Nanni: Auf der Flucht, mit der Gefahr glücklich zu werden

Die schrille Sirene des Alarms ertönte laut durch die kalten und langen Gänge. Nein, oh nein, nicht jetzt, das ist viel zu früh! Sie befand sich noch im Gebäude. Sie hörte, wie die dicken, schweren Eisengitter auf dem Boden aufschlugen. Eins nach dem anderen schloss sich. Das Echo hallte von den kahlen Wänden wieder. Sie würde gleich geschnappt werden und war gefangen wie ein Tier im Käfig. Sollte es womöglich eine Falle gewesen sein, in die man sie gelockt hatte? Sollte sie unbeschadet entkommen können, würde sie sich rächen.

Die Dunkelheit wich langsam einem Nebel aus heller werdendem Licht. Wo befand sie sich, was war mit ihr? Nina wollte die Augen öffnen, aber ihre Lider waren schwer wie Blei.

Die schrille Sirene des Alarms ertönte laut durch die kalten und langen Gänge. Nein, oh nein, nicht jetzt, das ist viel zu früh! Sie befand sich noch im Gebäude. Sie hörte, wie die dicken, schweren Eisengitter auf dem Boden aufschlugen. Eins nach dem anderen schloss sich. Das Echo hallte von den kahlen Wänden wieder. Sie würde gleich geschnappt werden und war gefangen wie ein Tier im Käfig. Sollte es womöglich eine Falle gewesen sein, in die man sie gelockt hatte? Sollte sie unbeschadet entkommen können, würde sie sich rächen.

Die Dunkelheit wich langsam einem Nebel aus heller werdendem Licht. Wo befand sie sich, was war mit ihr? Nina wollte die Augen öffnen, aber ihre Lider waren schwer wie Blei.

Was zum Henker klickte hier so schnell? Das fast gleichbleibende Geräusch holte Nina immer näher ein. Dann schlug sie erst eins, dann das zweite Auge langsam auf. Sie blinzelte und richtete ihren Blick aus dem kleinen Fenster vor sich. Sie musste lange geschlafen haben, denn draußen war es bereits stockdunkel.

Sie drehte sich von ihrer Seitenlage zurück in den Sitz, gähnte ausgedehnt und hob ihre Arme in die Luft, um sich zu strecken. Erst als sie ihren Blick zur Seite schweifen ließ, erkannte sie, dass sie nicht mehr alleine auf dem Dreiersitz saß. Sie blickte in zwei kupferfarbene Augen.

„Sie scheinen nicht gerade einen begnadeten Schlaf zu haben. Hatten Sie einen schlechten Traum?“ Die kupferfarbenen Augen sahen sie an.

Ninas eigene müde Augen musterten die Frau, die zu Beginn des Abfluges noch nicht dort gesessen hatte. „Ich glaube nicht, dass es Sie etwas angeht, wie gut oder wie schlecht ich geschlafen habe.“ Sie petzte ihre Augen kurz zusammen.

„Entschuldigen Sie bitte“, kam es beschwichtigend von den rotbraunen Augen. „Ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten. Was ich damit sagen wollte, war, dass Sie ziemlich unruhig im Sitz hin und her gerutscht sind. Das eine und das andere Mal haben Sie leise gestöhnt und ›Oh nein bitte‹ und ›Ich muss hier weg‹ von sich gegeben. Mehr nicht.“

Die rotbraunen Augen wandten sich aufmerksam wieder ihrem Laptop zu. Erbarmungslos fing sie wieder mit dem nervigen Klicken an, welches Nina zuvor aus ihrem Alptraum erwachen ließ.

Nina wusste nicht, was schlimmer war. Der Alptraum oder die Fütterung des Laptops mit Wörtern. Sie drehte sich zu ihrer neuen Sitznachbarin und beäugte sie abschätzend. „Tatsächlich, habe ich das? Mir war nicht bekannt, dass ich im Schlaf rede. Es tut mir leid, wenn Sie sich dadurch gestört gefühlt haben. Aber sagen Sie, wieso sitzen Sie hier? Als die Maschine abhob, da bin ich mir sicher, saß ich hier noch alleine.“ Sie griff sich kurz durch ihr Haar und richtete sich gerade auf.

„Sie haben mich nicht gestört, ganz im Gegenteil. Hier ist es wesentlich ruhiger als dort, wo ich vorher saß.“ Die andere zog eine Augenbraue in die Höhe und atmete tief durch. „Kinder, Sie verstehen?“

Nina nickte wissend und ließ sich in den Sitz zurück. Sie blickte auf ihre Hände, die sie im Schoß gefaltet hatte.

„Ich finde, jetzt da wir Sitznachbarinnen sind und uns schon angenehm unterhalten haben, wird es Zeit sich vorzustellen. Bitte nennen Sie mich Tarmina.“ Tarmina hielt ihr die Hand entgegen.

„Mein Name ist Nina.“ Nina nahm die Hand und merkte, wie eine angenehme Wärme sich von ihren Fingern entlang ihres Armes hochschlich. Sie entzog sich der Hand von Tarmina, lächelte sie kurz an und strich sich eine Strähne hinters Ohr, die ihr immer wieder ins Gesicht fiel.

Tarmina beobachtete, wie Nina sich die Strähne entfernte, sie merkte, wie grüne Augen sie gefangen nahmen, und fühlte plötzlich Schmetterlinge in ihrem Bauch. „Wo fliegen Sie hin, Nina, wenn ich fragen darf?“ Sie schenkte ihr ein offenes Lächeln.

„Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich werde sehen, wo es mich hinführt.“ Nina sah aus dem kleinen Fenster zu ihrer Rechten.

„Dann sind Sie entweder sehr mutig oder sehr feige.“

Nina drehte ihren Kopf ruckartig vom Fenster zu Tarmina. „Wie meinen Sie das?“

„Na, Sie sind entweder mutig, weil Sie sich von einem Ort zu einem anderen treiben lassen und so auf ein Abenteuer zusteuern. Oder Sie sind feige, weil Sie vor etwas weglaufen.“ Tarmina sah sie intensiv an.

Fast schien es so, als ob Tarmina in Nina lesen wollte. Dann lenkte sie ihren Blick wieder auf den Laptop.

Nina überlegte. Was wusste diese Frau von ihr? Nichts, woher auch. „Na, dann sage ich jetzt einfach mal, dass ich mutig bin.“ Ihr Lächeln war nicht so selbstsicher, wie sie es beabsichtigt hatte.

Sie beschlich kurz das Gefühl, dass die Frau vielleicht auf sie angesetzt war. Um sie auszuspionieren oder sie sogar hochgehen zu lassen, sobald sie am Flughafen ankamen. Tarmina würde eine Waffe ziehen und sie bitten, sich die Handschellen umzulegen. Polizeilichter würden im Dunkeln aufleuchten und darauf warten, dass sie abgeführt würde. Tarmina würde siegessicher die Beute in ihren Händen halten und als Heldin gefeiert werden.

Nina schüttelte sich innerlich. Sie konnte es sich nicht verkneifen, die Frau an ihrer Seite nach einer Pistole abzusuchen. Doch sie sah nichts, was darauf schließen ließ, dass sie eine Pistole besaß.

Tarmina klappte ihren Laptop zu und spürte den Blick von Nina auf sich ruhen. Sie hatte Nina vorhin in aller Ruhe betrachten können, als diese schlief. Ein Schlaf, der keine Erholung verhieß, so unruhig wie Nina ihn hatte. Für einen Moment musste sie sich zurückhalten, um die blonde Strähne nicht aus Ninas Gesicht zu streichen. Sie musste ganz Profi bleiben und sie durfte die junge Frau jetzt nicht verschrecken. Sonst wäre die ganze Vorbereitung umsonst gewesen. Es musste alles nach Plan verlaufen. Sie musste das Gefühl unterdrücken, das sie für Nina, wie sie sich nannte, empfand.

Allein das Profil dieser Frau, welches sie seit zwei Jahren studierte, ließ sie schon immer etwas Faszinierendes an der Unbekannten finden. Etwas zog sie magisch an. Ninas Profil zeigte Tarmina, dass sie es mit keiner böswilligen Person zu tun hatte. Jetzt saß sie nah an ihrer Seite. Nur ein freier Sitzplatz trennte sie von der Frau.

Nina ließ ihren Blick von Tarminas Oberkörper über ihre Beine zum Boden streichen. Ihr Blick verweilte dort.

Ninas Blick durchdrang den Boden der Maschine und warf einen Blick in den Frachtraum. Im Kopf sah sie die verschnürte und gut versteckte Beute, die ihr eine Menge Geld einbringen würde. Wieder hatte sie einmal unter Beweis gestellt, dass sie die Beste in ihrem Job war. Ein kleines Schmunzeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Sie war der Falle entgangen.

„Was für ein schöner Gedanke ist es, der Sie zu einem Lächeln hinreißen lässt?“ Tarmina hatte die gedankenverlorene Nina beobachtet.

Nina, aus ihrer Nostalgie gerissen, sah sie besonnen an. Sie biss sich leicht auf ihre Unterlippe, was sie immer tat, wenn sie eine Situation nicht richtig einschätzen konnte. Und ihr Bauchgefühl sagte ihr gerade, dass sie auf der Hut sein musste. Tarmina rief in ihr etwas hervor, das sie mit Vorsicht genießen sollte. Auf eine Art fühlte sie sich zu der Brünetten hingezogen. Sie wusste nicht mal wieso. Sie hatte noch nie irgendetwas für eine Frau empfunden.

Tarmina, die den Laptop in die Tasche packte, stand auf, um diese in das obige Gepäckfach zu verstauen.

Nina sah einen kurzen Moment einen Streifen nackter Haut unter Tarminas kurzer Weste aufblitzen. Schöner Bauchnabel, dachte sie und ließ ihren Blick weiter nach oben wandern. Sie sah schnell zur Seite, als sie bemerkte, dass Tarmina sie durch ihre erhobenen Arme hindurch beobachtete.

Tarminas Gefühl hatten sich nicht geirrt gehabt. Nina hatte sie beäugt. Sie richtete ihren Kopf wieder nach oben und konnte ein Lächeln nicht vermeiden. Sie verschloss das Gepäckfach. Ihr Lächeln verschwand, als sie sich setzen wollte.

Genau in dem Moment durchflog das Flugzeug ein Luftloch, worauf der Jumbojet absackte und Tarmina den Kontakt zum Boden verlor und auf Ninas Schoß landete.

Nina fing Tarmina so gut es ging auf. Sie, selbst erschrocken über die ruckartige Absenkung des Flugzeuges, merkte, wie angenehm es war, Tarmina im Arm zu halten. Für einen Moment kamen sich ihre Gesichter so nah, dass sich ihre Lippen für einen Bruchteil einer Sekunde berührten.

„Entschuldigung.“ Flüsternd verließ das Wort Tarminas Mund. Sie stützte sich vom Sitz ab und setzte sich direkt neben Nina.

Jetzt war kein freier Sitz zwischen ihnen, der sie auf Abstand hielt.

Es war gewagt, das wusste Tarmina nur zu gut, aber sie wurde magisch angezogen von der Frau, die sie dingfest machen sollte.

Ninas Atem ging schwer. „Kein Problem, Sie konnten ja nichts dafür.“ Sie wusste nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollte, sah zum Fenster hinaus.

Gerade, als Nina sich entspannt in ihren Sitz zurücklehnen wollte, machte es klick. Ein Klick, das ihr durch Mark und Bein fuhr. Sie blickte in die kupferfarbenen Augen und sah eine Art Bedauern in ihnen. Von Tarminas Augen blickte sie zu Tarminas Hand, die sich über ihr Handgelenk gelegt hatte. Unter ihrer Hand spürte sie das kalte Metall der Handschelle, die um ihr Handgelenk befestigt war.

„Ich kann nicht sagen, dass es mir leid täte, Sie hochzunehmen. Ich mache schließlich meinen Job, und den habe ich bis jetzt immer zu hundert Prozent erledigt. Auch wenn ich diesen Moment gerne noch hinausgezögert hätte, um Sie ein wenig besser kennen zu lernen.“

Nina erhob stolz ihren Kopf. „Jeder tut das, was er am besten kann, nicht wahr? Bei Ihnen ist es, nehme ich mal an, der Dienst am Staat. Meine Tätigkeit ist es, Menschen glücklich zu machen.“

„Sie sind eine Diebin, Schwindlerin und Betrügerin, wen bitte schön machen Sie mit Ihren Raubzügen glücklich?“

„Na na na, Sie wollen doch wohl nicht, dass ich Ihnen schon gleich alles brühwarm erzähle, wo bliebe da der Reiz.“ Nina lächelte Tarmina überlegen an.

Sie umgriff Tarminas Kopf mit ihrer freien Hand und zog sie zu sich heran. Sie hielt sie fest im Griff. Sie wusste sich immer zu helfen, und gerade in Situationen, die hoffnungslos schienen, blühte ihre Phantasie geradezu blitzartig auf. Sie hatte, was sie jetzt tun würde, zwar immer nur mit Männern getan, aber was konnte es schaden. Es blieb ihr nur dieser eine Versuch.

Tarmina, die überrascht von dem festen Griff war, musste sich dem beugen.

Nina küsste Tarmina. Sie küsste sie, wie sie es gewohnt war Männer zu küssen. Doch sie spürte sofort, etwas war anders. Diese Lippen, die sie gerade küsste, waren unglaublich weich, ein Kribbeln überzog ihre Lippen. Sie spürte keine Gegenwehr, und somit ließ sie nun ihre Zunge ins Spiel kommen. Sanft stieß sie mit ihrer Zunge in Tarminas Mund, umkreiste die Zunge ihrer Kontrahentin mit ihrer Zungenspitze. Saugte sie leicht und fordernd in ihren Mund. Sie ließ den Kopf ihrer Gegenspielerin los und strich langsam an Tarminas Seite entlang. An ihrem Bauch angekommen ließ sie ihre Finger behutsam kreisen. Sie hörte ein Stöhnen ihrer Feindin.

Tarminas Taumel ließ es zu, dass sie von ihrer Gefangenen eingenommen wurde. Sie hatte schon viele Frauen geküsst. Aber der Kuss von Nina haute sie um. Was mache ich hier, nein das geht nicht. Spätestens jetzt, wo sie die Hand ihrer Kriminellen an ihrem Bauch fühlte und aufstöhnte, löste sie sich schlagartig von dem Kuss.

Beide blickten sich außer Atem an. Nina leckte sich demonstrativ über die Lippen.

Tarmina nahm Abstand und befestigte die andere Schelle am Sitz.

Nina hob ihre gefesselte Hand und zog leicht an ihr. „Eins zu null für dich.“ Sie schaute belustigt in die rotbraunen Augen.

Tarmina, leicht wackelig auf den Beinen, stand auf. „Ich werde nun zum Kapitän gehen und ihn aufklären, wie es nach der Landung laufen wird. Es tut mir sehr leid.“

„Ja, das tut es mir auch.“ Für dich. Nina schenkte ihr ein letztes Lächeln, dann sah sie, wie Tarmina sich auf den Weg zum Kapitän machte.

Tarmina ging durch den engen Gang. Sie fuhr sich durch ihr Haar und versuchte das Kribbeln abzuschütteln, das von ihrem Körper Besitz ergriffen hatte. Sie hatte sich unprofessionell benommen. So etwas durfte nie wieder passieren.

Die Erinnerung an Ninas Hand auf ihren Bauch ließ sie kurz die Augen schließen. Dann blieb sie abrupt stehen und riss ihre Augen auf. Sie griff sich mit der linken Hand an ihre Westentasche, in der sie den Schlüssel der Handschellen aufbewahrte. Sie fingerte darin herum, auch auf der anderen Seite der Weste, suchte sie nach dem Schlüssel. Nichts.

„Scheiße!“, rief sie und machte auf dem Absatz kehrt. „Dieses kleine Miststück!“, fluchte sie.

Sie rannte die paar Meter zurück an ihren Sitzplatz. Als sie ankam, erblickte sie Handschellen, die ohne Nina am Sitz schaukelten.

Tarmina blickte sich um. Die Maschine lag im Halbdunklen. Keine Spur von Nina.

Sie ließ ihre Augen angestrengt über die Sitze schweifen. Eine ruckartige und schnelle Bewegung, die ein Mensch auf der Flucht machte, konnte sie nicht wahrnehmen.

Sie ärgerte sich. Wie konnte sie nur so blöd gewesen sein, sich dermaßen von Nina einnehmen zu lassen, dass sie ihre Arbeit nicht professionell erledigte? Wenn überhaupt etwas Professionelles an ihrer Arbeit hier im Flugzeug gewesen war. Wie konnte sie nur davon ausgegangen sein, dass es einfach sein würde, eine Meisterin im Entkommen festzunehmen? Sicher, sie waren in einem Flugzeug, große Fluchtgefahr bestand da nicht unbedingt, aber wieder wurde sie von Nina eines Besseren belehrt. Sie kannte Ninas Akte und ihr Profil. Es musste ihr doch klar gewesen sein, dass die Expertin des Verschwindens sich nicht einfach gefangennehmen lassen würde.

Die Maschine war gut besetzt, aber nicht komplett ausgebucht. Die Passagiere schienen alle zu schlafen. Tarmina ging davon aus, dass Nina sich erst einmal in die entgegengesetzte Richtung begeben würde.

Sie bückte sich, zog ihr Hosenbein etwas hoch, öffnete den Druckknopf ihres Lederhalfters und löste die Pistole von ihrem Bein. Langsam ging sie den Gang Richtung Heck. Sie steckte die Waffe vorne in ihren Hosenbund. Es war eine Betäubungswaffe, die sie ohne Befürchtungen mit an Bord nehmen durfte. Die Gefahr, ein Loch in die Maschine zu feuern, fiel somit aus.

Außerdem ging es auch nicht darum, Nina zu erschießen, sondern Nina dingfest zu machen. Tarmina wollte auch an die Hintermänner, die immer wieder Aufträge an Nina vergaben. Dabei ging es nicht nur um Schmuck, auch geheime Papiere, Waffen und Gemälde waren darunter. Es gab nichts, was man Nina nicht besorgen ließ.

Nina beobachtete Tarmina, wie sie sich auf den Weg in den hinteren Teil der Maschine aufmachte.

Sie schlich langsam zu ihrem Sitzplatz zurück, langte unter ihren Sitz und griff sich ihren Rucksack. Ihr Blick fiel auf die Handschellen, die immer noch hin und her baumelten. Sie nahm die Schlüssel aus ihrer Hose, öffnete die Handschellen und verstaute sie in den Rucksack. Sie erhob sich vorsichtig, ging durch die Mittelreihe zum anderen Gang und folgte Tarmina parallel leise nach hinten.

Sie zuckte erschrocken zusammen, als ein dicker Mann, an dem sie gerade vorbeischlich, laut aufschnarchte. In der Stille hallte es ohrenbetäubend durch die Maschine. Sie neigte sich tief zu Boden und wartete, bis sich ihr Herzschlag beruhigt hatte.

Tarmina, die durch das Schnarchgeräusch ebenfalls aufschreckte, drehte sich mit ihrer Hand an der Waffe in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Sie erblickte einen kräftigen Mann, der seinen Kopf zu Seite drehte und erneut aufschnarchte.

Eine Stewardess kam ihr entgegen und fragte, ob sie etwas für Tarmina tun könnte.

„Nein, alles in bester Ordnung, danke“, antwortete Tarmina leise.

„Sollte ich doch etwas für Sie tun können, melden Sie sich.“

Tarmina nickte der Stewardess zu und setzte ihren Weg fort.

An der Toilette blieb sie stehen und sah, dass das Besetztzeichen nicht aufleuchtete. Sie drehte an dem Knauf und öffnete den beengten Raum. Nichts. Ihr Blick ging über die Decke an den Seiten entlang bis auf den Boden. Sie suchte nach einen Anhaltspunkt, der eventuell darauf schließen ließ, dass hier etwas geöffnet wurde. Doch dem war nicht so. Sie verschloss die Tür.

Sie warf einen Blick zurück durch den Gang. Dort war alles ruhig. Sie kam zum Mittelteil der Maschine und zog den Vorhang etwas zur Seite, warf einen Blick in die Bordküche. Von der Crew war niemand zu sehen. Sie betrat die Küche, schloss den Vorhang hinter sich und sah sich um. Die Luke am Boden fiel ihr gleich ins Auge. Sie kniete sich und zog an dem Verschluss, der die Luke verschlossen hielt. Mit Rechts- und Linksbewegungen konnte sie sich versichern, dass die Luke verschlossen war. Sie stand auf, und ihr Blick richtete sich auf den Aufzugschacht, mit dem die Servicewagen befördert wurden. Sie öffnete ihn und sah, dass er ziemlich klein und eng war. Nein, zu schmal für einen Menschen, um dadurch nach unten zu kommen. Sie schloss ihn wieder.

Nina beobachtete Tarmina, wie diese sich mit der Stewardess unterhielt und dann weiterging. Nachdem Tarmina die Flugtoilette kontrolliert hatte, konnte Nina sehen, wie Tarmina die Bordküche betrat.

Das könnte jetzt kritisch werden, dachte Nina. Doch ihr würde nichts anderes übrig bleiben. Nina, die nun auch die Bordküche erreicht hatte, blickte über die Schulter nach hinten, um sich zu versichern, dass von dort keine Stewardess oder einer der Flugpassagiere auftauchte. Sie linste vorsichtig durch den Vorhang. Ihr Blick fiel auf Tarmina, die sich auf den Boden gekniet hatte und die Luke am Boden kontrollierte. Sie sah, wie Tarmina sich erhob und zum Aufzugschacht ging. Als Tarmina sich erneut umsah, verschloss Nina langsam den Vorhang. Sie spürte die Anspannung in sich. Ihr wurde heiß. Vorsichtig löste sie ihre Hände von dem Behang.

Tarmina öffnete mit beiden Händen den Vorhang in der Mitte zu den Seiten. Sie blickte über den Gang vor sich, sah den dicken Mann schlafend auf seinem Sitz und konnte nichts Auffälliges entdecken.

Nina, die schnell zur anderen Seite geschlichen war und durch den Vorhang dieser Seite luchste, konnte nun sehen, wie Tarmina den Vorhang auseinanderhielt, dort, wo sie sich noch vor einigen Sekunden befunden hatte. Die Hitze in ihr wurde langsam unerträglich. Doch Tarmina blieb nur stehen und hielt den Vorhang auseinander. Nach einer Weile von gefühlten Minuten trat Tarmina aus der Küche und verschloss den Vorhang.

Jetzt musste alles schnell und leise ablaufen, wenn sie hier herauskommen wollte wie geplant. Nina sah den Aufzugschacht. Sie hatte sich den Plan der Maschine eingeprägt und sich genau überlegt, wie sie vorgehen würde ohne aufzufallen. Dass sie sich jetzt noch vor einer Ermittlerin verstecken musste, heizte das Ganze nur noch an. Sie liebte die Herausforderung.

Sie hatte geplant gehabt, dass sie durch den Zugang der Mechaniker nach unten gelangte, der sich ganz in der Nähe befand. Dies hieße aber, sie müsste Tarmina noch ein paar Schritte folgen, das wollte sie vermeiden, sie wollte ihr Glück nicht herausfordern. Sie war sehr biegsam und zum Glück nicht groß. Sie würde keine Probleme haben, sich durch den Schacht für die Servicewagen zu zwängen, um in den Frachtraum zu gelangen.

Sie schlich sich zum Aufzugschacht und öffnete ihn vorsichtig. Sie ließ ihren Rucksack hinunterfallen. Es war nur ein kleiner Dumpf zu hören. Sie stieg in den Aufzugschacht mit den Füssen voran. Die Tür fiel hinter ihr wieder ins Schloss.

Als Tarmina gerade den Zugang für die Mechaniker untersuchen wollte, der sich ein paar Meter weiter hinten befand, hörte sie ein kaum hörbares Geräusch aus der Richtung der Bordküche. Sie hielt in ihrer Bewegung inne, drehte sich und lauschte, ob sich dieses Geräusch wiederholen würde.

Sie ging langsam und leise zur Bordküche zurück. Mit einem vorsichtigen Blick in die Küche sah sie gerade noch, wie sich die Tür des Aufzugschachtes schloss. Mit schnellen Schritten ging sie zum Schacht und öffnete ihn. Sie blickte nach unten und sah gerade noch, wie eine Hand nach einem Rucksack griff und ihn aus dem Schacht zog.

Natürlich, ich mit meiner Größe passe da nicht durch, aber die kleine Diebin. Wieder hatte sie die Anpassungsfähigkeit ihrer Gejagten unterschätzt. Sie wusste jetzt, wo sie Nina suchen und finden würde.

Sie ging zurück zu dem Zugang der Mechaniker. Der Zugang ließ sich ohne Probleme öffnen. Das musste wohl dein regulärer Fluchtweg gewesen sein. In Vorbereitung dazu war er nicht verschlossen worden. Alles geplant, bis ins letzte Detail. Schlaues Mädchen, du wolltest gar nicht auf normalem Weg das Flugzeug verlassen. Sondern warten bis zur Landung und dann mit dem Gepäckwagen aus dem Flugzeug verschwinden.

Auf alles vorbereitet, wie hätte es auch anders sein sollen. Tarmina spürte erneute Anerkennung für Nina. Man konnte ja nie wissen, wer am Flughafen einen erwartete. Schon gar nicht mit einer fetten Beute im Schlepptau, wie Nina sie wohl bei sich hatte.

Tarmina stieg durch die Luke in den unteren Teil des Flugzeuges. Sie konnte nur wenig erkennen durch die Notbeleuchtung. Sie ging leise ein paar Schritte in Richtung Frachtraum.

„Hey, pst!“

Tarmina drehte sich schlagartig herum, spürte einen kurzen Schmerz, dann wurde es dunkel um sie.

Als sie erwachte, saß sie mit Handschellen gefesselt an einem Rohr. Ihr Kopf schmerzte leicht an der Stelle, wo Nina sie niedergeschlagen hatte. Sie sah einen Schatten auf sich zukommen. Ihre Augen weiteten sich, als sie Nina erkannte. „Du!“, stieß sie vorwurfsvoll aus.

„Natürlich ich, wer sonst? Oder gibt es noch mehrere Personen im Flugzeug ,die du festnehmen wolltest?“, kam es keck von Nina. „Du hast doch gewusst, dass dieser Moment noch einmal kommen würde.“

„Sicher, hier im Flugzeug kommt es schon mal vor, dass man sich über den Weg läuft.“ Tarmina spuckte die Worte aus und funkelte Nina weiterhin übelgelaunt an.

Nina kam näher. „Ich hätte das hier mit uns auch verhindern können. Es wäre einfacher gewesen zu verschwinden, aber irgendetwas hast du an dir ... ich kann es nicht beschreiben. Ich wäre traurig, wenn ich dir nicht Auf Wiedersehen gesagt hätte.“

Tarmina sah Nina nun klarer, jetzt wo sie sich vor sie hingekniet hatte.

Nina musterte sie. „Sag mir eins, Tarmina, wenn das dein Name sein sollte ...“

„Er ist so sehr mein Name, wie Nina deiner ist.“ Tarminas Augen funkelten Nina an.

Nina zog eine Augenbraue hoch. Dann nickte sie anerkennend. „Sag mir“, sie neigte sich an Tarminas Ohr, „wer hat dir gesteckt, dass ich hier im Flugzeug sitze? Wer ist dein Informant?“ Sie fixierte Tarmina wieder mit ihrem Blick. „Sag es mir.“

„Was wenn nicht, bekomme ich dann Landeverbot?“, kam es sarkastisch von Tarmina, die Ninas Blick standhielt.

Nina war von der Schlagfertigkeit beeindruckt und schmunzelte lächelnd. „Ich schlage dir vor, nein, ich gebe dir den Rat, denk darüber nach, es mir zu sagen.“

Tarmina blickte Nina unnahbar an. „Hier sehe ich mein Ziel vor mir. Nach zweijähriger Suche nach dir, und du hast es tatsächlich geschafft mich zu schlagen. Das hat bisher noch niemand geschafft. Niemand anderes als ich, das sage ich dir, wird die letzten Schritte gehen, um dich zu fangen.“

„Das mag sein, doch jetzt musst du mir sagen, wer dein Verbindungsmann ist.“ Nina beobachtete Tarmina aufmerksam.

Tarmina atmete tief durch, sie zuckte mit den Schultern. „Er arbeitet verdeckt, ich kenne den Verbindungsmann nicht persönlich. Er hinterlässt mir Nachrichten an bestimmte Orten. Die er mir durch verschlüsselte E-Mails zukommen lässt. Er füttert mich mit Informationen seit kurzer Zeit, die gerade reichen, um dir auf die Spur zu kommen.“ Sie wusste nicht, warum sie Nina das alles erzählte.

Nina blickte nachdenklich. „E-Mails ... Zettel, ja, so läuft es ab“, flüsterte sie mehr zu sich.

Tarmina, die Nina beobachtete, ging ein Licht auf. „So läuft es bei dir auch, nicht wahr?“ Sie sah Nina erstaunt an. „Dich hat noch nie jemand zu Gesicht bekommen. Keiner deiner Auftraggeber weiß, wie du aussiehst. So ist auch deine Vorgehensweise, da habe ich doch recht, oder?“

Nina erhob sich und lief grübelnd hin und her, sprach ruhig und leise vor sich hin. „Doch nun glaube ich, dass es nicht mehr so ist. Irgendwer weiß, wer ich bin, und schickt nun dich, um mich zu fangen. Jemand möchte meinen Platz einnehmen.“ Sie schnellte vor, dass Tarmina zusammenzuckte. „Ja, mich hat nie jemand zu Gesicht bekommen – außer dir. Das ist nicht gut. Was mache ich jetzt nur mit dir?“ Sie ließ ihren Blick über Tarminas Gesicht wandern, hob eine Hand und strich ihr sanft über die Wange. „So weich und zart. Ich hätte nie gedacht, dass die Haut einer Frau so weich sein kann.“ Sie neigte ihren Kopf an Tarminas Hals und roch an Tarmina. „Du duftest unglaublich gut.“ Ihr Blick glitt zu Tarminas Lippen.

Erneut sah Nina sehr nachdenklich aus. Sie schaute hoch in Tarminas kupferfarbene Augen. „Ich glaube zu wissen, warum du so gut bist in dem, was du tust. Niemand kann dir widerstehen. Das nennt man wohl Charisma. Aber ich mag Männer. Okay, wenn man von mögen ausgehen kann. Sie sind meistens nur Mittel zum Zweck, mehr auch nicht. Vielleicht hast du es nicht gemerkt, aber ich bin bei Frauen etwas unbeholfen. Du hast das Aussehen, ich den Verstand.“

„Ich habe das Aussehen und du den Verstand?“ Tarmina schaute ungläubig.

Nina hob die Hände, als wollte sie sich ergeben. „Okay, du hast natürlich auch Verstand ...“

„Ich würde glatt behaupten, im Aussehen und im Verstand steht die eine der anderen in nichts nach.“

„Na, im Moment ja wohl schon. Ich bin nicht diejenige, welche hier gefesselt ist.“ Nina schenkte Tarmina ein Überlegenheitslächeln. Dann erhob sie sich und verschwand im Schatten.

Tarmina sah sich um, wandte sich den Handschellen zu und zog mit ihren Händen daran, wie noch vor einiger Zeit Nina es am Sitz getan hatte. Sie legte ihre Hände um das Rohr und versuchte es zu lockern. Doch das Rohr war fest verankert.

„Na, na, na. Das bringt doch nichts. Glaubst du, ich hätte dich unbedacht an einem Rohr gefesselt, das sich leicht lösen lässt?“ Nina schüttelte lächelnd ihren Kopf.

Sie war wieder aus dem Schatten getreten und hatte einen Tarnanzug an und einen Fallschirm umgeschnallt. Sie zog die Gurte zwischen ihren Beinen und um ihre Brust nochmal etwas fester.

Tarmina musterte Nina erstaunt.

„Du hast doch nicht geglaubt, ich würde warten bis zur Landung. Ich wollte von vornherein früher aussteigen.“ Nina schnallte sich eine Tasche vor die Brust. Sie klopfte mit ihrer Hand auf die Tasche. „Die Schätzchen hier sind Millionen wert, wäre doch zu schade, sie würden unterwegs verloren gehen.“

Ein Rauschen durchbrach die Stille. Dann schallte eine kratzende Stimme durch die Luft. “Alles klar hier. Wir sind bereit und nehmen dich in Empfang. Es kann losgehen.“

Nina griff sich an die Seite und holte ein Funkgerät hervor. Sie morste der Stimme etwas mit dem Funkknopf zu. So sparte sie sich die Worte. “Verstanden, stellen Sprechkontakt ein.“ Sie befestigte das Funkgerät wieder an ihrer Hüfte.

„Wie hast du denn vor auszusteigen?“ Tarmina sah sie fragend an.

„Es gibt zwei Einstiegspunkte. In meinem Fall zwei Ausstiegspunkte. Einer unten an dem vorderen Fahrwerk und einer hinten am Gepäckraum. Ich nehme den hinteren Ausgang.“ Nina kniete sich und holte aus ihrem Rucksack ein PDA hervor, klappte es auf, zog die Antenne heraus und fing an auf dem PDA zu tippen. „Ich habe einen Störsender am Verteilerkasten angebracht. Er setzt das Signal so lange außer Betrieb, dass ich in Ruhe aussteigen kann. Ich habe mich in den Bordcomputer der Maschine gehackt. Dank neuster Technik verschließt sich die Tür nach 5 Sekunden wieder. Der Pilot wird denken, dass er erneut durch ein Luftloch fliegt. Da die Geräte einwandfrei funktionieren und keine außergewöhnlichen Aktivitäten angezeigt werden.“ Sie verstaute ihr PDA wieder im Rucksack. „Aber keine Angst. Ihr werdet unbeschadet landen.“ Sie sah Tarmina an, während sie sich den Rucksack umschnallte.

Tarmina sah in die grünen Augen. „Wir werden uns wiedersehen, das schwöre ich dir.“

Nina biss sich auf ihre Unterlippe. Dann sah sie Tarmina forsch an. „Na das hoffe ich doch. Es wäre zu schade, wenn das alles gewesen sein sollte zwischen uns. Solch eine Herausforderung, wie du eine darstellst, hatte ich noch nie.“ Sie schenkte ihr ein verführerisches Lächeln.

„Ich werde dich finden, auch wenn es noch mal zwei Jahre dauern sollte.“ Tarmina fixierte Nina mit ihren Augen.

„Wir werden sehen.“ Nina sah auf ihre Uhr am Handgelenk, nickte und schritt auf Tarmina zu. Strich zart über die Sorgenfalte auf Tarminas Stirn. „Wir werden lernen müssen, einander zu vertrauen. Ich sehe es in deinen Augen, dass du mich nicht einfach so in Ruhe lassen wirst.“ Sie nahm Tarminas Gesicht in ihre Hände und küsste sie.

Erneut trafen ihre Lippen auf die unglaublich weichen ihrer Feindin. Sie ließ ihre Zungenspitze leicht über Tarminas Lippen streichen und stieß dann sacht in den Mund ihrer, nun bald erneuten, Verfolgerin. Und dass Tarmina ihr folgen würde hatte sie in ihren bernsteinfarbenen Augen sehen können.

Tarmina ließ es geschehen, dass Nina sie küsste, was hätte sie auch tun sollen. Sie war gefesselt. Sie schmolz unter der Berührung von Ninas Mund. Ninas Kuss war so samtig weich und verführerisch. Nina schmeckte wie die verbotene Frucht aller Früchte. So musste sich Adam gefühlt haben, als er in den Apfel biss. Es war einfach eine Sünde wert, von Nina geküsst zu werden.

Nina löste sich aus dem Kuss und hauchte Tarmina zu. „Es tut mir leid.“

„Muss es nicht.“ Tarmina atmete schwer.

„Nicht für den Kuss. Die Maschine wird in 20 Minuten landen, du wirst laut rufen, und man wird dich daraufhin finden. Ich lasse es mir nicht nehmen, einen längeren Vorsprung herauszuholen. Ich entschuldige mich hierfür.“ Nina entsicherte die Betäubungswaffe.

Tarminas Blick richtete sich auf die Waffe in Ninas Hand, dann zu Ninas grünen Augen.

Nina setzte die Pistole an Tarminas Bein auf. Sie drückte der überrascht blickenden Tarmina ihre Lippen auf, dann drückte sie den Hahn der Waffe. Ein dumpfer Luftzug war zu hören, dann entfernte Nina sich von den weichen und zarten Lippen, die sie erneut nicht unberührt ließen. Die rotbraunen Augen sahen sie ungläubig an, dann schlossen sie sich.

Nina strich mit ihrem Daumen nochmal über die Lippen von Tarmina und ließ die Waffe fallen. Sie nahm die Schlüssel, schloss die Handschellen auf und ließ Tarmina nur noch mit einer Hand am Rohr gefesselt zurück. Nina steckte die Schlüssel in Tarminas Hosentasche. Mit einem letzten Blick auf ihre Kontrahentin drehte sie sich um und begab sich zu ihrem Ausstiegspunkt im Gepäckraum.

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  • Ruth Gogoll
  • Nanni
  • Juli
  • Nanni

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    Dass es hier eine Version gibt, darüber bin ich echt froh. Meine ist irgendwie total katastrophal.
    Ich werde versuchen einen weiteren Teil zu schreiben. Ich habe zwar noch einen Teil zu dieser Geschichte gefunden, aber finde ich den Teil dazwischen nicht mehr. Was aber gar nicht schlimm ist. Die Szene die ich bereits habe, passt auch noch später super hinein. Frau ist ja schließlich flexibel. :)

    Dann schaue ich mal in der nächsten Zeit, ob ich da wieder anschließen kann.

    Und dankeschön. Das sieht echt cool aus. Meinen Namen und die angefangene Geschichte hier bei el!es stehen zu sehen. Bin gerade wieder einen Zentimeter gewachsen.

    Sonntag, 1. Februar 2015 19:20
  • Ich habe den Zwischenteil gefunden. Ich habe ihn. *über das ganze Gesicht grins*

    Er ist handgeschrieben auf einem Block, der in meiner Nachttischschublade lag, und in Vergessenheit geraten war. Es könnte also sein, dass es gar nicht sooo lange dauert, bis es weiter gehen kann. :) In erster Linie freue ich mich, dass ich Euch damit einen Gefallen tun kann. Jetzt muss ich nur meine eigene Handschrift entziffern, und los kann es gehen. Jetzt freue ich mich immer mehr. Ich hatte schon Angst, ich würde es nicht schaffen. Allerdings nicht mehr heute. Ich bin geschafft. Zu viele Eindrücke heute, die mich positiv müde gemacht haben.

    Barbara und Juli, Euer büüütten hat jemand erhört. Und ich danke Dir Ruth, dass Du diese Geschichte wieder erweckt hast. :) Das Schreiben in die Tasten hängt jetzt nur davon ab, wie gut ich mich fühle. Um ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen … Ich bin leider mittel bis schwer erkrankt, und muss mich ganz nach dem richten, wie ich mich fühle, wenn ich einen neuen Tag angehe. Aber hey, es gibt nichts, was nicht wieder heilt. Also jetzt nichts dazu schreiben. Ich wollte, Dir Barbara, nur eine Erklärung liefern. Und das Schreiben scheint neue Kräfte in mir zu wecken. :) :) Ich schaff das. Jawohl. Es kann jetzt nur noch besser werden. Ganz ehrlich! :):)

    Sonntag, 1. Februar 2015 20:35
  • Wird es zu durcheinander, wenn ich Nina jetzt im nächsten Kapitel einen anderen Namen gebe? Nina hieß sie ja nur für Tarmina. Oder soll ich Nina erst einmal beibehalten? Nicht dass es zu kompliziert wird.

    Samstag, 7. Februar 2015 12:28
  • Ruth Gogoll

    Nanni Permalink

    Ich würde Nina erst einmal beibehalten und überlegen, was ihr richtiger Name ist. Dann kannst Du den Anfang mit dem richtigen Namen versehen, außer dort, wo sie sich explizit Nina nennt. Und dann kannst Du auch den Rest mit ihrem richtigen Namen schreiben, auch wenn sie sich offiziell anders nennt.

    Ich habe gerade mal in Marnie reingelesen. Das ist so ähnlich. Am Anfang heißt sie Marion Holland, dann ändert sie ihren Namen in Mary Taylor, und noch viele andere Namen, sie bestiehlt professionell Firmen, indem sie sich dort als Buchhalterin einstellen lässt, bis sie genug hat, dann verschwindet sie und färbt ihr Haar, gibt sich einen neuen Namen, eine völlig neue Garderobe. Aber ihr richtiger Name ist Marnie (den jetzt aber bitte nicht nehmen ;)), und sie wird im ganzen Buch immer mit diesem Namen bezeichnet. Auch wenn sie Leuten sagt, dass sie anders heißt und die sie dann mit diesem anderen Namen ansprechen.

    Du kannst aber auch beschließen, dass Nina ihr richtiger Name ist, und nur dort einen anderen Namen einsetzen, wo sie sagt, sie heißt anders bzw. jemand sie mit diesem anderen Namen anspricht.

    Ich habe beim Umsetzen der alten Kommentare hier in das neue Format übrigens gesehen, dass Du Tarmina ursprünglich Tamara getauft hattest. Das passt besser, denn Tarmina und Nina sind sich zu ähnlich. Wenn es also bei Nina als richtigem Namen bleibt, solltest Du Tarmina umbenennen in einen Namen, der nicht mit -ina endet.

    Samstag, 7. Februar 2015 13:55
  • Okay. Vielen Dank für die Rückmeldung. Tamara? Iih nein. Nie im Leben. Den Namen mag ich nicht. Ich nehme Namen die sich nicht so ähnlich sind. Ich verstehe was Du mir sagen willst. :)
    Marnie kenne ich. Ich wollte nur nicht, dass die Leserin durcheinander kommt. Dann lasse ich Nina. Nina ist kurz und knackig. Nur für Tarmina (die anders heißen wird) verwende ich einen anderen Namen als Nina . Gut. Dann weiß ich Bescheid.

    Samstag, 7. Februar 2015 15:50
  • Ruth Gogoll

    Nanni Permalink

    Nanni, schickst Du mir die Fortsetzung? Wir stellen sie dann hier ein. Damit das nicht unter den Kommentaren verloren geht.

    Mittwoch, 11. Februar 2015 14:43
  • Ja mach ich! Ich habe aber erst so um die 750 Wörter zusammen. Ich lese noch einmal drüber und schaue, wo ich noch etwas ändere. Und danke!

    Mittwoch, 11. Februar 2015 18:04
  • Juli

    Permalink

    Jaaay eine eigene Seite für Nanni wo wir sie mit unseren Ideen zuschütten können :D
    Dann leg mal los Nanni. Ich bin schon meeeeeeeega gespannt.:D

    Sonntag, 1. Februar 2015 18:16

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