Mäuse mit zwei Müttern und ohne Vater leben länger

Das ist ja mal eine interessante Studie: »Mäuse ohne väterliche Gene und dem Genom von zwei weiblichen Tieren leben länger als gewöhnliche Tiere mit einer Kombination aus väterlichen und mütterlichen Genen.« (Quelle: wissenschaft.de)

 Allgemein bekannt war ja bisher schon, daß Frauen durchschnittlich länger leben als Männer. Lange Zeit wurde das darauf zurückgeführt, daß das männliche Berufsleben die Kräfte der Männer mehr aussaugt als das weibliche Hausfrauenleben. Der Herzinfarkt oder das Magengeschwür galten als hauptsächliche männliche Krankheiten und Todesursachen und wurden oft als »Managerkrankheit« bezeichnet.

Nun, abgesehen davon, daß es diese Einteilung schon lange nicht mehr gibt und Frauen ja wohl die weitaus beschäftigteren Manager sind, denn eine Familie zu managen ist oft wesentlich anstrengender als im Büro Entscheidungen zu treffen, und zudem haben die meisten Frauen mit Doppelt- oder Dreifachbelastungen zu kämpfen, während Männer sich ganz auf ihren Beruf konzentrieren und Haushalt und Kinder einfach ihrer Frau überlassen, ist die Langlebigkeit von Frauen eben auch genetisch bedingt.

Das beste Beispiel sind die Bienen. Wenn ein Mann, eine sogenannte Drohne, dort seine Schuldigkeit getan hat, nämlich die Eier der Königin zu befruchten, stirbt er. Das ist seine einzige Aufgabe im Leben.

Ähnlich ist es ursprünglich in jeder Gattung vorgesehen. Männer müssen jung, stark und kräftig sein und zeugungsfähig, sonst erfüllen sie den Sinn nicht, den die Natur ihrem Leben gegeben hat. Dementsprechend müssen Männer auch nicht alt werden, denn die Qualität ihrer Spermien und somit der Nutzen für die Gemeinschaft ist dann am größten, wenn sie jung sind. Danach sind sie überflüssig, denn Aufziehen können die Frauen die Kinder allein.

Das klingt brutal, ist aber in der Tat von der Natur so vorgesehen. Nur hat sich unser Leben dahingehend verändert, daß man Paare bildet, die das Leben lang zusammenbleiben. Auch dafür gibt es in der Natur Vorbilder, aber eher wenige.

Die Wissenschaftler stellten für ihren Vergleich der Lebenserwartung insgesamt 13 Mäuse her, die je einen Chromosomensatz von zwei weiblichen Tieren erhalten hatten. Dazu entnahmen die Forscher neugeborenen Mäusen unreife Eizellen und veränderten das genetische Material so, dass dieses wie das im Sperma eines Männchens enthaltene Erbgut eingesetzt werden konnte. Dieses pflanzten die Wissenschaftler in reife Eizellen ein und konnten so Embryonen heranzüchten, die sie von gewöhnlichen Mäuse-Leihmüttern austragen ließen. Auf diese Weise wurden insgesamt 13 Mäuse geboren, die das Erbgut zweier Mütter trugen.

Diese Tiere ohne Vater zeigten im weiteren Verlauf der Studie eine deutlich höhere Lebenserwartung.

Das läßt doch für die Parthenogenese hoffen. Somit können zwei Frauen zusammen ein aus ihren beiden Eizellen entstandenes Kind haben, und das lebt dann auch noch länger.

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