Was das lesbische Herz begehrt

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    Ruth Gogoll: Alles nur aus Liebe

    Landei Lisa beim Fernsehen, und dann noch eine herausfordernde Chefin – aber Lisa schlägt sich tapfer, bis Gefühle ins Spiel kommen . . .
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Aus dem Blog

  • Die beste Schreibwerkstatt im Netz
  • Self-Publishing oder Verlag?
  • Später wird es spannend
  • „Plot driven“ oder „Character driven“
  • Die Idee ist gut, aber die Ausführung ist grauenhaft
  • Wie schreibt man einen Liebesroman? (Teil 1)

Eben kam mir so der Gedanke, dass der Lesbische LiteraturPreis wirklich die beste Schreibwerkstatt im Netz ist. Denn wo werden so viele verschiedene Auszüge parallel eingestellt und besprochen? Konstruktiv besprochen. Mit der eindeutigen Absicht, der Autorin zu helfen und sie zu unterstützen?

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Was ich etwas merkwürdig finde: Für den diesjährigen LLP wäre es möglich gewesen, Romane einzureichen, die bereits erschienen sind, und zwar im Self-Publishing. Es wurde jedoch kein einziger Roman aus dem Self-Publishing für den LiteraturPreis vorgeschlagen. Sind die alle so schlecht? Das kann ich mir gar nicht vorstellen.

Nachdem ich diesen Kommentar geschrieben hatte, habe ich weiter darüber nachgedacht, was wohl der Grund ist. Self-Publishing hat bei Verlagen vom ersten Tag an immer ein schlechtes Image gehabt. Das ist auch sehr verständlich. Die klassischen Verlage betrachten sich als Torhüter für die Qualität von Manuskripten. Und wenn ein Manuskript nicht durch das Fegefeuer der Beurteilung durch einen Verlag gegangen ist, ist es nichts wert.

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Nach den ersten Tagen beim LLP stelle ich fest, dass es sehr viele sehr gute Geschichten gibt, bei denen der Anfang so spannend und mitreißend geschrieben ist, dass man sich kaum losreißen kann und immer weiterlesen möchte, sich richtig ärgert, wenn der Auszug dann zu Ende ist, und andere, bei denen in dem ganzen Auszug, den wir eingestellt haben, im Prinzip nichts passiert. In der Tat langweilt man sich während des ganzen Auszugs dort manchmal zu Tode, bricht vielleicht sogar vor Ende des Auszugs ab, weil einen nichts in die Geschichte hineinzieht.

Oftmals teilt die Autorin dann auf Nachfrage mit: „Ja, später wird es aber noch richtig spannend.“

Dazu kann ich nur sagen: „Später“ nützt leider nichts. Am Anfang muss es spannend sein, damit die Leserin sich angesprochen fühlt, damit sie weiterliest.

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Es gibt quasi zwei „Schulen“, wie man eine Geschichte erzählen kann. Die eine treibt den Plot mit Handlung voran (manchmal sagt man statt „Plot driven“ auch „Action driven“ – beides würde man im Deutschen mit „Von der Handlung vorangetrieben“ übersetzen), die andere mit der Entwicklung der Charaktere, der Figuren.

Sol Stein sagt in seinem klassischen Schreibratgeber ganz eindeutig: „Die Figuren machen die Geschichte“. Der Meinung bin ich auch, und es ist auch meine Art zu schreiben. Ich konzentriere mich auf die Figuren, auf deren Gedanken und Gefühle, weniger auf die Handlung. Durch die Entwicklung der Figuren und das, was zwischen ihnen geschieht (aber auch, was in ihren Gedanken und Gefühlen passiert), wird die Geschichte vorangetrieben.

Geschichten, in denen eher die Handlung im Mittelpunkt steht, sind meistens so etwas wie Thriller, Krimis, Actionfilme. Dort sind die Figuren fast nur Staffage. Gedanken und Gefühle interessieren wenig, man muss nicht viel über sie wissen, denn alles, was geschieht, geschieht ganz konkret in Form von explodierenden Bomben, blutigen Morden, Verfolgungsjagden oder Schlägereien, Entführungen, Drohungen – Dingen, die mehr mit Muskeln als mit Gehirn zu tun haben.

In einem Liebesroman ist es meistens anders. Dort geht es fast ausschließlich um Gedanken und Gefühle, um Wünsche und Sehnsüchte, unerfüllte und erfüllte Träume, den Weg dahin. Die Phantasie spielt eine größere Rolle als das, was konkret passiert.

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Das ist etwas, das ich gerade über die Netflix-Serie Gypsy las – und ich kann dem nur zustimmen. Ganz sicher in Bezug auf die Serie, aber auch darüber hinaus ist das ein wichtiges Thema. Es gibt immer wieder Geschichten, die so sind, ob in Filmen, in TV-Movies, in Fernsehserien, in Büchern.

Wenn man ein wenig kreativ veranlagt ist, hat man kein Problem mit Ideen. Sie kommen einem zugeflogen. Menschen, die Bücher lesen, aber noch nie eins geschrieben haben, denken dann vielleicht: Wenn die Idee da ist, ist das Buch doch praktisch schon geschrieben.

Weit gefehlt. Es gibt viele gute Ideen, die die Ausführung nicht überleben.

Woran liegt das?

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Da die Frage nach der Schreibwerkstatt in Buchform gestellt wurde, hier der Anfang dieses Buches. Das es noch nicht gibt, aber wahrscheinlich geben wird (wenn ich es schaffe, die Schreibwerkstatt hier unterzubringen ;)).

 

Einleitung

Zuerst einmal: Es gibt viele verschiedene Sub-Genres im Bereich des Liebesromans. Das ist für den Anfang sehr verwirrend. Für mich persönlich gab es diese Genrediskussion nie, ich wollte immer etwas schreiben, das im Hier und Jetzt spielt. Deshalb befasst sich dieser Ratgeber auch ausschließlich damit, was im Liebesromanbereich Contemporary heißt, also Gegenwartsliebesroman. Hinzufügen könnte ich als Untereinteilung höchstens noch: mit oder ohne Sex.

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Neueste Kommentare

Autorin von Roman Nr. 2
Vielen Dank für die vielen Kommentare! Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Da alle meinen, der Anfang zieht sich z...
Claudia
Vielen lieben Dank, Eve, Jenny und Monika, für eure Kommentare. Es freut mich sehr, dass ich euch mit neinem Auszug...
Autorin Roman 8
Ich wollte eigentlich allen einzeln antworten, aber es sind so viele Kommentare, dass ich das jetzt doch ein bissch...

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