Trauen Sie sich zu, einen Roman »nach Vorgabe« zu schreiben?

Am 15. September ist unser Schreibwettbewerb für die erotischen Adventsgeschichten abgeschlossen, und da müssen wir uns natürlich Gedanken über den nächsten Schreibwettbewerb machen.

Wie wäre es mit folgendem: Wir geben eine Geschichte und ein paar Figuren vor, und Sie schauen, was Sie daraus machen können? Würde Sie das interessieren?

Beispiel:

Eine Professorin übernimmt in einem neu gegründeten Forschungsinstitut die Leitung. Sie hat sich mit einigen Widrigkeiten herumzuschlagen, z.B. mit ihrer Stellvertreterin, die eigentlich selbst die Leitung übernehmen wollte, aber übergangen worden ist. Zudem hat die Professorin sich gerade von ihrer langjährigen Lebensgefährtin getrennt, weil die sie betrogen hat. Die Lebensgefährtin hatte der Professorin vorgeworfen, sie wäre selbst daran schuld, denn sie wäre ja mit ihrer Arbeit verheiratet und hätte für eine Frau privat gar keine Zeit. Als mußte die Lebensgefährtin sich anderweitig umsehen.

Daraufhin hat die Professorin den neuen Job angenommen, weil der sie in eine ganz andere Ecke Deutschlands führt als die, in der sie bisher gelebt hat. So will sie ihre gescheiterte Beziehung vergessen.

In der neuen Position ist sie vielen Anfeindungen ausgesetzt, unter anderem auch von einer Studentin, die die Kompetenz der Professorin immer wieder in Frage stellt. Die Professorin merkt aber, daß sie sich zu der Studentin hingezogen fühlt. Aber da sie gerade erst eine Beziehung hinter sich hat, will sie keine neue eingehen.

Dann werden im Institut Forschungsergebnisse gestohlen, und die Studentin ist verdächtig. Sie verschwindet von der Bildfläche, und alle halten sie für schuldig.

Die Professorin kann das nicht so recht glauben, versucht sie zu finden . . .

Und nun schreiben Sie die Geschichte.

Da es sich um einen Romanwettbewerb handelt, sollte das Resultat mindestens 60.000 Wörter umfassen. Mehr können es natürlich immer sein. Ich würde sagen, ein halbes Jahr, dann sollte der Roman fertig sein. Abgabetermin wäre also der 31. März 2009.

Kommentare zu der Idee können hier abgegeben werden (keine Texte, nur Kommentare zu der Idee eines »Romans nach Vorgabe«). Man könnte aus der Professorin auch  eine Pilotin machen, eine Unternehmerin, eine Politikerin, eine Ärztin, eine Richterin o.ä. Und die anderen Figuren entsprechend anpassen. Momentan ist noch alles offen. Hier oben das ist nur ein Beispiel wie gesagt.

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  • Juli
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  • Juli

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    Stöbern macht Spaß, da findet man die wunderbarsten Einträge ;)
    Ich glaube ich würde mich mal an einer "Auftragsarbeit" versuchen wollen.
    Als P&P-Rollenspielerin schreibe ich sowieso den ganzen Tag, nur eben nie allein. Man konzentriert sich voll auf eine Figur und wird von der zweiten Schreiberin mit der zweiten Figur gefüttert. Reizen würde es mich dennoch.^^
    Falls es denn noch aktuell und so ist^^

    Donnerstag, 11. Juli 2013 11:52
  • Vielleicht wäre es wirklich ideal, wenn sich da zwei oder mehr Rollenspielerinnen finden würden, die sich gegenseitig "füttern". Diese Geschichte allein zu schreiben wäre der normale Weg, wie man einen Roman schreibt. Das geht natürlich auch. Wichtig ist, dass das Ergebnis Romanlänge hat. Wir nehmen jederzeit Manuskripte an, dazu ist kein Wettbewerb erforderlich.

    Donnerstag, 11. Juli 2013 12:02
  • Das Problem ist eher, dass man ein Rollenspiel nicht so wirklich in das Format eines Romans bekommt. (Sonst könnt ich spontan 100.000 Wordseiten Rollenspiel anbieten ;) )Aufgrunddessen, dass es eben aus 2 Perspektiven geschrieben wird. Einen Roman finde ich sehr unruhig wenn er aus mehr als einer Perspektive kommt.
    Allerdings werde ich meine aktuelle mal anschreiben und sie fragen was sie davon hält. Vielleicht fällt ihr dazu ja spontan was ein. :)

    Donnerstag, 11. Juli 2013 12:42
  • Ja, das ist richtig, ein Roman verlangt eine ganze Menge mehr als ein Rollenspiel. Aber unruhig ist ein Roman aus mehreren Perspektiven nur, wenn er schlecht geschrieben ist. Oder ist "Neptuns Tochter" etwa unruhig, obwohl die Perspektive wechselt? Oder andere Romane von el!es, in denen das auch der Fall ist? Wenn die Autorin ihr Handwerk versteht, kann sie durchaus Perspektivwechsel als stilistisches Mittel einsetzen. Wenn sie nichts vom Handwerk versteht, sollte sie es allerdings tatsächlich besser lassen, das ist wahr. :)

    Donnerstag, 11. Juli 2013 12:57
  • Das nenne ich nun mal eine Fangfrage ;)
    Ich persönlich empfinde es als angenehmer zu lesen, wenn ich mich auf eine Figur konzentrieren kann.
    Bei den El!es-Romanen fällt mir spontan keiner ein in denen die Perspektivwechsel mich gestört hätten.
    Allerdings habe ich schon oft Romane gelesen (in einem Leben vor El!es ;) ) in denen ich die Bücher schon beiseite legen wollte, weil ich überhaupt nicht mit klar kam.
    Aber wie Sie schon sagen, ist es wahrscheinlich wirklich davon abhängig, ob der/die Schriftsteller/in es glaubhaft und vor allem fließend vermitteln können.

    Bzw. um noch einmal auf das Beispiel Rollenspiel zu kommen:
    je nach dem was es für ein Rollenspiel ist hat ja nicht jeder Text 30-40 Zeilen. Da gibt es auch immer wieder Abschnitte wo ein Part kürzer schreibt.
    Aber ich lass mir das alles mal durch den Kopf gehen. Eine Anfangsidee hät ich sogar aber bevor daraus eine Kurzgeschichte, geschweige denn ein Roman, wird fließt noch einiges Wasser die Spree hinab.
    Aber der Ehrgeiz ist geweckt, mal schauen was darauß wird. :D

    Donnerstag, 11. Juli 2013 14:58
  • C.Fox

    Permalink

    ...daß ich keine Ideen hätte - es liegen noch drei angefangene Romane bei mir herum, die darauf warten, fertiggestellt zu werden. Aber ich werde diese Vorgabe mal im Auge behalten und sicher was draus machen.
    Habe da schon so eine Idee...

    Montag, 11. Oktober 2010 14:45
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Bis jetzt hat sich jedoch noch keine Autorin gemeldet, die solche »Arbeitsaufträge« möchte. Insofern denke ich, daran und auch am quasi »gemeinsamen« Schreiben eines Romans besteht kein Interesse.

    Donnerstag, 7. Oktober 2010 20:45
  • Juliette

    Permalink

    Mir ist gerade mal eingefallen, dass das Thema "Romane nach Vorgabe" doch etwas für ein geschlossenes Autorinnenforum wäre. Dort kann gemeinsam am Plot gefeilt werden und Sie können gewissermaßen "Arbeitsaufträge" verteilen, falls es Autorinnen gibt, die zwar schreiben möchten, aber noch eine Anregung bräuchten.

    Donnerstag, 7. Oktober 2010 19:48
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    »Freie« Romane, sprich einen Roman mit eigenen Vorstellungen, eigener Geschichte und eigenen Figuren, kann man ja jederzeit schreiben und an uns schicken, darüber freuen wir uns sehr. Wir möchten jede Autorin, die so etwas plant, ermutigen, ihren Roman zu schreiben.
    Allerdings bekommen wir auch sehr viel Fanfiction, und da werden die Figuren und Strukturen verwendet, wie sie beispielsweise von »Xena«, »Voyager« oder anderen Serien vorgegeben werden. So scheint es uns, daß es einigen Autorinnen leichter fällt, wenn sie schon ein vorgegebenes Umfeld haben. Diesen Autorinnen wollten wir auch eine Chance geben, denn auch bei Fanfiction kommt oftmals doch eine sehr gute Geschichte heraus, auch wenn sie auf vorgegebenen Figuren basiert.

    Die weiteren Ideen, Thema vorgeben, Baukastensystem usw. sind auch gut. Die kann man dann ja in einem separaten weiteren Wettbewerb verwenden. Es soll jede Autorin auf ihre Art arbeiten können und ihre Chance bekommen, das wäre das Ziel.

    Samstag, 13. September 2008 11:03
  • Juliette

    Permalink

    An sich ist die Idee nicht schlecht, aber ich fände es wohl doch schöner, wenn man mehr Freiheit hätte. Dann kommt doch am Ende eine viel größere Vielfalt an Texten heraus.
    Bei dieser Romanausschreibung 'nach Vorgabe' hätte der Verlag am Ende beispielsweise 20 inhaltlich mehr oder weniger identische Texte, von denen aber doch nur einer gedruckt werden kann. 19 Autorinnen sind dann 'nur' auf Platz 2. Das kann dann doch ein wenig enttäuschend sein, da für viele Anfängerinnen so ein ganzer Roman doch schon eine große Herausforderung ist und viel Arbeit darin steckt.
    Außerdem stelle ich es mir schwierig vor, mich in Handlungsstrukturen hineinzudenken, die nicht von mir sind. Inspirierender fände ich da vielleicht ein Thema, z.B. 'Gewalt & Liebe' oder 'Irrtum mit Folgen' oder ähnliches, sodass man eine Linie verfolgen muss, aber sich inhaltlich doch noch austoben kann.

    Samstag, 13. September 2008 0:49
  • Isabell

    Permalink

    Also, wenn sich der weißen Streifen senkrecht entlang des Monitor wieder verpfeift, dann versuch ich es auch mal. Geht aber bitte nicht von etwas großem aus *lach*
    Es wäre dann mein 1. und -dann wohl auch unweigerlich- letzter Versuch... :D

    Samstag, 13. September 2008 0:40
  • Maren

    Permalink

    Was mir noch eingefallen ist, als ich eben noch mal das hier:

    Man könnte aus der Professorin auch eine Pilotin machen, eine Unternehmerin, eine Politikerin, eine Ärztin, eine Richterin o.ä. Und die anderen Figuren entsprechend anpassen.

    gelesen habe, wie wäre es denn, den Wettbewerb im Baukastensystem auszuschreiben? Also als Hauptfigur eine Frau mit einem der oben genannten Berufe, für die zweite Hauptfigur auch mehrere Wahlmöglichkeiten. Fürs Setting dann auch und vielleicht auch unterschiedliche Konfliktideen (wird angeklagt, wird von einem Verbrecher verfolgt, bekommt eine Erbschaft, die aber nur Ärger bringt usw.).
    Dann wäre es individueller und man könnte mehr nach eigenen Vorlieben aussuchen.

    Freitag, 12. September 2008 23:03
  • Maren

    Permalink

    Also ich würde gerne mitmacheni, längere Texte fallen mir sowieso leichter als kurze, irgendwie sind mir die Figuren dann vertrauter und das ganze Beschreiben erscheint mir einfacher, als wenn ich nur 5 Seiten darf.

    Freitag, 12. September 2008 13:08
  • Julia

    Permalink

    Ich finde die Idee zwar nicht so schlecht, aber ich denke ich würde eher nicht mitmachen, einfach weil ich einen ganzen Roman für mich zu viel fände.

    Ich habe noch ein anderes Projekt, an dem ich gerne weiter arbeiten würde und das würde mir dann zu viel werden, ich würde es auf keinen Fall schaffen.

    Das hat nichts mit "trauen" für mich zu tun, die Grundidee der Geschichte finde ich ganz gut (eine Ärztin als Hauptperson würde mir natürlich besser gefallen ;) ), aber ich könnte mir vorstellen, da es nicht "meine" Idee ist, würde ich vielleicht einen Roman nicht durchhalten.

    Bei Kurzgeschichten sieht das anders aus.

    Aber nun ja. Vielleicht sehen andere das ja auch etwas anders :)

    LG
    Jule

    Freitag, 12. September 2008 7:57

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