Feedback beim LLP

Da sich das jetzt immer mehr von dem ursprünglichen Thema entfernt, habe ich die Kommentare mal umgehängt.

Nanni hat geschrieben:

Bei der diesjährigen Gewinnerin des LLP, Geschichte 3, hat man ja gemerkt das dieses Konzept aufgeht. Es kommt gut an. Es ist genau das, was el!es-Leserinnen lesen wollen. Genau so muss es ja auch sein, das Prinzip geht auf. smilies/cool.gif

Das Kommentieren ist nicht mehr möglich

Wer hat hier bereits Kommentare abgegeben?

  • Jasmin Kari
  • Sanne
  • Maren
  • Kay Rivers
  • Nanni
  • Ruth Gogoll
  • Ob gutes, oder schlechtes Feedback, es ist schlicht und einfach schwierig, RiCHTIG Feedback zu geben.
    Leider muss ich mal wieder ein Beispiel aus der Arbeit bringen, denn speziell wir müssen das Feedback vom Kunden bekommen und wir müssen auch Kolleginnen Feedback geben.
    Es ist ein Unterschied, ob man etwas sachlich bewertet oder ob da Emotionen mitspielen. Diese lassen sich nur sehr schwer abstellen, wer das kann ist wirklich äußert professionell. Da spielen Dinge mit, wie der Tag des einzelnen war (ist man auf Krawall gebürstet, hat man sich geärgert, vielleicht gar nicht über dieses Thema, oder hat man richtig gute Laune, dass man auch mal Fünfe gerade sein lässt.) Dafür gibt es sogar Workshops, und ich denke, die hat niemand von uns belegt ;)
    Es geht immerhin hier um Liebesgeschichten, jeder kann gefühlsmäßig da etwas beisteuern und wir sind hier in einem Kreis, in dem wir uns aufgehoben fühlen. Da ist es doch klar, dass auch schonmal Emotionen hochkochen, aber da greift Frau Gogoll ja auch ein, und das ist auch gut so. Und ich finde es auch nicht schlimm, weil es eben menschlich ist.

    @Nanni
    Ich finde es sehr einfach, für eine Leserschaft zu schreiben, wenn man weiß, was sie will. Wenn man sich dessen bewusst ist, kann man das doch steuern. Für mich ist es weitaus schwieriger, das zu schreiben, was ich mir vornehme und dann eine Leserschaft dafür zu finden. Ich würde es nicht Risiko nennen, immerhin stecke ich nicht mehr hinein als Zeit und Strom für mein Akku und natürlich mein Herzblut. Aber wenn ich das tue, dann ist gerade das Feedback so wichtig, denn ich bin nicht professionell genug, um alle Fehler zu kennen, die ich machen kann.

    Feedback ist zielführend, so oder so. Ob das Ziel der erste Platz in einem Wettbewerb ist oder die persönliche Weiterentwicklung bei einer Sache, die man sich zu tun wünscht.

    Ich habe gerade schlechtes Feedback sehr zu schätzen gelernt und sehe es nicht als Kritik sondern als Ansporn.

    Sonntag, 22. Mai 2011 4:32
  • Nanni

    Permalink

    Feedback bleibt Feedback. Da ist es egal worauf sich dieses Feedback bezieht. Feedback braucht jeder in jeder Lage. Ohne Rückmeldung von anderen weiß man ja nicht wo man steht.

    „Lernen von den Hinweisen der Leserinnen. Verbessern, das Buch zu einem noch besseren Buch machen. Darauf kommt es in erster Linie an.“

    Ja das verstehe ich doch! Ich habe doch im Wettbewerb auch nichts anderes gemacht als gesagt ob mir die Geschichte gefällt oder ob sie mir nicht gefällt. Und ich sage immer das was ich meine! Ich möchte auch gerne schöne Geschichten schreiben die den anderen gefallen, und wäre auch glücklich wenn ich wüsste wie andere darüber denken, klar.
    Ich werde auch nie wieder ein Buch schlecht machen wenn es schon gedruckt ist. Ich habe da nicht nachgedacht und werde es auch nie wieder tun. War dumm.
    „Aber als Autorin will man eben das bestmögliche Buch erschaffen, nicht nur irgendeins. Man will Fehler vermeiden und möglichst nah an die Leserin herankommen, so daß das, was man meint, auch wirklich beim Lesen rüberkommt.“

    Mir geht es nur darum keine Fehler zu machen. Und ich habe auch begriffen was die Leserinnen lesen wollen, bin selbst eine von ihnen. Nur es zu schreiben ist nicht so einfach, deshalb lernen wir es ja hier oder woanders. Darum ist das Feedback beim LLP auch wichtig, gut und soll auch so bleiben.

    Samstag, 21. Mai 2011 20:43
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ich denke, was für viele Leute, die nicht schreiben, vielleicht nicht so nachvollziehbar ist, ist das, was Maren (und auch Jasmin) hier unten gesagt hat: Feedback ist nicht: „Gefällt mir“ bzw. „Gefällt mir nicht“. Das ist nett, insbesondere im ersten Fall, aber das nützt mir als Autorin gar nichts für die Verbesserung des Textes.

    Wenn ich aber ein Feedback bekomme wie „Das ist gut geschrieben, aber da im zweiten Teil weiß ich nicht genau, welcher Tag es ist, das hat mich verwirrt“, dann habe ich als Autorin etwas davon, denn dann lese ich das nach, schlage mir an den Kopf :) und bemerke: Tatsächlich, da warst du so im Schreiben drin, daß du gar nicht gemerkt hast, daß das für die Leserin verwirrend sein muß. Also ändere ich dann den Text und habe ihn dadurch – durch das Feedback eben – verbessert.

    Das ist eigentlich das, weshalb viele Autorinnen mitmachen, denke ich mir. Wir wollen alle gern hören, daß unsere Sachen gefallen, aber was wir noch viel mehr wollen, das ist lernen. Lernen von den Hinweisen der Leserinnen. Verbessern, das Buch zu einem noch besseren Buch machen. Darauf kommt es in erster Linie an.

    Denn – wie Maren sagte – wenn das Buch erst einmal gedruckt ist, dann ist es zu spät. Das Feedback, solange man noch etwas ändern kann, das ist wirklich nützlich. Hinterher nützt es leider nichts mehr.

    Nur noch unserem Ego (was natürlich auch eine schöne Sache ist 8)). Aber als Autorin will man eben das bestmögliche Buch erschaffen, nicht nur irgendeins. Man will Fehler vermeiden und möglichst nah an die Leserin herankommen, so daß das, was man meint, auch wirklich beim Lesen rüberkommt. Das ist manchmal nicht so einfach, und da ist man für jede Hilfe in Form von Feedback wie „Daran mußt du noch arbeiten“ mit konkreten Hinweisen darauf, was noch fehlt, dankbar.

    Samstag, 21. Mai 2011 14:39
  • Nanni

    Permalink

    Eigentlich habe ich ja nur sagen wollen was jetzt jede hier wiedergeben hat. Ich wollte einfach nichts weiter sagen als das eben „dieses Konzept“ s.o. aufgeht. Mehr wollte ich gar nicht! Ich werde an meiner Kommunikation arbeiten.
    Ich habe es im ersten Moment, im zweiten, und vielleicht sogar im dritten Moment nicht verstanden dass es den Autorinnen um das Feedback geht. Doch habe ich schon! Eben nur nicht so, dass auch gestandene Autorinnen Feedback wünschen. Was ich, jetzt wo ich so darüber nachdenke, auch total logisch finde. Jeder möchte ein Feedback erhalten. Klar, meistens ein Tolles, aber das geht nicht immer. Und wenn die Geschichte den meisten gefällt, dann wird sie gedruckt. Alles verstanden und absolut okay. Die beste Geschichte gewinnt, nicht die beste Autorin.

    Abgesehen davon, ich mag andere Blickwinkel, und die Wahrnehmung anderer zu akzeptieren finde ich nicht schwierig, ich kenne es nicht anders. Aber ich weigere mich „auf Teufel komm raus“ mich auf Platz eins sehen zu wollen. Ich bin die ganze Zeit gegen den Strom geschwommen, jetzt will ich einfach nur mitschwimmen. Und nach Möglichkeit so viel lernen wie es möglich ist. Und sicher möchte ich das man meine Geschichte gut findet. Wie das jede von ihrer Geschichte möchte. Klar!
    Ich habe mich nur selbst einem Druck ausgesetzt bei dem ich mich frage, muss das sein. Ich bin auf ja und nein gekommen. Somit stehe ich für mich wieder am Anfang. Was hiermit aber nicht zu tun hat. Ich bin gern hier, kommuniziere, manchmal auf meine eigene Art, gerne mit den Frauen hier. Das ich dazu noch schreiben lerne, mich wieder mit anderen unterhalte, ich langsam wieder ein Gefühl bekomme wie...stopp ich schweife ab.

    Ich könnte eine Menge Feedbacks zu schon veröffentliche Bücher geben, was ich auch zum Teil gemacht habe. Ich liebe es zu diskutieren, aber ich befinde mich, für mich gesehen, hier auf einem Minenfeld. Ich muss darauf achten nicht in die Luft gesprengt zu werden. Ich versuche es zu erklären. In Bereichen in denen ich mir sicher bin, darunter fällt das Schreiben eben nicht, stehe ich meine Frau, kein Thema. Aber hier...ich habe jedes mal Herzklopfen wenn ich die Seite aufrufe. Wenn ich lese dann lese ich den selben Satz mit Kommas genauso wie wenn er keine hätte. Ich sehe den Inhalt, aber nicht die Verpackung. Besser kann ich es jetzt auch nicht erklären.

    Samstag, 21. Mai 2011 13:13
  • Maren

    Permalink

    Natürlich freut sich wohl jede Autorin über Feedback zum eigenen Buch. Nur kann man bei gedruckten Büchern halt nichts mehr dran ändern, das ginge nur, wenn es eine Neuauflage gibt, die dann aber als veränderte/überarbeitete Neuauflage läuft. Bei unveröffentlichten Texten ist das Feedback darum noch wichtiger, weil man da eben noch ändern kann. Natürlich ist auch das Lektorat sehr hilfreich, aber genauso kann es hilfreich sein, wenn im Vorfeld schon durch Leserstimmen ein Feedback kommt und man sieht, ob ein Text überhaupt funktioniert, also die Zielgruppe erreicht und unterhält.

    Samstag, 21. Mai 2011 12:44
  • Ich war ja jetzt eine Woche Out-of-Order, habe Eure Postings gerade erst gelesen.
    Für mich ist das Feedback sehr, sehr wichtig. Wir fordern auch auf der Arbeit für jeden Job, der an den Kunden rausgeht, Feedback ein, denn nur dadurch kann man sich entwickeln. Vielleicht sehe ich das auch zu sehr aus dem Aspekt der Dienstleistung heraus.
    Denn bei einer nicht greifbaren Sache, wie z.B. dem Inhalt eines Buches oder beschriebene Gefühle, spielen weit mehr Komponenten mit, als beispielsweise bei einem Gegenstand, über dessen Form man nicht streiten kann.
    Versteht Ihr was ich meine? Vermutlich nicht. ;-) Aber besser kann ich es nicht beschreiben.

    Es ist schwierig, über sein eigenes Empfinden hinaus, die Wahrnehmung von anderen Menschen zu akzeptieren, aber es tut immer gut, andere Blickwinkel kennenzulernen.

    Und ich finde, auch bereits verlegte Bücher brauchen Feedback. Die Kommentare, die man in vielen Onlineshops sieht, gehen ja oft nicht über das "Gefällt mir" und "Gefällt mir nicht" hinaus.
    Ich will wissen warum und warum nicht.

    Und ich habe auch noch nie anderweitig solche Diskussionsforen gesehen (mag vielleicht daran liegen, dass ich sie noch nicht gesucht habe). Aber hier fand ich es irgendwie toll, weil ich mich aufgehoben gefühlt habe, vielleicht, weil dies ein lesbischer Verlag ist.

    Auch wenn es hart war, ich kann es nur jedem empfehlen :-)

    Samstag, 21. Mai 2011 4:48
  • Nanni

    Permalink

    Dann sind wir uns ja alle einig. 8)

    Freitag, 20. Mai 2011 22:12
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ja, dem kann ich nur zustimmen. Während die Gewinnerin des Wettbewerbs schon einmal ein Buch bei uns veröffentlicht hat, ist die Zweitplazierte bisher noch nicht veröffentlicht, ein Neuling, könnte man sagen. Auch wenn sie schon eine Weile schreibt. Sie hat also hier am Wettbewerb teilgenommen, kam, sah und siegte. 8) Ihre Geschichte hat einfach sehr vielen Leserinnen gefallen, auch wenn daran nun noch einiges getan werden muß, bevor sie veröffentlicht wird.

    Was nur bestätigt: Jede Teilnehmerin hat eine Chance, ob sie nun schon veröffentlicht ist oder nicht, ob sie gerade erst angefangen hat zu schreiben oder es bereits ihr ganzes Leben tut. Es kommt nur auf die Geschichte an. Darauf, daß sie den Leserinnen gefällt.

    Freitag, 20. Mai 2011 19:18
  • Sanne

    Permalink

    Hallo zusammen,

    ich habe die Diskussion um die Teilnahme von "gestandenen" Autorinnen am LLP verfolgt und verstehe gar nicht wo das Problem dabei liegt.

    Unabhängig von der Frage ob auch bereits publizierende Autorinnen unmittelbares Feedback, wie es beim LLP gegeben wird, brauchen bzw. wünschen oder nicht, geht es doch bei dem Wettbewerb darum originelle, interessante lesbische Geschichten einzureichen. Wenn diese dann originell und interessant genug sind, werden sie nach entsprechendem Feinschliff veröffentlicht.

    Die Chance eine Geschichte zu erschaffen, die die Leserin fesselt hat jede Teilnehmerin, sei sie nun Anfängerin oder Profi. Letztlich geht es doch darum bei der Leserin Interesse zu wecken. Dies ist zum einen ein sehr subjektiver Prozess (was die eine spannend findet, holt die nächste nicht hinter dem Ofen hervor) und hängt zum anderen davon ab ob die Geschichte originell ist, unerwartete Wendungen enthalten sind, die Geschichte in gefälliger Art und Weise erzählt wird.

    Daher hat meiner Meinung nach ein Neuling die gleichen Chancen wie ein Profi, da ja auch die Anfängerin eine super originelle Idee oder einen mitreißenden Erzählstil haben kann.

    Als weiteren Aspekt können die Jung-Autorinnen den Wettbewerb ja auch als Benchmark sehen, der letztlich deutlich aussagekräftiger ist, wenn auch Autorinnen mit Erfahrung ihre Beiträge beisteuern. ;)

    In diesem Sinne freue ich mich schon auf den nächsten LLP an dem hoffentlich wieder Autorinnen mit unterschiedlichem Professionalitätsgrad und Erzählstil sowie vielfältigen Ideen teilnehmen werden.

    Freitag, 20. Mai 2011 17:23
  • Nanni

    Permalink

    Nein, dass dachte ich nicht! Um Gotteswillen bloß nicht. Nein. Ich weiß das da eine Menge Arbeit und Bemühen dahintersteckt. Und ich finde nicht dass Ihre Bücher so aussehen. Sollte ich den Anschein erweckt haben, dann tut es mir leid. Nein, dass wollte ich nicht.

    Ach, ich weiß nicht was ich lieber wäre. Sicher ist es toll den ersten Platz zu belegen. Ich denke, deswegen macht man ja bei einem Wettbewerb mit. Deswegen ja das ganze Missverständnis. Ich dachte (manchmal sollte ich es einfach lassen) eben, mit fertigen Autorinnen und Schreiberinnen ist es in etwa so, als ob ich als Rollifahrer bei den Sprintern mitrennen wollte. Unsinnig und unlösbar. Dachte ich bisher. Doch ich weiß es ja jetzt besser. :) Da haben mir meine Gedanken einen Streich gespielt. Das war das, was bei mir nicht zusammen gepasst hat.

    Stimmt, jeder will wissen wo er steht. Ich habe manchmal einen Tunnelblick. Sorry.

    Freitag, 20. Mai 2011 13:52
  • Nanni

    Permalink

    Hallo Maren,

    „Das ist etwas ganz anderes, als wenn eine Freundin sagt "Ja, ist ganz nett geschrieben, hatte einen schönen Lesenachmittag damit."

    Na, ob aber dann so ein Feedback von mir besser ist?! :-8

    Ja das ist mir dann jetzt ja auch bewusst, dass die Bücher unlektoriert (das Wort gibt es glaube ich gar nicht) sind. Ich war halt ein wenig zickig, bin halt ein Mädchen.

    Freitag, 20. Mai 2011 13:33
  • Nanni

    Permalink

    (Mensch, sind Sie schnell.) So weit bin ich noch nicht. Jetzt erstmal das von gestern.

    Sie sind Autorin? Echt, das habe ich nicht gewusst! :) War mir neu. ;)

    „Ich würde selbst beim LLP mitmachen, wenn ich könnte, nur um das Feedback zu bekommen.“

    Warum denn könnte. Sie sind die Chefin, wenn sie nichts zu sagen haben dann weiß ich auch nicht. Sie machen die Regeln, also können Sie sie auch ändern.
    Aber, wenn sie Feedback zu Ihren Büchern wollen, dann müssen sie es sagen. Was Sie ja auch schon getan haben. Ich traue mich immer nicht so, da ich denke, was will ich denn da noch sagen. Sie werden am B/besten wissen wie und was Sie schreiben müssen. Und da ich nicht immer mit netten Komplimenten um mich werfe weiß ich auch nicht, ob nicht nette und tolle Kommentare besser wären. Meine sind da ja eh wenig hilfreich. Ich labere immer nur eine bissen herum. Tu so, als könnte ich mitreden. 8)

    Ja, ich habe schon nachgeschaut welche Bücher dieses Jahr noch erscheinen. Und ich freue mich. Besonders auf meine Asthmakranke Traumfrau. Ich glaube die ist dabei! :)

    Ja das stimmt, das Feedback beim LLP ist unbezahlbar, und macht auch immer wieder Spaß. (Toll, ich war gerade das 2mal dabei. Aber wenn man etwas 2mal macht ist es ja schon Gewohnheit. :))
    Das weiß ich ja, dass ich als Leserin und Schreiberin selbst etwas lernen kann. Ich lerne gerne aus Fehlern von anderen. Meine eigenen sehe ich ja leider meistens nie. Oder erst, wenn es zu spät ist.

    Ja, Mut braucht es schon. Ich weiß gar nicht, wann ich so mutig geworden bin. Ich komme mir vor wie ein Pitbull. Ich habe mich noch nie so hartnäckig in etwas verbissen, wie ich das mittlerweile beim Schreiben mache. Da frage ich mich wo war das denn früher? Na ja, besser spät wie nie. 8)

    Freitag, 20. Mai 2011 13:32
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Das ist ein schönes Wort: Nachbesserung. ;) Aber jetzt mal ernsthaft, Nanni. Sie haben die Geschichten hier im LLP doch alle gelesen. Und dann dachten Sie, daß die so veröffentlicht werden, mit all den Fehlern? Finden Sie, daß unsere gedruckten Bücher so aussehen? 8)

    Und warum einen Wettbewerb? Werden Sie nicht auch lieber erste als zehnte? Das ist doch für jeden eine schöne Bestätigung. Und ich denke, jede Autorin hier hat darauf hingefiebert, auf welchem Platz sie letztendlich landet, und sich gefreut, wenn es einer der vorderen war. Man muß ja auch sehen, wie bin ich im Vergleich zu den anderen? Welche Geschichte wurde besser beurteilt als meine, welche schlechter?

    Nicht daß es bei Literatur ein endgültiges Qualitätsurteil gibt, das ist oft Geschmackssache, die einen mögen Fantasy mehr, die anderen Gegenwartsliteratur, die dritten vielleicht historische Romane – und dementsprechend werden sie ihre Stimme abgeben. Aber es ist doch äußerst spannend. Deshalb nimmt man ja auch teil: um sich mit anderen zu messen. Wie in jedem Wettbewerb.

    Warum hat Lena am Song Contest teilgenommen? Sie wußte doch sowieso, daß ihr Song veröffentlicht wird. Oder alle anderen? Das ist doch dasselbe. Man will einfach wissen, wo man steht.

    Und diese Möglichkeit sollen wir den Autorinnen nehmen? Das wäre doch höchst ungerecht.

    Freitag, 20. Mai 2011 12:52
  • Nanni

    Permalink

    So, jetzt habe ich Zeit. Wollte gestern eigentlich nur kurz Rückmeldung geben dass ich die Kommentare gelesen habe. Ist so ein Tick von mir. (Einer von vielen.)

    @Kay Rivers: Ich verstehe es vollkommen das man sich Feedback wünscht, und das ist ja auch richtig so. Und gut so. Und mutig ist es sowieso sich den Kommentaren zu stellen. Ich war nur im ersten Augenblick irritiert von wegen, sie ist doch schon fertige Autorin. Aber ich habe wirklich nicht daran gedacht dass es nur um das Feedback geht. Ich selbst weiß wie es ist wenn niemand da ist der einem Rückmeldung gibt. Sei sie gut oder schlecht. Da ist so ein Literatur Preis schon angebracht um zu schauen, wie kommt meine Geschichte bei den Leserinnen an. Und da sollte man die Chance hier beim LLP schon nutzen, das stimmt wohl.

    Aber warum dann einen Wettbewerb frage ich mich da. Dann kann man sich doch die Platzierungen sparen. Die Bücher die die meisten Zustimmen bekommen gehen früher oder später in Druck. Ich wusste auch nicht das selbst die Bücher die gewonnen haben noch eine Nachbesserung benötigen. Ich dachte immer Ihr seit alle so perfekt im Schreiben und im Ausdruck. Ihr seit die Hoheiten und ich mehr so das Gefolge. ;) Ja gut, vielleicht war ich auch ein ganz klein wenig eingeschnappt. Aber nur ein ganz kleines bisschen. :-[

    Ja und wenn man schon jahrelang mitmachen wollte dann war es für Sie ja um so schöner jetzt dabei gewesen zu sein. Mein Feedback war da ja ohnehin nicht sehr hilfreich. Aber, ich habe noch im Kopf wie gesagt wurde: An guten Geschichten hat man eben nicht viel auszusetzen. Und ich lerne ja auch aus anderen Kommentaren was die Leserfrauen sich wünschen. Somit auch ein Vorteil für uns andere Autorinnen/Schreiberinnen. Wenn wir es dann umsetzen können.

    ...und gleich weiter zu nächsten Kommentar. ;D

    Freitag, 20. Mai 2011 12:43
  • Nanni

    Permalink

    Okay, ich verstehe ja. Dann will ich nichts gesagt haben. Feedback ist toll! Und ich werde in Zukunft versuchen Themenorientiert zu bleiben. :)

    Donnerstag, 19. Mai 2011 21:12
  • Maren

    Permalink

    Im Wettbewerb bekommt man sogar noch weitaus besseres Feedback als so durch Rezensionen oder überhaupt Leserstimmen, weil die Texte alle anonymisiert sind. Niemand weiß, wer hinter den Geschichten steckt, sie erscheinen nur als Geschichte 1, Geschichte 2, etc. Das ist etwas ganz anderes, als wenn eine Freundin sagt "Ja, ist ganz nett geschrieben, hatte einen schönen Lesenachmittag damit."

    Außerdem sind die Texte Rohtexte, nichts wurde lektoriert, sie sind so, wie sie einegreicht wurden. Dagegen sind die gedruckten Bücher natürlich immer lektoriert.

    Donnerstag, 19. Mai 2011 17:10
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Da ich auch Autorin bin, kann ich Kay Rivers nur zustimmen. Ich würde selbst beim LLP mitmachen, wenn ich könnte, nur um das Feedback zu bekommen. ;D Verkaufszahlen sind auch eine Art Feedback, das ist richtig, aber das ist sehr abstrakt. Man freut sich natürlich darüber, aber direktes, persönliches Feedback – das ist ganz etwas anderes. Ich freue mich heute noch über jede Rezension im Shop oder jede E-Mail zu meinen Büchern.

    Kay Rivers war nicht die einzige Autorin, die bereits bei el!es veröffentlicht hat und trotzdem beim LLP mitgemacht hat, es gab noch eine Autorin, die auch bereits eine veröffentlichte el!es-Autorin ist. Auch sie hat wegen des Feedbacks mitgemacht, obwohl schon klar war, dass ihr Buch veröffentlicht wird.

    Um die Veröffentlichung geht es beim LLP erst in zweiter Linie, obwohl natürlich viele Bücher aus dem LLP veröffentlicht werden. Auf jeden Fall der 1. Platz, aber dieses Jahr haben wir auch noch weitere Bücher aus dem letzten, dem 4. LLP von 2010, im Programm, wie Sie sicherlich gesehen haben. Wir veröffentlichen jedes gute Buch, das für den LLP eingereicht wird, nicht nur das Buch der Siegerin.

    Somit kann jede Autorin, die ein Manuskript für den LLP einreicht, damit rechnen, veröffentlicht zu werden, auch wenn sie nicht gewinnt.

    Aber das Feedback, das man von Leserinnen während des LLP bekommt, ist einfach unbezahlbar. Leserinnen sehen Dinge, die einem selbst vielleicht gar nicht auffallen. Dann kann man seinen Text verbessern, etwas lernen. Das ist ein großer Vorteil des LLP gegenüber der Einreichung eines normalen Manuskriptes an unseren Verlag, das die Leserinnen vor dem Druck nie sehen.

    Selbst die Autorinnen der Bücher, die wir dann nicht veröffentlichen, können viel beim LLP lernen. Und dann vielleicht beim nächsten LLP wieder mitmachen mit einem besseren Manuskript, das dann eventuell veröffentlicht wird.

    Der LLP soll auch den Autorinnen, die nicht gewinnen, etwas bringen und Mut machen, es auf jeden Fall zu versuchen und dazu noch etwas dabei zu lernen und sich als Schriftstellerin zu verbessern.

    Ich finde, solche Gelegenheiten gibt es für Autorinnen kaum. Deshalb ist der LLP so wertvoll.

    Donnerstag, 19. Mai 2011 17:00
  • Nanni

    Permalink

    Ja aber Feedback bekommt man ja auch durch die Verkaufszahlen. Gut, kein Persönliches wie es beim LLP ist, wenn das Feedback Ihnen was gebracht hat vom LLP dann war es ja auch richtig gewesen.

    Ich finde aber das man für Autorinnen die schon bekannt sind, oder Bücher schon herausgebracht haben, dann vielleicht einen eigenen LLP für bestehende Autorinnen machen sollte. Wenn diese gerne erfahren möchten wie das Feedback zu ihren Büchern ist. Viele scheint es ja nicht zu stören dass es kein Feedback gibt. Hier schreiben immer so viele ein Feedback zu den Büchern, aber von den Autorinnen hört man zu dem abgegebenen Feedback ihrer Bücher nichts. Komisch! Nur von ganz wenigen. Ich gehe nämlich gerade wieder einen Schritt zurück was meine Einreichung zum LLP11 angeht. Ich kann mich mit fertigen Autorinnen nicht messen. Da fühle ich mich bescheiden. ;) Feedback hin oder her.

    Donnerstag, 19. Mai 2011 16:37
  • Kay Rivers

    Permalink

    Man merkt, dass Sie keine Autorin sind, liebe Nanni. ;D Jede Autorin sehnt sich nach Feedback und nicht nur danach, dass das Buch gedruckt wird. Der lesbische Literaturpreis ist die beste Gelegenheit, um Feedback auch von Leuten zu bekommen, die man gar nicht kennt und die deshalb ganz sicher nicht – wie einige wohlmeinende Freunde – einfach nur Beifall klatschen. Im Literaturpreis gibt es die Kritik, die einen als Autorin wirklich weiterbringt und einem zeigt, ob man auf dem richtigen Weg ist. Ich wollte schon jahrelang am Literaturpreis teilnehmen, hatte aber nie ein fertiges Buch, das ich einreichen konnte. Diesmal hat es nun geklappt.

    Donnerstag, 19. Mai 2011 15:04
  • Nanni

    Permalink

    „Küss mich Cowgirl“ 1-3, gehören mit zu meinen Lieblingsbüchern. Ebenso wie „babyface und die liebe.“ (Ich mache mal Werbung für ein anderes Buch, wenn nicht erlaubt, streichen.) Ich mag Western sowieso unglaublich gerne. John Wayne ist mein Held seit Kindheitstagen. Ich kenne all seine Filme. 8)

    „Küsse voller Zärtlichkeit“ ist bis jetzt auch wirklich nur mit sehr wenig zu vergleichen. Wenn überhaupt. Das Buch steht schon lange auf meiner persönlichen Bestenliste. Leider schon zu oft gelesen, es löst sich langsam. Hat aber den Effekt dass ich es nun auch in mehrere Teile lesen kann. :) Kann mir aber jetzt kein neues kaufen, da ich ja wohl nicht drumherum kommen werde, Tala Storm zu kaufen. Obwohl mich der Sex jetzt doch wieder etwas abschreckt! Frühling ist um! ;) Na ja, mal sehen.

    Was ich nicht verstehe, wenn Kay Rivers neues Buch so sehnlich erwartet wurde, dann war der LLP doch im Grunde für sie unnötig. el!es hätte ihr Buch doch so oder so gedruckt!

    Donnerstag, 19. Mai 2011 14:31
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