Einbürgerungstest, 3. Teil

Da einige schon mit Spannung darauf warten, hier nun der 3. Teil des Einbürgerungstests. Hätten Sie''s gewußt?

3. Verfassung und Grundrechte

Entscheidend sind die zentralen Prinzipien der Verfassungsordnung der Bundesrepublik Deutschland mit deren Bedeutung für die Garantie der Würde des Menschen in Staat und Gesellschaft. Gleichzeitig dienen sie als Sicherung gegen staatlichen Machtmißbrauch.

Die Achtung der Menschenrechte schafft die Voraussetzung für ein menschenwürdiges Zusammenleben. Durch die Kenntnis der Grundlagen unseres freiheitlich demokratischen Verfassungsstaates wird man sich seiner Rechte und Pflichten als Staatsbürger bewußt und entwickelt zunehmend die Bereitschaft, sich am politischen Geschehen zu beteiligen und an der aktiven Gestaltung politischer Prozesse mitzuwirken. Zur Erhaltung der freiheitlich demokratischen Grundordnung ist es notwendig, sich engagiert für sie einzusetzen und sie gegen Gefährdungen zu verteidigen.

Zur Kenntnis des demokratischen Verfassungsstaates gehören u. a. Inhalt und Bedeutung der Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit, Kontrolle der staatlichen Macht und Grundprinzipien des parlamentarischen Regierungssystems. Es muß Grundwissen vorhanden sein über wesentliche Inhalte der Grundrechte (Achtung der Menschenwürde, Freiheitsrechte, Gleichheitsrechte, Unverletzlichkeitsrechte) ebenso wie über Realisierung und Sicherung der Demokratie.

Die Deutschen haben aus der Geschichte gelernt: Die Verfassung der Deutschen ist von der Erkenntnis geprägt, daß auch ein demokratischer Staat nur existieren kann, wenn ein Konsens über bestimmte Werte besteht. Der Kernbestand unseres Staatswesens ist deshalb jeder Disposition entzogen. Er ist ein Konsens, der einen weiten Spielraum für unterschiedliche, gegensätzliche Standpunkte und Interessen bietet.

Die Bürgerinnen und Bürger sollen diese Verfassung, die sie tragenden Grundsätze und damit auch diesen Staat innerlich bejahen und sich ihnen verpflichtet fühlen.

  1. Wo sind die Grundrechte der deutschen Staatsbürger festgelegt?
  2. Wie heißt die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland?
  3. In welchem Jahr ist sie in Kraft getreten?
  4. Von wem geht in der Bundesrepublik Deutschland alle Staatsgewalt aus? Welche Vorteile ergeben sich daraus für die Bürgerinnen und Bürger?
  5. Welches Recht schützt Artikel 1 der bundesdeutschen Verfassung?
  6. Wie heißt das höchste gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland und wer bestimmt seine Mitglieder?
  7. Unsere Verfassung garantiert Grundrechte. Nennen Sie vier.
  8. In der Verfassung ist verankert, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Erläutern Sie diesen Grundsatz.
  9. Einer Frau soll es nicht erlaubt sein, sich ohne Begleitung eines nahen männlichen Verwandten allein in der Öffentlichkeit aufzuhalten oder auf Reisen gehen zu dürfen: Wie ist Ihre Meinung dazu?
  10. Wer kann in der Bundesrepublik Deutschland einen Antrag auf Ehescheidung stellen?
  11. Beschreiben Sie den Grundgedanken der Gewaltenteilung.
  12. Erläutern Sie den Begriff »Religionsfreiheit«.
  13. In Filmen, Theaterstücken und Büchern werden manchmal die religiösen Gefühle von Menschen der unterschiedlichen Glaubensrichtungen verletzt. Welche Mittel darf der Einzelne Ihrer Meinung nach anwenden, um sich gegen so etwas zu wehren, und welche nicht?
  14. In Deutschland gibt es eine gesetzliche Schulpflicht für alle Kinder und Jugendlichen. In welchem Alter beginnt die Schulpflicht, wann endet sie?
  15. Was ist der Grund für die gesetzliche Schulpflicht?
  16. Nicht immer sind Eltern mit dem Verhalten ihrer Kinder einverstanden. Welche Erziehungsmaßnahmen sind erlaubt, welche verboten?
  17. Welche Möglichkeiten haben Eltern, die Partnerwahl ihres Sohnes oder ihrer Tochter zu beeinflussen? Welche Handlungen sind verboten?

 

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Wer hat hier bereits Kommentare abgegeben?

  • Iris N.
  • Iris N.

    Permalink

    Bei diesem Teil fiel mir sofort meine eigene Geschichte ein. Vor wenig mehr als zwanzig Jahren schwor ich einen Eid auf Artikel 10. So richtig mit Brief und Siegel. Mensch wie die Zeit vergeht!

    Provokant finde ich die Frage neun. Erinnert mich an Ländern aus Vorderasien. Bei solchen Fragen kann ich ganz schnell aus der Haut fahren, wie das HB-Männchen. Mit solchen provokanten Äußerungen muss ich mich fast täglich rum schlagen.

    Bei Frage acht kommen mir auch heute noch zweifel. Es wird zwar immer betont, das es so ist, aber die Wirklichkeit sieht doch anders aus! Frage acht und zwölf berufen sich auf Menschenwürde, werden auch im Grundgesetzt durch verschiedene Artikel geregelt (drei und vier).

    Das Grundgesetzt der Bundesrepublik Deutschland hat 146 Artikel inklusive Schlussbestimmung. Wobei manche Artikel noch a-l (besonders Artikel 115) Artikel haben! Von diesen Artikel bestimmen 22 (mit a) die Grundrechte der Mitbürger.

    Es war schon interessant, sich nach fast dreißig Jahren Schulentlassung noch einmal damit zu beschäftigen. Wahrscheinlich tut das die mehrzahl der Bundesbürger nicht, außer sie haben schulpflichtige Kinder (Artikel 7).

    Man wurde in dieses Land hinein geboren und nimmt alles wie selbstverständlich hin. Kaum einer erinnert sich an die Geschichte, die das Jetzt erst ermöglichte und ich meine nicht die Zeit um 1989/90!! Die meisten wurden in dieses Land hinein geboren, das es heute auch nicht mehr gibt. Es gibt immer noch Menschen, die sich die Zeit zurück wünschen. Wie kommt solch eine Meinung, solch ein Wunsch zustande? Liegt es in der Geschichte? Liegt es im Ablauf der Geschehnisse?

    Die Gedanken sind frei und so manch einer sollte sie auch für sich behalten. Ich glaube, im zweiten Teil stand davon etwas drin. Geschichte ist Geschichte!

    Sonntag, 26. Oktober 2008 19:06

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