Plotentwicklung – 1. Der Aufhänger

Als ich gestern den siebten Teil des Kurzgeschichtenratgebers hier einstellte, kam mir die Idee, daß das doch ein guter Ausgangspunkt für eine Schreibübung wäre: Wie entwickle ich einen Plot?

In der Tat ist Plotentwicklung eins vom schwierigsten, das es gibt. Ideen bekommt man schnell. Man schaut einfach in seine eigene Nachbarschaft, in die Zeitung oder ins Internet. Da passiert jeden Tag etwas. Der Aufhänger eines Zeitungssartikels könnte zugleich auch der Aufhänger für eine Geschichte sein.

Aber wie mache ich aus diesem Aufhänger dann eine Geschichte? Wie entwickle ich den Plot?

In »Wie man eine Kurzgeschichte schreibt – Teil 7« werden einer nach dem anderen die Punkte genannt, die man beachten und abarbeiten muß. Da ist zuerst einmal der »Aufhänger«, wie schon gesagt. Was könnte ein guter Aufhänger sein?

Ein guter Aufhänger sollte dramatisch sein und die Leserin gefühlmäßig ansprechen. Wenn irgendwo ein Wolkenkratzer gesprengt worden ist, ist das auf eine gewisse Art schon spannend, aber sicherlich kein Ereignis, das eine ganze Geschichte füllen kann.

Was aber ist mit den Menschen, die mit dieser Sprengung zu tun haben? Mit deren Familien? Menschen sind immer spannend und haben Schicksale. Das ist ein guter Aufhänger.

Sicherlich könnte man auch als Aufhänger nehmen, daß jemand bei der Sprengung verletzt wird oder sogar stirbt. Ein Mensch stirbt unter den zusammenstürzenden Betonmassen, und die Familie, Freundin, Geliebte will Rache nehmen.

Eher ein negatives Thema, aber auf jeden Fall spannend. Und garantiert äußerst dramatisch.

Ich persönlich schreibe nicht gern Geschichten, in denen Menschen sterben, deshalb würde ich nach einer positiveren Variante suchen.

Auch ein sehr klassisches Thema wäre das »menschliche Dreieck«. Also drei Menschen, die irgendwie miteinander verbunden sind, entweder durch Liebe, durch Sex, durch gemeinsames Schicksal, durch zufällig miteinander verkettete Ereignisse oder Orte, die sie zusammenführen.

Am klassischsten ist sicherlich das »Liebesdreieck«: Zwei Männer sind in dieselbe Frau verliebt oder zwei Frauen sind in denselben Mann verliebt.

Für uns bei el!es jetzt nicht so brauchbar, aber wir können es ja abwandeln in: Zwei Frauen sind in dieselbe Frau verliebt.

Wie wäre es zum Beispiel mit der Ingenieurin, die den Abbruch des Hauses plant? Sie ist selbstverständlich ein eher bodenständiger Typ, hat seit vielen Jahren eine Frau und vielleicht sogar Kinder.

Nun kommt die Besitzerin des Hauses hinzu – sie hat das Haus kürzlich geerbt und will es abreißen lassen, um viele kleine Häuser auf dem Areal zu bauen, die ihr viel Geld einbringen werden, denn Geld ist für sie wichtig –, eine »femme fatale«, die nichts im Sinn hat als ihr Vergnügen und das Durchsetzen ihres eigenen Willens, ihrer eigenen Vorstellungen, die Befriedigung ihrer Wünsche.

Logischerweise ist sie eine sehr attraktive Frau – zumindest, wenn sie geschminkt ist – und sieht in der Ingenieurin eine geeignete Beute. Die »femme fatale« mag Frauen, die Ahnung von Dingen haben, von denen sie nicht das geringste versteht. Das fasziniert sie. Solange, bis sie die Frau hat. Alles, was sie schon kennt, wird für sie schnell langweilig.

Also der Aufhänger der Geschichte ist: Bodenständige Frau wird von femme fatale verführt.

Was geschieht nun? Was fällt Ihnen beim Brainstorming zu dieser Geschichte ein?

Gehen Sie vor wie in »Wie man eine Kurzgeschichte schreibt – Teil 7« beschrieben und schreiben Sie Ihre Ideen hier als Kommentar hin.

Das Brainstorming verschiedener Personen zum selben Thema ist meist sehr befruchtend. Eins führt zum anderen. Also wäre es schön, wenn sich viele an diesem Brainstorming beteiligen würden.

Wenn die Ideen dann gesammelt sind, entscheiden wir uns für eine und entwickeln den Plot aus dieser Idee weiter.

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  • Yari
  • Ruth Gogoll
  • Maren
  • Petra aus Sachsen-Anhalt
  • Juliette
  • Julia
  • Ruth Gogoll

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    Ich glaube, der Knackpunkt ist dieser Begriff »Realität«. Anscheinend meinen viele Leute, ein Buch wäre nicht gut oder nicht lesenswert, wenn es nicht die Realität widerspiegeln würde.
    Das Konzept meines Verlages war ja aber von Anfang an ein anderes, und ich denke, nicht nur Julia (Danke, Julia :)), sondern auch andere Leserinnen wissen das zu schätzen.
    Wer realistische, deprimierende oder auch männerbezogene Bücher lesen möchte, kann das bei anderen Verlagen zur genüge. Von dieser Art Literatur gibt es genug.
    Wir hier bei el!es möchten zu dieser überwältigenden Mehrheit, zu all diesen Standardabläufen und Klischees, jedoch ein – wenn auch leider nur kleines – Gegengewicht bilden, denn positive, romantische, glücklich endende lesbische Bücher ohne Männer gibt es noch lange nicht genug und kann es nie genug geben. 8)

    Montag, 31. August 2009 21:35
  • Julia

    Permalink

    Auch wenn diese Diskussion etwas off-topic ist (das eigentliche Thema ist ja anderseits auch schon quasi „abgelaufen“):

    Sicherlich hätte/habe ich nichts dagegen, wenn Männer als Randfiguren und Ex-Partner auftauchen, aber ich genieße an den elles-Büchern GERADE, dass da am Ende zwei Frauen zusammen glücklich werden und sich da keine Männer mehr einmischen. Ich finde, das kommt nämlich in anderen Büchern und vor allem Filmen allzu oft vor: Frau verliebt sich in Hete, die trennt sich von ihrem Mann, ist mit der Frau glücklich, ABER am Ende geht sie immer wieder zurück ... Das brauche ich gerade nicht.

    Also, meinetwegen mehr Männer als beste Freunde oder meinetwegen auch als Ex-Partner, aber sicherlich nicht mehr :) .

    Das wollte ich mal gesagt haben ;) .

    Liebe Grüße
    Jule

    Montag, 31. August 2009 21:14
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Diese Konstellation kommt ja schon sehr oft in unseren Büchern vor, insofern ist das nichts Neues. Für mich ist das allerdings keinerlei Realitätsbezug, weil ich eben nie Interesse an Männern hatte. ;)
    Und außerdem: Wieso Realität? Ich möchte schöne lesbische Liebesgeschichten lesen und herausbringen. Mit Realität muß das nichts zu tun haben. Obwohl es natürlich schön ist, wenn sich die Geschichten in unseren Büchern auch in der Realität wiederholen.
    Ansonsten sollen es einfach nur schöne Träume sein.

    Montag, 31. August 2009 18:10
  • Wenn wir so weitermachen, brauchen wir noch ein Forum :)
    Männer - ganz einfach... Meine Freundin war gerade erst in Scheidung, als ich sie kennen gelernt habe. Die zuvor... ich sag es nicht.
    Ich kenne es zwar (zum Glück) nicht umgekehrt, aber warum verschließen wir uns da vor einer Möglichkeit? Es gibt ja doch nur sehr, sehr wenige Lesben, die nie etwas mit einem Mann zu tun hatten.

    Bezogen auf die Bücher sollte es also jede verstehen. Und sich sogar der Kreis der Leser vielleicht ein wenig erweitern.

    Wir denken ja nicht einmal wie das lustige "Lesbiero" Beispiel. Aber gelegentlich könnte doch zumindest die Randbeziehung zum Ex noch auftauchen. Es wäre mit etwas Realitätsbezug.

    Montag, 31. August 2009 17:55
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    ich finde wir brauchen einfach einmal mehr männer hier

    Ja, das finde ich auch. Ich habe die Männer als Liebhaber in meinem Leben immer schon schmerzlich vermißt. :D
    Was soll denn so ein Kommentar auf einer lesbischen Seite? %)

    Sonntag, 30. August 2009 21:22
  • version 1: frau bodenständig ist nur noch bei ihrer frau, weil sie schon lange nicht mehr genug geld verdient sich überhaupt eine trennung zu leisten. sie beginnt daher die wildeste affäre mit der neuen auftraggeberin. aber nur, um den auftrag zu bekommen. ideale hin oder her, schön und gut, geld ist doch besser. frau bodenständig übernimmt den auftrag, beginnt also eine heisse affäre mit der bauherrin, betrügt frau und nebenfrau und heiratet dann mit dem geld ihren praktikaten.
    ich finde wir brauchen einfach einmal mehr männer hier. männer dürfen die frau an eine frau verlieren, warum nicht auch mal umgekehrt.

    version 2: frau bodenständig begeistert die böse für ein absolutes öko projekt. in einer großen traum-wohn-wg leben dann alle weiter. in einer absoluten liebeskommune so zu sagen.

    Sonntag, 30. August 2009 21:06
  • Yari

    Permalink

    4. Die femme fatale will immer noch ihr Haus abreißen lassen, um dort größeren Gewinn mit anderen Bauten machen zu können. Leider wurden bei den Vorbereitungen zum Abriss denkmalschutzwürdige Bestandteile entdeckt, so ganz alte wertvolle Fliesen und ähnliches aus der Vorkriegszeit, leider wurde das Denkmalamt verständigt und nun steht da die bodenständige und vor allem Sachverständige vor der Tür, um den Abriss des Hauses zu stoppen. Die femme fatale ist davon wenig begeistert und von dieser Frau noch viel weniger…
    Als sie jedoch zufällig mitbekommt, dass diese Frauen, ebenso wie sie, dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt ist, beginnt sie die bodenständige Sachverständige mit ihrem Charme bezaubern zu wollen, um so den Abriss des Hauses doch noch durchzusetzen.
    Auch wenn sie, einer ihr Ziel- die Verführung erreicht, so lässt sich die Sachverständige aber dadurch in ihrem Urteil nicht beeinflussen. Die femme fatale ist auf der einen Seite wütend, da ihre Pläne durchkreuzt wurden, aber auf der anderen Seite imponiert ihr diese Frau auch, für die sie, was sie sich zunächst jedoch nicht eingesteht doch etwas empfindet… Zum Schluss finden sie die Liebe und wohl auch einen Kompromiss für das Baugrundstück.

    Freitag, 14. August 2009 12:05
  • Yari

    Permalink

    So nun noch ein paar kürzere Ideen:

    1. Nachdem die Bodenständige durch die femme fatale verführt wurde, verliebt sich diese ungewollt in die Bodenständige. Doch dann passiert ein schrecklicher Unfall bei der Sprengung, die Bodenständige wird schwer verletzt und landet im Rollstuhl. Es stellt sich heraus, das die femme fatale daran eine Mitschuld hat, weil sie aus Sparsamkein gewisse Sicherheitsbestimmungen umgangen hat. Die femme fatal kümmert sich rührend um die Bodenständige, doch die stößt sie zurück, da sie nicht daran glaubt, dass sich die femme fatal sich verliebt hat oder dies überhaupt kann. Sie denkt, diese hat nur Schuldgefühle, Angst vor einer schlechten Presse, einem Prozess und geschäftlichen Verlusten.

    2. oder: Femme fatale die wieder an den Sicherheitsvorkehungen gespart hat, wird bei der Sprengung selbst verletzt. Die Bodenstänige gibt sich daran Mitschuld, weil sie nicht genug kontrolliert hat.
    Auch wenn sie starke Gewissensbisse gegenüber ihrer Frau hat, läd sie die femme fatale ein, die noch Pflege braucht, bei ihr/ihnen zu wohnen, um sich zu erholen.
    a) sie erkennt was sie an ihrer Frau hat, machdem sie femme fatal nun auch ungeschminkt um sich hat,
    die nur kommandiert und ihr wahres Gesicht zeigt.
    b) sie kann der Frau nicht widerstehen und verläßt letzten Endes ihre Frau, da sie erkennt, das ihre Liebe und Leidenschaft schon längst verfolgen ist.
    c) femme fatale erkennt, wie wichtig Familie und Liebe ist und verliebt sich in eine gute Freundin, die unerwartet zu Besuch kommt.
    d) eine Beziehung zu Dritt :-)

    3. bei der Sprengung wird ein Kind verletzt, wieder ist es auch die Schuld der Femme Fatale. Sie ist zwar eine harte Geschäftsfrau, aber hat auch ganz versteckt ein Herz für Kinder. Ihre eigene Kindheit hat sie nur so hart werden lassen und nun kommen die Erinnerungen hoch. Das Kind, wie sich herausstellt, war aus dem Heim abgehauen und hat sich im Abrisshaus versteckt. Aus Schuldgefühlen nimmt sie es auf und pflegt es. Allerdingt hat Sie keine Ahnung von Kindern und auch keine Freunde, nur von der Ingenieurin, die Sie ja verführt hat, weiß sie, dass diese ein Kind hat...aber auch eine Freundin. Trotzdem bittet Sie diese, ihr zu helfen, mit dem Kind klar zu kommen... Die Freundin der Ingenieurin ist nicht sehr begeistert, aber die Ingenieurin stimmt der "Hilfeleistung" zu, denn insgeheim möchte sie die femme fatale wieder sehen...

    Mittwoch, 12. August 2009 23:46
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ob kürzer oder länger ist für unsere Übung hier eigentlich egal. Und wie auch schon gesagt wurde, ist dieses Thema genauso für eine Kurzgeschichte wie für einen Roman geeignet. Es kommt nur darauf an, Ideen zu sammeln.

    Da wir im Verlag momentan sehr viel zu tun haben, verschiebe ich die Abstimmung mal auf nächste Woche. Bis dahin können also noch Ideen hinzukommen. Dann machen wir eine Abstimmung, welches der Themen die Leserinnen unserer Seite hier weiterentwickelt haben wollen. Alle Ideen, die bisher gekommen sind, sind gut, wir könnten jede einzelne nehmen. Das ist also kein Qualitätsurteil. Aber wir können eben nur eine Geschichte weiterverfolgen als Übung.

    Mittwoch, 12. August 2009 14:41
  • Julia

    Permalink

    Ähm .... Mal ne blöde Frage: Ich hatte die Aufgabe so verstanden, dass wir erst mal allgemein Ideen (quasi die Geschichte in einem Satz) sammeln und danach dann gemeinsam daraus einen Plot entwickeln?! Deswegen sind bei mir auch nur so kurze Sätze daraus geworden (abgesehen davon, dass ich etwas das mit dem gesprengten Haus "ignoriert" habe ...

    Nun ja, ist ja auch im Prinzip egal, ist ja schön, dass hier ein paar Frauen mitgemacht haben :)

    Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    LG
    Jule

    Mittwoch, 12. August 2009 13:45
  • Yari

    Permalink

    Mein Plot ist etwas lang, wohl nix für eine Kurzgeschichte, dass hatte ich übersehen...
    Aber da er jetzt fertig ist, schicke ich ihn einfach, es ist dass, was mir so beim Lesen und der Anleitung in den Kopf gekommen ist. Weicht auch etwas von der wohl eher "gewollten" Richtung ab, aber wenn der Kopf stürm ist der Schreiber machtlos ;)

    Die (bodenständige) Sprengmeisterin hat sich nach vielen Annäherungsversuchen vor der attraktiven Hausbesitzerin betören lassen und eine Nacht mit ihr verbracht. In ihrer Vorstellung war eine erfolgreiche Geschäftsfrau, wie diese, immer das „Richtige“ an ihrer Seite.
    Jedoch macht sich ganz langsam die Erkenntnis breit, dass diese viel mehr an den Geschäftsbilanzen hängt, als an den Menschen und deren Schicksalen. Sie gerät ist Zweifeln, ob ihre „Traumfrau“ wirklich das Richtige für sie ist. Eine Frau die keine Freunde hat und auch kaum Zeit und wenig Sinn für Romantik. Jedoch ist sie noch zu sehr geblendet.

    Zur selben Zeit liegt im Krankenhaus am anderen Ende der Stadt eine ältere Frau die schwer erkrankt ist (dem Tode nah) und gerade Besuch von ihrer (führsorglichen und empfindsamen) Tochter hat. Sie erzählt ihr ein lang gehütetes Geheimnis, die Geschichte ihrer großen heimlichen Liebe zu einer Frau, der damaligen Nachbarin- was jedoch ihr Vater nie erfahren sollte, von zahllosen Liebesbriefen und wunderbaren Erinnerungen und von einer kleine Schachtel, versteckt im Stromkasten ihres damaligen Hauses gefüllt mit all den Briefen und Erinnerungen.
    Der Tochter wird jetzt erst klar, warum ihre Mutter sie immer bestärkt hatte, zu ihrer Vorliebe für Frauen zu stehen.
    Die Erinnerungen an die damalige Zeit mit der einfühlsamen Nachbarin werden bei der Mutter wieder lebendig und sie erzählt ihrer Tochter von dem Wunsch, doch diese Schachtel so gerne am Tag ihres Todes mit sich nehmen zu können, als Erinnerung für die schönste Zeit ihres Lebens.
    Da ihre Tochter ihr den Wunsch erfüllen will und von den Beschreibungen dieser tiefen Liebe, die Sie leider noch nie erlebt hat, bezaubert ist, fährt sie zum damaligen Wohnhaus. Dort angekommen stellt Sie fest, dass das Haus verlassen und abgesperrt ist, von der geplanten Sprengung bekommt sich jedoch in ihrer Eile nichts mit.
    Sie geht also in das Haus, um die Schachtel voll mit den Erinnerungen ihrer Mutter zu holen, während eine Frau, die Sprengmeisterin, außerhalb des Zaunes den Countdown zur Sprengung freigibt.
    Sie findet die Schachtel und verlässt gerade dass Haus, wobei Sie durch Zufall von der Sprengmeisterin gesehen wird.
    Im letzten Moment gelingt es dieser, sie zu erreichen und Sie vor den fallenden Trümmern in Sicherheit zu bringen.
    Die Sprengmeisterin ist außer sich vor Wut und nicht gut auf sie zu sprechen, beide sind zwar mit dem Leben davon gekommen, doch die Sprechmeisterin hat sich am Knöchel verletzt und wird ist Krankenhaus gebracht. Besuch von der attraktiven Hausbesitzerin bekommt sie dort nicht. Als sie auch noch erfährt, dass diese von ihrem Unglück wusste und sich trotzdem nicht gemeldet hat, erkennt sie niedergeschlagen, dass diese Frau wohl nicht die erhoffte Traumfrau sein kann. Sie beschließt sich von dieser zu trennen.

    Die Tochter bringt die Schachtel zur Mutter, für die dies das größte Geschenk auf Erden ist.
    Von Schuldgefühlen geplagt, begibt sich die Tochter auch zum Besuch ins Krankenhaus, um die Sprengmeisterin zu besuchen und sich bei ihr für die Rettung zu bedanken.
    Nach anfänglicher Ablehnung nähern sich die langsam an und eine freundschaftliche Beziehung beginnt sich zu entwickeln. Vor allem, als die Sprengmeisterin von den Hintergründen der „Hausbegehung“ erfährt.

    Da taucht jedoch die attraktive Hausbesitzerin wieder auf, die es nicht akzeptiert verlassen zu werden und die ihre körperlichen Vorzüge geschickt einsetzt, um die Sprengmeisterin an sich zu binden. Sie versucht, um einen Keil zwischen die neue Freundschaft zu treiben, mit einer Intrige, die beiden von einander zu entfernen. Mit einer Unterschrift unter eine Vollmacht, die die Sprengmeisterin aber für etwas ganz anderes hält, beauftragt sie einen Rechtsanwalt eine Schadenersatzklage gegen die „Tochter“ zu führen.
    Daraufhin ist die Tochter enttäuscht, dass die Sprengmeisterin ihr nicht davon erzählt und auch nicht mit ihr geredet hat und zieht sich zurück. Ihr Herz schmerzt dabei mehr las sie es sich vorgestellt hat. Sie erkennt, dass sie sich unglücklicherweise in die Sprengmeisterin verliebt hat. (Zudem hat ihre Mutter sie nun auch noch endgültig verlassen.)

    Die Sprengmeisterin ist traurig und versteht es nicht, dass sich ihre neue Freundin zurückgezogen hat. Sie beginnt die Liebe und fürsorgliche Frau immer mehr zu vermissen und besteht sich ein, dass da wohl mehr als nur Freundschaft im Spiel ist. Sie ist hin und her gerissen in ihren Gefühlen und durcheinander. Als sie jedoch hinter die Intrige kommt, beendet sie sofort die Beziehung mit der attraktiven Frau und erkennt nun endgültig deren Charakter und dass sie nur ein Spielzeug war, was diese sich nicht wegnehmen lassen wollte. Eitelkeit und Besitzdenken nicht Liebe waren ihre Motive.

    Nun die wahre Liebe erkannt, macht sie sich auf den Weg diese zu erobern, in der Hand eine Schachtel mit dem ersten Liebesbrief…

    ;)

    Mittwoch, 12. August 2009 3:33
  • Ruth Gogoll

    Permalink

    Ich würde sagen, wir warten vielleicht noch diese Woche ab, ob es noch mehr Vorschläge gibt, und dann machen wir mal wieder hier online eine Abstimmung, welchen der Vorschläge wir weiterverfolgen sollen. Dann nehmen wir den Vorschlag, für den die meisten stimmen, und entwickeln die Geschichte weiter.

    Dienstag, 4. August 2009 20:27
  • Maren

    Permalink

    Hab es auch mal versucht, schöne Geankenspielerei, macht Spaß:


    1.Bei einer Explosion wird auch die gesamte Wohnung der Bodenständigen zerstört. Als sie von ihrer Arbeit nach Hause kommt, sieht sie nur noch Trümmerhafen, wo einst das Haus stand, alles ist zerstört. Zwar zahlt die Versicherung, doch sie braucht schnell eine Bleibe.

    2.Damit sie nichts ins Hotel muss, reist sie zu ihrer Schwester, doch deren Wohnung ist winzig und beide gehen sich schnell auf die Nerven. Die Schwester bringt die Bodenständige mit einer Arbeitskollegin von sich in Kontakt, denn die hat ein großes Haus mit leerstehender Dachwohnung, für die sie aktuell einen Mieter sucht.

    3.Die Bodenständige freut sich riesig und zieht so schnell wie möglich ein. Die Hausbesitzerin ist sofort Feuer und Flamme von ihrer neuen Mieterin. Doch jegliche Annäherungsversuch wird im Keim erstickt, denn die Bodenständige will keinen Sex ohne Liebe, für sie muss es eine feste Beziehung sein.

    4.Die femme fatale allerdings gibt nicht auf. Sie lässt zwar die deutliche Anmache sein, doch als die Bodenständige eines Abends mit ihr ein Gläschen Sekt trinkt und dabei über das zerstörte Haus (wodurch ja auch viele persönliche Sachen verloren gingen) redet, bietet sie ihr eine Schulter zum Anlehnen. Eigentlich hatte die femme fatale gute Absichten und wollte wirklich nur zuhören, doch als die vom Alkohol leicht enthemmte Bodenständige sich an sie schmiegt, ist es mit den guten Absichten vorbei.

    5.Die beiden landen im Bett, erleben eine heiße Nacht. Am nächsten Morgen ist die Bodenständige entsetzt darüber, was sie getan hat; nie zuvor hat sie sich so gehen lassen, nie vorher einfach so mit einer Frau geschlafen, die sie nicht liebt und mit der sie keine Beziehung hat. Die femme fatale sieht das viel lockerer, für sie ist Sex ein erprobter Stimmungsaufheller.

    Könnte dann natürlich noch weiter gehen, aber so in etwa könnte ich mir das bis zur erfolgreichen Verführung gut vorstellen.

    Freitag, 31. Juli 2009 19:25
  • Petra aus Sachsen-Anhalt

    Permalink

    Zum Glück ist mein Kopf nicht zerbrovhen, aber er müsste qualmen :-))
    hier meine Ideen:

    1. Da die Bodenständige eine Beziehung hat, weiß die femme fatale, dass sie keine Chance hat, solange diese besteht. Also macht sie der Frau der Bodenständigen ein Angebot, das diese nicht ablehnen kann, und eine Fernbeziehung entsteht. Sie lädt die Bodenständige zu einem Wochenende ein, um die Pläne zu besprechen und so ihr Ziel erreichen zu können. Die Bodenständige belauscht jedoch ungewollt ein Gespräch der femme fatale und erfährt so von deren wahren Plänen. Die Bodenständige verkauft ihr Projekt und reist ihrer Frau nach.

    2. Die femme fatal zögert die Pläne hinaus, um der Bodenständigen näher zu kommen. Dabei kommt das "Mädchen für Alles" der femme fatale ins Spiel. Diese warnt - durch die Blume - die Bodenständige, woraus eine Freundschaft entsteht. Und als die femme fatal glaubt, kurz vor ihrem Ziel zu stehen, ist aus der Freundschaft zwischen der Bodenständigen und dem Mädchen für Alles mehr geworden.

    3. Die femme fatale lernt die Bodenständige näher kennen, da sie bei den Plänen in längere Diskussionen geraten. Erst als die femme fatale durch einen Unfall beinahe ums Leben kommt, erkennt die Bodenständige, dass sie die Gefühle erwidert.

    4. Die Bodenständige beharrt auf ihren eigenen Plänen, was die femme fatal fast in den Wahnsinn treibt, da sie sich ansonsten ohne Schwieirigkeiten durchzusetzen versteht. Aber die Bodenständige kämpft mit ihrer Sturheit nur gegen ihre Gefühle für die femme fatal an, da diese Frau absolut nicht ihr Typ ist. Am Ende hat die femme fatal ihr eigentliches Ziel aus den Augen verloren, da ihre eingenen Gefühle ihr einen Strich durch ihre eigentlichen Pläne ziehen.

    5. Die femme fatal kann die Bodenständige erfolgreich verführen, doch ändert sich für sie nach dieser Nacht alles. Aber wie überzeugt man den anderen davon, dass sich nach einem one night stand wahre Gefühle entwickelt haben?

    Leider nur fünf weitere Ideen, aber vielleicht sind sie ja doch brauchbar.
    Liebe Grüße
    Petra

    Freitag, 31. Juli 2009 16:45
  • Juliette

    Permalink

    Ich finde die Idee auch gut. Viel fiel mir allerdings nicht ein, aber ich versuch's mal (und ich hoffe ich wiederhole nichts von Julia):

    1. Es stellt sich heraus, dass eine Ex-Freundin der femme fatale in dem Hochhaus wohnt. Für sie kommt also zum Geldaspekt als Anreiz noch die Rache hinzu. Die Bodenständige lernt durch Zufall eben diese Frau kennen und verliebt sich in sie.

    2. Bei der Sprengung wird die femme fatale verletzt und die Bodenständige fühlt sich schuldig und will sich danach um sie kümmern (und vernachlässigt dadurch ihre Frau).

    3. Bei der Sprengung wird die Frau der Bodenständigen verletzt

    4. Die femme fatale versucht die Bodenständige zu verführen (insgeheim um am Preis für den Abriss zu schrauben) --> sie ist erfolgreich, aber die Bodenständige kommt irgendwann dahinter und kehrt reumütig zu ihrer Frau zurück

    5. Im Hochhaus wohnt eine Frau, die sich in die Bodenständige sowie die femme fatale verliebt - die femme fatale beginnt aus Spaß an der Freude eine Affaire mit ihr, bis die Dritte herausbekommt, dass sie das Haus sprengen lassen will --> die Dritte versucht die Bodenständige davon zu überzeugen, das Vorhaben abzusagen

    6. Durch mysteriöse Umstände stirbt eine Frau, die in dem Hochhaus wohnt. Die femme fatale wird beschuldigt, aber die Bodenständige weiß, dass sie es nicht war. Aber wenn sie ihr ein Alibi verschaffen will, wird ihre Affaire offenbart.

    7. Der Hund der Bodenständigen kommt bei der Sprengung ums Leben. Die femme fatale kauft ihr einen neuen, wodurch die Bodenständige sich schuldig fühlt und eine Affaire mit ihr beginnt :D

    Mittwoch, 29. Juli 2009 0:53
  • Julia

    Permalink

    Eine sehr gut Idee :)

    Habe mir die ganze Nacht Gedanken gemacht, sehr viel originelles ist mir leider nicht eingefallen, aber ich mache mal den Anfang, damit da am Ende auch was draus wird :) Ich habe ja so sehr auf neue Schreibübungen gehofft!

    So, also los.
    Wie könnte es weitergehen?

    1. die beiden könnten sich ineinander verlieben und zusammen glücklich werden (hehe, irgendwie der Grundgedanke einer jeden Geschichte hier, und so ganz ohne Hindernisse auch reichlich langweilig), deswegen

    2. die femme fatale könnte sich in die Bodenständige verlieben (entgegen all ihrer Prinzipien), doch die will nicht, weil sie in einer Beziehung lebt

    3. die femme fatale könnte sich in die Bodenständige verlieben, doch die will nicht, weil sie denkt, niemals mit so einer "unsteten" Frau glücklich werden zu können

    4. die bodenständige Frau verliebt sich in die femme fatale, doch die denkt nicht im Leben daran, eine ernsthafte Beziehung einzugehen, sondern will genau so weiter leben wie bis her

    5. die bodenständige Frau merkt, dass sie gar nicht so bodenständig ist und beginnt ein neues Leben mit vielen Affären

    6. die bodenständige Frau merkt, dass sie gar nicht so bodenständig ist und ändert ihr ganzes Leben, sucht sich einen neuen, ganz anderen Job oder sie wandert aus

    7. die bodenständige Frau lernt die beste Freundin der femme fatale kennen und verliebt sich in sie

    Ok, ich gebe zu, so ganz überzeugt bin ich von meinen Ideen noch nicht ... Also, ich warte auf weitere Vorschläge ;)

    LG
    Jule

    Dienstag, 28. Juli 2009 21:47

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