander umgangen wird, zeigt hoffentlich jeder, dass es sich gelohnt hat, mutig zu sein :)
    Wir können alle nur gewinnen, nicht nur eine.

    Donnerstag, 10. August 2017 8:13
  • Ruth Gogoll

    Ruth Gogoll Permalink

    Ich finde, nichts kann besser beschreiben, was tatsächlich der Unterschied zwischen Self-Publishing und einem Verlag ist.

    Wenn ich mein Buch selbst herausbringe, habe ich nichts von dem, was Sima und Claudia hier erwähnen. Ich habe keine anderen Autorinnen, mit denen ich mich austauschen kann. Ich habe keine Lektorin wie Frau Schilling (oder eine unserer anderen Lektorinnen), die mir dabei helfen, das Beste aus meinen Ideen zu machen. Und ich habe keinen Verlag, der mich unterstützt und mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht, mir all die Dinge abnimmt, mit denen ich mich als Autorin gar nicht beschäftigen möchte oder auch kann. Weil ich die Abläufe im Buchmarkt gar nicht kenne.

    Sicherlich, hier bei el!es gibt es deshalb so viel, weil ich eben nicht nur Verlegerin, sondern selbst auch Autorin bin und deshalb Autorinnen viel besser verstehe, als es in vielen anderen Verlagen der Fall ist, die von Menschen geleitet werden, die nicht selbst schreiben. Aber auch die anderen Verlage unterstützen Autorinnen auf ihre Art. Es ist etwas ganz anderes, als wenn man sich allein um alles kümmern muss.

    Genauso wie man beim Schreiben viel falschmachen kann, kann man auch beim Veröffentlichen eines Buches viel falschmachen. Ganz egal, ob es ein E-Book oder ein gedrucktes Buch ist. Und dann wundert man sich, dass niemand das Buch liest. Oder dass das Cover so schlecht aussieht, der Satz schief und krumm ist, ganz abgesehen von den nicht korrigierten Rechtschreib- und Grammatikfehlern.

    Das Cover eines Buches zu gestalten erfordert ganz andere Fähigkeiten als ein Buch zu schreiben. Niemand kann alles können. Warum also nicht das Gestalten des Covers der professionellen Grafikerin des Verlages überlassen, die das schon seit Jahren macht und die das viel besser kann als ich? Und warum nicht dem Verlag all das überlassen, was es benötigt, um das Buch zu verkaufen? Denn das ist die tägliche Arbeit eines Verlages, nicht aber die einer Autorin.

    So kann ich mich als Autorin auf das konzentrieren, was ich am besten kann: Schreiben. :)

    Donnerstag, 10. August 2017 8:42
  • Claudia

    Permalink

    Ich bin nie über eine Leseprobe eines Self-publishing-Werkes hinaus gegangen. Und ich sehe das wie Ihr. Es mag bestimnt die ein oder andere geben, die ihr Handwerk versteht. Die zu finden ist aber sehr mühsam da ja jede ihr Werk in den höchsten Tönen anpreist. Rezensionen bedeuten nicht immer wirklich etwas ;)
    Und ganz ehrlich. Wenn ich meine Werke betrachte und dann die Endprodukte sehe, die durch die Hilfe des Elles-Verlages und der Lektorinnen überhaupt erst entstanden sind....Für mich käme ein self -publishing nicht in Frage. Dafür bin ich dann doch realistisch genug um meine Defizite zu erkennen und mich auf die professionelle Hilfe zu verlassen.
    Und die Arbeit mit dem Verlag endet ja nicht mit dem Lektorat. Setz-und Druckkosten, Umwandlungen in die verschiedenen Formate, Werbung und Betreuung.... das sind ganz viele Punkte die mir der Verlag abnimmt und wo ich mich gut aufgehoben fühle.
    Warum das jemand unbedingt selbst machen möchte?

    Mittwoch, 9. August 2017 10:36
  • Na ja, zum einen des Geldes wegen (als würde man als Amateur auf diese Weise reich werden können :roll::)) und zum anderen, dass viele Manuskripte beim Verlag wahrscheinlich sofort im Papierkorb landen würden. Empört über die Absage, wenn man denn überhaupt eine bekommt, versuchen es dann viele auf die eigene Faust. Und so eine Möglichkeit wie hier bei el!es gibt es halt nicht alle Tage.
    Wenn ich nur daran denke, wie lange ich gebraucht habe, hier zu landen. Mein erstes Manuskript ging vorher diverse Wege und erst von einem anderen Verlag wurde ich darauf aufmerksam gemacht, meinen Roman doch mal bei el!es anzubieten. Meine Güte, so viele Bücher schon in den Jahren zuvor davon gelesen und trotzdem völlig auf dem Schlauch gestanden. Das kann man eigentlich gar keinem erzählen. :lol:

    Mit dem Buchdruck und dem ganzen Drumherum hast Du natürlich recht, aber Bücher im Bereich Self Publishing werden überwiegend nur als eBook angeboten, also online eingestellt. Die wenigsten können und wollen sich den teuren Druck leisten, schon gar nicht in mehreren Auflagen. Dann würde finanziell bei den meisten am Ende überhaupt nichts übrig bleiben. Sie würden wahrscheinlich eher noch draufzahlen. Aber wie gesagt, wenn ich als Laie diesen Weg beschreite, aus welchen Gründen auch immer, dann frage ich mich, wie man sich jemals verbessern will.

    Mittwoch, 9. August 2017 10:37
  • Ruth Gogoll

    Sima Permalink

    Ich denke, dass viele noch nicht einmal einen Cent mit ihren im Self-Publishing veröffentlichten Werken verdienen. Denn dazu muss man ja erst einmal Bücher oder E-Books verkaufen. Wenn ein Buch aber so schlecht ist, dass schon die Leseprobe die Leserinnen abschreckt, kaufen sie es gar nicht erst. Und dann verdient man auch nichts.

    Amazon hat deshalb jetzt eine Qualitätskontrolle eingeführt. Sie scannen die hochgeladenen Manuskripte nach Rechtschreibfehlern und auch nach Formatierungsfehlern, und wenn die Fehler ein gewisses Maß übersteigen, veröffentlicht Amazon das Werk noch nicht einmal als E-Book. Aber das gilt nur bei den neueren Büchern. Viele ältere sind ohne diese Qualitätskontrolle schon durchgerutscht und bleiben auch erhältlich.

    Mittwoch, 9. August 2017 11:04
  • @Sima. Bei mir war das gerade andersherum. Mit null Ahnung vom schriftstellerischen Handwerk war ich damals am Schreiben meines ersten Romans (der ja längst im Papierkorb gelandet ist). Mir war klar, dass der Mängel hat und zumindest ein anständiges Lektorat benötigt. Deshalb dachte ich mir, dass ich als erstes den Verlag anschreibe, von welchem ich die Bücher gerne lese. Es ist schon ein schönes Gefühl, dass das alles so wunderbar geklappt hat. Danke el!es!

    Mittwoch, 9. August 2017 10:47
  • Ruth Gogoll

    Babs Permalink

    Gern geschehen. :) Autorinnen zu haben, die mit solcher Leidenschaft schreiben, wie Du es tust und auch all die anderen Autorinnen, die jetzt hier kommentiert haben, ist aber auch ein Vergnügen. Da macht ein Verlag richtig Spaß. :)

    Mittwoch, 9. August 2017 11:27
  • Alexa

    Sima Permalink

    Und rausfinden, wie es geht, oder besser gesagt, gehen kann, findet man auf jeder Menge Seiten erklärt und beschrieben. Da taucht auch mal der Tipp eines Lektorates auf, aber das kostet nun mal. Da wird lieber in einen Schreibratgeber investiert, oder auf die vielen -zum Teil sehr hilfreichen- Blogs im Internet geschaut. Da ist das Internet mal wieder Segen und Fluch zu gleich.

    Wie Ruth auf der Homepage schon mal geschrieben hat, beim Verlag ist das inklusive. Da wollen einige eben keine Abstriche machen. Und da ebooks in Zeiten von amazon und co mit Flatrates werben, die entsprechendes Publikum versprechen, ist der Schritt leicht getan. Verlieren kann man ja nicht viel.

    Ich muss sagen, ich finde es zum Teil auch mutig, dass man so -ohne einen Profi- sich traut etwas zu veröffentlichen und das entsprechend zu vermarkten. Nur ich finde, so ein Buch, dass man am Markt anbietet, egal ob gedruckt oder digital, das ist schon etwas besonderes und dem sollte man auch einen gewissen Respekt erweisen und versuchen, seine Sache so gut wie möglich zu machen. Wobei ich jetzt niemandem unterstellen will, dass er sich nicht bemüht, sein bestes zu geben. Die Frage ist nur, lernt man als Laie und/oder Anfänger so viel daraus, wenn ich einfach drauf los publiziere und nur die Bewertungen, falls welche abgegeben werden, auf den jeweiligen Plattformen habe?

    Die vielen Geschichten, die in den Foren, Blogs und FanFiction-Portalen veröffentlicht werden, und frei zugänglich sind, sind wieder ein anderes Thema. Das ist ja mehr ein Ausprobieren. Daran habe ich mich auch mal versucht und noch mehr Gefallen am Schreiben gefunden.

    Wobei man ja hin und wieder das Gegenteil hört, also Leute, die zuerst im Selbstverlag (ich nehme jetzt mal das deutsche Wort) erfolgreich -auch zu Recht- waren und dann zu Verlagen gekommen sind.

    Mittwoch, 9. August 2017 10:41
  • Ruth Gogoll

    Alexa Permalink

    Bei großen Verlagen ist das eher selten. Die haben sich ja lange Zeit generell dagegen gesträubt, Romane oder Autoren auch nur in Betracht zu ziehen, die schon selbst etwas veröffentlicht hatten. Dann haben sie jegliche Manuskripte von solchen Leuten abgelehnt. Ungeheure Ignoranz und Arroganz. Das hat sich glücklicherweise ein wenig verändert, aber nur in Randbereichen. Und bei Leuten, die durch eigene Anstrengungen in den sozialen Medien schon so bekannt geworden sind, dass es für den Verlag kein Risiko mehr war. Die haben dem Verlag dann viele Marketingkosten erspart. :)

    In manchen klassischen Verlagen ersetzen jetzt aber jüngere Leute die älteren, die weder etwas mit elektronischen Büchern noch mit sozialen Medien anfangen konnten, und dadurch kommt das eine oder andere in Gang. Aber man muss auch bedenken, dass große Verlage äußerst schwerfällig sind. Ein kleiner Verlag wie el!es ist da wesentlich flexibler.

    Mittwoch, 9. August 2017 10:43
  • Ja, wegen der Kosten greifen die Großen gerne zu. Die Bücher vermarkten sich ja dann praktisch selbst.

    Und ich muss sagen, dass ich das kleine, persönliche viel lieber mag, als das unpersönliche Große. Das ist meinst nur unnötig kompliziert. Außerdem macht eine enge Zusammenarbeit viel mehr Spaß. 8-)
    Das ist mir schon häufiger so ergangen, dass ich diese Erfahrung machen konnte. Zum Glück.

    Mittwoch, 9. August 2017 10:45
  • Ellen

    Permalink

    Mit Self-Publishing-Büchern hab ich auch des Öfteren Erfahrungen machen dürfen. Es war in den wenigsten Fällen trotzdem noch recht angenehm zu lesen.

    In schlimmster Erinnerung sind mir da Bücher von einer Autorin geblieben, die mir mal in die Hände gerieten. Dort empfand ich schon den ersten Absatz der Leseprobe als eine Zumutung.

    Mit Perfektion in Sachen Rechtschreibung/Grammatik ist wohl kaum jemand ausgestattet und deshalb kann ich es auch nicht wirklich nachvollziehen, wenn Bücher in Eigenregie auf den Markt geschmissen werden.
    Ich persönlich würde mich dafür schämen, wäre es mein "Werk".

    Mittwoch, 9. August 2017 10:34
  • Babs

    Permalink

    Wenn man sich das Lektorat sparen will oder vielleicht sogar denkt, dass man so etwas nicht nötig hat, weil man doch so brillant ist, so kann man sich auch die Zeit zum Schreiben sparen ... gerade, wenn man sein Werk veröffentlichen möchte ...

    Mittwoch, 9. August 2017 10:31
  • Sima

    Permalink

    Ich habe noch kein einziges Buch aus diesem Bereich gelesen. Das liegt daran, dass ich überzeugt bin, dass gerade für Anfänger(innen) oder Hobby-Autoren ein Lektorat unverzichtbar ist. Der Markt wird regelrecht überschwemmt von Self Publishing und bisher brauchte ich nur den Klappentext oder auch mal einen Auszug zu lesen und mir standen die Haare zu Berge. Dafür ist mir das Geld einfach zu schade, auch wenn viele Exemplare einem geradezu hinterher geworfen werden. Ich denke schon, dass es da ein paar gute Bücher gibt von Leuten, die vielleicht früher bei einem Verlag waren und dann umgestiegen sind oder die einfach ein besonderes Talent zum Schreiben haben. Aber ich fürchte, das ist eher die Seltenheit.

    Mittwoch, 9. August 2017 10:28
  • Alexa

    Sima Permalink

    Da kann ich Dir zustimmen, Sima. Ähnliche Beobachtungen habe ich auch gemacht. Es gibt sehr viel in dem Bereich und aus ein paar Sachen könnten gute Bücher werden, wenn ein Lektorat drübergehen würde.

    Vielleicht denken viele, sie könnten so mehr Geld verdienen, als bei einem Verlag und es geht ihnen eher darum, anstatt wirklich eine gute Geschichte zu schreiben.

    Mittwoch, 9. August 2017 10:30
  • Alexa

    Permalink

    Mir geht es so, dass ich kaum Bücher lese, die aus den Bereich sind, obgleich es da eine ganze Menge gibt. Entweder gefiel mir bereits der Inhalt nicht, oder die Leseprobe hat mich nicht gepackt, obwohl ich sogar zwei gelesen habe.

    Warum habe ich die Bücher nicht vorgeschlagen:
    Beim ersten Buch fehlt mir der Konflikt. Es gibt ein paar kleine Konflikte, aber daraus hätte man mehr machen können, ja sogar müssen. Sie lösen sich oftmals ohne große Probleme in Luft auf. Dafür gibt es ein Happy End, was ich persönlich gut fand. Außerdem habe ich mich gefragt, ob es sich wirklich um Fiktion, oder um eine biographische Geschichte gehandelt hat.

    Beim zweiten Buch scheitert es bereits daran, dass Band 1 nicht mit einem Happy End aufhört. Das gibt es erst in Band 2, was auch der Grund war, dass ich Buch 2 gelesen habe. Was mir auch auf die Nerven ging, waren die Perspektivwechsel, die mit jedem neuen Kapitel einhergehen und bei denen am Anfang immer nochmal das erzählt wird, was zuletzt geschehen ist, nur eben aus dem Blickwinkel der anderen Figur. Zudem viele Rechtschreibfehler. Warum ich doch zuende gelesen habe, hängt mit den Figuren zusammen, die ich irgendwie sympatisch fand und ich wissen wollte, wie es ausgeht.

    Welche Erfahrungen habt ihr denn mit Büchern aus dem Selfpublishing-Bereich gemacht oder habt ihr überhaupt keine Bücher aus dem Bereich gelesen?

    Mittwoch, 9. August 2017 10:26

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