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Ruth Gogoll
Ob Miss Marple diese Uferböschung auch hinuntergeklettert wäre? 😏Henrietta hält nichts davon ab, den Fall zu lösen,...
Anja
😂 Das Henrietta zur Mörderin wird, glaube ich eher weniger. Auch wenn das Verhältnis der beiden Schwestern nicht wi...
Ruth Gogoll
Oh-oh, wird Henrietta jetzt selbst zur Mörderin? 😯
Irgendwann erwürge ich dich doch noch, dachte Henrietta. Euch a...

Was das lesbische Herz begehrt . . .

  • Julia Schöning: Einsatz zum Glück +

    Julia Schöning: Einsatz zum Glück

    Ein Fahrradunfall bringt Luisa und Oberärztin Christine zusammen, aber Ärztin/Patientin geht gar nicht, und da sind dann noch Christines schwierige Vergangenheit und ein intrigierender Oberarztkollege . . .
    BuchKindle ♥ und in allen ebook-Shops

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Auszüge aus der umfangreichen Schreibwerkstatt

  • Inhaltsangaben +

    Es gehört glaube ich in der Schule zum Lehrstoff der unteren Klassen, daß man lernt, wie man eine Inhaltsangabe schreibt. Deshalb haben wir bei der Ausschreibung für den Schreibwettbewerb vorausgesetzt, daß jede weiß, wie das geht.

    Die Inhaltsangaben, die wir bekommen haben, sind auf dem Internet zu lesen. Wie man

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  • Wer findet hierzu eine Geschichte (2)? +

    Wie wäre es mit einer neuen Geschichte?

    Ich wachte auf, weil ich ein Klopfen auf Glas hörte.
    Zuerst dachte ich, es wäre am Fenster, bis ich merkte, dass es wieder von hinter dem Spiegel kam …

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  • Schriftstellertraining, 2. Übung +

    Schreiben ist in erster Linie Handwerk. Damit verkünde ich nichts Neues, das habe ich selbst schon Dutzende Male gesagt, und andere Schreibratgeber Tausende. Aber trotzdem ist es wichtig, es immer wieder zu erwähnen, denn immer noch geistern bezüglich des Schreibens eine Menge Illusionen in den Köpfen herum. Zum Beispiel, dass

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  • Ein Jahr - Ein Roman +

    Bevor ich anfing Romane zu schreiben, habe ich mir schon hin und wieder Gedanken darüber gemacht, wie lange man dafür wohl braucht, für so einen Roman.

    Ich las beispielsweise, daß Margaret Mitchell für »Vom Winde verweht« zehn Jahre gebraucht hat. Aber sie hat auch nur diesen einen Roman geschrieben. Kein

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  • Backstory und Story +

    Auf Deutsch: Hintergrundgeschichte und Kerngeschichte. Die Unterscheidung dieser beiden Arten ist am Anfang oft ein großes Problem beim Schreiben.

    Als Faustregel könnte man sagen: Die Hintergrundgeschichte, Vorgeschichte, alles, was außerhalb der aktuellen Geschichte passiert oder passiert ist, ist das, was die Autorin wissen muss, die Leserin aber entweder gar nicht

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Neue Welt 013

Corey betrachtete sie aufmerksam. Es lag eine Spannung in jeder von Thoras Gesten, als ob sie alles kontrollieren würde und ihr das schwerfiele. »Als Regierungschefin musst du natürlich so reden«, warf sie ein. »Aber gibt es da nicht noch einige Aspekte, die auch wichtig sind? Persönliche Dinge? Gefühle?«

»Dafür hatte ich nie Zeit.« Erneut stand Thora auf, und diesmal hatte ihr Herumlaufen etwas Nervöses, wie eine Tigerin im Käfig. »Und auch kein Interesse. Es gehört nicht zu meinen Aufgaben.«

»Es gehörte auch nicht zu deinen Aufgaben, mit mir zu schlafen«, sagte Corey. »Trotzdem hast du es getan.« Sie lachte. »Und komm mir nicht wieder damit, dass du dich dazu im Rahmen der diplomatischen Beziehungen verpflichtet gefühlt hast. Das stimmt nämlich nicht. Du hast reagiert wie eine ganz normale Frau. Leidenschaftlich. Zärtlich . . .« Sie stand ebenfalls auf und versuchte Thoras Weg zu kreuzen, um sie aufzuhalten.

Thora wich aus und lief um sie herum.

Corey folgte ihr mit den Blicken und wartete auf eine Antwort.

»Weißt du, wem du das zu verdanken hast?« Abrupt blieb Thora stehen, schaute Corey aber nicht an. »Dahn.« Sie holte tief Atem. »Sie hat es mir erst ermöglicht, solche Empfindungen zu haben.«

In der Stille der Hütte klang es wie eine ans Ufer brandende Welle, als Corey nach Luft schnappte. Sheribon war wohl nicht ganz auf dem Laufenden gewesen mit ihrem Endlich. Thora hatte die Freuden der Liebe nicht erst mit Corey entdeckt.

Aber was bedeutete das schon? Nur durch Sheribons Ausführungen hatte Corey das angenommen. Nie zuvor war sie bei einer Frau auf die Idee gekommen, dass sie, Corey, ihr etwas gezeigt hatte, das sie zuvor nicht kannte. Und es hatte sie nie gestört. Warum auch?

»Deshalb bist du mit ihr zusammengezogen«, sagte sie. »Du liebst sie.« Das war ein Schlag. Aber vielleicht war es am besten so. Immer mehr kam es Corey zu Bewusstsein, dass eine Beziehung mit Thora doch keine Zukunft haben konnte. Wieso sollte sie sich etwas vormachen? Das hatte sie noch nie getan. Begegnungen mit Frauen waren Begegnungen auf Zeit, nicht mehr. Mal gingen sie tiefer, mal weniger tief, aber Bestand konnten sie niemals haben, weil Corey wieder abflog, in den Weiten des Universums nach neuen Abenteuern suchte.

»Liebe ist ein merkwürdiges Konzept«, entgegnete Thora nachdenklich. »Sowohl Dahn als auch du habt mir das klargemacht.«

Schief lächelnd schüttelte Corey den Kopf. »Unterscheiden Dahn und ich uns da nicht ziemlich?«

»Eigentlich nicht«, sagte Thora. »Ihr nehmt beide eure eigenen Empfindungen als entscheidend an. Egal, ob sie bei der anderen Person gegeben sind oder nicht.«

»Oh.« Das erschütterte Corey nun doch ziemlich. »Du meinst, ich habe dir meine Empfindungen . . . aufgezwungen?«

Auf einmal hob ein sanftes Lächeln Thoras Mundwinkel. »Nein«, sagte sie. »Es war wirklich . . . schön.« Das Lächeln verwandelte sich in einen traurigen Ausdruck. »Einmalig schön«, sagte sie. »Weil es nie mehr als das eine Mal geben wird.«

»Das hast du schon mal gesagt, und doch habe ich das Gefühl, dass du dir eine Wiederholung wünschst.« Corey legte fragend den Kopf zur Seite. Genauso wie ich, dachte sie. Aber nach Thoras Aussage würde sie nie mehr den ersten Schritt machen.

»Meine Wünsche«, Thora legte den Kopf in den Nacken, »sind dabei nicht maßgebend.«

»Auf diesem Planeten ist nichts anderes maßgebend«, widersprach Corey. »Du bist das Oberhaupt der Gemeinschaft. Jede einzelne Frau würde mir da zustimmen.«

»Bis auf eine.« Thoras Blick heftete sich auf Corey, und sie sah unendlich verwundbar aus. »Und die ist entscheidend.«

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    Auf einmal hob ein sanftes Lächeln Thoras Mundwinkel. »Nein«, sagte sie. »Es war wirklich . . . schön.« Das Lächeln verwandelte sich in einen traurigen Ausdruck. »Einmalig schön«, sagte sie. »Weil es nie mehr als das eine Mal geben wird.«

    Warum sagt Thora das? Warum will sie nichts mehr mit Corey zu tun haben?

    Sonntag, 16. Juli 2017 10:56

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