Gedanken
Ruth Gogoll und andere Autorinnen schreiben über Themen, die sie bewegen.

Hiermit möchte ich mich Kay gern anschließen, liebe Ruth. Es ist schön, dass es endlich einmal eine Möglichkeit gibt, mich offiziell bei Dir zu bedanken. Ich würde Dir am liebsten gleich einen Preis 🏆 verleihen. 😉 Von den Autorinnen, die jetzt zum Schluss im Forum waren, bin ich glaube ich die „allerälteste“, denn ich habe mein erstes Buch bei el!es 2004 veröffentlicht. Mein Gott, ist das schon ewig lange her. 😀

Bei so viel Lob muss ich mich natürlich jetzt gleich noch mal zu Wort melden. 😎 Ein Verlag ist immer ein Geben und Nehmen, um das gleich vorweg zu sagen. Die Autorinnen geben uns ihre Manuskripte, haben ihr Bestes getan, als sie diesen Roman geschrieben haben, und hoffen auf eine Veröffentlichung. Wir erhalten die Manuskripte und hoffen ebenfalls darauf, dass das Manuskript zur Veröffentlichung geeignet ist, denn davon leben wir. Dann geben wir den Autorinnen all unser Wissen und Können aus jetzt bald 25 Jahren, um aus dem, was wir da von den Autorinnen bekommen haben, das Allerbeste zu machen, was überhaupt daraus zu machen ist. Das fängt schon bei den Kommafehlern an 😉, hört aber da noch lange nicht auf, sondern erstreckt sich weiter über den Inhalt, die Figurenentwicklung und den Spannungsbogen. Und was es sonst alles noch so gibt. Unter anderem das Lektorat, der Satz oder das Cover. Das immer wieder ein kleines Kunstwerk ist, wofür unsere Grafikerin eine ganze Weile braucht. Das ist keine Sache von ein paar Minuten.

Ehrlich gesagt musste ich heute Morgen sehr lachen, liebe Ruth, als ich direkt nach dem Aufstehen Deinen Artikel hier auf der Webseite gelesen habe. 😄 Zuerst einmal freue ich mich sehr, dass Du wieder damit angefangen hast, diese Blogartikel zu schreiben, denn die habe ich schon ziemlich vermisst. So ein Stück Weisheit am Morgen beim Frühstück ist doch immer ein guter Start in den Tag. 🙂 Dann freue ich mich natürlich auch – und bin auch sehr geschmeichelt –, dass Du mich da so über den grünen Klee lobst. Für etwas, das mir ehrlich gesagt großen Spaß macht. Und wofür zum Schluss Du verantwortlich bist. Denn ich glaube nicht, dass ich je ein weiteres Buch geschrieben hätte, wenn es Dich nicht gäbe.

Das ganze Jahr über habe ich mich nicht so richtig um diesen Blog hier gekümmert. Zuerst, weil ich wirklich dachte, ich habe ja eigentlich schon zu allem mal irgendetwas geschrieben, insbesondere zum schriftstellerischen Handwerk, das mich immer speziell interessiert. Zum zweiten auch deshalb, weil ich selbst sehr viel Arbeit hatte und der Blog immer noch zusätzliche Arbeit war, für die ich kaum die Zeit gefunden habe. Und dann kam Corona … Das hat uns wohl alle ziemlich aus dem Tritt gebracht.

Wir leben in einer narzisstischen Welt, das kann man wohl mit Fug und Recht so sagen. Narziss, nach dem der Narzissmus benannt ist, war laut griechischer Mythologie ein Jüngling, der in sein eigenes Spiegelbild verliebt war. Heute nennt man das Selfie. 😊