Einbürgerungstest, 1. Teil

Wenn Sie die deutsche Staatsbürgerschaft bereits besitzen, werden Sie nie einen Einbürgerungstest bestehen müssen. Würden Sie den Einbürgerungstest aber bestehen, wenn Sie nicht Deutsche wären?

Hier sind einige Fragen, die Sie für die Einbürgerung beantworten müssen (aber niemand muß seinen Paß abgeben, wenn er sie nicht beantworten kann ). Los geht''s.

 

1. Deutschland und die Deutschen

Grundlage staatsbürgerlichen Lebens und jedes verantwortlichen Handelns in einem Gemeinwesen ist die Kenntnis grundlegender Fakten eines Landes.

  1. Wie viele Einwohner hat Deutschland?
  2. Nennen Sie drei Flüsse, die durch Deutschland fließen.
  3. Nennen Sie drei deutsche Mittelgebirge.
  4. Wie heißt die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland?
  5. Wie viele Bundesländer hat die Bundesrepublik Deutschland? Nennen Sie sieben Bundesländer und ihre Hauptstädte.
  6. Nennen Sie drei Staaten, die an die Bundesrepublik Deutschland grenzen.
  7. Welche Voraussetzungen muß man erfüllen, um deutscher Staatsbürger zu werden?
  8. Nennen Sie drei Gründe, warum Sie deutsche Staatsbürgerin sein wollen!

So, das wär''s erst mal. Und? Konnten Sie alle Fragen beantworten?

Demnächst geht es weiter mit Teil 2.

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Wer hat hier bereits Kommentare abgegeben?

  • Alexandra Liebert
  • Marischka
  • Dagmar Heier
  • Ruth Gogoll
  • Nicole
  • Nicole

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    Ich habe auf niemanden eingeschlagen. Es ist nur einfach sehr krass selbst mitzuerleben, wie Menschen in rechtsfreien Staaten behandelt werden und dann beklagt man sich über Deutschland. Ich will ein Land sehen in dem alles besser sein soll.

    Und wenn es allen hier nicht passt - wieso auswandern und nicht etwas dagegen tun? Lieber jeden Abend die Nachrichten schauen und sich dann im eigenen Wohnzimmer beschweren. Natürlich sagt jeder, dass sich hier nichts mehr bewegt. "Es" kann sich auch nichts bewegen, wenn keiner von seiner Couch herunterkommt.
    Manchmal würde übrigens schon der Gang zum Briefkasten ausreichen. Als der AK Vorratsdatenspeicherung zur Sammel-Verfassungsbeschwerde aufgerufen hat, kamen gerade 34.000 Stimmen zusammen. Das ist schon was, aber vergleichsweise doch wenig. Man hätte lediglich im Internet ein Formular und eine Vollmacht für den Anwalt ausfüllen müssen. Welche Kommentare kamen? "Meine Daten sind da bestimmt nicht sicher" (aber bestimmt beim Staat) oder "Das bringt doch eh nichts". (Am häufigsten kam natürlich noch die Rede von: "Ich hab ja nix zu verbergen, Hauptsache die Terroristen kommen nicht")

    Wir sind derart mit einer Selbstzerstörung von innen befasst, dass wir selbst für Terroristen uninteressant werden dürften. (Wobei wir meines Erachtens so oder so kein interessantes Ziel bieten)

    Und ich habe es auch so satt, ständig Gefahr laufen zu müssen, als Nazi bezeichnet zu werden. Nur weil viele die Unterschiede zwischen Nazis, Neo-Nazis, Rechten und Rechtsextremen und Nationalstolz nicht kennen.
    Da wird pauschal ein "Kampf gegen Rechts" ausgerufen und auch noch von hohen Stellen unterstützt ... weil Linksextremismus besser ist, oder was?!

    Gegen Ausländer darf man auch nichts sagen, weil oft nicht mal mehr unterschieden wird, ob man etwas gegen ein Benehmen oder ein Land sagt.

    In einer Synagoge wird man auch schnell wie ein Schwerverbrecher behandelt. Im Rahmen des Religionsunterrichts einer reinen Mädchenschule wollten wir an einer Führung teilnehmen. 13 bis 15 Jährige stellen natürlich eine Gefahr dar ... Die ersten Metalldetektoren waren ja noch verständlich. Aber wenn man dann - aber bitte nicht zu nahe zusammen - in einem bestimmten Radius - denn man ja nicht verlassen darf - dastehen muss, nur um im Blickfeld der Kameras zu bleiben ... Und andauernd dieser Stille Vorwurf, "Ihr seid Schuld".

    Die Erbsünde ist ja bald nichts gegen "unsere" Sünde.

    Montag, 20. Oktober 2008 0:41
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Es geht nicht darum, einer einzelnen Meinung zu widersprechen, sondern diesem generellen Automatismus in Deutschland entgegenzuwirken, der anscheinend alle Deutschen dazu verpflichtet, sobald sie darauf angesprochen werden, zu sagen: »Deutschland ist Mist«.

    Hat je schon einmal jemand einen Durchschnittsamerikaner (nicht Michael Moore ;)) sagen hören: »Amerika ist Mist«? Wenn ein Amerikaner so etwas zu anderen Amerikanern sagen würde, würde er sofort als unpatriotisch bezeichnet oder als Kommunist. Und wenn es ihm nicht gefällt, solle er das Land doch bitte verlassen.
    Das wäre die höfliche Variante. Die meisten Normalamerikaner würden zumindest einen Mann wohl auch einfach verprügeln, wenn er so etwas sagt.
    Aber in Deutschland sagt das jeder, und niemand wird dafür verprügelt oder als unpatriotisch bezeichnet.
    Warum nicht?
    Wo ist unser Nationalstolz, unser Patriotismus? Sobald man von so etwas spricht, wird man sofort zum Nazi gestempelt. Patriotismus und Nationalstolz hat aber nichts mit Nazitum zu tun, sondern damit, daß man auf sein Land und auf seine Nation stolz ist.
    Und um auf unser Land und unsere Nation stolz zu sein haben wir ebensoviel Grund wie jedes andere Volk auf der Welt. Wir haben unsere Schwächen und Fehler, aber wir haben auch unsere Stärken, Dinge, um die uns Ausländer beneiden.
    Warum sind wir nicht stolz auf unsere Stärken, sondern stellen immer nur unsere Fehler heraus?
    Wenn jemand mit solchen Symptomen in eine psychotherapeutische Praxis käme, würde man ihn als psychisch krank bezeichnen, als einen mit Minderwertigkeitskomplexen Beladenen, der professionelle Hilfe nötig hat, damit er wieder gesund wird.
    Sind wir ein Volk von psychisch Kranken, alle? Wenn wir es nicht wären, müßten wir doch stolz auf uns und unser Land sein können, aber das können wir nicht.
    Es wird Zeit, daß wir das wieder einmal lernen und nicht einfach hinnehmen, wenn jemand sich negativ über Deutschland äußert und das als selbstverständlich betrachtet.
    Es geht um uns, uns ganz persönlich. Unser Land, das sind wir, nicht irgendwelche Bürokraten und Politiker in Berlin, sondern wir, jede und jeder einzelne von uns.
    »Wir sind das Volk.« Daran sollten wir uns wieder einmal erinnern.
    Meine Frau ist in der DDR bei den Montagsdemonstrationen mitmarschiert, als dieser Satz gerufen wurde. Sie hat damals ihr Leben riskiert.
    Und das hat sie dafür getan, damit ihr jemand sagt: »Das Land, für das du dich eingesetzt hast, ist nichts wert«?
    Das kann es doch wohl nicht sein.
    Mich ärgert so was.
    Aber die Heldinnen und Helden der Montagsdemonstrationen werden ja auch nicht gefeiert. Wahrscheinlich ist das peinlich für uns Deutsche, weil sie sich patriotisch verhalten haben.
    Ja, mich ärgert das.

    Sonntag, 19. Oktober 2008 17:03
  • Alexandra Liebert

    Permalink

    Nun "schlagt" mal nicht alle auf Dagmar Heier ein. Zum einen hatte ihr Kommentar ja ein Lächeln am Ende und zum anderen ist es doch legitim zu sagen, dass man sich persönlich nicht unbedingt so richtig wohl im eigenen Land fühlt. Negative Seiten an einer Sache, einem Land, einer Person zu sehen schließt ja nicht aus, dass man trotz allem die positiven Seiten zu schätzen weiß.

    Sonntag, 19. Oktober 2008 1:30
  • Nicole

    Permalink

    Gerade das Wetter (nach der Sprache und vielleicht dem Essen, der Literatur, okay, die Liste wird länger ...) mag ich hier. ;)

    Schlimm ist nur auch, dass man zu wenig über all die Länder hört und wenn, dann ist man hier schon zu abgestumpft. Und vieles wird manche Landesgrenzen wohl nie verlassen. Oder wir stehen ohnmächtig daneben.

    Wobei wir viel in unserem Land auch bewahren sollten und nicht davon ausgehen dürfen, dass es schon immer irgendwie gut weitergehen wird, auch ohne unser Zutun.

    Samstag, 18. Oktober 2008 1:23
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Wenn es da nicht so kalt wäre . . . 8)
    Es gibt natürlich immer noch einen großen Unterschied zwischen einer Diktatur und einer wenn auch nicht perfekt funktionierenden Demokratie. Darüber, daß man in Deutschland auf offener Straße seine Meinung sagen kann, auch gegen die Regierung, ohne verhaftet, gefoltert oder ermordet zu werden, ist etwas, wovon man in Rußland nur träumen kann. Aber viele Leute sind sich dessen nicht bewußt, wie viele Vorteile man in Deutschland gegenüber anderen Staaten hat. Sonst wären nicht so viele Leute unzufrieden, denn es gibt kaum ein Land auf der Welt, in dem man so gut leben kann wie in Deutschland (bei allem, was man daran aussetzen kann). Zum Beispiel das Wetter - aber das kann man der Regierung nun wirklich nicht vorwerfen. ;)

    Freitag, 17. Oktober 2008 20:42
  • Nicole

    Permalink

    Mangelnder Nationalstolz ist meines Erachtens unser größtes Problem und verursacht auch die Immigrationsprobleme. Was sollen denn Immigranten von uns lernen? Wie man sich seiner Identität schämt?!

    Ich würde Russland vorschlagen, Da kann man wunderbar seine Homosexualität ausleben, hat bestimmt immer genug zu essen, kann sich so richtig sicher fühlen ...

    Freitag, 17. Oktober 2008 14:52
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ja, mit dem deutschen Paß in der Hand auf Deutschland schimpfen, das ist einfach. Alle, die das tun, sollten mal versuchen, im Ausland so zu leben, wie sie es in Deutschland tun, mit Kindergeld, Arbeitslosengeld, Rente ... Alles Dinge, die im Ausland meist unbekannt sind. Natürlich sieht man da, wo man lebt, auch am meisten das, was nicht funktioniert, aber wenn man noch nie im Ausland gelebt hat, kann man nicht beurteilen, wie gut man es in Deutschland hat – trotz allem, was verbesserungswürdig ist.
    In anderen Ländern verhungern die Leute auf der Straße, wenn sie keine Arbeit haben oder krank sind, in Deutschland bekommt man Arbeitslosengeld oder Krankengeld. Das ist eine große soziale Errungenschaft, um die uns viele andere Länder beneiden. Und weshalb so viele Menschen aus anderen Ländern nach Deutschland wollen.
    Ich finde den Vorschlag gut zu tauschen: Jeder, der meint, in Deutschland ginge es ihm schlecht, sucht sich ein anderes Land aus und tauscht mit dem, der von dort nach Deutschland will. Ich glaube, dann ständen die Leute, die jetzt so auf Deutschland schimpfen, bald an der Grenze wieder Schlange, um nach Deutschland zurückzukommen.
    Ich kenne da z.B. einen jungen Nigerianer, der nach Deutschland will. (Sein Bruder wurde dort gerade auf offener Straße erschossen.) Wer will mit ihm tauschen und in Nigeria leben? ;)

    Freitag, 17. Oktober 2008 11:58
  • Marischka

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    Der Kommentar von Frau Heier ist auf seine Art wirklich typisch deutsch. Ständig erklären Deutsche, warum sie keine Deutschen sein möchten. Und kaum ein Nicht-Deutscher versteht das. Warum gibt es in Deutschland so wenig Nationalstolz? Irgend jemand sagte mir mal, der wäre 1968 auf die Straße getragen worden und von dort nicht wieder zurückgekehrt. Und daß es in gewissen Kreisen ein ungeschriebenes Gesetz gäbe, daß man sich grundsätzlich immer dafür zu schämen habe, die deutsche Staatsbürgerschaft zu besitzen.

    Hm.

    Vorschlag: Es gibt so viele Menschen, die möchten nach Deutschland und möchten die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Es gibt offensichtlich auch viele Menschen, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben, aber nicht wollen. Warum tauscht Ihr dann nicht einfach? Frau Heier tauscht Ihre deutsche Staatsbürgerschaft ein gegen die türkische Staatsbürgerschaft eines Türken, der gern nach Deutschland möchte. Dann muß Frau Heier sich nicht mehr für ihren Paß schämen, und der neue Deutsche ist auch glücklich.

    Ich versteh's wirklich nicht.

    Freitag, 17. Oktober 2008 11:48
  • Dagmar Heier

    Permalink

    Bis auf die Fragen 7 und 8 kann ich alle beantworten.
    Ueber Frage 7 habe ich noch nie nachgedacht und Frage 8 eruebrigt sich ja.
    Da wuerden sich eher Gruende finden, warum ich keine deutsche Staatsbuergerin mehr sein moechte :D

    Freitag, 17. Oktober 2008 11:12
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ja, den Test gibt es auch mit Antwortmöglichkeiten. Aber mein Artikel richtet sich ja an deutsche Staatsbürgerinnen. Die sollten die Antworten eigentlich wissen, schließlich haben sie den deutschen Paß schon und müssen sich nicht erst darum bewerben. ;D

    Mittwoch, 15. Oktober 2008 20:21
  • Nicole

    Permalink

    Is ja putzig *g*

    Wurden die Antwortmöglichkeiten doch herausgenommen? Irgendwo kursierte mal etwas mit 20 Fragen und den jeweiligen Antwortmöglichkeiten ...

    Mittwoch, 15. Oktober 2008 20:11

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