Das Publikum ist böse ;-)

Den Eindruck habe ich jedenfalls, wenn ich lese, was die Autorinnen, die sich weigern, ihre Texte für den Schreibwettbewerb auf dem Internet veröffentlichen und dem Urteil des Publikums unterwerfen zu lassen, schreiben. Es scheint so, daß das Publikum und jede einzelne Teilnehmerin nichts anderes im Sinn hat, als zu lügen und zu betrügen, andere über den Tisch zu ziehen und sich selbst so viele Vorteile zu verschaffen wie möglich.

Sicherlich, so etwas gibt es, aber ich bedauere die Menschen, die die Welt so sehen, denn sie müssen ja ständig mit mißtrauischen Augen durch die Welt laufen und dürfen in keinem Menschen und seinen Absichten etwas Gutes sehen. Das muß ein schreckliches Leben sein. Offenbar trauen uns diese Einsenderinnen auch nicht zu, daß wir vom Verlag in der Lage sind, den Wettbewerb korrekt zu handhaben, was auch nicht sehr nett ist, aber das lassen wir mal beiseite. Wir machen das ja erst seit gestern und haben keinerlei Erfahrung.

Wieso sind so viele Menschen so mißtrauisch, frage ich mich? Ja, man macht schlechte Erfahrungen im Leben, je älter man wird, desto mehr, aber man macht doch auch gute. Warum sehen diese Menschen nur das Schlechte in anderen Menschen, aber niemals die Chance?

Ich habe hier im Blog schon etliche Artikel darüber geschrieben, wie wichtig es ist, positiv auf andere Menschen zuzugehen, positiv dem Leben gegenüber eingestellt zu sein, »Man sieht nur mit dem Herzen gut« oder »Sich selbst treu sein« sind dafür Beispiele. Das versuche ich auch in meinen Büchern zu vermitteln. Ich finde es außerordentlich wichtig, nicht immer nur das Böse in anderen zu sehen, sondern vor allem das Gute.

Sich selbst vertrauen

Man sollte nicht allzu blauäugig sein, das stimmt, und je mehr Erfahrungen man macht, desto weniger wird man das sein. Auch ich bin das nicht. Aber es geht gar nicht um die anderen, es geht um mich selbst.

Was für ein verbiesterter Mensch werde ich, wenn ich anderen immer nur mißtraue? Einmal davon abgesehen, daß es hier nicht um einen Weltuntergang geht, sondern nur um einen Schreibwettbewerb, wie schon mehrfach erwähnt wurde. Deshalb werden wir den Wettbewerb natürlich trotzdem nach bestem Wissen und Gewissen durchführen, wir kontrollieren die Abstimmung und sorgen für einen fairen Ablauf, aber was wir nicht tun können, ist diesen Menschen, die so mißtrauisch sind, mehr Vertrauen geben, vor allem auch mehr Selbstvertrauen.

Denn das ist der entscheidende Punkt: Wer anderen spontan mißtraut, mißtraut auch sich selbst, seinem eigenen Urteil, seinem eigenen Charakter, seiner eigenen Persönlichkeit. Wer in sich selbst ruht und sich selbst vertraut, weiß, wieviel Vertrauen er anderen entgegenbringen kann und daß er nicht jedem mißtrauen muß, um auf der sicheren Seite zu sein.

Auf der sicheren Seite von was? frage ich mich. Durch das eigene Mißtrauen nimmt man sich jede Chance. »Hätte ich gewußt, daß es eine Publikumsabstimmung geben wird, hätte ich nicht am Wettbewerb teilgenommen«, schrieb eine Teilnehmerin.

Risiken sind Chancen

Warum? Sie benimmt sich lieber jeder Chance, daß ihr Buch veröffentlicht wird, als das Risiko einzugehen, daß das Publikum ihr Buch vielleicht nicht so toll findet wie ein anderes? Was ist das für eine Einstellung? Hat sie solche Angst, daß sie so schlecht schreibt, daß ihr Text so schlecht ist?

Meinen denn alle, wir werfen alle Manuskripte außer dem der Siegerin weg? Wie kommt man auf solch einen Gedanken? Ich schüttele ehrlich gesagt nur den Kopf, und es tut mir leid, daß einige der Teilnehmerinnen so wenig Selbstvertrauen haben, daß sie ihr Manuskript von der Publikumsabstimmung zurückgezogen haben.

Bitte, habt Selbstvertrauen! kann ich nur appellieren. Glaubt an Euch selbst, laßt Euch doch nicht von Eurem Mißtrauen der Welt gegenüber zerfressen! Gerade wir vom el!es-Verlag wollen Hoffnung in unseren Büchern verbreiten, Selbstvertrauen, Liebe. Wir sind erschüttert von so viel Mißtrauen, das unserer Meinung nach ungerechtfertigt ist.

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus

Wenn man anderen so viel Mißtrauen entgegenbringt, werden auch die anderen Menschen einem nur noch mißtrauen, denn einem Menschen, der selbst nicht vertrauen kann, kann man auch nicht vertrauen. Er wird immer einem Grund finden, jeden guten Ansatz zu untergraben.

Wie meine Freundin Moni, von der ich schon einmal erzählt habe. Sie fand in jeder Suppe ein Haar. »Ja, aber . . .« war ihr Lieblingssatz. So kann man doch nicht leben, mit so viel Mißtrauen im Herzen. Das vergiftet einem das eigene Leben.

Das eigene, nicht das der anderen. Bitte immer daran denken, es ist das eigene Leben, das auf dem Spiel steht, die eigene Zuversicht, die eigene Liebe.

Liebe ist das wichtigste im Leben, und ohne Vertrauen gibt es keine Liebe. Ohne Liebe aber ist das Leben sinnlos.

Man schadet sich selbst, wenn man nicht vertraut. Kein anderer wird davon geschädigt, nur man selbst.

Das Kommentieren ist nicht mehr möglich

Wer hat hier bereits Kommentare abgegeben?

  • Ruth Gogoll
  • Eve Herzogenrath
  • Franziska
  • Kristin aus N. am T.
  • Heike Fremmer
  • Admin
  • Ruth Gogoll
  • Tammy
  • Bini
  • Heike
  • Eve Herzogenrath

    Permalink
    Mit 5 von 5 Sternen bewertet

    Liebe Ruth Gogoll, wie spricht mir das doch so sehr aus dem Herzen und ich könnte jeden, aber auch jeden Satz unterschreiben! Ich freue mich, dass ich meine Texte hier veröffentlichen kann.
    Eve

    Mittwoch, 9. August 2017 16:58
  • Franziska

    Permalink

    Ich schließe mich Heikes und Kristins Meinung absolut an.

    Ich kann die Diskussion und die Aufregung einiger Autorinnen auch nicht ganz nachvollziehen.

    Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
    Entweder eine Autorin entschließt sich, an solch einem Schreibwettbewerb teilzunehmen. Dann muss sie das zu den gegebenen Bedingungen und mit allen Konsequenzen tun.
    Oder sie ist mit den Bedingungen nicht einverstanden, hat kein Vertrauen zu dem Verlag, oder was auch immer, dann reicht sie ihr Manuskript eben nicht ein.
    So einfach ist das!

    Übrigens finde ich die Idee des Schreibwettbewerbs und die damit verbundene Chance für Nachwuchsautorinnen ganz großartig.

    Franziska

    Samstag, 17. Mai 2008 16:50
  • Kristin aus N. am T.

    Permalink

    Alles oder nichts!

    Auch ich muß nun mal eindeutig für die „Mädels“ vom el!es-Verlag meine Stimme erheben.

    Zunächst kann ich nur bestätigen, dass der el!es-Verlag einer der wenigen Verlage ist, der die im Internet zugänglichen Leseproben so schützt, das sie nicht kopiert werden können. Damit wird es etwaigen schwarzen Schafen sehr schwer gemacht, diese Texte an anderer Stelle zu veröffentlichen. Aber dennoch: vor geistigen Diebstahl gibt es keinen 100prozentigen Schutz.

    Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass man seine eigenen künstlerischen Ergüsse, an denen man nun mal hängt, vor Mißbrauch schützen will. Gleichzeitig halte ich die Behauptung, dass eine Veröffentlichung im Internet automatisch unbefugten Zugriff nach sich zieht, für unrealistisch. Jetzt mal ehrlich, was soll denn mit den Texten passieren? Mir fällt nur ein, dass sich ein Fremder mit diesen Texten schmücken will. Soll er doch. Er wird schon sehen, was er davon hat. Solche Betrüger fallen immer auf die Nase. Wenn er damit Geld macht, wird es als Schadensersatz gefordert. Die unentgeltliche Verbreitung könnte daneben tatsächlich ein Problem sein. Aber mehr ein Problem des el!es-Verlages, als ein Problem des Autors. Und ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass jemand für eine Leseprobe Geld zahlen würde. Daher ist die unentgeltliche Verbreitung auch mehr ein theoretisches Problem und damit für die Praxis kein Problem.

    Die Befürchtung, dass eine Veröffentlichung im Internet die Chancen bei einem anderen Verlag schmälert, hat nichts damit zu tun, dass der Text schon im Internet veröffentlicht wurde. Es hat nur damit zu tun, dass der Text auf der Internet-Plattform eines anderen Verlages veröffentlicht wurde. Und da sind wir aber schon bei der von Heike gestellten „Vertrauensfrage“.

    Einerseits werden dem el!es-Verlag die Texte überlassen, damit der el!es-Verlag diese veröffentlichen soll. Auf der anderen Seite will die zukünftige Autorin aber nicht die Bedingungen des el!es-Verlages akzeptieren. Das könnte ich ja noch verstehen, wenn die Bedingungen für die zukünftige Autorin nachteilig wären. Sind sie aber nicht! Insofern kann ich nur ganz praktisch sagen: alles oder nichts. Entweder die Bedingungen vom el!es-Verlag werden akzeptiert oder die Texte werden dort erst gar nicht eingereicht. Ganz klar!

    Und ja, Heike hat vollkommen Recht: Wieso werden Texte bei einem Verlag eingereicht, dem man nicht vertraut? Das verstehe ich auch nicht.

    Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: aber was ist so schlimm an einer Internet-Veröffentlichung? Die auszugsweise Veröffentlichung eines Romans im Internet steht der Veröffentlichung insgesamt nicht im Wege. Schädlich wäre es nur, wenn der im Netz veröffentliche Text das gesamte Kunstwerk darstellt. Aber ich gehe mal davon aus, dass sich das künstlerische Potential der zukünftigen Autorin nicht in diesem einen Text erschöpft hat. Wäre dies der Fall, dürfte sich jede weitere Diskussion erledigt haben.

    Außerdem ist die Veröffentlichung im Netz auch eine Chance, denn so kann man sehen, wie der Text ankommt. Sollte man diesen Text dann bei einem anderen Verlag einreichen, kann man auf die positiven Reaktionen verweisen.

    Insofern kann ich nur sagen: bitte keine Diskussionen mehr um theoretische Probleme.

    Aber noch wichtiger ist, dass der erhobene Vorwurf gegen den el!es-Verlag nicht gerechtfertigt ist und damit an sich schon nicht haltbar. Erschwerend kommt aber noch hinzu, dass es auch verdammt undankbar ist. Die „Mädels“ vom el!es-Verlag hatten die wirklich tolle Idee einen Schreibwettbewerb zu veranstalten, um Nachwuchsautorinnen eine Chance zu geben. Die Organisation kostete sehr viel Energie und Zeit. Dieses Engagement wird nicht gesehen. Das finde ich traurig.

    Außerdem besteht so die Gefahr, dass es so einen Schreibwettbewerb zukünftig nicht mehr geben wird. Ich selbst würde es mir als Veranstalter gut überlegen, denn letztendlich würde ich meine Zeit und Kraft nicht opfern wollen, wenn ich anschließend so haltlos kritisiert werde.

    Daher möchte ich den „Mädels“ vom el!es-Verlag einfach mal sagen, dass sie großartige Arbeit geleistet haben, und ich hoffe, dass Ihr Euch nicht von ein paar gegenteiligen Stimmen entmutigen lasst.

    Macht weiter so!

    In diesem Sinne,

    Kristin aus N. am T.

    Samstag, 17. Mai 2008 15:34
  • Heike Fremmer

    Permalink

    Ich bin immer wieder erstaunt, auf was für Kommentare man hier trifft. Um was geht es hier eigentlich?
    Um Vertrauen?
    Warum bin ich hier und lese und schicke mein Manuskript ein, wenn ich den Verlag als unseriös ansehe?

    Wenn ich mich hier auf dieser Seite umsehe, bin ich begeistert, was el!es mir für Möglichkeiten gibt, mich weiter zu entwickeln. Als ich angefangen habe, die Schreibwerkstatt für mich zu nutzen, habe ich das aus dem Grund getan, um gut zu werden und die Möglichkeit zu bekommen ein Buch zu veröffentlichen. (Bei dem Wort veröffentlichen liegt es doch auf der Hand, was ich machen möchte.) Das Internet stellt doch einen wirklich großen Rahmen dar, um sein Werk zu veröffentlichen.

    Und wenn ich gefragt werden würde, ob meine Geschichte eingestellt werden kann, weil el!es die gut findet, wäre ich doch wirklich dumm, wenn ich das Angebot nicht annehmen würde. Ich für meinen Teil schätze diesen Verlag schon als seriös.
    Könnte daran liegen, daß ich mittlerweile eine ganze Menge Bücher von hier habe. ;D

    Ich schreibe doch letztendlich, um andere Leserinnen zu erfreuen. Wenn ich nur für die Schublade schreibe, dann brauche ich mein Geschriebenes nicht einzusenden und habe auch keinen Streß damit, daß es vielleicht kopiert werden könnte.
    Ich finde die Sicherheit, mit der die Texte hier eingestellt werden, schon sehr gut. Und freue mich immer wieder, neue Geschichten zu lesen, um mich dann zu entscheiden, welches Buch meine Sammlung erweitern wird.

    In diesem Sinne

    schönes Wochenende

    Samstag, 17. Mai 2008 12:31
  • Admin

    Permalink

    Und es ist eben so, dass man etwas, an dem man wirklich lang gearbeitet hat und an das man sein Herz hängt, besser vor unbefugten Zugriffen (die im Internet gang und gäbe sind) schützen will!

    Da reißen wir uns hier die Beine aus, und dann unterstellt man uns so was. %)

    Rufen Sie mal die Fortsetzungsgeschichten auf und versuchen Sie einen Text zu kopieren. Geht das? Nein. Schon seit langer Zeit stellen wir die Texte nur verschlüsselt ein. Oder Kurzgeschichten als geschütztes PDF, das nicht bearbeitet werden kann.

    Die einzigen »freien« Texte sind die in den Kommentaren eingestellten, denn das sind Übungsstücke, Abrisse, keine vollständigen Bücher.

    Ich hoffe, damit wäre dann auch dieses Mißverständnis aus dem Weg geräumt.

    Freitag, 16. Mai 2008 21:08
  • Tammy

    Permalink

    Die Chancen, bei el!es veröffentlicht zu werden, schmälert eine solche Internetveröffentlichung nicht, im Gegenteil. Und wenn eine Autorin nicht bei el!es veröffentlicht werden will, warum schickt sie uns dann ihr Manuskript? Wenn sie lieber von einem anderen Verlag veröffentlicht werden will, sollte sie es an jenen Verlag schicken, nicht an uns. Wir legen sehr viel Wert darauf, daß eine Autorin, die uns ein Manuskript schickt, sich mit dem el!es-Verlag identifiziert und auch von uns veröffentlicht werden möchte.

    Ich bin sicher, dass jede Autorin, die ein Manuskript eingeschickt hat, dieses auch liebend gern bei el!les veröffentlichen will! Aber für den Fall, dass el!les es nicht annimmt, kann man sich ja trotzdem nach anderen Verlagen umsehen, und da ist eine Internet-Veröffentlichung in der Regel schon ein großes Hindernis. So manche Autorin, die einer Internet-Veröffentlichung ihres Beitrags zugestimmt hat, hat ja auch im Forum zugegeben, dass sie ihre Geschichte nur mal schnell runtergeschrieben und kaum noch korrekturgelesen hat (was sich teils auch sehr bemerkbar machte). Und es ist eben so, dass man etwas, an dem man wirklich lang gearbeitet hat und an das man sein Herz hängt, besser vor unbefugten Zugriffen (die im Internet gang und gäbe sind) schützen will! Nochmals liebe Grüße, Tammy

    Freitag, 16. Mai 2008 17:32
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Gerade für jene Autorinnen, die ernsthaft an einer Veröffentlichung interessiert sind, kann so etwas die Chancen schmälern. Wert daher bitte nicht alle in den "mutlos"-Topf!

    Die Chancen, bei el!es veröffentlicht zu werden, schmälert eine solche Internetveröffentlichung nicht, im Gegenteil. Und wenn eine Autorin nicht bei el!es veröffentlicht werden will, warum schickt sie uns dann ihr Manuskript? Wenn sie lieber von einem anderen Verlag veröffentlicht werden will, sollte sie es an jenen Verlag schicken, nicht an uns. Wir legen sehr viel Wert darauf, daß eine Autorin, die uns ein Manuskript schickt, sich mit dem el!es-Verlag identifiziert und auch von uns veröffentlicht werden möchte.

    Insofern ist das Ablehnen einer Veröffentlichung im Internet vielleicht von anderen Gründen als Mutlosigkeit getragen, aber auch nicht davon, von el!es veröffentlicht werden zu wollen. Beides ist auf jeden Fall kontraproduktiv für eine Veröffentlichung, das sollten alle Autorinnen noch einmal gründlich bedenken, bevor sie so etwas ablehnen.

    Wir hatten letztens so einen Fall. Eine Autorin schickte uns ein Manuskript, das sie angeblich primär für el!es und unter Berücksichtigung des el!es-Konzeptes geschrieben hatte. Das Buch war gut, und wir waren an einer Veröffentlichung interessiert. Wir baten die Autorin um die Erlaubnis, das Buch im Internet veröffentlichen zu dürfen, wie immer, als Vorabdruck unter unseren »Fortsetzungsgeschichten«. Sie lehnte ab und meinte, sie wolle sich ihre Chancen bei anderen Verlagen nicht verderben. Daraufhin haben wir von der Veröffentlichung Abstand genommen. Der andere Verlag, der sich für das Buch interessiert hatte, bringt das Buch auch nicht heraus, denn sie haben es mittlerweile abgelehnt. Was hat die Autorin nun davon? Wir hätten ihr Buch gedruckt, nun hat sie gar nichts, und das Buch versauert weiterhin in ihrer Schublade.

    Hätte sie mit uns zusammengearbeitet, würde ihr Buch demnächst veröffentlicht, nun war ihre ganze Arbeit umsonst. Anscheinend machen sich manche Autorinnen über so etwas nie Gedanken. Es gibt nicht beliebig viele Verlage, die lesbische Bücher drucken, und el!es ist eine gute Chance. Wenn man diese Chance nicht nutzt, wenn sie einer angeboten wird, ist man selbst schuld. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

    Donnerstag, 15. Mai 2008 19:13
  • Tammy

    Permalink

    Ich schüttele ehrlich gesagt nur den Kopf, und es tut mir leid, daß einige der Teilnehmerinnen so wenig Selbstvertrauen haben, daß sie ihr Manuskript von der Publikumsabstimmung zurückgezogen haben.

    Ohne hier eine weitere Diskussion vom Zaun zu brechen oder den grundlegenden Gedanken des Artikels zu widersprechen, möchte ich doch darauf hinweisen, dass es neben "so wenig Selbstvertrauen" auch genügend andere Gründe gibt, seinen Text nicht im Internet sehen zu wollen. Gerade für jene Autorinnen, die ernsthaft an einer Veröffentlichung interessiert sind, kann so etwas die Chancen schmälern. Wert daher bitte nicht alle in den "mutlos"-Topf! Liebe Grüße, Tammy!

    Donnerstag, 15. Mai 2008 18:59
  • Bini

    Permalink

    Bis wann genau geht eigentlich die Abstimmung, wenn die Gewinnerin am 30.4. bekannt gegeben wird? Ist ja doch eine ganze Menge zu lesen ...

    Sonntag, 6. April 2008 16:57
  • Bini

    Permalink

    Ja aber ... ;)

    Wer anderen spontan mißtraut, mißtraut auch sich selbst, seinem eigenen Urteil, seinem eigenen Charakter, seiner eigenen Persönlichkeit.

    Das finde ich doch etwas übersteigert ... Es kommt immer auf die Erfahrungen an, die man selbst hinter sich hat. Und es gibt auch in der Welt der Literaur viele Trickser und Egoisten. Mag ja sein, die Leserinnen dieser Seite sind da anders - genau wie das Lektorat von Elles. Aber ich finde nicht, dass man Mißtrauen gleichsetzen kann mit mangeldem Selbstwertgefühl oder Mißtrauen sich selbst gegenüber ... und dass mißtrauische Menschen ein schreckliches, vergiftetes Leben führen halte ich für ein sehr drastisches Statement. Oh je, steht es denn wirklich so schlimm um mich?? :-(
    Mein Mißtrauen ist ja nicht grundsätzlich gegen Alle und Jede gerichtet, das kommt eher selektiv zum Tragen, wenn mit etwas neu/unbekannt/mysteriös erscheint ... Ich denke, das geht Vielen so. Übrigens nix gegen Elles, der Verlag erschien mir nicht mysteriös, er war mir nur unbekannt/neu, was die aktive Teilnahme an Wettbewerben angeht... Sagen wir mal "Vorsicht" statt "Mißtrauen", das hat gleich einen anderen Klang.
    Außerdem muss ich sagen, dass ich auch gern Vertrauen fasse, meine Vorsicht kann schnell verschwinden. Mißtrauen/Vorsicht ist doch kein chronischer, unheilbarer Zustand!

    Genug widersprochen.
    Ähem.
    Ich finde den Gedanken grundsätzlich nicht schlecht, das Publikum in der Entscheiung miteinzubeziehen. Schließlich sind Bücher für ihre Leser geschaffen, nicht für ihr Lektorat.
    Und übrigens finde ich es super, wie der Wettbewerb bisher gelaufen ist: Ich habe prompt eine Antwort bekommen, dass mein Beitrag eingegangen ist, es herrscht ein reger Austausch auf der Elles-Seite über den Wettbeweb und die Beiträge waren auch superschnell auf der Seite zu finden!
    1. LOB.
    Auch die Seite selbst finde ich sehr gut gemacht, genau wie ihr neues "Outfit". Ich stöbere ja erst seit wenigen Tagen auf der Website herum und auch wenn ich mit Fr. Gogoll nicht immer einer Meinung bin, schätze ich sehr, dass sie den Austausch mit den Leserinnen hier so stark sucht und Transparenz schafft.
    2. LOB.
    Ich will ja nicht immer nur rummeckern. Bisher wurden jedenfalls noch keine leeren Versprechungen gemacht und es verlief alles sehr zügig, ich spüre, dass da ein sehr großes Engagement dahinter steckt.
    3. LOB.
    Außerdem werden auf dieser HP Autorinnen gefördert und es werden ihnen Chancen gegeben, an sich zu arbeiten. Es wird durch die Wettbewerbe zudem auch ein Ansporn geschaffen, die eigenen Texte weiter zu bearbeiten und zu Ende zu bringen, egal ob dabei ein Preis/eine Veröffentlichung herausspringt oder nicht.
    4. LOB.

    ;D

    Sonntag, 6. April 2008 15:19
  • Dem kann ich nur zustimmen. Das Publikum entscheidet – und letztendlich ganz allein das Publikum –, ob ein Buch zum Erfolg wird oder nicht. Wir vom Verlag können das nicht entscheiden und auch nicht beeinflussen. Wir können dem Publikum nur ein Angebot machen.
    Und es war schon öfter so, daß uns ein Buch gefallen hat, das Publikum das Buch dann aber nicht gekauft hat. Deshalb sollte man das Publikum immer ernstnehmen.

    Samstag, 5. April 2008 10:45
  • Heike

    Permalink

    Auch wenn ein Verlag mein Buch gut findet und es drucken möchte, so ist es letztendlich doch das Publikum, was entscheidet, ob es gekauft wird.Und das Publikum wiederum entscheidet spätestens dann, ob mein Buch wirklich gut ist.
    Natürlich gehen die Meinungen auseinander, aber wenn von 10 Menschen 8 sich das Buch kaufen, dann kann es nicht schlecht sein. Was aber wenn von 10 nur 1 sich das Buch kauft?
    Es heißt nicht unwillkürlich, daß es schlecht ist, doch was nutzt es, wenn mein Buch im Regal vergilbt?
    Also bitte, warum nicht gleich zu Anfang die Menschen fragen, die in den Buchladen gehen und sich Bücher kaufen?
    Selbstvertrauen……… Das Vertrauen in die eigene Person kann ja irgendwann abhanden gekommen sein, oder man hat es nie erreicht. Auch bei mir hat es lange gedauert, bis ich mich getraut habe, andere Menschen meine Schreibereien lesen zu lassen. Ich hatte Angst, sie würden mich auslachen.
    Doch Überraschung, das Gegenteil war der Fall. Das Schulterklopfen hat mein Selbstvertrauen so stark angehoben, daß ich nicht mehr nur „schwarz-weiß“ durch die Gegend laufe.
    Leute, Ihr solltet Euch wirklich selber den Gefallen tun und über Euren Schatten springen.
    Vielleicht ist das Wasser zu Anfang etwas kühl, vielleicht aber auch nicht. Vielleicht erfährt man Kritik, <em>(ICH weigere mich, diese Kritik in positive oder negative einzustufen, da ich der Meinung bin, daß es beim Erstversuch nur eine Kritik geben kann)</em> und ich kann nur von mir behaupten, daß die Kritik das Beste ist, was ich erhalten konnte. Vielleicht erfährt man aber auch nichts! Da weiß ich nicht, was besser ist.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich durch die Kritik begonnen habe, mein Geschriebenes wirklich zu lesen und vielleicht auch zu <em>verstehen</em>, worauf es ankommt.
    In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Samstag!

    Samstag, 5. April 2008 10:19

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