Was das lesbische Herz begehrt

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    Ruth Gogoll: Wie Honig so süß

    Im New York vorm Sezessionskrieg entwickelt sich eine unerwartete Beziehung zwischen der armen Näherin Emma und der reichen Lady Francie, die nach Kriegsausbruch auf eine harte Probe gestellt wird.
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Aus dem Blog

  • Software, die Lesben am Gesicht erkennt
  • Wie schreibt man einen Liebesroman? (Teil 1)
  • Virtuelle Romanwerkstatt

Als ich erfuhr, dass es jetzt angeblich eine Software geben soll, die Lesben und Schwule am Gesicht erkennt, kamen mir doch so einige Gedanken. 

Gesichtserkennung an sich ist ja mittlerweile nichts Neues mehr. Man kann sogar seinen Computer damit schützen oder den Zutritt zu Bereichen regeln, die nicht öffentlich zugänglich sein sollen.

Das funktioniert, weil jedes Gesicht ganz individuelle Merkmale hat. Kein Gesicht gleicht dem anderen hundertprozentig, genauso wie Fingerabdrücke. Der Computer beziehungsweise die Software muss also nur die einprogrammierten Merkmale eines bestimmten Gesichts wiedererkennen, damit sie entscheiden kann, ob diesem Menschen Zutritt gewährt werden soll oder nicht.

Für einen Computer ist das nicht schwieriger, als wenn ein Mensch eine Orange sieht und „Orange“ sagt. Es ist eine Zuordnung von zwei bekannten Dingen zueinander, einem Gegenstand und einem Wort oder im Fall eines Menschen eine Person und ein Name.

Aber wie ist es mit der sexuellen Orientierung? Kann man die wirklich am Gesicht ablesen?

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Da die Frage nach der Schreibwerkstatt in Buchform gestellt wurde, hier der Anfang dieses Buches. Das es noch nicht gibt, aber wahrscheinlich geben wird (wenn ich es schaffe, die Schreibwerkstatt hier unterzubringen ;)).

 

Einleitung

Zuerst einmal: Es gibt viele verschiedene Sub-Genres im Bereich des Liebesromans. Das ist für den Anfang sehr verwirrend. Für mich persönlich gab es diese Genrediskussion nie, ich wollte immer etwas schreiben, das im Hier und Jetzt spielt. Deshalb befasst sich dieser Ratgeber auch ausschließlich damit, was im Liebesromanbereich Contemporary heißt, also Gegenwartsliebesroman. Hinzufügen könnte ich als Untereinteilung höchstens noch: mit oder ohne Sex.

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Gerade stolperte ich über eine ganz interessante Idee, die aber leider schon wieder eingestellt wurde: eine virtuelle Romanwerkstatt, bei der sich alle Teilnehmerinnen immer zu einer bestimmten Zeit virtuell versammeln und dann gemeinsam schreiben.

Hier auf der el!es-Seite gibt es bereits eine Schreibwerkstatt, aber das ist mehr wie ein Buch, das man zu einer bestimmten Zeit lesen kann oder auch nicht, ohne Rückmeldung von anderen. Man kann sich mit Kommentaren beteiligen, aber auch da weiß man nicht, ob gerade jemand online ist, um das zu lesen, zu antworten, sich zu unterhalten. Der entscheidende Unterschied bei der virtuellen Romanwerkstatt ist, dass man sich zu einem festen Zeitpunkt verabredet, z.B. jeden Samstag von 10-12 Uhr. Genau zu dieser Zeit setzen sich alle hin und schreiben etwas zu einem vorgegebenen Thema (wenn man will) oder auch zu einem eigenen Thema. Danach stellt jede Teilnehmerin das in der Schreibwerkstatt ein, was sie von 10-12 Uhr geschrieben hat, und die anderen diskutieren darüber.

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Neueste Kommentare

Ruth Gogoll
Ja, das geht natürlich nur, wenn man freiberuflich tätig ist und zudem auch so gut verdient in den zwei Wochen, das...
Sima
Das kann ich ja mal meinem Arbeitgeber vorschlagen. Mal schauen, wie er das findet.

Aber für den NaNoWriMo könn...
Ruth Gogoll
2 Wochen Arbeit, 2 Wochen Pause - ein gutes Konzept. Ich überlege mir das vielleicht wirklich für die nächsten NaNo...

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Neue Welt 007

Obwohl sie kaum damit gerechnet haben konnte, Corey hier zu sehen, fing sie sich schnell wieder. Sie war vollständig angezogen, als ob sie gar nicht geschlafen hätte, kam zum Fenster und schob es auf.

Als Corey den Mund öffnete, legte Thora einen Finger auf ihre Lippen. Corey blieb stumm. Thora schwang sich aus dem Fenster, was ihr offenbar keine Mühe bereitete, und eine Sekunde später lagen sie sich in den Armen.

Nach einem kurzen Kuss legte Thora erneut einen Finger auf ihre Lippen und zog Corey mit sich fort.

»Was tust du hier?«, flüsterte sie so leise, dass Corey sie kaum verstand, als sie ein ganzes Stück hinter den Hütten zurückgelegt hatten.

»Ich suche dich«, flüsterte Corey ebenso leise zurück.

»Mich?« Thora wirkte erstaunt.

»Was dachtest du denn?« Corey strich lächelnd eine Haarsträhne aus Thoras Gesicht. »Dass ich dich im Stich lasse?«

Thora schüttelte den Kopf. »Du kannst nichts tun.«

»Ich könnte dich zur Erde entführen«, schlug Corey scherzhaft vor.

»Das würde auch nichts nützen.« Thoras Gesicht verzog sich zu einem sehnsuchtsvollen Lächeln. »So gern ich sie auch einmal sehen würde.«

»Was ist los, Thora?« Corey wurde ernst. »Was tut Dahn dir an?«

»Dahn?« Thora machte ein so unschuldiges Gesicht, dass Corey ihre schauspielerischen Fähigkeiten bewundern musste. Das hatte sie gar nicht in ihr vermutet. »Wie kommst du auf Dahn?«

»Wer sonst?«, fragte Corey direkt. Sie hatten keine Zeit für Spielchen. »Aber ich bin für jeden Vorschlag offen. Wovor oder vor wem hattest du Angst, als wir uns das letzte Mal unterhalten haben?«

Thora beantwortete die Frage nicht. »Du fliegst wieder zurück«, sagte sie stattdessen. »Alles, was auf diesem Planeten passiert, hat nichts mit dir zu tun.«

»Gewisse Entwicklungen in letzter Zeit vielleicht schon«, widersprach Corey. »Wenn ich daran denke, wie Dahn mich bedroht hat, dass ich die Finger von dir lassen soll . . .«

»Sie hat dich bedroht?« Thora schien erschrocken. »Das wusste ich nicht.«

»Womit hast du gerechnet?«, fragte Corey. »Nachdem du es ihr erzählt hattest?«

»Sie wusste es schon«, sagte Thora. »Als ich nach Hause kam.«

Für einen Moment war Corey sprachlos. »Das heißt, sie hat dich schon vorher überwachen lassen?« Erst langsam kam ihr diese Erkenntnis. »Hat sie das schon immer getan?«

Thora hob den Kopf und wandte ihr Gesicht gen Himmel. »Dahn war schon immer . . . sehr interessiert an mir«, sagte sie. Ihr Blick kehrte zu Corey zurück. »Wir sind zusammen aufgewachsen. Sie ist wie eine . . . Schwester.«

»Schlafen hier bei euch auch Schwestern miteinander?«, fragte Corey ohne Umschweife. »Ich meine . . . nicht nur im selben Bett.«

»Das«, Thora legte ruhig die Hände ineinander, »hat keine Bedeutung. Hatte es für mich nie.«

»Für Dahn aber schon, könnte ich mir vorstellen.«

»Ja.« Thoras Gesichtsausdruck änderte sich nicht.

»Damit hält sie dich ganze Nächte wach, nicht wahr?« Corey spürte, wie Eifersucht in ihr aufkeimte, was ganz ungewohnt war. Sie hatte sich immer bemüht, keine zu engen Bindungen einzugehen, da sie ohnehin nie lange an einem Ort blieb.

»Ich weiß nicht, was daran so wichtig ist«, bemerkte Thora ganz sachlich. »Außer dass es meine Arbeitskraft beeinträchtigt, wenn ich am nächsten Tag müde bin.«

»Vermutlich hast du recht.« Corey versuchte vernünftig zu sein. »Aber trotzdem ist es doch erstaunlich, dass du sie in dein Haus hast einziehen lassen, wenn du ohne sie diese Beeinträchtigung deiner Arbeitskraft nicht hättest.« Sie hob die Augenbrauen. »Und da bin ich nicht die einzige, die das nicht versteht.«

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People in this conversation

  • Sima
  • Alexa
  • Ruth Gogoll
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    Eine schöne Idee, Ruth, wieder jeden Tag einen Teil einer Geschichte auf die Homepage einzustellen.
    Sollen es denn auch nur 250 Worte sein, oder mehr?
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    Dienstag, 11. Juli 2017 0:40
  • Ruth Gogoll

    Alexa Permalink

    Nein, das mit den 250 Wörtern sollte ja nur zeigen, dass man auch damit einen langen Roman schreiben kann. Das habe ich ja mit »Wie Honig so süß« jetzt gezeigt. Diesmal habe ich das in Abschnitte von ca. 500 Wörtern aufgeteilt. Dann gibt es ein bisschen mehr zu lesen jeden Tag. Ist ja schon irgendwie netter. ;)

    Im Gegensatz zum ersten Teil, in dem es ja hauptsächlich darum geht, dass Corey Thora endlich von der Liebe überzeugt, geht es im zweiten Teil jetzt um die böse Dahn, die die große Liebe zerstören will – und auch sonst noch einiges anrichtet.

    Dienstag, 11. Juli 2017 9:25
  • Dafür, dass ich mich nicht als Fan von Science Fiction sehe oder als solchen bezeichnen würde, liest sich das doch mal richtig gut für den Anfang. :) Das könnte eine sehr unterhaltsame Reise werden. ;)

    Dienstag, 11. Juli 2017 10:55
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Erde gegen „Neue Welt“ – das ist manchmal gar nicht so einfach. Sex zu haben ist wie Bier trinken, und Eifersucht gibt es nicht. Wenn man dann trotzdem eifersüchtig ist, wie Corey, steht man ziemlich dumm da. Aber warum tut Thora das alles? Das ist jetzt die Frage.

    Montag, 10. Juli 2017 9:00

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