Die Lesbische-Märchen-Herausforderung

Beispielmärchen aus dem Forum


Vor kurzem hatte ich angekündigt, dass wir eventuell einen Märchenwettbewerb veranstalten, und nun ist es soweit. 🙂

Mittlerweile haben wir uns im Forum schon ziemlich viel damit beschäftigt, und es sind bereits einige Märchen beziehungsweise Anfänge von Märchen entstanden. Damit sich diejenigen, die ein Märchen einreichen wollen, besser vorstellen können, wie das Märchen vielleicht geschrieben werden könnte, stellen wir einige der Anfänge hier ein.

Es gibt verschiedene Arten, ein Märchen zu schreiben. Die ursprünglichen Märchen der Gebrüder Grimm sind sehr kurz, denn sie beziehen sich eigentlich nur auf die Moral. Außerdem entstammen sie der mündlichen Überlieferung, das heißt, sie wurden früher zu Hause am Ofen von der Großmutter erzählt oder von anderen, die damit eine erzieherische Botschaft vermitteln wollten.

Wenn man sich Märchen anschaut, haben sie eigentlich meistens nicht wirklich einen Plot, wie man heute sagen würde. Es kommt nicht auf die Geschichte an sich an, sondern eben auf die Moral. Die Gebrüder Grimm haben diese Märchen auch nicht erfunden, sondern nur gesammelt, sich überall im Land auf den Dörfern von älteren Leuten, die vermutlich nicht lesen und schreiben konnten, erzählen lassen und die Märchen dann aufgeschrieben.

Diese Märchen werden oft auch als »Hausmärchen« bezeichnet, denn sie waren in jedem Haus bekannt und wurden in jedem Haus erzählt. Oftmals waren diese Märchen schon von Generation zu Generation weitergegeben worden und sehr alt.

Im Gegensatz dazu wurden von Schriftstellern die sogenannten »Kunstmärchen« erfunden. Sie sind sehr viel jünger als die Hausmärchen und auch sehr viel länger, weil es Schriftstellern natürlich darauf ankommt, eine richtige Geschichte zu erzählen, nicht nur eine kurze Moral. Auch Kunstmärchen sind durchaus moralisch und sollen etwas klarmachen – oftmals eine Lebensweisheit –, aber diese Moral sollte erst nach einer unterhaltsam geschriebenen Geschichte kommen.

Für uns hier für den Märchengeschichten-Wettbewerb kann die Basis des Märchens beliebig sein. Es kann ein Hausmärchen sein, es kann ein Kunstmärchen sei, aber es kann auch ein neues Märchen sein, ein modernes Märchen, das wir ganz neu erfinden.

Wichtig ist, dass es ein lesbisches Märchen ist. Das heißt, statt Prinz und Prinzessin gibt es Prinzessin und Prinzessin – wenn man es wie ein klassisches Hausmärchen aufbauen will – oder eben eine beliebige Frau/Frau-Kombination, die für ein Märchen geeignet ist.

Dazu gehören auch bekannte Frauenfiguren aus Fernsehserien oder Filmen wie z.B. Captain Janeway und Seven – auf die sich meine eigene Dornröschen-Variante bezieht –, Xena und Gabrielle, Rizzoli & Isles und wer da noch alles in Frage kommt.

Ich wurde schon im Vorfeld gefragt, wie lang diese Märchen denn sein sollen, und ehrlich gesagt möchte ich da keine genaue Zahl angeben, um die Phantasie der Autorinnen nicht einzuschränken.

Märchen können kurz oder lang sein, sie können in tausend oder auch in zehntausend Wörtern erzählt werden. Alles dazwischen ist erlaubt. Es kommt nur darauf an, dass es gut geschrieben ist (keine Rechtschreibfehler und möglichst gutes Deutsch) und beim Lesen anspricht.

Da jetzt Sommer ist und viele jetzt oder demnächst Ferien und Urlaub haben, gibt es ja viel Zeit zum Schreiben. Deshalb würde ich sagen, wir nutzen die Urlaubszeit für unsere Märchen, und Ende August ist der Abgabetermin. Bis zum 31. August um Mitternacht sollten die Einsendungen bei uns sein.

Und nun viel Spaß dabei, die Phantasie spielen zu lassen, um die schönsten lesbischen Märchen, die es je gab, zu erfinden und niederzuschreiben!

😃👵👼🧜‍♀️🧝‍♀️🧚‍♂️

Über das folgende Formular können Sie schnell und bequem Ihr fertiges Märchen bei uns einreichen. Nach dem Einsendeschluss (31.8.2018) wird es eine Abstimmung auf der Webseite geben, und die besten Märchen werden in einem Sammelband im nächsten Jahr erscheinen.

 

Die maximale Dateigröße ist 10mb (docx, doc, rtf, odt)

Der Dateiname enthält meinen Namen und den Titel (Bsp.: Gogoll, Taxi nach Paris.docx)

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Formular zur Beurteilung meines eingereichten Manuskripts erhoben und verarbeitet werden. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an info@elles.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

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