Anne Will outet sich

Man fragt sich ja eigentlich schon, wer das noch nicht gewußt hat, aber jetzt ist es offiziell: Anne Will ist lesbisch.

Wahrscheinlich ist das eher eine Nachricht für die Heterowelt als für uns, aber wollen wir mal nicht so sein.

Ihre Freundin, die Professorin Miriam Meckel, ist Direktorin des Institutes für Medien und Kommunikation der Universität St. Gallen.


Wenn man sich das Bild so betrachtet: eine blond, eine dunkel, das ideale Paar.

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  • lorelay

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    Hallo Kristin, Hallo Ruth, Hallo Anne... Und vor allem, Hallo an alle Lesben auf dieser Welt!!!
    Mal davon abgesehen, dass Anne Will sich nicht geoutet hat, bis sie sich outen wollte (musste) bis ihr auf einer gewissen Feier ein Reporter ins Gesicht sprang... Anne hätte ihre Partnerin auch einfach verleugnen können! Doch das hat sie nicht. Hut ab, Frau Will! I>

    Samstag, 14. Juni 2008 3:19
  • Ich ärgere mich ja wirklich, daß ich so was nicht machen kann, mich jetzt outen und alle staunen: »Was, Ruth Gogoll ist lesbisch? So eine Überraschung!« :) Tja, die Chance habe ich wohl von Anfang an vertan.
    Aber so blöde Heteros wie der Mann vom Nachbartisch lassen dann schon ein paar Gedanken aufkommen. Wer ist denn immer so interessiert daran, welcher sexuellen Orientierung die Leute, die man so kennt, angehören? Wir Lesben? Wohl kaum.
    Anne Will wußte es vermutlich schon immer, die braucht sich nicht zu outen, um es sich klarzumachen, aber wer tuschelt denn da ständig hinter vorgehaltener Hand? Die Heteros doch. Deren merkwürdiges sexuelles Selbstverständnis führt doch dazu, daß es als etwas Besonderes angesehen wird, lesbisch oder schwul zu sein.
    Eigentlich ist das völlig uninteressant, und Frau Will hätte sicherlich kein Interesse daran gehabt, daß sich jemand in ihr Privatleben einmischt, aber weil es solche Typen wie diesen Kerl gibt, mußte sie Klarheit schaffen, damit da nicht eventuell noch wer weiß was vermutet wird.
    Wir Lesben tragen unsere Sexualität nicht ständig vor uns her, aber Heteros schon. Wer knutscht sich denn in der Öffentlichkeit ab, wer erzählt ständig von der neuen Kollegin in der Buchhaltung mit der tollen Oberweite und wer trägt seine Heterosexualität wie eine Fahne vor sich vor sich her, indem sie alle vier Wochen verkündet: »O Gott, ich bin überfällig. Hoffentlich bin ich nicht schwanger«?
    Schaut mal, wie hetero ich bin. Genau das ist der Grund, warum Anne Will so lange gewartet hat. Dieser Kerl. Und das ist eigentlich schon wieder traurig.
    Aber es ist gut, daß es jetzt endlich raus ist, dann können sie mal eine Sendung mit Hape Kerkeling, Dirk Bach, Hella von Sinnen und Anne Will machen, und wir haben unseren Spaß.
    Ach, mir ist gerade noch eine Replik eingefallen, die einem am Mittagstisch dann natürlich nicht einfällt: »Wenn alle Heteromänner so sind wie Sie, bin ich wirklich froh, daß ich das Glück hatte, lesbisch geboren zu werden«. :)

    Montag, 19. November 2007 19:06
  • Kristin aus N. am T.

    Permalink

    ...für einige eine Sensation, für andere nichts Neues. Ja, Frau Will steht endlich zu Frau Meckel „ ... und das ist auch gut so“, würde unser Berliner Bürgermeister sagen!!! :) Und er hätte Recht. Schön, wenn sich Prominente nicht länger verstecken. Auch dass trägt dazu bei, dass Homosexualität immer mehr Akzeptanz erfährt. Es ist wirklich traurig, dass tatsächlich noch einige Menschen ein Doppelleben führen, um ihre wahre Sexualität zu verschleiern aus Angst vor Nachteilen. Nun gut, bei Frau Will war es nicht ganz so: sie hat ihre Liebste Miriam Meckel nicht verleugnet sondern gar nichts verraten. Sie hat nicht vorgegeben Single zu sein oder mit einem Mann zusammen zu leben, sondern sie sagte immer nichts. Diese Konsequenz, ihr Privatleben auch privat zu lassen, hat mir gefallen. Umso überraschter sah ich gestern an der Tankstelle die Neuigkeit. Ein wenig schmunzeln, musste ich schon, weil es ja nicht wirklich ´ne Neuigkeit war. Ich war aber verwundert, warum Frau Will ausgerechnet gegenüber der BamS die erste offizielle Bekundung abgab. Vielleicht doch nur eine verdrehte Wiedergabe ihrer Worte? Kann ja mal passieren ...den einen fast immer und den anderen eher nie.... :)
    Ich war jedenfalls gespannt auf die Reaktionen der Leute. Schon in der Tankstelle schmunzelte die Verkäuferin, als ich mir den Hals verdrehte, um die Überschrift besser lesen zu können, denn kaufen wollte ich dieses Blatt aus Prinzip nicht. Sie gab mir ihr Exemplar und meinte, sie hätte es schon durch, es gäbe nichts Neues ......ups ;) . Wie auch immer sie es meinte?!
    Gestern Abend als ich mit meinen Tanzkollegen nach dem Training beim Bierchen saß, waren Frau Will und Frau Meckel auch Thema. Alle waren sich einig, dass sie ein schönes Paar sind und sie sich nicht zu verstecken brauchen, was nicht im Zusammenhang zur Schönheit steht. Es kam aber auch der Verdacht auf, dass Frau Will ihr so zufällig klingendes Statement genau geplant hat, um sich einen kleinen Einschaltquotenvorsprung zu Herrn Plasberg „Hart aber fair“ zu verschaffen.
    Heute Mittag in der Kantine wurde jeder an der Kasse ganz „diskret“ von drei Tageszeitungen schon auf der Titelseite mit schönem Farbfoto und riesiger Überschrift auf „Frau Will liebt Professorin“ hingewiesen. Deshalb verwunderte es mich nicht, dass es bei einigen Mittagsgästen Tischgespräch war. Ich hörte Stimmen, die nicht nur Zuspruch für Frau Will übrig hatten. Kritisiert wurde vor allem, warum die eigene Sexualität überhaupt so nach außen getragen wird. Ein Mann am Nebentisch äußerte sich besonders laut. Er beschwerte sich ungefähr wie folgt: „Die Schwulen und Lesben wollen wegen ihrer Homosexualität nicht diskriminiert werden und heben sich dann doch wieder durch ihre Sexualität ab, indem sie öffentlich bekunden, schaut her ich bin eine Talk-Lesbe!“. Ich wusste nicht, was mich mehr ärgerte, seine Oberflächlichkeit oder seine selbstgerechte Art oder das Kopfnicken seiner Tischnachbarn oder alles zusammen. Vielleicht bin ich auch überempfindlich, weil ich Frau Will sehr schätze. Jedenfalls wollte ich was ganz doll Schlaues zu ihm sagen, aber mir fiel nichts ein. Ich bat ihn dann nur höfflich, seine Lautstärke etwas zu zügeln, denn schließlich will er doch bestimmt nicht wegen des Inhalts seiner lauten Bemerkungen diskriminiert werden. Dann war er ruhig. Mir schmeckte mein Essen trotzdem nicht, was aber eher auf die Qualität der Küche zurück zu führen war.
    Jedenfalls finde ich es Klasse, wenn Prominente vor allem Sympathieträger zu ihrer Homosexualität stehen, denn das ist nicht nur wichtig für sie selbst sondern auch für uns, denn es trägt zur Akzeptanz der Homosexualität bei.
    In diesem Sinne,
    Kristin!

    Montag, 19. November 2007 18:40

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